Diabolus (gebundene Ausgabe) / Dan Brown Testbericht

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ab 15,90
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Erfahrungsbericht von Junxmutter

Von Mutationsketten und unknackbaren Codes

Pro:

super spannend

Kontra:

Massenware, wenn auch sehr gut geschrieben

Empfehlung:

Ja

Und das nächste Buch ist durchgelesen, aber das war auch so was von spannend, dass ich alles andere liegen gelassen habe.

Es handelt um

Diabolus
von
Dan Brown


Ich war ja erst skeptisch, weil ich von Sakrileg nicht so begeistert war und es eigentlich auch immer ziemlich blöd finde, wenn die Autoren so eine Art Fließbandarbeit abliefern.

Aber dieses Buch hat mich von Anfang an in den Bann gezogen, denn eines kann Dan Brown, unglaublich gut und flüssig schreiben.

Aber kommen wir erst mal zum Inhalt:
Und wieder die große Warnung zu Beginn: ich werde den gesamten Inhalt hier in epischer Breite darstellen. Wer das Buch selber lesen möchte, sollte nach den ersten Absätzen aufhören zu lesen und erst bei den ************** wieder einsetzen. Die Selbstdisziplin, dies auch zu tun, müsst ihr allerdings selber haben, nicht dass nachher wieder Beschwerden kommen, weil ich alles verraten habe!



Susan Fletcher ist Kryptographin in einer geheimen Organisation in den USA, der NSA. Sie beschäftigt mit dem Decodieren von chiffrierten Nachrichten. Für die NSA heißt dies, dass der Super-Computer, der die eigentliche Arbeit macht, überwacht wird. Vergesst Enigma und alte Dechiffrierungen von einfachen Buchstaben- oder Zahlen-Codes. In der Zeit von Internet und eMail heißt Dechiffrieren endlose Algorithmen errechnen und Keys von 68 Zeichen errechnen.

An diesem Wochenende allerdings will sie mit ihrem Lebensgefährten David Becker in den Urlaub fahren. Dieser wird jedoch aus dem Urlaub abberufen und muss verreisen. Susan ist sauer. Dann wird auch sie zu einem Notfall in die NSA gerufen.

Ihr Vorgesetzter Strathmore hat ein Problem mit einem zu entschlüsselnden Code. Statt der üblichen 6 Minuten, rechnet der Super-Computer bereits seit 12 Stunden an einem Code herum. Strathmore hat Ambitionen. Vor Jahren ist er einmal fürchterlich aufgelaufen, als ein Verschlüsselungsprogramm auf den Markt kommen sollte, mit der alle Welt ihre eMails hätte verschlüsseln können. Als genialen Coup hatte er ein Hintertürchen eingebaut, dass es der NSA als Geheimdienst erlauben sollte, ganz ohne Decodierung nur mit einem Passwort jegliche eMail sofort zu entschlüsseln. Allerdings hatte ihn damals ein Mitarbeiter, Ensei Tankado, an die Öffentlichkeit verraten.
Daraufhin wurde der Super-Computer gebaut, DAS Geheimnis der NSA. Schließlich sind die Datenschützer auf dem Plan und wettern gegen die „totale Überwachung“ durch den Geheimdienst.

Tankado hat die NSA verlassen, weil er es nicht akzeptieren konnte, dass die Bevölkerung derartig ausspioniert wird. Er hatte Strathmore geschworen, dass er einen unentschlüsselbaren Code schaffen wird, der den Supercomputer der NSA alt aussehen lassen wird.

Und wie Strathmore Susan erklärt, hat Tankado genau dieses geschafft. Um Druck auf die NSA auszuüben, hat er den Diabolus-Code im Internet zur Auktion gebracht. Der Höchstbietende bekommt den Code, der das Programm öffnet. Und hier kommt eine japanische Software-Firma ins Spiel, die 20 Millionen für das Programm bietet.

Strathmore dagegen möchte - wie er Susan erklärt – den Code selber knacken und auch ein Hintertürchen einbauen. Da der Super-PC nie in der Lage sein wird, diesen unknackbaren Code zu entschlüsseln, ist dies die einzige Möglichkeit für die NSA, nicht überflüssig zu werden.

Das große Problem besteht allerdings darin, dass Tankado als Lebensversicherung einen Partner hat – Northdakota – der ebenfalls einen Schlüssel besitzt und im Falle von Tankados Tod diesen im Internet für alle zugänglich veröffentlichen wird.
Um das Ganz zu toppen, ist Tankado in Sevilla am Morgen ums Leben gekommen. Susan macht sich also per Computer auf die Suche nach Tankados Partner, um zu retten, was noch zu retten ist.

David Becker indessen ist in Sevilla eingetroffen und nimmt die persönlichen Gegenstände von Tankado in Empfang. Was sich anfangs als ein Job nach dem Motto „hin, einsammeln und zurück“ darstellte, wird zu einer diffizilen Suche und wilden Verfolgungsjagd, als ihm auffällt, dass ein Ring von dem Toten fehlt.
Bei seiner Suche nach dem neuen Besitzer des Ringes zieht David ohne es zu merken eine Schneise des Todes hinter sich her, weil er seinerseits wieder verfolgt und überwacht wird.

