Bridget Jones - Am Rande des Wahnsinns (VHS) Testbericht
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Erfahrungsbericht von GAWOnline1983
+++ Ein neues Abenteuer für Miss Jones +++
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
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Allgemeines
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Es ist schon einige Zeit her, dass ich die Bücher von Helen Fielding rund um ihre Heldin Bridget Jones und deren katastrophales (Liebes-)Leben las. Den ersten Teil der Verfilmung sah ich nicht im Kino, sondern erstand ihn kurze Zeit nach Erscheinen auf VHS. Schon damals gefiel mir Renée Zellweger in der Hauptrolle der Bridget Jones ausgesprochen gut. Es war also nur eine Frage der Zeit, bis eine Fortsetzung gedreht werden würde – die Romanvorlage war schließlich schon vorhanden. Anfang Dezember war es schließlich soweit und „Bridget Jones – Am Rande des Wahnsinns“ lief in den deutschen Kinos an. Vor lauter Studienverpflichtungen kam ich bisher allerdings nicht dazu, mir die Verfilmung anzuschauen. Gespannt war ich aber spätestens seit meinem Aufenthalt (übrigens uni-bedingt und kein Urlaub!) in Lech am Arlberg im Dezember, wo Bridget Jones das Hauptgesprächsthema war, da ein kleiner Teil des Filmes dort gedreht wurde – und die Werbung war spätestens in der Touristeninformation nicht mehr zu übersehen…
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Filminhalt
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Man mag es kaum glauben, wenn man Bridget Jones und ihr chaotisches (Liebes-)leben kennt. Normalerweise ist sie Dauersingle, dazu noch Probleme im Privaten und im Beruf. Doch auf einmal scheint sich das Blatt vor sechs Wochen gewandelt zu haben. Denn Bridget hat den erfolgreichen Anwalt für Menschenrechte namens Mark Darcy an Land gezogen und seitdem könnte ihr Leben einfach nicht mehr glücklicher verlaufen. Ausgeglichener als früher, sexuell befriedigt, zwar keine Pfunde leichter und offiziell Nichtraucherin (wer muss denn auch von den heimlich im Badezimmer gerauchten Zigaretten wissen?!), lebt es sich doch gleich viel besser. Selbst im Beruf läuft es auf einmal besser – was sie als „kleines“ Missgeschick abtut, kommt in Wahrheit bei dem Fernsehpublikum total gut an!
Doch Bridget wäre nicht sie selbst, wenn sie es nicht schaffen würde, ihr Glück zu ruinieren. Man kennt sie als kleiner Tollpatsch und so richtig kann sie gar nicht glauben, dass der gutaussehende, sexy und wohlerzogene Mark Darcy zu ihr gehören soll. Drum läuten bei Bridget gleich die Alarmglocken, als sie Marks Kollegin Rebecca Gilles kennenlernt – natürlich brünett, eine tolle Ausstrahlung, eine Figur zum Neidisch werden und nicht zu vergessen die ellenlangen Beine. Verunsichert wird Bridget schließlich immer mehr, als Mark sie in die Juristenwelt Englands nach und nach einführt und sie merkt, dass sie einfach nicht in diese fremde Gesellschaft passt. Zu viele peinliche Kommentare folgen und die ersten Gewitterwolken in der Beziehung ziehen auf. Dazu kommt schließlich noch Bridgets Eifersucht auf Rebecca, die das ganze schließlich eskalieren lässt.
