Bridget Jones - Schokolade zum Frühstück (DVD) Testbericht
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Erfahrungsbericht von dani___
Bridget, was macht dein Liebesleben?
Pro:
sehr unterhaltsam und witzig; unrealistisch -> gut zum Abschalten und Berieseln lassen; Musik zum Film; Schauspieler bis auf Renée Zellweger; interessante Interviews; Tagebuchkolumne; Bild - und Tonquali; Preis
Kontra:
etliche Szenen, die im Buch ganz anders dargestellt werden; Übergehen der Probleme von Bridget; man kann sich nicht wirklich in sie hineinversetzen; schauspielerischen Leistungen von Renée Zellweger; teilweise Menüführung;
Empfehlung:
Ja
„Seine Frau war Japanerin – ausgesprochen grausames Volk!“
Die Begrüßung, die keine 32-jährige Single Frau zu hören wünscht, wenn sie an Weihnachten nach Hause kommt... warum? Weil diese Begrüßung lediglich von der Mutter dafür hergenommen wird, um ein Blind Date vorzutäuschen, welches eigentlich gar keines ist.
Mit wem? - mit dem schrecklichsten Menschen, den man in diesem Moment um sich haben kann.
Bridget kommt zu ihren Eltern nach Hause und nichts ist mehr so, wie es einmal war. Mom und Dad verstehen sich nicht mehr sonderlich, sie wirft ihm vor, ihr ganzes Leben mit Kindern und Wäsche Waschen verplant zu haben.
Und dann auch noch diese Verkupplungsversuche Jahr für Jahr – dieses Mal mit einem ach-so-erfolgreichen-Staranwalt Marc Darcy, an dem Bridget keinesfalls interessiert ist.
DENN, er ist
-potthässlich
-naiv, weil er noch potthässlichere Pullover anzieht, die er von seiner Mom bekommt
-arrogant
-lakonisch
-und einfach nicht der Gesprächspartner, den sich Bridget in dieser heillosen Situation wünscht.
So kann es keinen guten Start für die Beiden geben...
Außerdem ist Bridget nur an Daniel Cleaver interessiert – ihrem Chef, der ihr, sagen wir mal so, sehr deutliche Emails schreibt, aus denen hervorgeht, dass er nicht nur von ihrem Rock imponiert ist, sondern auch liebend gerne mit ihr schlafen würde.
Bridget, naiv wie sie ist, vernachlässigt nicht nur ihre Arbeit, nein, sie geht natürlich darauf ein... was soll eine Frau fast Mitte dreißig auch anderes machen? Sie fühlt sich sicherlich den Pfunden, dem Alkohol und den Zigaretten ausgeliefert und ist schier gezwungen, das zu tun. Außerdem muss sie sich selbst eingestehen, dass ihr Chef ziemlich sexy aussieht und sie ihn gerne mal aus der Nähe betrachten würde.
Also womp – und sie sind ein Liebespaar...
... Bridget glaubt sogar, dass sie aufgrund regelmäßigen sexuellen Kontakts eine richtige Beziehung führen, was sie jedoch noch nicht weiß, dass Daniel weniger daran interessiert ist, als an dem langbeinigen Modell Laura aus New York, das vor kurzem in London eintraf.
Ok, wie soll es anders kommen - Bridget findet sie schließlich nackt in Daniels Wohnung wieder und so schnell sie zusammen waren, so schnell gingen sie auch wieder ihre eigenen Wege.
Die einzige Erklärung, die Daniel ihr liefert ist „sie ist so jung“ und dann setzt er noch eines drauf: sie wollen heiraten!!
KATASTROPHE!!
Nur dass nun der beste und innigste Freund Bridgets der Alkohol ist... sie trinkt Liter weise Wodka und fasst schließlich den Entschluss, ihr Leben neu zu orden.
Sie will all ihre Laster aufgeben (wollte sie das nicht auch schon zu Neujahr tun???), sich einen netten und gefühlsvollen Freund suchen und zu allerletzt auch noch einen neuen Job annehmen.
Ok, letzten Punkt schafft sie, die Kündigungsszene ist für Daniel Cleaver auch etwas peinlich, („aber um nicht weiter in deiner Nähe arbeiten zu müssen, würde ich sogar einen Job als Saddam Hussains Arschabwischer annehmen...“) weil Bridget nun auch endlich mal zeigt, was sie von ihm und seinem Getue hält, alles andere muss erst einmal verschoben werden.
Und oje... nun versteht sie sich auf einmal mit Marc Darcy ganz gut, denn den lernt sie durch ihren neuen Job und einem unglaublichen Zufall näher kennen...
Sogar Bridgets Geburtstag feiert er und ihre Freunde zusammen und alles scheint mal nicht so zu laufen, wie es bei Bridget immer läuft, nämlich chaotisch.