In der NSA kommen derweil nach und nach immer mehr Mitarbeiter dahinter, dass irgendetwas mit dem Dechiffrierungscomputer nicht stimmen kann. Der TRANSLTR zeigt verschiedene Fehlermeldungen und auch die Ausgaben-Berechnung, die die Buchhalterin erstellt, zeigt eine Position von 9.999.999 $ für eine Rechenoperation. Immer mehr Leute sind irritiert. Während ein System-Techniker „Virus“ schreibt, wiegelt Strathmore ab. Er kommt gehörig ins Schwitzen, da er zum Einspeisen des Diabolus-Codes die Virenfilter auf seinem Rechner umgangen hat.

Es wird immer spannender und die verschiedensten Leute werden nach und nach zum Verdächtigen. Susan findet auf dem Rechner eines Kollegen die geheimen eMails von Tankado und NDakota und wird prompt von ihm bedroht, der TRANSLTR droht durchzubrennen, ein Techniker will ihn abschalten und kommt dabei ums Leben, die Lage in der Crypto-Kuppel spitzt sich immer mehr zu. Bald weiß der Leser nicht mehr, ob die Protagonisten auch wirklich die sind, die sie zu sein vorgeben.

David Becker wird in Sevilla gejagt und Susan in der NSA bis es zum furiosen Showdown und Finale kommt. Der Diabolus-Code entpuppt sich als Virus, der die Datenbank mit den geheimsten Daten der USA angreifbar macht für Hacker aus aller Welt. Die Techniker in der NSA geraten ins Schwitzen und der Virus kann nur mit einem geheimen Passwort abgeschaltet werden….

Na, ganz verrate ich Euch das Ende doch nicht, wer nun wirklich der Bösewicht ist, lass ich mal offen.
























*********************************************
Meine Meinung:

Die Spannung wird eindeutig dadurch aufgebaut, dass Dan Brown die Geschichte auf drei verschiedenen Ebenen erzählt, die sich in sehr kurzer Folge abwechseln. Die Gleichzeitigkeit der Ereignisse kommt damit hervorragend rüber und vor allem, man hat den Drang ganz schnell weiter zu lesen, weil er natürlich jedes Geschehen und jedes Ereignis mit einem Cliffhanger aufhören lässt.

Das Ganze ist aufgemacht, wie ein rasanter Actionfilm. Schnelle Schnitte, Switches in den spannendsten Moment und vor allem viel Rauch, viel Geschwindigkeit, viel Blut und Verfolgungsjagden, viel viel viel Action sind Hauptbestandteile von dieser Geschichte.

Die pendelt ein paar Mal hin und her und bringt den Leser dazu, Vermutungen über den wahren Bösewicht anzustellen und den Übeltäter mal in dem einen oder anderen handelnden Protagonisten zu vermuten.

Natürlich gibt es ein ernstes Thema hinter dem allen: Wer überwacht eigentlich die selbsternannten Wächter über das Wohl des amerikanischen Volkes, wenn der Geheimdienst in der Lage ist, alle Nachrichten zu überprüfen und der gesamten Bevölkerung hinterher zu spionieren?
Nur: was passiert, wenn es einen Chiffrierungs-Code gibt, der es Terroristen und Kriminellen wiederum ermöglicht, völlig unkontrolliert ihre Coups zu planen?

Eine Lösung bietet Dan Brown nicht wirklich. Die Story schwenkt vom TRANSLTR über zur geheimsten Datenbank der USA, die unbedingt vor Hacker-Angriffen geschützt werden muss.


Alles in allem ist das Buch super spannend geschrieben, die Geschichte ist vielleicht ein bisschen flach und vor allem sind natürlich Held und Heldin strahlend schön und hollywoodesk makellos und immer siegreich, Amerika lässt grüßen, aber es liest sich gut und flüssig und mehr erwarte ich eigentlich nicht von einem Buch, als dass es mich gut und leicht unterhält. Für tiefschürfendere Sachen bin ich nachts im Bett beim Lesen nicht mehr ansprechbar.



Fazit: unbedingt lesen

39 Bewertungen, 11 Kommentare

  • gerrhosaurus1978

    10.12.2007, 21:29 Uhr von gerrhosaurus1978
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich fand das Buch auf Englisch sehr interessant. LG, Daniela

  • oxalife

    18.11.2007, 21:15 Uhr von oxalife
    Bewertung: sehr hilfreich

    liebe grüße, oxalife

  • anonym

    18.11.2007, 09:54 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    LG Damaris

  • Puenktchen3844

    18.11.2007, 02:07 Uhr von Puenktchen3844
    Bewertung: sehr hilfreich

    Eine gute Buchbeschreibung. LG

  • LittleSparko

    18.11.2007, 00:01 Uhr von LittleSparko
    Bewertung: sehr hilfreich

    lg, daniela

  • Baby1

    17.11.2007, 22:42 Uhr von Baby1
    Bewertung: sehr hilfreich

    .•:*¨ ¨*:•. Liebe Grüße Anita .•:*¨ ¨*:•.

  • Mondlicht1957

    17.11.2007, 22:33 Uhr von Mondlicht1957
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sehr informativ ... LG Pet ....

  • JustOliver

    17.11.2007, 16:27 Uhr von JustOliver
    Bewertung: sehr hilfreich

    So, überall, wo ich aktiv bin, durch. ;-)

  • luiggi

    17.11.2007, 16:05 Uhr von luiggi
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh und lg

  • neuseeland1

    17.11.2007, 15:57 Uhr von neuseeland1
    Bewertung: sehr hilfreich

    LG Eva

  • freshmaik

    17.11.2007, 15:50 Uhr von freshmaik
    Bewertung: sehr hilfreich

    lg Michael