Das ist doch eigentlich nur die Chance auf die Daniel Cleaver gewartet hat – warum sollte er Bridget nicht in sein Bett ziehen? Zumal Bridgets Boss Richard der Auffassung ist, dass Bridget doch zusammen mit Daniel dessen Reise- bzw. Kulturmagazin moderieren könnte. Als nächstes soll sie die Reise nach Thailand führen. Bridget entscheidet sich dann dafür, sich in das neue Abenteuer zu stürzen, doch man muss gewisse Vorsicht walten lassen, was den arroganten Kerl und gleichzeitig Charmeur Daniel Cleaver angeht. Aus diesem Grund nimmt Bridget ihre Freundin Shazzer mit auf die Reise. Doch diese ist alsbald beschäftigt und die Katastrophe nimmt ihren Lauf und Bridget landet im Gefängnis…
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Die Darsteller
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Bridget Jones – Renée Zellweger
Mark Darcy – Colin Firth
Daniel Cleaver – Hugh Grant
Rebecca Gilles – Jacinda Barrett
Shazzer – Sally Philipps
Jude – Shirley Henderson
Tom – James Callis
Magda – Jessica Stevenson
Bridgets Vater - Jim Broadbent
Bridgets Mutter – Gemma Jones
Mrs. Darcy - Shirley Dixon
Admiral Darcy - Donald Douglas
Richard Finch (Bridgets Boss) – Neil Pearson
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Filmdaten
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Originaltitel: Bridget Jones. The Edge of Reason
Regie: Beeban Kidron
Kamera: Adrian Briddle
Drehbuch (unter Romanvorlage von Helen Fielding): Andrew Davies, Richard Curtis, Adam Brooks unter Mitarbeit von Helen Fielding
Musik: Harry Gregson-Williams
Freigegeben ab 6 Jahren
Laufzeit: 108 Minuten
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Romanvorlage
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Die Romanvorlage „"Bridget Jones - Am Rande des Wahnsinns" erschien zum ersten Mal im Mai 2002 im Taschenbuchformat bei Goldmann (deutsche Erstveröffentlichung im Jahr 2000). Der Roman umfasst 443 Seiten und ist unter der ISBN 3-442-45264-3 für 9,90 Euro im Handel erhältlich. Im Original erschien das Buch bereits 1999 unter dem Titel "Bridget Jones. The Edge of Reason" bei Picador in London. Übersetzt ins Deutsche wurde das Ganze von Isabel Ingendaay.
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Meine Meinung
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Ich war wie bereits eingangs erwähnt, schon lange auf die Verfilmung gespannt – und ob sie dem ersten Teil gerecht werden würde. Schließlich gelingen die meisten Fortsetzungen doch eher weniger gut als das Original. Anders jedoch hier – vielleicht liegt es auch daran, dass man die beiden Filme sehr gut getrennt voneinander anschauen kann; Vorkenntnisse sind jedenfalls nicht unbedingt von Relevanz. Das wenige, das man wissen müsste – und das ist vorrangig die Beziehung von Bridget und Mark, bzw. das Desaster mit Daniel Cleaver im ersten Teil – erfährt man in dem zweiten Teil durch bloßes Zuschauen bzw. einer kurzen Einführung zu Beginn.
Und wieder einmal begegnen uns die gewohnten Hauptcharaktere, die von Renée Zellweger (Bridget Jones), Colin Firth (Mark Darcy) und Frauenschwarm Hugh Grant (Daniel Cleaver) gespielt werden. Die Schauspielerin Renée Zellweger futterte sich für diesen Film einmal mehr ein paar Pfunde an, um auf die Person der tollpatschigen und leicht übergewichtigen Bridget Jones perfekt zu passen. Einmal mehr überzeugte mich gerade ihre Schauspielkunst, da die Rolle meines Erachtens nicht gerade einfach zu spielen ist. Sie hat sich aber wunderbar in den Charakter der Bridget Jones eingefunden und spielt sie sehr überzeugend. Oft ist es ja so, dass Filme meist schlechter ausfallen als die Romanvorlagen. Von der Verfilmung der beiden Bücher von Helen Fielding kann man das aber keineswegs behaupten. Vielmehr amüsierte ich mich während dem Kinobesuch genauso sehr wie während dem Lesen der beiden Bridget-Jones-Tagebücher. Gerade dies finde ich zudem auch noch gelungen – die Romanvorlage(n) war(en) als Tagebücher ausgelegt und diese dann als Film umzusetzen bereitet sicherlich noch etwas mehr Mühe als wenn man einen „reinen Text“ vor sich hat.
Die Person der Bridget Jones macht natürlich den Hauptteil des Filmes aus und man kommt über das Lachen und Kopfschütteln über sie nicht mehr heraus. Gerade die verschiedenen Outfits der werten Engländerin sorgen dann doch schon mal für Aufsehen. Auch wenn hinsichtlich diesen nicht gerade ein Identifikationspunkt mit ihr besteht, so aber doch was ihre Beziehung angeht. Wer war nicht schon einmal selbst am verzweifeln, was eine Partnerschaft anging und unsicher, ob der andere wirklich in einen verliebt ist? Und dann noch hinter jeder kleinen Geste etwas vermuten. Ich finde, damit spricht die Autorin Helen Fielding, den Frauen dieser Welt (wohl zumindest zum Großteil) aus der Seele. Dennoch kann man aber nicht behaupten, dass „Bridget Jones – Am Rande des Wahnsinns“ ein reiner Frauenfilm ist. Jedenfalls habe ich die Erfahrung gemacht, dass sich auch Männer über den Film amüsieren können.
