Illuminati (Taschenbuch) / Dan Brown Testbericht
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Summe aller Bewertungen
- Niveau:
- Unterhaltungswert:
- Spannung:
- Humor:
- Stil:
Erfahrungsbericht von DocMuellfreak
Naturwissenschaften vs. Kirche
Pro:
Spannend bis zum Schluss, lockerer Erzählstil, Verknüpfung von Phantasie und Realität
Kontra:
Zum Ende ein wenig abgehoben
Empfehlung:
Ja
Servus ihr alle!!!
So. Nach zwei Monaten kommt nun endlich auch wieder ein Bericht über ein käufliches Produkt. Ich selber bin ja nun mal nicht zu kaufen, deshalb zähle ich den Fragebogen mal nicht dazu. Lange, sehr lange habe ich an diesem Bericht gesessen. Die Recherchen haben übelst lange gedauert. Aber ich wollte mir die Zeit nehmen um euch einen hoffentlich guten Bericht zu präsentieren.
So. Nun genug der Worte vorweg, die eh nicht sonderlich wichtig sind. Worum geht’s diesmal? Das kann ich euch sagen. Mein erster Buchbericht steht an. In den letzten Jahren habe ich sehr wenig gelesen. Das war ein Fehler, wie sich nun herausstellte. Aber für den Urlaub und den Strand habe ich mir gedacht, gönne ich mir mal etwas. Durch Zufall bin ich auf das Buch „Illuminati“ von Dan Brown gestoßen. Zuvor hatte ich noch nie etwas davon gehört. Nun aber bin ich froh es gelesen zu haben. Ich kann es auch nur allen empfehlen. Aber warum, dass entnehmt ihr am besten dem weiteren Bericht.
Dazu mal wieder eine kurze Inhaltsangabe, was sich in meinem Bericht alles findet:
- Der Autor
- Der Inhalt
- Die Verbindung zur Realität – Naturwissenschaften vs. Kirchlicher Glauben – ein immer währender „Krieg“
- Die Figuren und „Institutionen“
- Die Meinung des Muellfreaks
- Die Daten des Buches
- Das Fazit
So. Nu aber los, oder? Jetzt lest ihr schon seit 5 Minuten oder so, und habt immer noch nichts über das Buch erfahren ;)
Der Autor
OoOoOoO
Wer ist dieser Dan Brown eigentlich? Ich persönlich habe noch nie etwas von ihm gehört. Aber das musste man auch nicht, sofern es nicht um Bücher geht. Und Bücher schreiben ist ja nun noch nicht so ganz lange sein Beruf bzw. seine Berufung…
Geboren wurde Brown am 22. Februar 1964 in New Hampshire. Das liegt, wie wohl die meisten wissen in den USA. New Hampshire ist einer der ersten 13 Bundesstaaten der USA und liegt im nördlichsten Osten. Er ist der Sohn eines mehrfach ausgezeichneten Mathematikprofessors und einer Kirchenmusikerin. Man sieht also, dass er schon früh mit dem Konflikt Kirche und Naturwissenschaft konfrontiert worden ist.
Schriftsteller wurde Dan Brown allerdings erst recht spät. Laut seiner Homepage (www.danbrown.com) geschah dieses erst 1994 in während eines Urlaubs auf Tahiti, wo er ein Buch von Sidney Sheldon las. Er schwor sich es besser zu machen. So kann man also letztendlich sagen, dass er sein erstes Buch erst mit 30 Jahren zu schreiben begonnen hat. Doch was hat der gute Mann bis dahin getrieben? Er wird wohl nicht auf der faulen Haut gelegen haben. Nein. Bestimmt nicht. Ganz im Gegenteil sogar. Er studierte. Zunächst machte er seinen Bachelor in Englisch am Amherst College und studierte nachher noch Kunstgeschichte an der Universität von Sevilla. Man sieht also: Auch hier ein wichtiger Schritt, den man in seinen Büchern erkennt (Zumindest in den beiden, die ich bisher gelesen habe. Das dritte ist bestellt). Nach seinem Studium begann er als Lehrer für Englisch.
Letztendlich begann er wie bereits erwähnt 1994 mit dem Schreiben. Aus seiner Feder stammen inzwischen „Illuminati“ (Originaltitel: „Angels & Demons“), „Sakrileg“ (Originaltitel: „The Da Vinci Code“), „Meteor“ (Originaltitel: „Deception Point“) und sein neuer Roman „Digital Fortress“. Zu diesem Titel habe ich den deutsch noch nicht ausfindig machen können.
Inzwischen hat er sein Lehrerleben aufgegeben und widmet sich ganz der Schriftstellerei.
Nun noch kurz zu seiner Familie:
Dan Brown ist verheiratet mit einer – wer hätte das gedacht – Kunsthistorikerin namens Blythe Brown und lebt mit ihr zusammen in New England.
Der Inhalt
OoOoOoO
Boston, 5 Uhr in der Frühe. Ein Schlafzimmer, dessen Besitzer, Robert Langdon, noch friedlich schläft. Dies soll sich allerdings in den nächsten 5 Minuten ändern. Langdon steht vor den aufregendsten 19 Stunden seines Lebens…
Das Telefon klingelt. Maximilian Kohler, Generaldirektor des “Conseil Européen pour la Recherche Nucléaire“ (CERN), ist am Apparat. Er beordert Langdon, seines Zeichens Symbolologe an der Harvard Universität, in die Schweiz um zu helfen einen Mord in seiner Stiftung aufzuklären.
Langdon fliegt also widerwillig mit der X-33, einem Mach-15-Flugzeug in die Schweiz (Der Flug dauert ganze 63 Minuten von Boston bis Geneve in der Schweiz. Der Vogel ist also ganz schön fix…).