Ach hoppla, ich sollte noch erwähnen, dass es dann an der Tür klingelt!
Und wer steht vor der Tür? - Hmm, Daniel Cleaver...
Oh, um Missverständnissen keinen Platz zu lassen, muss ich auch noch erwähnen, dass die Beiden Erzfeinde sind... weil einer der Beiden dem anderen die Ehefrau ausgespannt hat und das auch noch zu offensichtlich...
Kleinere Reibereien lassen sich während des Filmes gut beobachten, bei dem nicht wenig zu Bruch geht ;)
Bridget steht nun vor einem Haufen Problemen: ihr Job läuft nicht sonderlich gut zu Anfang, ihr Liebesleben steht Kopf und auch ihre Mutter führt sich auf wie eine 16-jährige und will „was erleben“!
Wie soll das eine Frau, die von Pfunden geplagt ist, überstehen???
Nur mit ihrer besten Freundin Jude, ihrem schwulen Kumpel Tom und einer Menge anderer Bekanntschaften...
-_-_-_ Meinung _-_-_-
An diesen Film bin ich mit großen Erwartungen gegangen, weil ich vor kurzem das Buch von Helen Fielding gelesen hatte und nun eine geballte Ladung von Selbstironie und Witz erwartet hatte.
Leider wurde ich nur halbwegs mit dem bedient, was ich wollte.
Witzig – ja ok, das war er. Zwar kam das besser im Buch rüber als im Film, aber unterhaltsam war er auf alle Fälle. Ich musste an einigen Stellen richtig lachen und auch schmunzeln, weil Bridget so viele peinliche Sachen passieren, die so offensichtlich sind und sie dennoch immer ins Fettnäpfchen tappt. Da kann man nur noch kreischen und sich denken „oh nein, Bridget – hör auf damit!!!“
Zudem benimmt sich Bridget an mancher Stelle wirklich ziemlich selbstbewusst, an anderen Stellen nimmt diese Eigenschaft fluchtartig ab und das Ganze endet in einem Fiasko. Sie denkt einfach zu oft an den Zeiger der Waage... und das tut ihr nicht gut!
Das Übertriebene an der ganzen Sache hat mir auch sehr gut gefallen. Es kann zwar schon vorkommen, dass man ein Verhältnis mit seinem Chef hat, aber dass man dann auch noch verkleidet als Playboy Häschen auf eine Party geht, bei Ansprachen grundsätzlich den Faden verliert und immer zur falschen Zeitpunkt am falschen Ort ist – nein, weniger glaubwürdig. Für mich aber perfekt, um gut abschalten zu können, anders hätte mir das Buch ja auch überhaupt nicht gefallen können.
Die Musik zum Film hat mich auch sehr überzeugt.
Passend zur Szene und jeweiligen Situation kamen Titel, die besonders dramatisch, romantisch usw. wirkten.
Es gab mehrere Szenen, wo ich mir wirklich dachte, hey... ein besseres Lied hätten die nicht aussuchen können. Hat mir sehr gut gefallen.
Was weniger mein Fall war, ist die Tatsache, dass die Story an sich natürlich viel flacher als im Buch war. Es ist immer ein Risiko, wenn man vom Buch begeistert war, sich auch den Film anzusehen, aber ich wollte es halt noch einmal tun, denn an den Film konnte ich mich nur noch wage erinnern, schließlich ist es schon einige Zeit her, als ich ihn gesehen habe.
Im Film wird aber so dermaßen viel geschluckt, dass es lange nicht so unterhaltsam und lustig ist, wie wenn man die Story liest.
Da ist zum Beispiel die Szene, als Bridget von dieser peinlichen Aktion mit dem Playboy – Häschen – Köstum zurück zu Daniel kommt. Er versucht sie natürlich loszuwerden, weil er genau weiß, dass Laura auch hier ist und Bridget nichts von seiner Affäre wissen soll. Er schickt sie an dieser Stelle nach Hause, in einer Stunde würden sie sich zum Essen treffen – komisch, im Buch lässt er sie anfangs gar nicht in die Wohnung und schickt sie in ein nahes Restaurant, wo er in zehn Minuten nachkommen soll.
Als sie dann doch hochgeht, weil das Restaurant zufällig zu hat, findet sie Laura nicht im Badezimmer, wie im Film gezeigt, sondern auf der Dachterrasse...
Auch als Bridget kündigen will, gibt es plötzlich Kündigungsfristen, auf denen Daniel pocht... hmm, im Buch ganz anders dargestellt. Genauso die Szene, wie sie zum neuen Job kommt, den bekommt sie nämlich eigentlich durch die Hilfe ihrer Mom, die zu diesem Zeitpunkt schon beim Fernsehen arbeitet. Im Film wird das übergangen und so dargestellt, als hätte sie sich den selbst gesucht.