Das Wiedersehen mit den beiden Herren Firth und Grant machte im Übrigen auch wieder sehr viel Spaß. Während die Rolle von Colin Firth eher der ruhende und nachdenkliche Gegenpol zu Grants Daniel Cleaver ist, überzeugt er doch gerade in seinem Mienenspiel. Man merkte in jedem Fall, welch brillanter Schauspieler in ihm steckt. Hugh Grant dagegen haftet mehr das Spitzbübische, aber auch das Arrogante an, während er gleichzeitig seinen Charme versprüht. Seine Interpretation der Person des Daniel Cleaver ist in meinen Augen jedenfalls hervorragen gelungen.
Im Übrigen finde ich, dass die Verantwortlichen sich für die Besetzung der einzelnen Charaktere sehr viel Mühe gegeben haben. Während des Films hatte ich das Gefühl, dass jede einzelne Rolle absolut perfekt besetzt wurde. Und damit sind nicht vorrangig die Hauptrollen gemeint, auf die man schließlich das meiste Augenmerk wirft. Auch die Nebendarsteller wie zum Beispiel Jim Broadbent als Bridgets Vater (der manchen vielleicht aus der Verfilmung des Lebens der inzwischen verstorbenen Schriftstellerin Iris Murdoch bekannt sein dürfte) oder Gemma Jones, die in der Rolle von Bridgets brilliert, sind wunderbar ausgesucht worden. Gerade diese Kleinigkeiten sind es doch, die den Film noch sehenswerter machen und durch die das ganze absolut abgerundet wirkt. Mit farblosen Nebendarstellern wäre der Film um einiges schwächer ausgefallen, aber so muss man gerade auf diese Kleinigkeiten – sprich das Verhalten und deren Kommentare – achten, da auch diese der Verfilmung sehr gut tun. Während des Lesens der Romanvorlage hat man von den Charakteren schließlich immer bestimmte Vorstellung, was ihre Reaktionen, aber auch ihr Aussehen angeht. Zumindest ist es bei mir so, dass während des Lesens eines guten Buches ein kleiner Film in meinem Kopf abläuft. Und zumindest bei mir war es so, dass dieser imaginäre Film die wahre Verfilmung hinsichtlich der Charaktere sehr sehr gut getroffen hat.
In der Einleitung deutete ich übrigens schon an, dass ein kleiner Teil des Filmes in Lech am Arlberg (Österreich) entstanden ist. Nur seltsamerweise haben sie den Ort, an dem Bridget und Mark ein Skiwochenende verbringen, nicht näher benannt und zugleich in die Schweiz verfrachtet (das würde ich zumindest auf Grund des dort gesprochenen Dialektes vermuten). In Lech schnappte man dann übrigens das eine oder andere Gespräch auf und es ist schon interessant zumindest kurz die Gegend zu sehen, in der man vor etwa einem Monat ein paar Tage verbracht hat. Die dargestellte Apotheke existiert im Übrigen nicht – vielmehr haben sie die Hauptstraße in Lech etwas umgemodelt. Dies aber nur als kleine Anekdote am Rande.
Wer etwas Kritisches an dem Film sucht, könnte natürlich den Vorwurf erheben, er sei absolut vorhersehbar. Dieser Kritikpunkt lässt sich natürlich nicht von der Hand weisen, aber ganz ehrlich: Spielt das denn wirklich eine Rolle? Ich kann euch diesen Film jedenfalls nur empfehlen. Sicherlich zählt er nicht zu den anspruchsvollsten, die in den letzten Monaten in den deutschen Kinos anliefen, doch er eignet sich als hervorragende Unterhaltung für alle, die einfach nur abschalten wollen. Und wer braucht nicht ab und an etwas Aufmunterung und den Gedanken, dass am Ende alles gut werden wird?! Einfach einmal abschalten und die Ablenkung genießen – an diesem Film kann man sich jedenfalls erfreuen. Von meiner Seite aus gibt es aus diesem Grund natürlich fünf Sterne.