Dort angekommen findet er die Leiche des Teilchenphysikers Leonardo Vetra vor, dessen Brust mit einem Brandmal verunstaltet worden ist. Das Brandzeichen ist ein Ambigramm, ein Symbol, das man sowohl normal, als auch auf den Kopf gestellt lesen kann (Die Ambigramme sind auch als Photos angehängt).
Wie geht es nun also weiter? Kurz nachdem er die Leiche gesehen hat, trifft er auf Vetras Adoptivtochter Vittoria Vetra. Als sie entdecken, dass auch noch ein Behälter mit Antimaterie aus dem Labor des Ermordeten Professors gestohlen wurde, wird die Geschichte für Langdon noch verzwickter, denn dieser wird in Rom gesichtet, genauer gesagt in der Vatikanstadt. Also machen sich Langdon und Vittoria auf den Weg nach Rom, denn sie haben nur bis Mitternacht Zeit um den Behälter zu finden, und ihn zurück in das Labor zu bringen. Gelingt ihnen dieses nicht, würde die komplette Vatikanstadt explodieren. Zum Glück gibt es ja die X-33, also auf nach Rom…
Hier wird gerade eine Konklave abgehalten, die einen neuen Papst wählen soll, denn der alte ist vor ein paar Tagen verstorben. Allerdings werden die vier „Preferiti“, die vier Favoriten auf das Amt des Papstes, entführt. Die Spur führt zu derselben Bruderschaft, die auch Leonardo Vetra ermordet hat. Also müssen sie versuchen, die Antimaterie zu finden und gleichzeitig vier entführte Kardinäle befreien. Scheinbar ein unmöglicher Akt.
-----------------------------------------------WARNUNG!!!----------------------------------------------
Es folgen Teile der Geschichte, die evtl. die Spannung nehmen könnten. Wer diese also dennoch behalten möchte, sollte den nächsten Teil überspringen
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Vittoria und Langdon verfolgen nun also jede Spur, um die Kardinäle zu retten, denn zu jeder vollen Stunde soll einer an einem der vier „Altäre der Wissenschaft“ hingerichtet werden. Die Spur führt zurück auf den Naturwissenschaftler Galileo Galilei, der diese Bruderschaft der Erleuchtete gegründet hatte (Mehr zu dieser Bruderschaft später). Als Langdon in einem dessen Niederschriften weitere Hinweise findet, finden sie die Orte der vier Altäre der Wissenschaft nach und bekommt so die Möglichkeit den Mörder zu schnappen und endlich eine Spur zu finden, die ihnen zur Antimaterie bringt.
Allerdings schafft er es nicht rechtzeitig zur Rettung der Kardinäle, und findet diese nur bereits tot, oder gerade sterbend vor. Alle haben jeweils ein Ambigramm auf den Körper gebrannt (siehe Bilder). Doch letztendlich schafft er es, den Mörder zu fassen. Doch die erwartet heiße Spur zur Antimaterie bleibt aus. Wie soll die Vatikanstadt nun also gerettet werden. Letztendlich geschieht dies mit der Hilfe des Camerlengo Carlo Ventresca, dem engsten Diener des verstorbenen Papstes. Doch wie genau, das möchte ich nun noch nicht weiter ausführen. Nur so viel. Es bleibt Spannend bis zum Schluss…
Die Verbindung zur Realität – Naturwissenschaften vs. Kirchlicher Glauben – ein immer
OoOoOoOoOoOoOoOoOoOoOoOoOoOoOoOoOoOoOoOoOoOoOoOoOoOoOoOoOoOoOwährender „Krieg“
oOoOoOoOoOoOo
Eine gewisse Verbindung zur Realität besteht auf jeden Fall. Zum einen wird direkt am Anfang deutlich gemacht, dass sowohl die Hinweise auf Kunstwerke, Tunnel, Gruften und Bauten in Rom, einschließlich ihrer genauen Lage, als auch die Bruderschaft der Illuminati auf Tatsachen beruhen. Also ist hier schon einmal eine gewisse Verbindung zur Realität geschaffen.
Eine weitere Verbindung ist der „Krieg“, den die Kirche gegen die Naturwissenschaften und die Naturwissenschaften gegen die Kirche führt. Dieser begann im späten Mittelalter, als die Wissenschaftler herausfanden, dass nicht alles, was die Kirche erzählte der Wahrheit entsprach und dies auch beweisen konnte. Die Kirche fürchtete allerdings eine Untergrabung ihrer Macht und zwang die Wissenschaftler ihre Aussagen zurückzunehmen. Das bekannteste Beispiel ist eben Galileo Galilei, der auch nachweislich die Bruderschaft der Illuminati gegründet hat. Dieser „Krieg“ ist auch heute noch teilweise zu entdecken, wenn auch nicht mehr in den riesigen Ausmaßen, wie sie früher zu erkennen waren. Heute wird niemand mehr unter Androhung der Todesstrafe dazu gezwungen nur an die Bibel zu glauben, aber dennoch gibt es die ein oder andere Person, die in der Naturwissenschaft das „Böse in Person“ oder „Das Werk des Teufels“ sieht. Ein sehr gutes Beispiel ist meine alte Religionslehrerin. Für sie waren alle Naturwissenschaftler die Söhne des Teufels. Andersrum gibt es natürlich auch die Wissenschaftler, die glaube, die Kirche erzähle nur Lügen. Mein alter Biolehrer gehörte zu dieser Gattung Mensch (Das war immer sehr lustig, wenn die beiden sich in einer Diskussion verloren… ;)). Man sieht also, dass es auch heute noch einen „Kampf“ zwischen diesen beiden Welten gibt, wenn auch nur noch eher selten und eben deutlich abgeschwächt.