Als sie dann dort arbeitet, muss sie bei einem aktuellen Fall zum Gerichtshof – ich habe damals gelesen, dass ihr Chef sie veräppelt hat und ihr nicht den richtigen Namen der Beteiligten sagte, um sie in die Pfanne zu hauen, im Film klärt er das natürlich gleich wieder selber auf.
Daniel wird außerdem fast nie betrunken gezeigt, was er im Buch ständig ist.
Solche Kleinigkeiten sind eigentlich schon wichtig und ich finde es äußerst schade, wenn es dann im Film so halbherzig übergangen wird. Denn der dauert eh nur ungefähr 90 Minuten, da hätten ein paar Szenen mehr nicht geschadet, um das Ganze authentischer zu gestalten.
Im Film wird auch das Frauenproblem, das Bridget hat, nicht wirklich klar. Man sieht sie ein paar Mal auf der Waage stehen, mehr auch nicht. Ab und zu erzählt noch eine Stimme, wieviel sie wiegt und wie sie sich fühlt. Aber an sich kann man den Gemütszustand von ihr nicht wirklich nachvollziehen, man sieht sie kaum leiden, nur ab und zu vor dem Fernseher lümmeln.
Wie will man sich denn da mit ihr identifizieren und mitfühlen können? Die Umsetzung hat mich bei diesem Teil stark enttäuscht.
-_-_-_ Schauspieler _-_-_-
Wenn man zum nächsten Punkt – den Schauspielern – übergeht, finde ich zumindest auch ein großes Problem vor, denn meiner Meinung passt Renée Zellweger ganz und gar nicht in die Rolle der Bridget, die ich mir ausgemalen hatte, als ich das Buch gelesn hatte. Renée verkörpert im Film eine trampelige Idioten, die nicht weiß, was sie kann und was sie will. Bridget sollte aber laut Buch eine Frau sein, die ihren Weg kennt, nur das es eben bei der Umsetzung nicht wirklich klappt.
Wenn ich alleine schon sehe, wie sie mit ihrem kurzen Rock im Verlag herumtrampelt, kann ich nur den Kopf schütteln, es sieht so gestellt aus und kommt nicht gut rüber.
Ich mag ihre schauspielerischen Fähigkeiten ja nicht aufs Letzte anzweifeln, aber hier hat sie teilweise echt versagt. Sie kann zwar gut rüberbringen, wenn sie sich total beschissen fühlt, weil sie mal wieder in alle Fettnäpfchen getappt ist, aber das sollte nicht bei allen Szenen so aussehen.
Außerdem ging mir ihr Gegrinse ziemlich auf die Nerven, weil es einfach so nichtssagend war und überhaupt nichts über Bridget aussagen konnte.
Renée Zellwegers Leistung finde ich einfach nur flach, mehr nicht, auch wenn sie von anderen gefeiert wird, weil sie sich erfolgreich vor der Filmproduktion in einen echten Verlag eingeschlichen hat und niemand bemerkte, dass sie einem Filmstar gegenüber standen.... mochte zwar gut sein für die Geschichte, dass sie Einblick in einen Verlag hatte, aber hat ihr irgendwie auch nicht sonderlich genützt.
Hugh Grant war dann schon eher etwas für mich. Nicht, weil er gut aussieht oder sexy ist, sondern weil er seine Sache gut macht.
Ihm glaubt man es, wenn er charmant lächelt, dass er wirklich etwas von Bridget will und mit ihr zusammen sein will oder wenn er total kalt ist, dass er nur auf Spaß aus ist. Er kann genau das rüberbringen, was ein Schauspieler können sollte, damit man als Zuschauer mitfühlen kann.
Er hat außerdem eine super Rolle, weil er fast immer gut gelaunt erscheint und nur eben zum Ende des Filmes immer den Kürzeren zieht. Ansonsten kann man ihn als erfolgreichen und witzigen jungen Mann erleben, der weiß, was er will.
Colin Firth sah von Anfang an etwas starr aus, er verzog keine Miene, so wie es sein sollte.
Er war scheinbar gefühlskalt und will auch nichts von Bridget wissen. Er später erwacht sein Interesse und nun kämpft er auch.
Firth erscheint seriös und ehrlich, passt genau zu seiner Rolle, die er gut rüberbringt. Mehr kann man dazu nicht sagen... sogar als er die Pullover von seiner Mom anhat, kommt ihm kein verstohlenes Lächeln über die Lippen, obwohl er mehr als idiotisch aussieht...
Renée Zellweger vorher schon gesehen in „Jerry Maguire – Spiel des Lebens“
Hugh Grant vorher schon geshen in „Nottin Hill“, „Vier Hochzeiten und ein Todesfall“ usw.
