Meteor (Taschenbuch) / Dan Brown Testbericht




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Auf yopi.de gelistet seit 06/2004
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Erfahrungsbericht von magnifico
Name ist Programm
Pro:
extrem spannend und fesselnd
Kontra:
nichts
Empfehlung:
Ja
Name ist Programm, denn Dan Browns „Meteor“ schlägt in puncto Spannung, fesselnder Lektüre und Faszination ein, wie der Titel des Bestsellers lautet: wie in „Meteor“. Das Buch, das im Dezember 2003 erstmals im deutschsprachigen Raum vom Bastei-Lübbe-Verlag aufgelegt wurde, feiert derzeit die neunte Auflage Oktober 2004 und zeichnet sich bereits insoweit als absoluter Bestseller aus. Der Thriller, eine Mischung aus Politik- und Wissenschaftskrimi übertrifft dabei auch keineswegs die an ihn gestellten Erwartungen, das Buch ist einfach nur genial und will am liebsten an einem einzigen Tag – und sei es der erste Weihnachtsfeiertag – durchgelesen werden.
Bevor er sich seiner Tätigkeit als Schriftsteller vollständig widmete, ist Dan Brown als Englischlehrer tätig gewesen. Der Sohn eines mehrfach ausgezeichneten Mathematikprofessors und einer bekannten Kirchenmusikerin wuchs in einer privilegierten Umwelt auf, in der Wissenschaft und Religion keine unversöhnlichen Gegensätze bildeten. Brown ist mit einer Kunsthistorikerin verheiratet und lebt heute in Neuengland. Seine umfassende Reisetätigkeit, die unter anderem für Recherchen seiner beiden Top-Romane „Illuminati“ und „Sakrileg“ erforderlich gewesen sind, belegen, wie intensiv der Autor für seine Werke lebt.
Nachdem nunmehr kurz der Autor vorgestellt worden ist, darf natürlich auch eine kurze Einführung in das Buch selbst, das mit 622 Seiten – und einer Leseprobe von Sakrileg – unter der ISBN 3-404-15055-4 für 8,90 € beim Bastei-Lübbe-Verlag erschienen ist, nicht fehlen. Ich bemühe mich, keine unnötigen Spannungsverluste durch die Vorwegnahme entscheidender Wendungen oder Einzelheiten zu verursachen.
Die USA stehen einmal mehr im Wahlkampf. Auf der einen Seite der eher etwas glücklose erscheinende Amtsinhaber, auf der Gegenseite ein aggressiver Senator, der insbesondere die permanenten Fehlschläge der NASA und die Etatüberziehungen zum Thema macht. Der Ausgang der Wahl scheint mehr oder weniger klar zu sein, zumal die NASA mehr außer weiteren Pleiten, Pech und Pannen nicht zu liefern scheint. Günstig erweist sich dabei ein im ewigen Eis entdeckter Meteor, der geheimnisvolle Inhalte zu verbergen scheint, die allerdings nicht nur von der ihn entdeckenden NASA heiß begehrt werden. Und ausgerechnet die Tochter des Senators, der die NASA am liebsten in der unteren Schublade der Geschichte ablegen möchte, wird vom amtierenden Präsidenten als objektive Beobachterin für die neue Entdeckung hinzugezogen. Eine Entdeckung, die mehr Sprengkraft besitzt, als jedes vorstellbare Geheimdienstdossier ... und somit alles andere als ungefährlich ist.
Schon von den ersten Seiten an erhebt sich ein Spannungsbogen, der seines Gleichen sucht. Brown lässt dem Lesende nur wenig Zeit, zu erkennen, dass das Aufschlagen des Buches und der Lesebeginn ein Fehler gewesen sein könnten, denn wer erstmal ein paar Seiten gelesen hat, wird Probleme haben, dem Drang, nicht auch gleich den Rest – sind ja nur ein paar Hundert – mitzulesen. Sehr plastisch und höchst angenehm zu lesen entführt der Autor den Leser aus dem Alltag in die alltägliche Welt des Buches, das dabei mit hoher Detaildichte und minutiöser Darstellung zu punkten versteht. Entsprechend rauschen die Seiten auch nur so dahin – leider auch die Zeit, aber das merkt man nicht. Die Handlung ist im positiven Sinne verworren und intransparent. Zum einen treffen drei Handlungsstränge erst im letzten Viertel aufeinander, die zwischenzeitlich auch schonmal zugunsten von Teilhandlungen weiter aufgeteilt werden. Zum anderen ist nichts so, wie es zunächst den Anschein hat. Der Lesende springt regelmäßig zwischen den Schicksalen der Protagonisten hin und her und mag er sich auch seine Gedanken machen, muss er doch am Ende – und auch schon mal vorher – erkennen, dass er nicht so ganz richtig lag.