Sicherlich sind dafür andere Sachen in diesem Thriller frei erfunden. Das ist zum einen die Geschichte, dass jemand die ganze Vatikanstadt sprengen möchte, als auch die Lösung des Problems nachher. Auch die Figuren sind frei erfunden. Es bleibt halt doch eine erfundene Geschichte, die allerdings mit pikanten realen Details gespickt ist. Das macht das ganze zu einer sehr interessanten Mischung…
Die Figuren und „Institutionen“
OoOoOoOoOoOoOoOoOoOo
In diesem Roman gibt es zunächst mal zwei Hauptfiguren. Das wären Robert Langdon und Vittoria Vetra. Dann gibt es noch vier Figuren, die eine wichtige Rolle einnehmen, aber doch keine Hauptfiguren sind. Ich nenne sie mal einfach Hauptfigürchen. Diese währen der Camerlengo Carlo Ventresca, Maximilian Kohler, Oberst Olivetti und der Hashishin. Aber auch weitere Figuren sind von Interesse. Da wären Janus und der Schweizergardist Chartrant und Chinita Macri mit Gunther.
Robert Langdon
Robert Langdon ist, wie bereits erwähnt ein anerkannter Symbolologe an der Harvard Universität. Er wird hinzugezogen, als bei einem Toten das Symbol der Illuminati auftaucht. Früher war er Turmspringer, was ihm im Laufe des Romans noch ein oder zwei Mal das Leben retten soll. Er versucht mit Vittoria Vetra die Antimaterie zu finden und die Gefahr zu bannen. Zusätzlich versucht er noch die vier „Preferiti“ zu retten. Dabei darf er sich einen Kindheitstraum erfüllen und in die geheiligten Bibliotheken des Vatikans gehen um sich dort die nötigen Informationen zu holen. Doch dieser Traum wird oft durch den nahe bevorstehenden Tot gefährdet…
Vittoria Vetra
Eine junge Frau, die als kleines Kind einen starken Glauben an Gott hatte. Sie wuchs in einem katholischen Heim für Waisen auf und wurde von dem Priester und Teilchenphysiker Leonardo Vetra adoptiert. Mit der Zeit entdeckte sie ihre Liebe zur Biologie und wurde wie ihr Vater Forscher bei CERN. Mit Langdon zusammen versucht sie Rom zu retten. Ursprünglich wollte sie nur ihren Vater rächen, doch als die Antimaterie ins Spiel kommt, erweitern sich ihre Motive Langdon zu helfen. Und nach und nach kommen sich diese beiden auch näher…
Camerlengo Carlo Ventresca
Der engste Diener des verstorbenen Papstes. Er ist es, der die Ermittlungen Langdons und Vittorias ernst nimmt und ihnen hilft, dem Mörder auf die Spur zu kommen. Außerdem muss er entscheiden, ob er den Vatikan evakuiert, oder ob er das Leben der Kardinäle aufs Spiel setzt. Er ist auch derjenige, der am Ende in mehrfacher Hinsicht zu einer Hauptfigur wird, als die Lösung des Problems Antimaterie auf dem Tagesplan steht, indem er sehr seltsame Entscheidungen trifft – er nennt sie Erleuchtung - die aber immer richtig zu sein scheinen.
Maximilian Kohler
Maximilian Kohler ist der Generaldirektor von CERN. Er hat Langdon beauftragt der Spur der Illuminati zu folgen und den Mörder eines seiner Physiker zu finden. Danach hat er allerdings eine ganze Zeit lang nichts mehr zu tun. Man ist sogar geneigt ihn zu vergessen, ehe er der ganzen Geschichte einen weiteren Wendepunkt verschafft, der wieder unschuldigen Menschen das Leben kostet…
Oberst Olivetti
Olivetti ist der oberste Befehlshaber der Schweizergardisten, der Leibgarde des Vatikans. Zunächst will er Vittoria und Langdon einsperren lassen, weil sie während der Konklave mit einem scheinbar unsinnigen Physik-Schwachsinn daherkommen. Er behindert die Ermittlungen und verzögert so die Rettung des Vatikans. Aber nach und nach wird er mehr und mehr davon überzeugt, dass alles der Wahrheit entspricht. Dazu ist allerdings erstmal ein toter Amtsträger der Kirche notwendig. Auch er gibt der Geschichte immer neue unerwartete Wendepunkte…
Der Hashishin
Der Hashishin ist der Mörder des Buches. Er hat sowohl Leonardo Vetra, als auch die vier Kardinäle auf dem Gewissen. Er scheint schier unsterblich zu sein, bis er in seiner eigenen „Festung“, der „Kirche der Illuminati“ gefunden wird und dort sein Ende findet. Bis dahin ist er allerdings dafür zuständig Langdon, Vittoria und auch alle anderen auf Trab zu halten und die Spur immer neu zu verwischen und die Situation in immer neue scheinbare Sackgassen zu führen…
Janus
Zu Janus ist nicht viel zu sagen. Er ist der Befehlsgeber des Hashishin und der oberste der Illuminaten. Er hat die Verschwörung und die Zerstörung des Vatikans angezettelt. Dementsprechend ist er doch von Wichtigkeit für diesen Thriller, auch wenn er nur sehr kurze Auftritte hat.