Colin Firth vorher schon gesehen in „Shakespeare in Love“, „Der englische Patient“ usw.
Weitere Schauspieler und auch Informationen zur Produktion und anderen Gebieten findet ihr unter http://movies.uip.de/bridgetjones
-_-_-_ DVD – Extras _-_-_-
Was mich gleich zu Anfang gestört hat, war die Menüführung. Schaltet man die DVD ein, so kommt man direkt zum Film, welcher als erstes auf Englisch gezeigt wird. Sprich, wenn man den Film auf Deutsch oder mit Untertitel sehen will, muss man erst ins Menü zurück tappen und das dort umstellen, als gleich erst einmal dort hinzukommen. Etwas umständlich.
Das Menü ist aber gut untergliedert, schön aufgebaut und mit netter Musik hinterlegt. Es ist übersichtlich und hat mir ansonsten sehr gut gefallen. Man kann leicht Untertitel einstellen, die Sprache wechseln oder in bestimmte Szenen hüpfen.
Den Film kann man auch ansehen mit Regiekommentar, was mich aber nicht sonderlich interessiert hat, denn man kann in jede Szene etwas hineininterpretieren und das kann ich auch selber.
Bei „Behind the scenes“ kann man verschiedenste Interviews zu einigen Szenen ansehen, welche schon interessant sind, weil sie Einblick darin geben, was man sich so dabei gedacht hat. Regieführerin Sharon Maguire, sämtliche Darsteller und auch Buchautorin Helen Fielding nehmen hier Stellung und erleichtern das Verständnis für den Film, wobei man den auch ohne verstehen dürfte.
Daneben sind auf der DVD auch noch zwei Musikvideos vorhanden, einmal von Shelby Lynne - „Killin\' Kind“ und von Gabrielle - „Out of Reach“. Ganz interessant, aber auch nicht sonderlich wichtig in Bezug auf den Film – müsste man also nicht haben.
Unter den DVD – Extras erhält man auch Einblick in die offizielle Tagebuchkolumne von Helen Fielding. Die hat ja vorerst nur eine Kolumne geschrieben und ist danach gebeten worden, darüber ein Buch zu verfassen. Ja und genau davon kann man jetzt was nachlesen – auf Englisch, genauso wie die Interviews auch, welche man nicht in anderen Sprachen oder mit Untertitel herbekommt.
Schließlich kommen auch noch einige ausgelassene Szenen zum Vorschein, die man meiner Meinung nach schon dabei lassen hätte können. Wie gesagt, der Film ist eh so kurz und hätte noch etwas mehr Aufmerksamkeit gebraucht, vielleicht wären die Szenen etwas gewesen, was den Film aufgepeppt hätte.
Hier hört es dann auch schon wieder auf mit den Extras. Waren nicht sonderlich viele, aber das Wichtigste konnte man dennoch vorfinden.
-_-_-_ Sonstiges _-_-_-
Die Bildqalität hat mich nicht enttäuscht. Die Farben waren ausdrucksstark und man konnte jedes Detail gut erkennen. So macht DVD-Schauen Spaß.
Auch die Tonqualität ließ nicht zu wünschen übrig. Gerade bei den Szenen mit Musik konnte man das erkennen, denn es hörte sich immer schön scharf aber nicht zu schrill an.
Regie: Sharon Maguire
freigegeben ab 12 Jahren (wobei ich nicht verstehe, warum nicht schon früher, es kommt wirklich nichts sonderlich Schlimmes im Film vor!!)
Laufzeit: 93 Minuten
Genre: Komödie
Erschienen: März 2002
Untertitel: Deutsch, Englisch, Türkisch
Audio: Deutsch und Englisch => Dolby Digital 5.1
Bildformat: 16:9 (2,35:1) anamorph
-_-_-_ Preis _-_-_-
Der Preis von 8,97€ ist schon ok, ob ich sie mir kaufen würde, weiß ich nicht, ich habe sie mir von einer Freundin ausgeliehen und werde mir das Geld folglich für etwas anderes sparen.
Wer für einen größeren Spannungs – und Lachfaktor ist, der sollte dennoch ein Buch zur Hand nehmen – sehr zu empfehlen ist eben das gleichnamige Buch, da steckt vieles mehr drin!!!
-_-_-_ Fazit _-_-_-
Aus der Story hätte man viel mehr machen können, aber leider hat es die Regie nicht besonders gut hinbekommen. Nicht nur dass man eine nicht sonderlich gute Schauspielerin für Bridget hergenommen hat, nein, es wurde auch noch zu viel in der Handlung geschluckt, was den Film ausmachen hätte können.
Ich vergebe der DVD daher drei Sterne, denn die Extras sind ja trotzdem gut und sehenswert und auch die anderen Schauspieler machen ein gutes Bild.
