Bretagne Testbericht

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Erfahrungsbericht von Goldband

Ein wunderschönes Stück Erde

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Seit 3 Jahren habe ich die Möglichkeit, in die Bretagne zu fahren. Von einem kleinen begrenzten Gebiet der nördlichen Bretagne möchte ich hier einmal berichten.

Dieses Jahr waren wir in der Nähe der kleinen alten, aber sehr schönen Stadt Saint Pol untergebracht. Wenn man mit dem TGV von Paris kommt, steigt man in Morlaix aus und fährt dann noch ca. 20 Minuten mit dem Bus.
Auffällig ist in Saint Pol das Material aus dem die Häuser errichtet sind. Es ist meist grauer Granit.
Mehrere Sehenswürdigkeiten hat die Stadt zu bieten. Da ist zuerst die Kathedrale, in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts fertiggestellt wurde und als einzige vollständig erhaltene Kathedrale der Spitzbogenepoche ein historisches Denkmal ist. Die herrlichen Glasfenster haben mir besonders gefallen.
Wenn man aus dem Hauptportal tritt, sieht man einen weiteren Kirchturm, der zur Kapelle Notre Dame du Kreisker gehört. Der 78 m hohe steinerne Turm der bis in die Spitze blumenornamentartige Öffnungen hat, kann auch bis in eine Höhe von 40 m bestiegen werden. Im Inneren der Kapelle, die in ihren Ursprüngen auf das 11. Jahrhundert zurückgeht, gibt es ein hölzernes Tonnengewölbe.
Der Kapelle gegenüber befindet sich das Kollegium, ein ehemaliges Seminar aus dem 18. Jahrhundert. Viele der alten Häuser haben Erker, schöne Türen und kleine Türmchen. In einer der Nebenstraßen gibt es den Brunnen Lenn ar Gloar mit einer gotischen Jungfrauenstatue. An dem historischen Wasserbecken wurde früher die Wäsche gewaschen und die Neuigkeiten dabei ausgetauscht.
Auf verschiedenen Wegen gelang man in kurzer Zeit ans Meer. Leider war bei mir gerade Ebbe, als ich am Hafen war.

Ein weiteres lohnendes Ziel ist die unweit von Saint Pol gelegene Stadt Roscoff mit ihrem Hafen. Auch hier gibt es die Granithäuser. Eine besondere Attraktion ist das Aquarium für Kinder. Denn dort kann man in einem Streichelbecken Seegurken, Seesterne, Krabben, Jakobsmuscheln und andere Meeresbewohner sogar anfassen. In den einzelnen Becken lernt man die ganze Vielfalt der Meeresbewohner kennen.

Für uns ist Roscoff der Ausgangspunkt für den Besuch der Ile de Batz, einer wunderschönen Insel. Man erreicht sie nach 20 Minuten Schiffsfahrt. Für Liebhaber von exotischen Pflanzen ist der Botanische Garten auf der Insel zu empfehlen. Leider hatte ich noch keine Gelegenheit mir diesen selbst anzusehen. Allerdings findet der Wanderer auch in den Vorgärten und auf der Insel selbst viele schöne Pflanzen. So wachsen dort Palmen, Feigenbäume und jede Menge Blumen in allen Farben. Auf der Insel gibt es einen Leuchtturm, den man wenn er geöffnet ist auch besteigen kann. Von ihm hat man einen wunderbaren Blick auf die Insel, nach Roscoff und nach Santec mit der Ile de Sieck.

Nun noch zur Ile de Sieck. Diese Insel kann man nur bei Ebbe von Santec, einem kleinen Ort direkt am Meer, betreten. Sie ist nicht sehr groß, aber sehr romatisch. Wenige Häuser und einige Ruinen, die aus dem 2. Weltkrieg übriggeblieben sind, findet man dort. Sonst ist dort Natur pur. Nichts als herrliche Blicke aufs Meer und einen Pflanzenvielfalt findet man dort. Besonders schön ist es, wenn man kurz bevor die Flut noch auf die Insel geht. Dann kann man miterleben wie von 2 Seiten das Wasser die Insel umschließt und man für 6 Stunden dann in der Einsamkeit \"gefangen\" ist. Schönes Wetter vorausgesetzt, sehr zu empfehlen.

Über Fahrpreise, Unterkünfte und andere Dinge kann ich nichts schreiben, weil ich immer mit einer Gruppe dort gewesen bin.
Für mich steht aber fest, dass ich dort gern mal privat Urlaub machen möchte. Wunderbare Strände und Dünen, sowie die kleinen romantischen Orte sind wirklich sehr empfehlenswert.

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