Der Schweizergardist Chartrant
Chartrant ist ein sehr junger und unerfahrener Schweizergardist, der aber immer mehr von Langdon und Vittorias Erzählungen und Vermutungen überzeugt ist. Er wird zum heimlichen Helden, indem er Vittoria und Langdon wieder in den Vatikan lässt. Er widersetzt sich mehr und mehr den Befehlen seiner Vorgesetzten und handelt intuitiv richtig. Er rettet unter anderem den Camerlengo vor einem Anschlag…
Chinita Macri und Gunther
Diese beiden sind ein Reporterteam des Fernsehens. Chinita ist die Kamerafrau, die alles aufzeichnet und die grausamen Bilder der toten Menschen und der Jagd Langdons und Vittorias an die Öffentlichkeit bringt. Sie ist auch die Kamerafrau, die die Bekanntmachungen des Camerlengos filmt und somit für ein gehobenes Interesse der Öffentlichkeit an der Kirche sorgt. Gunther ist ihr Reporter vor der Kamera, der sich durch diverse Anschuldigungen immer wieder Ärger einzuhandeln scheint, aber sich dennoch scheinbar immer wieder mal aus der Affäre ziehen kann.
Nun gibt es allerdings auch noch Institutionen. Diese wären CERN, die Bruderschaft der Illuminati und der Vatikan.
Ich denke zum Vatikan muss ich nicht mehr viel sagen. Die katholische Kirche wird denke ich den meisten bekannt sein. Beim Vatikan handelt es sich nämlich hier um nichts anderes als diese.
CERN
CERN steht wie oben bereits erwähnt für “Conseil Européen pour la Recherche Nucléaire“. Es ist eine Stiftung, die in der Schweiz zu Hause ist. Sie beherbergt Hunderte von Physikern, die schon zig Nobelpreise eingeheimst haben. Übersetzt heißt diese Institution nichts anderes als „Europäischer Rat für Nuklearforschung“. Hier arbeiten auch Vittoria und Leonardo Vetra. Beide sind gläubige Christen und versuchen mit der Antimaterie eine Brücke zu schlagen, die Kirche und Wissenschaft vereint. Letztendlich bleibt unterm Strich eine Vereinigung, die ziemlich mächtige Erfindungen gemacht hat.
Illuminati
Die Bruderschaft der Illuminati (=Bruderschaft der Erleuchteten) wurde von Galileo Galilei gegründet. Ihr gehörten zahlreiche Wissenschaftler an, die ihrer Wissenschaft nachgehen wollten ohne dass die Kirche dieses mitbekommt. Sie führten eine Art kalten Krieg gegen die Kirche und gewannen immer mehr Einfluss. Irgendwann wollten sie zum finalen Schlag ausholen und die Kirche ihrer Glaubwürdigkeit berauben. Diese Bruderschaft überlebte Generationen und ihre Spuren verloren sich angeblich erst Anfang dieses Jahrhunderts oder Ende des letzten, wenn man diesem Buch glauben soll. Genaueres wird aber auch im Buch selber noch erklärt…
Die Meinung des Muellfreaks
OoOoOoOoOoOoOoOoOoOo
Also wie ich bereits sagte habe ich in den letzten Jahren sehr wenig gelesen. Daher denke ich, zähle ich auch zu den eher langsamen Lesern. Aber diese 700 Seiten habe ich in zwei Tagen verschlungen. Das will schon was heißen.
Das Buch wartet mit ungeahnter Spannung auf, die sich immer wieder aufbaut. Und jedes mal, wenn man denkt, nun ist der Höhepunkt erreicht, wird wieder abgebrochen und von dem eher spannenden Schauplatz zu einem anderen gewechselt. Und wenn es dann doch zu einer scheinbaren Lösung kommt, wird alles über den Haufen geworfen und die Spannung wird erneut aufgebaut. Es gibt immer wieder neue Verdächtige, die hinter der ganzen Geschichte stecken könnten. Aber wer es letztendlich ist, bleibt bis zum Schluss offen und führt letztendlich doch zu einer Überraschung, denn ich persönlich hatte ihn - oder vielleicht auch sie? - nicht auf der Rechnung.
Etwas geschmälert wird der Lesespaß durch einige Passagen am Ende. Die Lösung des Problems mit der Antimaterie ist doch etwas sehr aus der Luft gegriffen. Nicht ist perfekt. Auch die James Bond-Einlagen Langdons sind teilweise doch sehr seltsam (Ich sag nur der Sturz aus dem Hubschrauber).
Aber trotz allem habe ich nie wirklich aufhören können weiter zu lesen. Leider war ich auch so in das Buch vertieft, dass ich nicht mitbekommen habe, dass ich mich am Strand komplett verbrannt habe. Aus diesem Grund konnte ich zwei Tage nicht zum Strand. Aber das hat sich schon irgendwie gelohnt. Denn so konnte ich in Ruhe weiterlesen. Und abends, wenn’s zu den Partys ging, war der Sonnenbrand eh egal.
Unterm Strich war dieser Kauf das Geld allemal wert und ich kann es nur jedem weiterempfehlen.
Die Daten zum Buch
OoOoOoOoOoOoOo
Titel: Illuminati (Originaltitel: Angels & Demons)
Autor: Dan Brown
Verlag: Bastei Lübbe
ISBN: 3-404-14866-5
Preis: 8,90 €
Seiten: 701
Es gibt dieses Buch allerdings auch als gebundene Version. Der Preis liegt, wenn mich nicht alles täuscht bei 12,90 Euro. Aber nagelt mich da bitte nicht drauf fest…
Das Fazit
OoOoOoO
Ich denke es ist alles gesagt worden. Oder ich hoffe es zumindest. Wie gesagt: Lasst euch dieses Buch nicht entgehen. Und wem das Buch gefallen hat: Es gibt noch eine Geschichte mit Robert Langdon. Diese schimpft sich „Sakrileg“ und ist in diversen Bestsellerlisten ganz weit oben positioniert.