Der Film ist nett anzuschauen, man hat etwas zum Lachen, aber mehr auch nicht. Es gibt viel bessere Filme...
Trotzdem viel Spaß beim Anschauen wünscht dani ;)
+++
Die Begrüßung, die keine 32-jährige Single Frau zu hören wünscht, wenn sie an Weihnachten nach Hause kommt... warum? Weil diese Begrüßung lediglich von der Mutter dafür hergenommen wird, um ein Blind Date vorzutäuschen, welches eigentlich gar keines ist.
Mit wem? - mit dem schrecklichsten Menschen, den man in diesem Moment um sich haben kann.
Bridget kommt zu ihren Eltern nach Hause und nichts ist mehr so, wie es einmal war. Mom und Dad verstehen sich nicht mehr sonderlich, sie wirft ihm vor, ihr ganzes Leben mit Kindern und Wäsche Waschen verplant zu haben.
Und dann auch noch diese Verkupplungsversuche Jahr für Jahr – dieses Mal mit einem ach-so-erfolgreichen-Staranwalt Marc Darcy, an dem Bridget keinesfalls interessiert ist.
DENN, er ist
-potthässlich
-naiv, weil er noch potthässlichere Pullover anzieht, die er von seiner Mom bekommt
-arrogant
-lakonisch
-und einfach nicht der Gesprächspartner, den sich Bridget in dieser heillosen Situation wünscht.
So kann es keinen guten Start für die Beiden geben...
Außerdem ist Bridget nur an Daniel Cleaver interessiert – ihrem Chef, der ihr, sagen wir mal so, sehr deutliche Emails schreibt, aus denen hervorgeht, dass er nicht nur von ihrem Rock imponiert ist, sondern auch liebend gerne mit ihr schlafen würde.
Bridget, naiv wie sie ist, vernachlässigt nicht nur ihre Arbeit, nein, sie geht natürlich darauf ein... was soll eine Frau fast Mitte dreißig auch anderes machen? Sie fühlt sich sicherlich den Pfunden, dem Alkohol und den Zigaretten ausgeliefert und ist schier gezwungen, das zu tun. Außerdem muss sie sich selbst eingestehen, dass ihr Chef ziemlich sexy aussieht und sie ihn gerne mal aus der Nähe betrachten würde.
Also womp – und sie sind ein Liebespaar...
... Bridget glaubt sogar, dass sie aufgrund regelmäßigen sexuellen Kontakts eine richtige Beziehung führen, was sie jedoch noch nicht weiß, dass Daniel weniger daran interessiert ist, als an dem langbeinigen Modell Laura aus New York, das vor kurzem in London eintraf.
Ok, wie soll es anders kommen - Bridget findet sie schließlich nackt in Daniels Wohnung wieder und so schnell sie zusammen waren, so schnell gingen sie auch wieder ihre eigenen Wege.
Die einzige Erklärung, die Daniel ihr liefert ist „sie ist so jung“ und dann setzt er noch eines drauf: sie wollen heiraten!!
KATASTROPHE!!
Nur dass nun der beste und innigste Freund Bridgets der Alkohol ist... sie trinkt Liter weise Wodka und fasst schließlich den Entschluss, ihr Leben neu zu orden.
Sie will all ihre Laster aufgeben (wollte sie das nicht auch schon zu Neujahr tun???), sich einen netten und gefühlsvollen Freund suchen und zu allerletzt auch noch einen neuen Job annehmen.
Ok, letzten Punkt schafft sie, die Kündigungsszene ist für Daniel Cleaver auch etwas peinlich, („aber um nicht weiter in deiner Nähe arbeiten zu müssen, würde ich sogar einen Job als Saddam Hussains Arschabwischer annehmen...“) weil Bridget nun auch endlich mal zeigt, was sie von ihm und seinem Getue hält, alles andere muss erst einmal verschoben werden.
Und oje... nun versteht sie sich auf einmal mit Marc Darcy ganz gut, denn den lernt sie durch ihren neuen Job und einem unglaublichen Zufall näher kennen...
Sogar Bridgets Geburtstag feiert er und ihre Freunde zusammen und alles scheint mal nicht so zu laufen, wie es bei Bridget immer läuft, nämlich chaotisch.
Ach hoppla, ich sollte noch erwähnen, dass es dann an der Tür klingelt!
Und wer steht vor der Tür? - Hmm, Daniel Cleaver...
Oh, um Missverständnissen keinen Platz zu lassen, muss ich auch noch erwähnen, dass die Beiden Erzfeinde sind... weil einer der Beiden dem anderen die Ehefrau ausgespannt hat und das auch noch zu offensichtlich...
