Diabolus (gebundene Ausgabe) / Dan Brown Testbericht

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ab 15,90
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Erfahrungsbericht von mickey73

Wenig teuflisch!

Pro:

gute Darstellung der Personen und ihrer Persönlichkeiten

Kontra:

sehr wissenschaftlich, viele Fachbegriffe, zum Teil langweilig, fester Einband, verworren

Empfehlung:

Nein

Dan Brown war mir als Autor durch seine Bücher \"Illuminati\" und \"Meteor\" bereits wohlbekannt. Sein neustes Werk nach \"Sakrileg\" heißt \"Diabolus\". Ich kam zu diesem Buch durch eine Freundin, die es sich gekauft hat und mir dann, nachdem sie es ausgelesen hatte, leihweise überlassen hat.

Einband

Es handelt sich um einen festen Einband mit Schutzumschlag. Auf der Vorderseite des Schutzumschlages ist neben dem Namen des Autors und dem Titel des Buches ein goldener Ring mit Schriftzeichen abgedruckt. Auf der Rückseite befinden sich eine kurze Inhaltsangabe und ein Kommentar der FAZ zu dem Buch.

Autor

Dan Brown wurde 22.02.1964 geboren und lebt mit seiner Frau in Neuengland. Er studierte Kunstgeschichte an der Universität von Sevilla und machte seinen Bachlor in Englisch, was er eine Weile unterrichtete, bevor er endgültig Schriftsteller wurde. Illuminati war der erst in Deutschland veröffentlichte Roman, gefolgt von Meteor und Sakrileg. Seine Bücher schafften es alle auf die Bestsellerliste.

Inhalt

Susan Fletcher ist Chefin der kryptographischen Abteilung der NSA, der National Security Agency. Dabei handelt es sich um eine Institution, die sich der nationalen Sicherheit der USA widmet und sich mit der Decodierung von Nachrichten befasst. Eigentlich wollte sie sich ein paar schöne Tage mit ihrem Freund David Becker, Spezialist für Fremdsprachen und Inhaber einer Vollprofessur an der Georgtown University, machen, als David überraschend nach Spanien fliegen muss. Susan selber bekommt plötzlich einen Anruf von ihrem Chef Commander Trevor Strathmore, der sie bittet so schnell wie möglich in das Crypto-Labor zu kommen, da es einen Notfall gibt. Das Crypto-Labor beinhaltet eine riesige geheime Maschine, den \"TRANSLTR\", die größte Decheffriermaschine der Welt, welche jede verschlüsselte Nachricht knacken kann.
Strathmore erzählt Susan, dass Ensai Tankado, ein ehemaliger Mitarbeiter der NSA, ein Programm entwickelt hat, welches \"DIABOLUS\" heißt und Nachrichten so codieren kann, dass selbst der TRANSLTR sie nicht knacken kann. Dies stellt einen Notfall dar, da es so den Kryptographen der NSA nicht mehr möglich ist, Nachrichten zu decodieren, die eventuell die nationale Sicherheit bedrohen. Tankado erpresst die NSA. Er will, dass der Öffentlichkeit preisgegeben wird, dass es den TRANSLTR gibt. Wenn dies nicht passiert, will er Diabolus an den Meistbietenden verkaufen. Er hat es bereits ins Internet gestellt, um Aufmerksamkeit zu erregen. Um das Programm jedoch vollends in Funktion zu nehmen, ist ein Key nötig, welchen nur zwei Leute kenne: Tankado und sein Vertrauter, der sich North Dakota nennt.
Tankado verstirbt in Spanien. Strathmore klärt Susan darüber auf, dass er David, der schon öfters für die NSA gearbeitet hat, nach Spanien geschickt hat, um dort alle Habseligkeiten des toten Tankado an sich zubringen. Strathmore geht davon aus, dass Tankado den Key bei sich tragen muss und will so verhindern, dass dieser Key eventuell jemand anderem in die Hände fällt. Wie sich herausstellt, wird Davids Aufgabe zu einer sehr verzwickten Angelegenheit, denn Tankado hat kurz vor seinem Tod den Key, der sich in Form eines Ringes mit unlesbaren Schriftzeichen darstellt, einem deutschen Touristen übergeben.
Währenddessen hintergeht North Dakota Tankado. Er will seinen Key und den Key von Tankado an einen japanischen Großunternehmern namens Tokugen Numataka für 20 Millionen Dollar verkaufen.
So beginnen eine Hetzjagd nach dem Key von Tankado und ein Wettlauf mit der Zeit.