Wie bereits gesagt: Das Buch ist vorbehaltlos zu empfehlen.
© DocMuellfreak, Hamm, 19.08.2004 bis 03.09.2004
So. Nach zwei Monaten kommt nun endlich auch wieder ein Bericht über ein käufliches Produkt. Ich selber bin ja nun mal nicht zu kaufen, deshalb zähle ich den Fragebogen mal nicht dazu. Lange, sehr lange habe ich an diesem Bericht gesessen. Die Recherchen haben übelst lange gedauert. Aber ich wollte mir die Zeit nehmen um euch einen hoffentlich guten Bericht zu präsentieren.
So. Nun genug der Worte vorweg, die eh nicht sonderlich wichtig sind. Worum geht’s diesmal? Das kann ich euch sagen. Mein erster Buchbericht steht an. In den letzten Jahren habe ich sehr wenig gelesen. Das war ein Fehler, wie sich nun herausstellte. Aber für den Urlaub und den Strand habe ich mir gedacht, gönne ich mir mal etwas. Durch Zufall bin ich auf das Buch „Illuminati“ von Dan Brown gestoßen. Zuvor hatte ich noch nie etwas davon gehört. Nun aber bin ich froh es gelesen zu haben. Ich kann es auch nur allen empfehlen. Aber warum, dass entnehmt ihr am besten dem weiteren Bericht.
Dazu mal wieder eine kurze Inhaltsangabe, was sich in meinem Bericht alles findet:
- Der Autor
- Der Inhalt
- Die Verbindung zur Realität – Naturwissenschaften vs. Kirchlicher Glauben – ein immer währender „Krieg“
- Die Figuren und „Institutionen“
- Die Meinung des Muellfreaks
- Die Daten des Buches
- Das Fazit
So. Nu aber los, oder? Jetzt lest ihr schon seit 5 Minuten oder so, und habt immer noch nichts über das Buch erfahren ;)
Der Autor
OoOoOoO
Wer ist dieser Dan Brown eigentlich? Ich persönlich habe noch nie etwas von ihm gehört. Aber das musste man auch nicht, sofern es nicht um Bücher geht. Und Bücher schreiben ist ja nun noch nicht so ganz lange sein Beruf bzw. seine Berufung…
Geboren wurde Brown am 22. Februar 1964 in New Hampshire. Das liegt, wie wohl die meisten wissen in den USA. New Hampshire ist einer der ersten 13 Bundesstaaten der USA und liegt im nördlichsten Osten. Er ist der Sohn eines mehrfach ausgezeichneten Mathematikprofessors und einer Kirchenmusikerin. Man sieht also, dass er schon früh mit dem Konflikt Kirche und Naturwissenschaft konfrontiert worden ist.
Schriftsteller wurde Dan Brown allerdings erst recht spät. Laut seiner Homepage (www.danbrown.com) geschah dieses erst 1994 in während eines Urlaubs auf Tahiti, wo er ein Buch von Sidney Sheldon las. Er schwor sich es besser zu machen. So kann man also letztendlich sagen, dass er sein erstes Buch erst mit 30 Jahren zu schreiben begonnen hat. Doch was hat der gute Mann bis dahin getrieben? Er wird wohl nicht auf der faulen Haut gelegen haben. Nein. Bestimmt nicht. Ganz im Gegenteil sogar. Er studierte. Zunächst machte er seinen Bachelor in Englisch am Amherst College und studierte nachher noch Kunstgeschichte an der Universität von Sevilla. Man sieht also: Auch hier ein wichtiger Schritt, den man in seinen Büchern erkennt (Zumindest in den beiden, die ich bisher gelesen habe. Das dritte ist bestellt). Nach seinem Studium begann er als Lehrer für Englisch.
Letztendlich begann er wie bereits erwähnt 1994 mit dem Schreiben. Aus seiner Feder stammen inzwischen „Illuminati“ (Originaltitel: „Angels & Demons“), „Sakrileg“ (Originaltitel: „The Da Vinci Code“), „Meteor“ (Originaltitel: „Deception Point“) und sein neuer Roman „Digital Fortress“. Zu diesem Titel habe ich den deutsch noch nicht ausfindig machen können.
Inzwischen hat er sein Lehrerleben aufgegeben und widmet sich ganz der Schriftstellerei.
Nun noch kurz zu seiner Familie:
Dan Brown ist verheiratet mit einer – wer hätte das gedacht – Kunsthistorikerin namens Blythe Brown und lebt mit ihr zusammen in New England.
Der Inhalt
OoOoOoO
Boston, 5 Uhr in der Frühe. Ein Schlafzimmer, dessen Besitzer, Robert Langdon, noch friedlich schläft. Dies soll sich allerdings in den nächsten 5 Minuten ändern. Langdon steht vor den aufregendsten 19 Stunden seines Lebens…
Das Telefon klingelt. Maximilian Kohler, Generaldirektor des “Conseil Européen pour la Recherche Nucléaire“ (CERN), ist am Apparat. Er beordert Langdon, seines Zeichens Symbolologe an der Harvard Universität, in die Schweiz um zu helfen einen Mord in seiner Stiftung aufzuklären.
Langdon fliegt also widerwillig mit der X-33, einem Mach-15-Flugzeug in die Schweiz (Der Flug dauert ganze 63 Minuten von Boston bis Geneve in der Schweiz. Der Vogel ist also ganz schön fix…).
