Diabolus (gebundene Ausgabe) / Dan Brown Testbericht

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ab 15,90
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Erfahrungsbericht von orlan

Killervirus unterwegs

Pro:

größtenteils spannend

Kontra:

vielfach vorhersehbar, platte Charaktere

Empfehlung:

Ja

"Diabolus" ist ein Roman von Dan Brown. Die amerikanische Originalausgabe aus dem Jahr 1998 erschien unter dem Originaltitel "Digital Fortress".

Inhalt
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Susan Fletcher ist die Chefkryptographin des amerikanischen Geheimdienstes NSA. Eines Tages wird sie von NSA-Vizechef Strathmore wegen eines Notfalls in die NSA-Zentrale bestellt.
Der streng geheime Supercomputer der NSA, der sogenannte TRANSLATR, der eigentlich jeden Code innerhalb von Minuten entschlüsseln kann, versucht nun schon seit Stunden, einen Code zu entschlüsseln, der sich "Diabolus" nennt. Ein ehemaliger Mitarbeiter der NSA, Ensei Tankado, hat diesen Code entwickelt, um die NSA zu zwingen, öffentlich zu bekennen, dass sie Unmengen von privaten Emails mit Hilfe des TRANSLATRs liest und entschlüsselt.
Tut die NSA dies nicht, will er "Diabolus" im Internet kostenlos zum Download freigeben. Das Programm kann sogar schon heruntergeladen werden, allerdings ist es noch gesperrt. Den Zugangscode haben nur Tankado und offensichtlich auch noch ein "Mitverschwörer", der sich North Dakota nennt.
Strathmore will sich den Zugangscode unbedingt beschaffen, doch dummerweise ist Tankado vor Kurzem in Spanien verstorben. Deswegen schickt Strathmore Susan Fletchers Verlobten David Becker nach Spanien, um dort nach dem Code zu forschen. Bald findet er heraus, dass der Code sich offenbar in einem Ring eingraviert befindet, den Tankado kurz vor seinem Tod weggegeben hat.
Die Suche nach dem Ring erweist sich als gefährliche Angelegenheit, denn der Code ist Hunderte von Millionen wert. Ein Auftragskiller folgt David Becker auf Schritt und Tritt und bringt jeden um, der mit dem Ring Kontakt hatte. David Becker soll sein letztes Opfer sein.
Währenddessen startet in der NSA-Zentrale die Suche nach North Dakota. Strathmore will das Ganze möglichst geheim halten und weiht nur seine Chefkryptographin (teilweise) in seine Pläne ein. Schon bald muss Susan feststellen, dass sich hinter North Dakota vermutlich ein Mitarbeiter der NSA verbirgt. Und dann geschieht ein erster Mord in der NSA-Zentrale, der die Lage immer weiter zuspitzt.
Schließlich muss Strathmore feststellen, dass er einen schrecklichen Fehler gemacht hat. Unwissentlich hat er die NSA-Computer mit einem Virus infiziert, der nicht nur den TRANSLATR angreift, sondern auch die ausgeklügelte Firewall, die die streng geheime und hoch brisante Datenbank der NSA vor Zugriffen von Außen schützen soll.

Kritik
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Sicherlich ist Dan Brown mit "Diabolus" ein ganz gutes Buch gelungen. Nach der Art und Weise, in der dieses Buch in nahezu allen Bücherläden, die ich kenne, geradezu angeprangert wurde, hatte ich mir allerdings doch noch ein wenig mehr versprochen.

Was man aber auf keinen Fall sagen kann ist, "Diabolus" wäre nicht spannend. Zwar gibt es zwischendurch immer wieder ein paar Stellen – insbesondere nach der Explosion des NSA-Supercomputers TRANSLATR, wo ich den Eindruck hatte, die Handlung hätte sich ein wenig festgefahren. Aber letztendlich lief die Geschichte doch immer recht flüssig weiter.
Vor allem zum Ende hin, als es gilt, die feindlichen Hackerangriffe von der immer schwächer werdenden Firewall des NSA-Datenbank fernzuhalten, wird es noch einmal so richtig spannend.

Wenig überraschend fand ich allerdings die Identität desjenigen in der NSA, der für die meisten der stattfindenden Übel und auch noch ein paar Morde verantwortlich war. Aus meiner Sicht zeichnete sich dies schon nach den ersten paar Seiten ab, wenn sich später auch die Beweggründe als andere herausstellten als zuerst vermutet. Schade, dass sich dieses Problem schließlich von selbst gelöst hat. Es wäre sicherlich interessant gewesen zu lesen, wie nach Auffassung des Autors die NSA mit diesem Problem umgegangen wäre. Vor allem, weil auch ein paar hohe Tiere ordentlich Mist gebaut hatten.

Auf die Hauptcharaktere geht der Autor zwar immer wieder näher ein, die Beschreibungen bleiben allerdings recht oberflächlich. Etwas unglaubwürdig fand ich, dass sich ein stellvertretender Direktor der NSA (neben vielem anderen) auch noch als liebeskranker Irrer entpuppt. Das war des Guten dann vielleicht doch ein wenig zu viel.
Manche Personen wie beispielsweise der persönliche Referent des NSA-Direktors hingegen werden großartig und mit viel Tamtam in die Geschichte eingeführt, spielen letztendlich aber keine sonderlich entscheidende Rolle.

Was mir allerdings aufgefallen ist, war aber, dass bei den NSA-Mitarbeitern (und deren Anhängen) keine normalen Leute dabei zu sein scheinen. Sie sind nicht nur die besten und intelligentesten (das wäre ja vielleicht noch verständlich), sondern auch die allerschönsten und bestaussehendsten. Eben echte "Superhelden".

Autor
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Dan Brown wurde als Sohn eines Mathematikprofessors und einer professionellen Kirchenmusikerin geboren und arbeitete als Englischlehrer, bevor er sich gänzlich dem Schreiben widmete.
Seine Frau Blythe, die von Beruf Kunsthistorikerin und Malerin ist, unterstützt ihren Mann beim Schreiben seiner Werke, insbesondere bei der Hintergrundrecherche.

Das hier besprochene Buch „Diabolus“ („Digital Fortress“) ist das erste Buch Dan Browns. Es wurde prompt zum Bestseller.
Seinen bisher größten Erfolg hatte er mit seinem Buch "The Da Vinci Code“ (Deutscher Titel: Sakrileg), das in Kürze auch von Columbia Pictures verfilmt wird.
Seine Werke wurden inzwischen in über 40 Sprachen übersetzt.

(Die Informationen zu dieser kurzen Biographie stammen von der englischsprachigen Internetseite des Autors: http://www.danbrown.com/meet_dan/)

Fazit
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"Diabolus" ist ein recht guter und spannender Roman, der aber nicht überragend ist. Es ist der erste Roman, den ich von diesem Autor gelesen habe und hat mich ehrlich gesagt ein wenig abgeschreckt, wieder ein Buch von Dan Brown zu lesen, auch wenn "Sakrileg" und "Illuminati" recht gut sein sollen.
Schlecht ist dieser Roman aber auch nicht, so dass ich noch gute drei Sterne vergebe. Weil "Diabolus" sehr spannend ist, spreche ich auch eine Empfehlung aus. Es gibt aber sicherlich bessere Bücher.

Daten
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Diabolus / Brown, Dan
Gustav Lübbe Verlag, 2005
Hardcover, 524 Seiten
ISBN: 3-7857-2194-3
Preis: 19,90 Euro

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