Ich habe das Buch am Mittag des Heiligen Abends als erstes Buch der mir selbst verordneten „Lesekur“ aufgeschlagen. Nach rund vier Stunden, lediglich für gelegentliche Griffe zur Teetasse unterbrochen, waren mehr als dreihundert Seiten gelesen und es fiel mir nicht gerade leicht, vom weiteren Lesen abzulassen. Gleichwohl, es gelang, wobei der Umstand, dass der Heilige Abend ja nun kein gewöhnlicher Abend ist, nicht gerade unbedeutend gewesen sind. Am nächsten Tag dann nach Mittagessen bzw. Nachmittagskaffee gleichermaßen die Erlösung im belletristischen Bereich: Zeit und Muße, das Buch zu Ende zu schmökern und den phantasievollen wie auch genialen Einfällen von Brown Respekt zu zeugen. Dass das Buch mit einer besonderen Art des Happy Ends endet, stört nach dem furiosen Feuerwerk an Höhepunkten überhaupt nicht mehr. Eindrucksvoll ist vielmehr, wie bis zuletzt der Ausgang des Buches ungewiss bleibt und die Zitterpartie um die Rettung der Akteure durchzustehen ist. Zwar gilt ja grundsätzlich, dass die „Guten“ gewinnen, doch wer schreibt sich das schon auf jede Buchseite oben dran.
Empfehlen kann ich das Buch jedem, der in dem Stichwort „Lesevergnügen“ keinen unauflöslichen Widerspruch sieht und zugleich auch nicht nur Science-Fiction oder Fantasy, Romantik oder Emotionen in Reinform bevorzugt. Das Buch ist ein pakender, inhaltlich fundierter, Thriller in der Gegenwart und ohne mythische oder visionäre Anleihen. Auch sollte man etwas Zeit für die Lektüre einplanen, da sich die Handlung zwar sicherlich ohne Weiteres „portionieren“ lässt, nur eben gerade die „Portionenbildung“ alles andere als leicht fällt. Spannend, fesselnd, beeindruckend und nur schwer loszulassend, das sind die Attribute, die das Werk auszeichnen, ohne dass billiger Kitsch, maßlose Übertreibung oder zweifelhafte Behauptungen oder Ähnliches an der Tagesordnung stünden.
Bevor er sich seiner Tätigkeit als Schriftsteller vollständig widmete, ist Dan Brown als Englischlehrer tätig gewesen. Der Sohn eines mehrfach ausgezeichneten Mathematikprofessors und einer bekannten Kirchenmusikerin wuchs in einer privilegierten Umwelt auf, in der Wissenschaft und Religion keine unversöhnlichen Gegensätze bildeten. Brown ist mit einer Kunsthistorikerin verheiratet und lebt heute in Neuengland. Seine umfassende Reisetätigkeit, die unter anderem für Recherchen seiner beiden Top-Romane „Illuminati“ und „Sakrileg“ erforderlich gewesen sind, belegen, wie intensiv der Autor für seine Werke lebt.
Nachdem nunmehr kurz der Autor vorgestellt worden ist, darf natürlich auch eine kurze Einführung in das Buch selbst, das mit 622 Seiten – und einer Leseprobe von Sakrileg – unter der ISBN 3-404-15055-4 für 8,90 € beim Bastei-Lübbe-Verlag erschienen ist, nicht fehlen. Ich bemühe mich, keine unnötigen Spannungsverluste durch die Vorwegnahme entscheidender Wendungen oder Einzelheiten zu verursachen.