Dort angekommen findet er die Leiche des Teilchenphysikers Leonardo Vetra vor, dessen Brust mit einem Brandmal verunstaltet worden ist. Das Brandzeichen ist ein Ambigramm, ein Symbol, das man sowohl normal, als auch auf den Kopf gestellt lesen kann (Die Ambigramme sind auch als Photos angehängt).
Wie geht es nun also weiter? Kurz nachdem er die Leiche gesehen hat, trifft er auf Vetras Adoptivtochter Vittoria Vetra. Als sie entdecken, dass auch noch ein Behälter mit Antimaterie aus dem Labor des Ermordeten Professors gestohlen wurde, wird die Geschichte für Langdon noch verzwickter, denn dieser wird in Rom gesichtet, genauer gesagt in der Vatikanstadt. Also machen sich Langdon und Vittoria auf den Weg nach Rom, denn sie haben nur bis Mitternacht Zeit um den Behälter zu finden, und ihn zurück in das Labor zu bringen. Gelingt ihnen dieses nicht, würde die komplette Vatikanstadt explodieren. Zum Glück gibt es ja die X-33, also auf nach Rom…
Hier wird gerade eine Konklave abgehalten, die einen neuen Papst wählen soll, denn der alte ist vor ein paar Tagen verstorben. Allerdings werden die vier „Preferiti“, die vier Favoriten auf das Amt des Papstes, entführt. Die Spur führt zu derselben Bruderschaft, die auch Leonardo Vetra ermordet hat. Also müssen sie versuchen, die Antimaterie zu finden und gleichzeitig vier entführte Kardinäle befreien. Scheinbar ein unmöglicher Akt.
-----------------------------------------------WARNUNG!!!----------------------------------------------
Es folgen Teile der Geschichte, die evtl. die Spannung nehmen könnten. Wer diese also dennoch behalten möchte, sollte den nächsten Teil überspringen
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Vittoria und Langdon verfolgen nun also jede Spur, um die Kardinäle zu retten, denn zu jeder vollen Stunde soll einer an einem der vier „Altäre der Wissenschaft“ hingerichtet werden. Die Spur führt zurück auf den Naturwissenschaftler Galileo Galilei, der diese Bruderschaft der Erleuchtete gegründet hatte (Mehr zu dieser Bruderschaft später). Als Langdon in einem dessen Niederschriften weitere Hinweise findet, finden sie die Orte der vier Altäre der Wissenschaft nach und bekommt so die Möglichkeit den Mörder zu schnappen und endlich eine Spur zu finden, die ihnen zur Antimaterie bringt.
Allerdings schafft er es nicht rechtzeitig zur Rettung der Kardinäle, und findet diese nur bereits tot, oder gerade sterbend vor. Alle haben jeweils ein Ambigramm auf den Körper gebrannt (siehe Bilder). Doch letztendlich schafft er es, den Mörder zu fassen. Doch die erwartet heiße Spur zur Antimaterie bleibt aus. Wie soll die Vatikanstadt nun also gerettet werden. Letztendlich geschieht dies mit der Hilfe des Camerlengo Carlo Ventresca, dem engsten Diener des verstorbenen Papstes. Doch wie genau, das möchte ich nun noch nicht weiter ausführen. Nur so viel. Es bleibt Spannend bis zum Schluss…
Die Verbindung zur Realität – Naturwissenschaften vs. Kirchlicher Glauben – ein immer
OoOoOoOoOoOoOoOoOoOoOoOoOoOoOoOoOoOoOoOoOoOoOoOoOoOoOoOoOoOoOwährender „Krieg“
oOoOoOoOoOoOo
Eine gewisse Verbindung zur Realität besteht auf jeden Fall. Zum einen wird direkt am Anfang deutlich gemacht, dass sowohl die Hinweise auf Kunstwerke, Tunnel, Gruften und Bauten in Rom, einschließlich ihrer genauen Lage, als auch die Bruderschaft der Illuminati auf Tatsachen beruhen. Also ist hier schon einmal eine gewisse Verbindung zur Realität geschaffen.
Eine weitere Verbindung ist der „Krieg“, den die Kirche gegen die Naturwissenschaften und die Naturwissenschaften gegen die Kirche führt. Dieser begann im späten Mittelalter, als die Wissenschaftler herausfanden, dass nicht alles, was die Kirche erzählte der Wahrheit entsprach und dies auch beweisen konnte. Die Kirche fürchtete allerdings eine Untergrabung ihrer Macht und zwang die Wissenschaftler ihre Aussagen zurückzunehmen. Das bekannteste Beispiel ist eben Galileo Galilei, der auch nachweislich die Bruderschaft der Illuminati gegründet hat. Dieser „Krieg“ ist auch heute noch teilweise zu entdecken, wenn auch nicht mehr in den riesigen Ausmaßen, wie sie früher zu erkennen waren. Heute wird niemand mehr unter Androhung der Todesstrafe dazu gezwungen nur an die Bibel zu glauben, aber dennoch gibt es die ein oder andere Person, die in der Naturwissenschaft das „Böse in Person“ oder „Das Werk des Teufels“ sieht. Ein sehr gutes Beispiel ist meine alte Religionslehrerin. Für sie waren alle Naturwissenschaftler die Söhne des Teufels. Andersrum gibt es natürlich auch die Wissenschaftler, die glaube, die Kirche erzähle nur Lügen. Mein alter Biolehrer gehörte zu dieser Gattung Mensch (Das war immer sehr lustig, wenn die beiden sich in einer Diskussion verloren… ;)). Man sieht also, dass es auch heute noch einen „Kampf“ zwischen diesen beiden Welten gibt, wenn auch nur noch eher selten und eben deutlich abgeschwächt.
