Bridget Jones - Schokolade zum Frühstück (VHS) Testbericht

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Erfahrungsbericht von maertens

Wo war da Schokolade?

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Lange genug habe ich gewartet auf einen Film, für den es wieder mal lohnt, ins Kino zu gehen. Freunde empfahlen uns diesen Streifen, und bei Ciao habe ich mich auch etwas kundig gemacht. Ein Satz bewog uns endgültig, ins Kino zu gehen. Irgendjemand schrieb: "Wer Notting Hill mochte, wird auch diesen Film mögen". Und den mochte ich nun mal.

Eigentlich ist der Vergleich mit Notting Hill nur bedingt richtig, denn Bridget (Renée Zellweger) ist weder besonders hübsch noch besonders schlank, hat keine tollen Freunde, keinen tollen Beruf und Ihr Geschick, was die Beziehung zum anderen Geschlecht betrifft, ist auch nicht gerade ausgeprägt. Bridget ist eben eine typische, etwas tollpatschige Singlefrau, die es schwer hat, "Einen ab zu bekommen". Der Zigaretten- und Alkoholkonsum ist auch nicht von schlechten Eltern, was die ganze Sache nicht gerade erleichtert. Ach ja, Handlungsort des Films ist London, eine Parallele zu Notting Hill.

Aber mit 32 will man dem sonst unbeschwerten Leben eine Wendung geben, man könnte den Zeitpunkt schon fast als Midlifekrises bezeichnen. Ausschlag gibt das bevorstehende Weihnachtsfest, besser die Weihnachtsparty bei den Eltern, welches garantiert als Höhepunkt die Vorstellung eines netten jungen Mannes haben wird, der ja auch solo ist, und doch eigentlich ganz gut aussieht, und dieses ganze Eltern-Ehe-Anbahnungs-Procedere. Davor graut Bridget, und genau so kommt es auch. Eine Farce, und Bridget und der potentielle Schwiegersohn hassen sich vom Augenblick, als sie sich sehen. Kein wunder, Bridget musste sich "hübsch machen", was bei den Eltern heißt: bieder anziehen. Und der Auserwählte ebenso, der trug Mami zuliebe einen Pullover mit.. ähem war's ein Elch???, na jedenfalls mit einem kitschigen Motiv aufgestickt, einfach köstlich anzusehen. Und somit wird es dieses Jahr wieder nix mit dem Wunsch der Eltern, Bridget an den Mann zu bringen.

Nach Weihnachten nehmen die Katastrophen ihren Lauf. Bridget greift sich den ersten, den sie kriegen kann: Ihren Chef (Huge Grant). Dummerweise ist selbiger nicht gerade treu, was zu einer Blitztrennung führt. Alkohol, Zigaretten und Schnulzenmusik trösten, wie immer...

Das ist aber nicht die einzige Katastrophe, Mutter verlässt Dad und brennt mit einem Shopping-Sender-Macher durch, Bridget kündigt im Verlagshaus, weil sie natürlich mit dem "Schwein" als Chef nicht mehr zusammen arbeiten kann, der auserwählte Traumprinz ist störrisch und durch eine Reihe von Missverständnissen blockiert. Alles will ich nun nicht erzählen, aber eins will ich noch verraten: Es gibt ein Happy End.

Mir hat der Streifen ausgesprochen gut gefallen. Es gab eine durchgehende Handlung, interessante Charaktere, und eine Art von Humor, die mir liegt. Der Film ist lustig, ohne in Klamauk abzugleiten. Es wird mit Situationskomik gearbeitet, gewürzt mit einer kräftigen Portion dieses typisch englischen Humors.

Die Schauspieler sind gut ausgewählt, Huge Grant war der einzige, den ich aus früheren Filmen kannte. Die die Hauptrolle spielende Renée Zellweger ist perfekt für die Rolle, glaubwürdig und überzeugend. Eine wie viele, aber irgendwie ist doch jeder irgendwo was Besonderes. Aber auch den Mark Darcy (ein Anwalt, der noch eine wichtige Rolle im Leben von Bridget einnehmen wird) spielenden Colin Firth könnte überzeugender nicht sein.

Fazit: Prädikat uneingeschränkt sehenswert. Ein Film für Singles, Pärchen, Jugendliche, Erwachsene, ein Feel-Good-Film. Woher die Schokolade im Filmtitel herkommt, bleibt schleierhaft, aber das tut dem Filmgenuss kleinen Abbruch.

12 Bewertungen, 4 Kommentare

  • Calistra

    21.03.2002, 18:50 Uhr von Calistra
    Bewertung: sehr hilfreich

    Die Schoki gibts im Buch... und so manches andere mehr. Habe die DVD heute (Erscheinungsdatum) gekauft und bin auch begeistert.

  • raggy

    18.03.2002, 19:24 Uhr von raggy
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich habe nur das Buch gelesen - aber das war toll

  • Dini2000

    12.03.2002, 17:17 Uhr von Dini2000
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich fand den Film echt lustig, das Buch kannte ich nicht.

  • InFlames666

    12.03.2002, 14:53 Uhr von InFlames666
    Bewertung: sehr hilfreich

    super Bericht!