Bridget Jones - Schokolade zum Frühstück (VHS) Testbericht

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ab 5,92
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Erfahrungsbericht von MatthiasHuehr

Inklusive 0 Gramm Schokolade

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Kann ein Film über das Singledasein lustig sein? Eigentlich nicht, aber es gibt zum Glück Ausnahmen. Eine dieser Ausnahmen, und zwar eine gelungene, ist die Komödie "Bridget Jones - Schokolade zum Frühstück". Wieder einmal typisch für einen deutschen Verleiher wurde der Titel etwas pervertiert. Im Originaltitel kommt nicht einmal ein Krümelchen dieser Leckerei vor, in Deutschland ist es eine ganze Mahlzeit wert. Aufgrund des Titels kam der Cinestar auf die Idee eine Schachtel Pralinen zum Film im Kino zu vermarkten. Und ich bin darauf reingefallen und kaufte mir zu meiner üblichen Verpflegung eine dieser Schachteln und wartete darauf, daß endlich die Szene mit der Schokolade kommt, aber sie kam einfach nicht. Zum Glück war es nur Schokolade ...

Anfang 30, ungebunden und frustriert, so erscheint Bridget Jones auf der Bildfläche. Sie kommt immer mehr in das Alter, wo man Torschlußpanik bekommt und will endlich einen Mann abbekommen. Es will leider nicht so klappen und so futtert sie sich etwas Kummerspeck an, was nicht gerade förderlich für ihren sogenannten Marktwert ist. Zu allem Überfluß nervt die lästige Verwandtschaft bei jeden Familientreffen und fragt ständig, warum sie immer noch keinen Mann abbekommen hat. Das baut nicht gerade ihr Selbstbewußtsein auf. Ihre Mutter versucht sie ständig zu verkuppeln, was aber auch nicht gerade von Erfolg geprägt ist. Sie fühlt sich in der Rolle des häßlichen Entleins gefangen, daß keiner haben will. Da beschließt sie, daß sie diesen Zustand ändern muß und fängt an ein Tagebuch zu führen. Bis sie eines Tages eine Affäre mit ihrem Chef anfängt. Sie ist endlich glücklich und schwebt auf allen Wolken. Aber nur solange bis sie ihn mit einer anderen Frau erwischt. Die heile Welt bricht plötzlich zusammen und ihr geht es dreckiger als vorher. Ihre Freunde sind zwar wirkliche Freunde, in dieser Angelegenheit aber nicht wirklich hilfreich, da sie selber genug eigene Probleme haben, die sie nicht in den Griff bekommen. Bridget beschließt eine selbständige Frau zu werden, die keine Beziehung nötig hat. Das ist leichter gesagt als getan, da sie immer noch Gefühle für ihren Verflossenen hegt und da ist noch der Nachbar ihrer Eltern, den sie am Anfang nicht mochte, mit der Zeit aber zeigt, daß er doch nett ist. Wird Bridget nun eine alte Jungfer oder bekommt sie doch noch einen Mann ab.

Die Story ist voll aus dem Leben gegriffen, denn viele der dargestellten Probleme hat man oft selber schon einmal durchmachen müssen. Die Erfolglosigkeit bei der Partnersuche, welche einen gewissen Frust erzeugt und die menschlichen Enttäuschungen, die man durchmachen muß, bis man den richtigen Partner gefunden hat, hat man meistens selber schon einmal erlebt. Der einzige Unterschied zwischen dem eigenen realen Leben und dem Film ist der, daß der Regisseur es schafft, diese Erlebnisse von der komischen Seite aus zu betrachten und zwar so, daß man nicht über die Hauptperson lacht, sondern nur über die ihr umgebene Umwelt. Man kann mit ihr mitfühlen und sich mit ihr identifizieren. Um die Aufmerksamkeit nicht allein auf Bridget zu lenken, wurden eine Reihe von Charakteren erschaffen, die eine eigene Persönlichkeit haben, die oft eine Macke haben, über die man schmunzeln kann. Intelligente Einfälle, wie die misslungene Party, schaffen eine interessante Ummantelung der eigentlichen Handlung und schaffen es keine Langeweile aufkommen zu lassen. Die gelungene musikalische Untermalung schafft auch, daß der Zuschauer sich besser in die jeweilige Stimmungslage von Bridget einfühlen kann.

Renée Zellweger ist voll in ihrer Rolle aufgegangen,sie scheint ihr fast auf dem Leib geschneidet gewesen zu sein. Ihre beiden männlichen Gegenparts wurden gut ausgewählt. Ihr Boss und Schönling Daniel Cleaver wird durch Hugh Grant verkörpert und der zurückhaltende Nachbar durch Colin Firth. Ich frage mich was die meisten Frauen an Hugh Grant finden, meinen Geschmack trifft er jedenfalls nicht. Die übrigen Rollen wurden dem Charakterzügen sehr passend ausgewählt und darum sind von dieser Seite keinerlei Schwächen aufgetreten.
Dieser Film hat das, was ich von einem Film erwarte. Eine gute Story, gute Schauspieler und einen Humor, der niemanden beleidigt. Man lacht darum nicht über Bridget, sondern mit ihr. Eine intelligente Komöde über ein schwieriges Thema mit viel Tiefgang, über die man trotzdem lachen kann, gelingt nicht allzu oft. Dieser Film ist aber ein Beispiel, daß es funktionieren kann und darum gebe ich dem Film die volle Punktzahl.

27 Bewertungen, 7 Kommentare

  • Baby1

    13.12.2006, 01:16 Uhr von Baby1
    Bewertung: sehr hilfreich

    ~~ * LG Anita * ~~

  • anonym

    30.08.2006, 10:47 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh :o)

  • anonym

    13.08.2006, 17:39 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    Lieben Gruß :-)) Marianne

  • Melli*

    15.08.2002, 21:34 Uhr von Melli*
    Bewertung: sehr hilfreich

    Klasse Film...

  • Dialya

    03.05.2002, 00:28 Uhr von Dialya
    Bewertung: sehr hilfreich

    Der Film war wirklich gut. Habe ihn mir extra noch auf DVD gekauft, nachdem ich ihn schon im Kino gesehen hatte. Gruss Dialya

  • campino

    03.05.2002, 00:16 Uhr von campino
    Bewertung: sehr hilfreich

    Bisher habe ich nur das Buch gelesen, ich glaube, so langsam sollte ich mir den Film mal ansehen. Gruß, Andrea

  • Geiler_Typ

    03.05.2002, 00:13 Uhr von Geiler_Typ
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr schöner Bericht,weiter so,man liest sich...gruß michi..