(copyright by Laura Thoma, Januar 2005)
Allgemeines
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Es ist schon einige Zeit her, dass ich die Bücher von Helen Fielding rund um ihre Heldin Bridget Jones und deren katastrophales (Liebes-)Leben las. Den ersten Teil der Verfilmung sah ich nicht im Kino, sondern erstand ihn kurze Zeit nach Erscheinen auf VHS. Schon damals gefiel mir Renée Zellweger in der Hauptrolle der Bridget Jones ausgesprochen gut. Es war also nur eine Frage der Zeit, bis eine Fortsetzung gedreht werden würde – die Romanvorlage war schließlich schon vorhanden. Anfang Dezember war es schließlich soweit und „Bridget Jones – Am Rande des Wahnsinns“ lief in den deutschen Kinos an. Vor lauter Studienverpflichtungen kam ich bisher allerdings nicht dazu, mir die Verfilmung anzuschauen. Gespannt war ich aber spätestens seit meinem Aufenthalt (übrigens uni-bedingt und kein Urlaub!) in Lech am Arlberg im Dezember, wo Bridget Jones das Hauptgesprächsthema war, da ein kleiner Teil des Filmes dort gedreht wurde – und die Werbung war spätestens in der Touristeninformation nicht mehr zu übersehen…
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Filminhalt
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Man mag es kaum glauben, wenn man Bridget Jones und ihr chaotisches (Liebes-)leben kennt. Normalerweise ist sie Dauersingle, dazu noch Probleme im Privaten und im Beruf. Doch auf einmal scheint sich das Blatt vor sechs Wochen gewandelt zu haben. Denn Bridget hat den erfolgreichen Anwalt für Menschenrechte namens Mark Darcy an Land gezogen und seitdem könnte ihr Leben einfach nicht mehr glücklicher verlaufen. Ausgeglichener als früher, sexuell befriedigt, zwar keine Pfunde leichter und offiziell Nichtraucherin (wer muss denn auch von den heimlich im Badezimmer gerauchten Zigaretten wissen?!), lebt es sich doch gleich viel besser. Selbst im Beruf läuft es auf einmal besser – was sie als „kleines“ Missgeschick abtut, kommt in Wahrheit bei dem Fernsehpublikum total gut an!
Doch Bridget wäre nicht sie selbst, wenn sie es nicht schaffen würde, ihr Glück zu ruinieren. Man kennt sie als kleiner Tollpatsch und so richtig kann sie gar nicht glauben, dass der gutaussehende, sexy und wohlerzogene Mark Darcy zu ihr gehören soll. Drum läuten bei Bridget gleich die Alarmglocken, als sie Marks Kollegin Rebecca Gilles kennenlernt – natürlich brünett, eine tolle Ausstrahlung, eine Figur zum Neidisch werden und nicht zu vergessen die ellenlangen Beine. Verunsichert wird Bridget schließlich immer mehr, als Mark sie in die Juristenwelt Englands nach und nach einführt und sie merkt, dass sie einfach nicht in diese fremde Gesellschaft passt. Zu viele peinliche Kommentare folgen und die ersten Gewitterwolken in der Beziehung ziehen auf. Dazu kommt schließlich noch Bridgets Eifersucht auf Rebecca, die das ganze schließlich eskalieren lässt.
Das ist doch eigentlich nur die Chance auf die Daniel Cleaver gewartet hat – warum sollte er Bridget nicht in sein Bett ziehen? Zumal Bridgets Boss Richard der Auffassung ist, dass Bridget doch zusammen mit Daniel dessen Reise- bzw. Kulturmagazin moderieren könnte. Als nächstes soll sie die Reise nach Thailand führen. Bridget entscheidet sich dann dafür, sich in das neue Abenteuer zu stürzen, doch man muss gewisse Vorsicht walten lassen, was den arroganten Kerl und gleichzeitig Charmeur Daniel Cleaver angeht. Aus diesem Grund nimmt Bridget ihre Freundin Shazzer mit auf die Reise. Doch diese ist alsbald beschäftigt und die Katastrophe nimmt ihren Lauf und Bridget landet im Gefängnis…
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Die Darsteller
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Bridget Jones – Renée Zellweger
Mark Darcy – Colin Firth
Daniel Cleaver – Hugh Grant
Rebecca Gilles – Jacinda Barrett
Shazzer – Sally Philipps
Jude – Shirley Henderson
Tom – James Callis
Magda – Jessica Stevenson
Bridgets Vater - Jim Broadbent
Bridgets Mutter – Gemma Jones
Mrs. Darcy - Shirley Dixon
Admiral Darcy - Donald Douglas
Richard Finch (Bridgets Boss) – Neil Pearson
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Filmdaten
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Originaltitel: Bridget Jones. The Edge of Reason
Regie: Beeban Kidron
Kamera: Adrian Briddle
Drehbuch (unter Romanvorlage von Helen Fielding): Andrew Davies, Richard Curtis, Adam Brooks unter Mitarbeit von Helen Fielding
Musik: Harry Gregson-Williams
Freigegeben ab 6 Jahren
Laufzeit: 108 Minuten
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Romanvorlage
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Die Romanvorlage „"Bridget Jones - Am Rande des Wahnsinns" erschien zum ersten Mal im Mai 2002 im Taschenbuchformat bei Goldmann (deutsche Erstveröffentlichung im Jahr 2000). Der Roman umfasst 443 Seiten und ist unter der ISBN 3-442-45264-3 für 9,90 Euro im Handel erhältlich. Im Original erschien das Buch bereits 1999 unter dem Titel "Bridget Jones. The Edge of Reason" bei Picador in London. Übersetzt ins Deutsche wurde das Ganze von Isabel Ingendaay.