Kleinere Reibereien lassen sich während des Filmes gut beobachten, bei dem nicht wenig zu Bruch geht ;)
Bridget steht nun vor einem Haufen Problemen: ihr Job läuft nicht sonderlich gut zu Anfang, ihr Liebesleben steht Kopf und auch ihre Mutter führt sich auf wie eine 16-jährige und will „was erleben“!
Wie soll das eine Frau, die von Pfunden geplagt ist, überstehen???
Nur mit ihrer besten Freundin Jude, ihrem schwulen Kumpel Tom und einer Menge anderer Bekanntschaften...
-_-_-_ Meinung _-_-_-
An diesen Film bin ich mit großen Erwartungen gegangen, weil ich vor kurzem das Buch von Helen Fielding gelesen hatte und nun eine geballte Ladung von Selbstironie und Witz erwartet hatte.
Leider wurde ich nur halbwegs mit dem bedient, was ich wollte.
Witzig – ja ok, das war er. Zwar kam das besser im Buch rüber als im Film, aber unterhaltsam war er auf alle Fälle. Ich musste an einigen Stellen richtig lachen und auch schmunzeln, weil Bridget so viele peinliche Sachen passieren, die so offensichtlich sind und sie dennoch immer ins Fettnäpfchen tappt. Da kann man nur noch kreischen und sich denken „oh nein, Bridget – hör auf damit!!!“
Zudem benimmt sich Bridget an mancher Stelle wirklich ziemlich selbstbewusst, an anderen Stellen nimmt diese Eigenschaft fluchtartig ab und das Ganze endet in einem Fiasko. Sie denkt einfach zu oft an den Zeiger der Waage... und das tut ihr nicht gut!
Das Übertriebene an der ganzen Sache hat mir auch sehr gut gefallen. Es kann zwar schon vorkommen, dass man ein Verhältnis mit seinem Chef hat, aber dass man dann auch noch verkleidet als Playboy Häschen auf eine Party geht, bei Ansprachen grundsätzlich den Faden verliert und immer zur falschen Zeitpunkt am falschen Ort ist – nein, weniger glaubwürdig. Für mich aber perfekt, um gut abschalten zu können, anders hätte mir das Buch ja auch überhaupt nicht gefallen können.
Die Musik zum Film hat mich auch sehr überzeugt.
Passend zur Szene und jeweiligen Situation kamen Titel, die besonders dramatisch, romantisch usw. wirkten.
Es gab mehrere Szenen, wo ich mir wirklich dachte, hey... ein besseres Lied hätten die nicht aussuchen können. Hat mir sehr gut gefallen.
Was weniger mein Fall war, ist die Tatsache, dass die Story an sich natürlich viel flacher als im Buch war. Es ist immer ein Risiko, wenn man vom Buch begeistert war, sich auch den Film anzusehen, aber ich wollte es halt noch einmal tun, denn an den Film konnte ich mich nur noch wage erinnern, schließlich ist es schon einige Zeit her, als ich ihn gesehen habe.
Im Film wird aber so dermaßen viel geschluckt, dass es lange nicht so unterhaltsam und lustig ist, wie wenn man die Story liest.
Da ist zum Beispiel die Szene, als Bridget von dieser peinlichen Aktion mit dem Playboy – Häschen – Köstum zurück zu Daniel kommt. Er versucht sie natürlich loszuwerden, weil er genau weiß, dass Laura auch hier ist und Bridget nichts von seiner Affäre wissen soll. Er schickt sie an dieser Stelle nach Hause, in einer Stunde würden sie sich zum Essen treffen – komisch, im Buch lässt er sie anfangs gar nicht in die Wohnung und schickt sie in ein nahes Restaurant, wo er in zehn Minuten nachkommen soll.
Als sie dann doch hochgeht, weil das Restaurant zufällig zu hat, findet sie Laura nicht im Badezimmer, wie im Film gezeigt, sondern auf der Dachterrasse...
Auch als Bridget kündigen will, gibt es plötzlich Kündigungsfristen, auf denen Daniel pocht... hmm, im Buch ganz anders dargestellt. Genauso die Szene, wie sie zum neuen Job kommt, den bekommt sie nämlich eigentlich durch die Hilfe ihrer Mom, die zu diesem Zeitpunkt schon beim Fernsehen arbeitet. Im Film wird das übergangen und so dargestellt, als hätte sie sich den selbst gesucht.
Als sie dann dort arbeitet, muss sie bei einem aktuellen Fall zum Gerichtshof – ich habe damals gelesen, dass ihr Chef sie veräppelt hat und ihr nicht den richtigen Namen der Beteiligten sagte, um sie in die Pfanne zu hauen, im Film klärt er das natürlich gleich wieder selber auf.
Daniel wird außerdem fast nie betrunken gezeigt, was er im Buch ständig ist.