Sicherlich sind dafür andere Sachen in diesem Thriller frei erfunden. Das ist zum einen die Geschichte, dass jemand die ganze Vatikanstadt sprengen möchte, als auch die Lösung des Problems nachher. Auch die Figuren sind frei erfunden. Es bleibt halt doch eine erfundene Geschichte, die allerdings mit pikanten realen Details gespickt ist. Das macht das ganze zu einer sehr interessanten Mischung…
Die Figuren und „Institutionen“
OoOoOoOoOoOoOoOoOoOo
In diesem Roman gibt es zunächst mal zwei Hauptfiguren. Das wären Robert Langdon und Vittoria Vetra. Dann gibt es noch vier Figuren, die eine wichtige Rolle einnehmen, aber doch keine Hauptfiguren sind. Ich nenne sie mal einfach Hauptfigürchen. Diese währen der Camerlengo Carlo Ventresca, Maximilian Kohler, Oberst Olivetti und der Hashishin. Aber auch weitere Figuren sind von Interesse. Da wären Janus und der Schweizergardist Chartrant und Chinita Macri mit Gunther.
Robert Langdon
Robert Langdon ist, wie bereits erwähnt ein anerkannter Symbolologe an der Harvard Universität. Er wird hinzugezogen, als bei einem Toten das Symbol der Illuminati auftaucht. Früher war er Turmspringer, was ihm im Laufe des Romans noch ein oder zwei Mal das Leben retten soll. Er versucht mit Vittoria Vetra die Antimaterie zu finden und die Gefahr zu bannen. Zusätzlich versucht er noch die vier „Preferiti“ zu retten. Dabei darf er sich einen Kindheitstraum erfüllen und in die geheiligten Bibliotheken des Vatikans gehen um sich dort die nötigen Informationen zu holen. Doch dieser Traum wird oft durch den nahe bevorstehenden Tot gefährdet…
Vittoria Vetra
Eine junge Frau, die als kleines Kind einen starken Glauben an Gott hatte. Sie wuchs in einem katholischen Heim für Waisen auf und wurde von dem Priester und Teilchenphysiker Leonardo Vetra adoptiert. Mit der Zeit entdeckte sie ihre Liebe zur Biologie und wurde wie ihr Vater Forscher bei CERN. Mit Langdon zusammen versucht sie Rom zu retten. Ursprünglich wollte sie nur ihren Vater rächen, doch als die Antimaterie ins Spiel kommt, erweitern sich ihre Motive Langdon zu helfen. Und nach und nach kommen sich diese beiden auch näher…
Camerlengo Carlo Ventresca
Der engste Diener des verstorbenen Papstes. Er ist es, der die Ermittlungen Langdons und Vittorias ernst nimmt und ihnen hilft, dem Mörder auf die Spur zu kommen. Außerdem muss er entscheiden, ob er den Vatikan evakuiert, oder ob er das Leben der Kardinäle aufs Spiel setzt. Er ist auch derjenige, der am Ende in mehrfacher Hinsicht zu einer Hauptfigur wird, als die Lösung des Problems Antimaterie auf dem Tagesplan steht, indem er sehr seltsame Entscheidungen trifft – er nennt sie Erleuchtung - die aber immer richtig zu sein scheinen.
Maximilian Kohler
Maximilian Kohler ist der Generaldirektor von CERN. Er hat Langdon beauftragt der Spur der Illuminati zu folgen und den Mörder eines seiner Physiker zu finden. Danach hat er allerdings eine ganze Zeit lang nichts mehr zu tun. Man ist sogar geneigt ihn zu vergessen, ehe er der ganzen Geschichte einen weiteren Wendepunkt verschafft, der wieder unschuldigen Menschen das Leben kostet…
Oberst Olivetti
Olivetti ist der oberste Befehlshaber der Schweizergardisten, der Leibgarde des Vatikans. Zunächst will er Vittoria und Langdon einsperren lassen, weil sie während der Konklave mit einem scheinbar unsinnigen Physik-Schwachsinn daherkommen. Er behindert die Ermittlungen und verzögert so die Rettung des Vatikans. Aber nach und nach wird er mehr und mehr davon überzeugt, dass alles der Wahrheit entspricht. Dazu ist allerdings erstmal ein toter Amtsträger der Kirche notwendig. Auch er gibt der Geschichte immer neue unerwartete Wendepunkte…
Der Hashishin
Der Hashishin ist der Mörder des Buches. Er hat sowohl Leonardo Vetra, als auch die vier Kardinäle auf dem Gewissen. Er scheint schier unsterblich zu sein, bis er in seiner eigenen „Festung“, der „Kirche der Illuminati“ gefunden wird und dort sein Ende findet. Bis dahin ist er allerdings dafür zuständig Langdon, Vittoria und auch alle anderen auf Trab zu halten und die Spur immer neu zu verwischen und die Situation in immer neue scheinbare Sackgassen zu führen…
Janus
Zu Janus ist nicht viel zu sagen. Er ist der Befehlsgeber des Hashishin und der oberste der Illuminaten. Er hat die Verschwörung und die Zerstörung des Vatikans angezettelt. Dementsprechend ist er doch von Wichtigkeit für diesen Thriller, auch wenn er nur sehr kurze Auftritte hat.