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Meine Meinung
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Ich war wie bereits eingangs erwähnt, schon lange auf die Verfilmung gespannt – und ob sie dem ersten Teil gerecht werden würde. Schließlich gelingen die meisten Fortsetzungen doch eher weniger gut als das Original. Anders jedoch hier – vielleicht liegt es auch daran, dass man die beiden Filme sehr gut getrennt voneinander anschauen kann; Vorkenntnisse sind jedenfalls nicht unbedingt von Relevanz. Das wenige, das man wissen müsste – und das ist vorrangig die Beziehung von Bridget und Mark, bzw. das Desaster mit Daniel Cleaver im ersten Teil – erfährt man in dem zweiten Teil durch bloßes Zuschauen bzw. einer kurzen Einführung zu Beginn.
Und wieder einmal begegnen uns die gewohnten Hauptcharaktere, die von Renée Zellweger (Bridget Jones), Colin Firth (Mark Darcy) und Frauenschwarm Hugh Grant (Daniel Cleaver) gespielt werden. Die Schauspielerin Renée Zellweger futterte sich für diesen Film einmal mehr ein paar Pfunde an, um auf die Person der tollpatschigen und leicht übergewichtigen Bridget Jones perfekt zu passen. Einmal mehr überzeugte mich gerade ihre Schauspielkunst, da die Rolle meines Erachtens nicht gerade einfach zu spielen ist. Sie hat sich aber wunderbar in den Charakter der Bridget Jones eingefunden und spielt sie sehr überzeugend. Oft ist es ja so, dass Filme meist schlechter ausfallen als die Romanvorlagen. Von der Verfilmung der beiden Bücher von Helen Fielding kann man das aber keineswegs behaupten. Vielmehr amüsierte ich mich während dem Kinobesuch genauso sehr wie während dem Lesen der beiden Bridget-Jones-Tagebücher. Gerade dies finde ich zudem auch noch gelungen – die Romanvorlage(n) war(en) als Tagebücher ausgelegt und diese dann als Film umzusetzen bereitet sicherlich noch etwas mehr Mühe als wenn man einen „reinen Text“ vor sich hat.
Die Person der Bridget Jones macht natürlich den Hauptteil des Filmes aus und man kommt über das Lachen und Kopfschütteln über sie nicht mehr heraus. Gerade die verschiedenen Outfits der werten Engländerin sorgen dann doch schon mal für Aufsehen. Auch wenn hinsichtlich diesen nicht gerade ein Identifikationspunkt mit ihr besteht, so aber doch was ihre Beziehung angeht. Wer war nicht schon einmal selbst am verzweifeln, was eine Partnerschaft anging und unsicher, ob der andere wirklich in einen verliebt ist? Und dann noch hinter jeder kleinen Geste etwas vermuten. Ich finde, damit spricht die Autorin Helen Fielding, den Frauen dieser Welt (wohl zumindest zum Großteil) aus der Seele. Dennoch kann man aber nicht behaupten, dass „Bridget Jones – Am Rande des Wahnsinns“ ein reiner Frauenfilm ist. Jedenfalls habe ich die Erfahrung gemacht, dass sich auch Männer über den Film amüsieren können.