(Du willst wissen, wie es weitergeht? Selber lesen!)

Meine Meinung

\"Diabolus\" erinnert sehr stark an \"Meteor\". Wieder wird Dan Brown sehr wissenschaftlich. Diesmal erzählt er in sehr beeindruckender Weise eine Geschichte über die Kryptographie, die ja gerade zur Zeit der Computerisierung und des Internets, der E-Mails und PC-Hacker sehr an Aktualität gewonnen hat. Es sind eindeutige Parallelen zu \"Meteor\" zu finden, wie zum Beispiel die vielen Fachbegriffe, das hochwissenschaftliche Terrain, auf das sich Brown mit seinem Buch begibt, wieder spielt eine Frau und ein Mann die Hauptrollen und wieder geht es um wichtige Institutionen. Auch die Hetzjagd nach etwas, stellt sich als typisches Merkmal eines Dan Brown-Romans mal wieder ganz klar dar.
Allein die vielen Fachbegriffe lassen im Kopf des Lesers ein Wirrwarr entstehen, welches nur schwer zu entwirren ist. Man wird förmlich von diesen Begriffen erschlagen. Auch wenn Dan Brown sofort nach Auftreten eines Fachbegriffes versucht, diesen zu erklären, schwirrt einem trotz allem im Nachhinein noch der Kopf.
Wieder einmal benutzt er für seine Darstellung der Story einen sehr ausschmückenden Stil. Die Personen und ihre Persönlichkeiten werden sehr gut und klar dargestellt, so dass sich der Leser sehr gut in sie hineinversetzen kann und die Handlung nachvollziehbar wird.
Die Geschichte an sich wirkt in manchen Teilen nicht mal an den Haaren herbeigezogen, da man sich recht gut vorstellen kann, dass es ein solches Projekt wie den TRANSLTR wirklich geben könnte, wenn man sich die Top-Secret-Spielereien der USA einmal vor Augen hält.
In vielen Teilen der Geschichte zweifelt man allerdings sehr stark an dem Inhalt und man kommt dann doch wieder zu dem Schluss, dass es sich eben nur um eine fiktive Geschichte handelt.
Dan Brown springt in kurzen Kapiteln zwischen den einzelnen Personen und Handlungen hin und her. Dabei hat der Leser jedoch absolut kein Problem den Überblick zu behalten.
Mit den beiden Bestsellern \"Illuminati\" und \"Sakrileg\" kann \"Diabolus\" in keinster Weise mithalten. Zwar versucht Dan Brown ein gewisses Spannungsfeld von der ersten bis zur letzten Seite aufzubauen, jedoch gelingt es ihm in diesem Fall nicht sonderlich gut. Auch fand ich das Buch nicht besonders fesselnd. Während ich zum Beispiel \"Illuminati\" gar nicht mehr aus der Hand legen wollte, hatte ich mit dem Weglegen bei \"Diabolus\" kein Problem.
Ebenso fand ich das Format des Buches recht unhandlich. Zumal Bücher in festem Einband nicht unbedingt mein Fall, da sie recht sperrig wirken und auch um einiges teurer sind als nun mal Taschenbücher. In dem Fall kam ich ja nun Gott sei Dank um den Preis herum, da es mir geliehen wurde.

Fazit

\"Diabolus\" ist eine echte Enttäuschung und absolut kein Vergleich zu den bisher von Dan Browns erschienenen Romanen.

Sonstiges

ISBN 3-7857-2194-3
Preis: 19,90 EUR
www.luebbe.de

Weitere Romane von Dan Brown:

Illuminati
Sakrileg
Meteor

56 Bewertungen, 4 Kommentare

  • swissflyer

    29.03.2006, 12:54 Uhr von swissflyer
    Bewertung: sehr hilfreich

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  • morla

    20.03.2006, 22:25 Uhr von morla
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich <br/>

  • Sarah1509

    14.03.2006, 09:25 Uhr von Sarah1509
    Bewertung: sehr hilfreich

    Dan Brown ist ein sehr guter Autor

  • modschegibbchen

    04.05.2005, 22:12 Uhr von modschegibbchen
    Bewertung: sehr hilfreich

    ...bisher habe ich nur wenige berichte zu dem buch gelesen, wo mal nicht in den höchsten tönen gelobt wurde was das zeug hält... lg heike