Solche Kleinigkeiten sind eigentlich schon wichtig und ich finde es äußerst schade, wenn es dann im Film so halbherzig übergangen wird. Denn der dauert eh nur ungefähr 90 Minuten, da hätten ein paar Szenen mehr nicht geschadet, um das Ganze authentischer zu gestalten.
Im Film wird auch das Frauenproblem, das Bridget hat, nicht wirklich klar. Man sieht sie ein paar Mal auf der Waage stehen, mehr auch nicht. Ab und zu erzählt noch eine Stimme, wieviel sie wiegt und wie sie sich fühlt. Aber an sich kann man den Gemütszustand von ihr nicht wirklich nachvollziehen, man sieht sie kaum leiden, nur ab und zu vor dem Fernseher lümmeln.
Wie will man sich denn da mit ihr identifizieren und mitfühlen können? Die Umsetzung hat mich bei diesem Teil stark enttäuscht.
-_-_-_ Schauspieler _-_-_-
Wenn man zum nächsten Punkt – den Schauspielern – übergeht, finde ich zumindest auch ein großes Problem vor, denn meiner Meinung passt Renée Zellweger ganz und gar nicht in die Rolle der Bridget, die ich mir ausgemalen hatte, als ich das Buch gelesn hatte. Renée verkörpert im Film eine trampelige Idioten, die nicht weiß, was sie kann und was sie will. Bridget sollte aber laut Buch eine Frau sein, die ihren Weg kennt, nur das es eben bei der Umsetzung nicht wirklich klappt.
Wenn ich alleine schon sehe, wie sie mit ihrem kurzen Rock im Verlag herumtrampelt, kann ich nur den Kopf schütteln, es sieht so gestellt aus und kommt nicht gut rüber.
Ich mag ihre schauspielerischen Fähigkeiten ja nicht aufs Letzte anzweifeln, aber hier hat sie teilweise echt versagt. Sie kann zwar gut rüberbringen, wenn sie sich total beschissen fühlt, weil sie mal wieder in alle Fettnäpfchen getappt ist, aber das sollte nicht bei allen Szenen so aussehen.
Außerdem ging mir ihr Gegrinse ziemlich auf die Nerven, weil es einfach so nichtssagend war und überhaupt nichts über Bridget aussagen konnte.
Renée Zellwegers Leistung finde ich einfach nur flach, mehr nicht, auch wenn sie von anderen gefeiert wird, weil sie sich erfolgreich vor der Filmproduktion in einen echten Verlag eingeschlichen hat und niemand bemerkte, dass sie einem Filmstar gegenüber standen.... mochte zwar gut sein für die Geschichte, dass sie Einblick in einen Verlag hatte, aber hat ihr irgendwie auch nicht sonderlich genützt.
Hugh Grant war dann schon eher etwas für mich. Nicht, weil er gut aussieht oder sexy ist, sondern weil er seine Sache gut macht.
Ihm glaubt man es, wenn er charmant lächelt, dass er wirklich etwas von Bridget will und mit ihr zusammen sein will oder wenn er total kalt ist, dass er nur auf Spaß aus ist. Er kann genau das rüberbringen, was ein Schauspieler können sollte, damit man als Zuschauer mitfühlen kann.
Er hat außerdem eine super Rolle, weil er fast immer gut gelaunt erscheint und nur eben zum Ende des Filmes immer den Kürzeren zieht. Ansonsten kann man ihn als erfolgreichen und witzigen jungen Mann erleben, der weiß, was er will.
Colin Firth sah von Anfang an etwas starr aus, er verzog keine Miene, so wie es sein sollte.
Er war scheinbar gefühlskalt und will auch nichts von Bridget wissen. Er später erwacht sein Interesse und nun kämpft er auch.
Firth erscheint seriös und ehrlich, passt genau zu seiner Rolle, die er gut rüberbringt. Mehr kann man dazu nicht sagen... sogar als er die Pullover von seiner Mom anhat, kommt ihm kein verstohlenes Lächeln über die Lippen, obwohl er mehr als idiotisch aussieht...
Renée Zellweger vorher schon gesehen in „Jerry Maguire – Spiel des Lebens“
Hugh Grant vorher schon geshen in „Nottin Hill“, „Vier Hochzeiten und ein Todesfall“ usw.
Colin Firth vorher schon gesehen in „Shakespeare in Love“, „Der englische Patient“ usw.
Weitere Schauspieler und auch Informationen zur Produktion und anderen Gebieten findet ihr unter http://movies.uip.de/bridgetjones
-_-_-_ DVD – Extras _-_-_-
Was mich gleich zu Anfang gestört hat, war die Menüführung. Schaltet man die DVD ein, so kommt man direkt zum Film, welcher als erstes auf Englisch gezeigt wird. Sprich, wenn man den Film auf Deutsch oder mit Untertitel sehen will, muss man erst ins Menü zurück tappen und das dort umstellen, als gleich erst einmal dort hinzukommen. Etwas umständlich.