Der Schweizergardist Chartrant
Chartrant ist ein sehr junger und unerfahrener Schweizergardist, der aber immer mehr von Langdon und Vittorias Erzählungen und Vermutungen überzeugt ist. Er wird zum heimlichen Helden, indem er Vittoria und Langdon wieder in den Vatikan lässt. Er widersetzt sich mehr und mehr den Befehlen seiner Vorgesetzten und handelt intuitiv richtig. Er rettet unter anderem den Camerlengo vor einem Anschlag…
Chinita Macri und Gunther
Diese beiden sind ein Reporterteam des Fernsehens. Chinita ist die Kamerafrau, die alles aufzeichnet und die grausamen Bilder der toten Menschen und der Jagd Langdons und Vittorias an die Öffentlichkeit bringt. Sie ist auch die Kamerafrau, die die Bekanntmachungen des Camerlengos filmt und somit für ein gehobenes Interesse der Öffentlichkeit an der Kirche sorgt. Gunther ist ihr Reporter vor der Kamera, der sich durch diverse Anschuldigungen immer wieder Ärger einzuhandeln scheint, aber sich dennoch scheinbar immer wieder mal aus der Affäre ziehen kann.
Nun gibt es allerdings auch noch Institutionen. Diese wären CERN, die Bruderschaft der Illuminati und der Vatikan.
Ich denke zum Vatikan muss ich nicht mehr viel sagen. Die katholische Kirche wird denke ich den meisten bekannt sein. Beim Vatikan handelt es sich nämlich hier um nichts anderes als diese.
CERN
CERN steht wie oben bereits erwähnt für “Conseil Européen pour la Recherche Nucléaire“. Es ist eine Stiftung, die in der Schweiz zu Hause ist. Sie beherbergt Hunderte von Physikern, die schon zig Nobelpreise eingeheimst haben. Übersetzt heißt diese Institution nichts anderes als „Europäischer Rat für Nuklearforschung“. Hier arbeiten auch Vittoria und Leonardo Vetra. Beide sind gläubige Christen und versuchen mit der Antimaterie eine Brücke zu schlagen, die Kirche und Wissenschaft vereint. Letztendlich bleibt unterm Strich eine Vereinigung, die ziemlich mächtige Erfindungen gemacht hat.
Illuminati
Die Bruderschaft der Illuminati (=Bruderschaft der Erleuchteten) wurde von Galileo Galilei gegründet. Ihr gehörten zahlreiche Wissenschaftler an, die ihrer Wissenschaft nachgehen wollten ohne dass die Kirche dieses mitbekommt. Sie führten eine Art kalten Krieg gegen die Kirche und gewannen immer mehr Einfluss. Irgendwann wollten sie zum finalen Schlag ausholen und die Kirche ihrer Glaubwürdigkeit berauben. Diese Bruderschaft überlebte Generationen und ihre Spuren verloren sich angeblich erst Anfang dieses Jahrhunderts oder Ende des letzten, wenn man diesem Buch glauben soll. Genaueres wird aber auch im Buch selber noch erklärt…
Die Meinung des Muellfreaks
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Also wie ich bereits sagte habe ich in den letzten Jahren sehr wenig gelesen. Daher denke ich, zähle ich auch zu den eher langsamen Lesern. Aber diese 700 Seiten habe ich in zwei Tagen verschlungen. Das will schon was heißen.
Das Buch wartet mit ungeahnter Spannung auf, die sich immer wieder aufbaut. Und jedes mal, wenn man denkt, nun ist der Höhepunkt erreicht, wird wieder abgebrochen und von dem eher spannenden Schauplatz zu einem anderen gewechselt. Und wenn es dann doch zu einer scheinbaren Lösung kommt, wird alles über den Haufen geworfen und die Spannung wird erneut aufgebaut. Es gibt immer wieder neue Verdächtige, die hinter der ganzen Geschichte stecken könnten. Aber wer es letztendlich ist, bleibt bis zum Schluss offen und führt letztendlich doch zu einer Überraschung, denn ich persönlich hatte ihn - oder vielleicht auch sie? - nicht auf der Rechnung.
Etwas geschmälert wird der Lesespaß durch einige Passagen am Ende. Die Lösung des Problems mit der Antimaterie ist doch etwas sehr aus der Luft gegriffen. Nicht ist perfekt. Auch die James Bond-Einlagen Langdons sind teilweise doch sehr seltsam (Ich sag nur der Sturz aus dem Hubschrauber).
Aber trotz allem habe ich nie wirklich aufhören können weiter zu lesen. Leider war ich auch so in das Buch vertieft, dass ich nicht mitbekommen habe, dass ich mich am Strand komplett verbrannt habe. Aus diesem Grund konnte ich zwei Tage nicht zum Strand. Aber das hat sich schon irgendwie gelohnt. Denn so konnte ich in Ruhe weiterlesen. Und abends, wenn’s zu den Partys ging, war der Sonnenbrand eh egal.
Unterm Strich war dieser Kauf das Geld allemal wert und ich kann es nur jedem weiterempfehlen.
Die Daten zum Buch
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Titel: Illuminati (Originaltitel: Angels & Demons)
Autor: Dan Brown
Verlag: Bastei Lübbe
ISBN: 3-404-14866-5
Preis: 8,90 €
Seiten: 701
Es gibt dieses Buch allerdings auch als gebundene Version. Der Preis liegt, wenn mich nicht alles täuscht bei 12,90 Euro. Aber nagelt mich da bitte nicht drauf fest…
Das Fazit
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Ich denke es ist alles gesagt worden. Oder ich hoffe es zumindest. Wie gesagt: Lasst euch dieses Buch nicht entgehen. Und wem das Buch gefallen hat: Es gibt noch eine Geschichte mit Robert Langdon. Diese schimpft sich „Sakrileg“ und ist in diversen Bestsellerlisten ganz weit oben positioniert.
Wie bereits gesagt: Das Buch ist vorbehaltlos zu empfehlen.
© DocMuellfreak, Hamm, 19.08.2004 bis 03.09.2004
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