Die USA stehen einmal mehr im Wahlkampf. Auf der einen Seite der eher etwas glücklose erscheinende Amtsinhaber, auf der Gegenseite ein aggressiver Senator, der insbesondere die permanenten Fehlschläge der NASA und die Etatüberziehungen zum Thema macht. Der Ausgang der Wahl scheint mehr oder weniger klar zu sein, zumal die NASA mehr außer weiteren Pleiten, Pech und Pannen nicht zu liefern scheint. Günstig erweist sich dabei ein im ewigen Eis entdeckter Meteor, der geheimnisvolle Inhalte zu verbergen scheint, die allerdings nicht nur von der ihn entdeckenden NASA heiß begehrt werden. Und ausgerechnet die Tochter des Senators, der die NASA am liebsten in der unteren Schublade der Geschichte ablegen möchte, wird vom amtierenden Präsidenten als objektive Beobachterin für die neue Entdeckung hinzugezogen. Eine Entdeckung, die mehr Sprengkraft besitzt, als jedes vorstellbare Geheimdienstdossier ... und somit alles andere als ungefährlich ist.
Schon von den ersten Seiten an erhebt sich ein Spannungsbogen, der seines Gleichen sucht. Brown lässt dem Lesende nur wenig Zeit, zu erkennen, dass das Aufschlagen des Buches und der Lesebeginn ein Fehler gewesen sein könnten, denn wer erstmal ein paar Seiten gelesen hat, wird Probleme haben, dem Drang, nicht auch gleich den Rest – sind ja nur ein paar Hundert – mitzulesen. Sehr plastisch und höchst angenehm zu lesen entführt der Autor den Leser aus dem Alltag in die alltägliche Welt des Buches, das dabei mit hoher Detaildichte und minutiöser Darstellung zu punkten versteht. Entsprechend rauschen die Seiten auch nur so dahin – leider auch die Zeit, aber das merkt man nicht. Die Handlung ist im positiven Sinne verworren und intransparent. Zum einen treffen drei Handlungsstränge erst im letzten Viertel aufeinander, die zwischenzeitlich auch schonmal zugunsten von Teilhandlungen weiter aufgeteilt werden. Zum anderen ist nichts so, wie es zunächst den Anschein hat. Der Lesende springt regelmäßig zwischen den Schicksalen der Protagonisten hin und her und mag er sich auch seine Gedanken machen, muss er doch am Ende – und auch schon mal vorher – erkennen, dass er nicht so ganz richtig lag.
Ich habe das Buch am Mittag des Heiligen Abends als erstes Buch der mir selbst verordneten „Lesekur“ aufgeschlagen. Nach rund vier Stunden, lediglich für gelegentliche Griffe zur Teetasse unterbrochen, waren mehr als dreihundert Seiten gelesen und es fiel mir nicht gerade leicht, vom weiteren Lesen abzulassen. Gleichwohl, es gelang, wobei der Umstand, dass der Heilige Abend ja nun kein gewöhnlicher Abend ist, nicht gerade unbedeutend gewesen sind. Am nächsten Tag dann nach Mittagessen bzw. Nachmittagskaffee gleichermaßen die Erlösung im belletristischen Bereich: Zeit und Muße, das Buch zu Ende zu schmökern und den phantasievollen wie auch genialen Einfällen von Brown Respekt zu zeugen. Dass das Buch mit einer besonderen Art des Happy Ends endet, stört nach dem furiosen Feuerwerk an Höhepunkten überhaupt nicht mehr. Eindrucksvoll ist vielmehr, wie bis zuletzt der Ausgang des Buches ungewiss bleibt und die Zitterpartie um die Rettung der Akteure durchzustehen ist. Zwar gilt ja grundsätzlich, dass die „Guten“ gewinnen, doch wer schreibt sich das schon auf jede Buchseite oben dran.
Empfehlen kann ich das Buch jedem, der in dem Stichwort „Lesevergnügen“ keinen unauflöslichen Widerspruch sieht und zugleich auch nicht nur Science-Fiction oder Fantasy, Romantik oder Emotionen in Reinform bevorzugt. Das Buch ist ein pakender, inhaltlich fundierter, Thriller in der Gegenwart und ohne mythische oder visionäre Anleihen. Auch sollte man etwas Zeit für die Lektüre einplanen, da sich die Handlung zwar sicherlich ohne Weiteres „portionieren“ lässt, nur eben gerade die „Portionenbildung“ alles andere als leicht fällt. Spannend, fesselnd, beeindruckend und nur schwer loszulassend, das sind die Attribute, die das Werk auszeichnen, ohne dass billiger Kitsch, maßlose Übertreibung oder zweifelhafte Behauptungen oder Ähnliches an der Tagesordnung stünden.
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