Das Menü ist aber gut untergliedert, schön aufgebaut und mit netter Musik hinterlegt. Es ist übersichtlich und hat mir ansonsten sehr gut gefallen. Man kann leicht Untertitel einstellen, die Sprache wechseln oder in bestimmte Szenen hüpfen.
Den Film kann man auch ansehen mit Regiekommentar, was mich aber nicht sonderlich interessiert hat, denn man kann in jede Szene etwas hineininterpretieren und das kann ich auch selber.
Bei „Behind the scenes“ kann man verschiedenste Interviews zu einigen Szenen ansehen, welche schon interessant sind, weil sie Einblick darin geben, was man sich so dabei gedacht hat. Regieführerin Sharon Maguire, sämtliche Darsteller und auch Buchautorin Helen Fielding nehmen hier Stellung und erleichtern das Verständnis für den Film, wobei man den auch ohne verstehen dürfte.
Daneben sind auf der DVD auch noch zwei Musikvideos vorhanden, einmal von Shelby Lynne - „Killin\' Kind“ und von Gabrielle - „Out of Reach“. Ganz interessant, aber auch nicht sonderlich wichtig in Bezug auf den Film – müsste man also nicht haben.
Unter den DVD – Extras erhält man auch Einblick in die offizielle Tagebuchkolumne von Helen Fielding. Die hat ja vorerst nur eine Kolumne geschrieben und ist danach gebeten worden, darüber ein Buch zu verfassen. Ja und genau davon kann man jetzt was nachlesen – auf Englisch, genauso wie die Interviews auch, welche man nicht in anderen Sprachen oder mit Untertitel herbekommt.
Schließlich kommen auch noch einige ausgelassene Szenen zum Vorschein, die man meiner Meinung nach schon dabei lassen hätte können. Wie gesagt, der Film ist eh so kurz und hätte noch etwas mehr Aufmerksamkeit gebraucht, vielleicht wären die Szenen etwas gewesen, was den Film aufgepeppt hätte.
Hier hört es dann auch schon wieder auf mit den Extras. Waren nicht sonderlich viele, aber das Wichtigste konnte man dennoch vorfinden.
-_-_-_ Sonstiges _-_-_-
Die Bildqalität hat mich nicht enttäuscht. Die Farben waren ausdrucksstark und man konnte jedes Detail gut erkennen. So macht DVD-Schauen Spaß.
Auch die Tonqualität ließ nicht zu wünschen übrig. Gerade bei den Szenen mit Musik konnte man das erkennen, denn es hörte sich immer schön scharf aber nicht zu schrill an.
Regie: Sharon Maguire
freigegeben ab 12 Jahren (wobei ich nicht verstehe, warum nicht schon früher, es kommt wirklich nichts sonderlich Schlimmes im Film vor!!)
Laufzeit: 93 Minuten
Genre: Komödie
Erschienen: März 2002
Untertitel: Deutsch, Englisch, Türkisch
Audio: Deutsch und Englisch => Dolby Digital 5.1
Bildformat: 16:9 (2,35:1) anamorph
-_-_-_ Preis _-_-_-
Der Preis von 8,97€ ist schon ok, ob ich sie mir kaufen würde, weiß ich nicht, ich habe sie mir von einer Freundin ausgeliehen und werde mir das Geld folglich für etwas anderes sparen.
Wer für einen größeren Spannungs – und Lachfaktor ist, der sollte dennoch ein Buch zur Hand nehmen – sehr zu empfehlen ist eben das gleichnamige Buch, da steckt vieles mehr drin!!!
-_-_-_ Fazit _-_-_-
Aus der Story hätte man viel mehr machen können, aber leider hat es die Regie nicht besonders gut hinbekommen. Nicht nur dass man eine nicht sonderlich gute Schauspielerin für Bridget hergenommen hat, nein, es wurde auch noch zu viel in der Handlung geschluckt, was den Film ausmachen hätte können.
Ich vergebe der DVD daher drei Sterne, denn die Extras sind ja trotzdem gut und sehenswert und auch die anderen Schauspieler machen ein gutes Bild.
Der Film ist nett anzuschauen, man hat etwas zum Lachen, aber mehr auch nicht. Es gibt viel bessere Filme...
Trotzdem viel Spaß beim Anschauen wünscht dani ;)
+++
68 Bewertungen, 2 Kommentare
-
23.04.2006, 16:56 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichsh :o)
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23.10.2004, 21:17 Uhr von schnubi
Bewertung: sehr hilfreichDen Bericht hab ich doch heut schon mal bewertet ;-) LG LISA
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