Das Wiedersehen mit den beiden Herren Firth und Grant machte im Übrigen auch wieder sehr viel Spaß. Während die Rolle von Colin Firth eher der ruhende und nachdenkliche Gegenpol zu Grants Daniel Cleaver ist, überzeugt er doch gerade in seinem Mienenspiel. Man merkte in jedem Fall, welch brillanter Schauspieler in ihm steckt. Hugh Grant dagegen haftet mehr das Spitzbübische, aber auch das Arrogante an, während er gleichzeitig seinen Charme versprüht. Seine Interpretation der Person des Daniel Cleaver ist in meinen Augen jedenfalls hervorragen gelungen.
Im Übrigen finde ich, dass die Verantwortlichen sich für die Besetzung der einzelnen Charaktere sehr viel Mühe gegeben haben. Während des Films hatte ich das Gefühl, dass jede einzelne Rolle absolut perfekt besetzt wurde. Und damit sind nicht vorrangig die Hauptrollen gemeint, auf die man schließlich das meiste Augenmerk wirft. Auch die Nebendarsteller wie zum Beispiel Jim Broadbent als Bridgets Vater (der manchen vielleicht aus der Verfilmung des Lebens der inzwischen verstorbenen Schriftstellerin Iris Murdoch bekannt sein dürfte) oder Gemma Jones, die in der Rolle von Bridgets brilliert, sind wunderbar ausgesucht worden. Gerade diese Kleinigkeiten sind es doch, die den Film noch sehenswerter machen und durch die das ganze absolut abgerundet wirkt. Mit farblosen Nebendarstellern wäre der Film um einiges schwächer ausgefallen, aber so muss man gerade auf diese Kleinigkeiten – sprich das Verhalten und deren Kommentare – achten, da auch diese der Verfilmung sehr gut tun. Während des Lesens der Romanvorlage hat man von den Charakteren schließlich immer bestimmte Vorstellung, was ihre Reaktionen, aber auch ihr Aussehen angeht. Zumindest ist es bei mir so, dass während des Lesens eines guten Buches ein kleiner Film in meinem Kopf abläuft. Und zumindest bei mir war es so, dass dieser imaginäre Film die wahre Verfilmung hinsichtlich der Charaktere sehr sehr gut getroffen hat.
In der Einleitung deutete ich übrigens schon an, dass ein kleiner Teil des Filmes in Lech am Arlberg (Österreich) entstanden ist. Nur seltsamerweise haben sie den Ort, an dem Bridget und Mark ein Skiwochenende verbringen, nicht näher benannt und zugleich in die Schweiz verfrachtet (das würde ich zumindest auf Grund des dort gesprochenen Dialektes vermuten). In Lech schnappte man dann übrigens das eine oder andere Gespräch auf und es ist schon interessant zumindest kurz die Gegend zu sehen, in der man vor etwa einem Monat ein paar Tage verbracht hat. Die dargestellte Apotheke existiert im Übrigen nicht – vielmehr haben sie die Hauptstraße in Lech etwas umgemodelt. Dies aber nur als kleine Anekdote am Rande.
Wer etwas Kritisches an dem Film sucht, könnte natürlich den Vorwurf erheben, er sei absolut vorhersehbar. Dieser Kritikpunkt lässt sich natürlich nicht von der Hand weisen, aber ganz ehrlich: Spielt das denn wirklich eine Rolle? Ich kann euch diesen Film jedenfalls nur empfehlen. Sicherlich zählt er nicht zu den anspruchsvollsten, die in den letzten Monaten in den deutschen Kinos anliefen, doch er eignet sich als hervorragende Unterhaltung für alle, die einfach nur abschalten wollen. Und wer braucht nicht ab und an etwas Aufmunterung und den Gedanken, dass am Ende alles gut werden wird?! Einfach einmal abschalten und die Ablenkung genießen – an diesem Film kann man sich jedenfalls erfreuen. Von meiner Seite aus gibt es aus diesem Grund natürlich fünf Sterne.
(copyright by Laura Thoma, Januar 2005)
32 Bewertungen, 2 Kommentare
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01.02.2005, 12:06 Uhr von kruemel02
Bewertung: sehr hilfreichJa hey Lara. Möchte ich was über ein Buch wissen, dann lese ich bei dir. Super Bericht und ein Super Film. Bye Olaf
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22.01.2005, 13:41 Uhr von helden_gesucht
Bewertung: sehr hilfreichich hab nichma den ersten teil gesehen, obwohl der doch übelst lustig sein soll... naja aber wann hat man mal zeit ins kino zu gehn? :( cu held
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