Meteor (Taschenbuch) / Dan Brown Testbericht




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Erfahrungsbericht von DocMuellfreak
Meteor? Stein? Oder doch kein Präsident?
Pro:
Spannend bis zum Schluss, lockerer Erzählstil, Verknüpfung von Phantasie und Realität
Kontra:
teilweise recht politisch, die Organisationen werden teilweise schlecht gemacht.
Empfehlung:
Ja
Servus ihr alle!!!
So. Nach ein paar Wochen kommt nun der bereits angekündigte zweite Bericht über ein Buch von Dan Brown.
Worum geht’s diesmal? Das kann ich euch sagen. Mein zweiter Buchbericht steht an. In den letzten Jahren habe ich sehr wenig gelesen. Das war ein Fehler, wie sich nun herausstellte. Nachdem ich von dem oben genannten Autor „Illuminati“ gelesen habe, habe ich mit gleich ein zweites Buch hinterher gegönnt. Dieses Mal geht’s um „Meteor“. Dieser Thriller handelt allerdings von einem ganz anderen Thema als „Illuminati“, macht sich allerdings auch recht gut. Mehr findet ihr aber weiter unten.
Dazu mal wieder eine kurze Inhaltsangabe, was sich in meinem Bericht alles findet:
- Der Autor
- Der Inhalt
- Die Verbindung zur Realität
- Die Figuren und „Institutionen“
- Die Meinung des Muellfreaks
- Die Daten des Buches
- Das Fazit
Der Autor
OoOoOoO
Vorweg eine Sache: Hier steht exakt das gleiche wie in dem Vorgängerbericht. Seitdem hat sich nichts verändert, aber so erspare ich euch das lesen des anderen Berichtes. Es sei denn, er interessiert euch. Solltet ihr den Bericht über „Illuminati“ gelesen haben, könnt ihr den Punkt „Der Autor“ auch getrost überspringen, da wie gesagt nichts Neues drin steht.
Wer ist dieser Dan Brown eigentlich? Ich persönlich habe noch nie etwas von ihm gehört. Aber das musste man auch nicht, sofern es nicht um Bücher geht. Und Bücher schreiben ist ja nun noch nicht so ganz lange sein Beruf bzw. seine Berufung…
Geboren wurde Brown am 22. Februar 1964 in New Hampshire. Das liegt, wie wohl die meisten wissen in den USA. New Hampshire ist einer der ersten 13 Bundesstaaten der USA und liegt im nördlichsten Osten. Er ist der Sohn eines mehrfach ausgezeichneten Mathematikprofessors und einer Kirchenmusikerin. Man sieht also, dass er schon früh mit dem Konflikt Kirche und Naturwissenschaft konfrontiert worden ist.
Schriftsteller wurde Dan Brown allerdings erst recht spät. Laut seiner Homepage (www.danbrown.com) geschah dieses erst 1994 in während eines Urlaubs auf Tahiti, wo er ein Buch von Sidney Sheldon las. Er schwor sich es besser zu machen. So kann man also letztendlich sagen, dass er sein erstes Buch erst mit 30 Jahren zu schreiben begonnen hat. Doch was hat der gute Mann bis dahin getrieben? Er wird wohl nicht auf der faulen Haut gelegen haben. Nein. Bestimmt nicht. Ganz im Gegenteil sogar. Er studierte. Zunächst machte er seinen Bachelor in Englisch am Amherst College und studierte nachher noch Kunstgeschichte an der Universität von Sevilla. Man sieht also: Auch hier ein wichtiger Schritt, den man in seinen Büchern erkennt (Zumindest in den beiden, die ich bisher gelesen habe. Das dritte ist bestellt). Nach seinem Studium begann er als Lehrer für Englisch.
Letztendlich begann er wie bereits erwähnt 1994 mit dem Schreiben. Aus seiner Feder stammen inzwischen „Illuminati“ (Originaltitel: „Angels & Demons“), „Sakrileg“ (Originaltitel: „The Da Vinci Code“), „Meteor“ (Originaltitel: „Deception Point“) und sein neuer Roman „Digital Fortress“. Zu diesem Titel habe ich den deutsch noch nicht ausfindig machen können.
Inzwischen hat er sein Lehrerleben aufgegeben und widmet sich ganz der Schriftstellerei.
Nun noch kurz zu seiner Familie:
Dan Brown ist verheiratet mit einer – wer hätte das gedacht – Kunsthistorikerin namens Blythe Brown und lebt mit ihr zusammen in New England.
Der Inhalt
OoOoOoO
Es ist Frühstückszeit. Senator Sedgewick Sexton, Kandidat auf das Präsidentenamt von Präsident Zachary Herny (seines Zeichens President of the United States of America), trifft sich zum Frühstück mit seiner Tochter Rachel, die wie durch ein Wunder auch Sexton heißt. Zufälle gibt’s, oder? Egal. Weiter im Text. Rachel hält nicht viel von ihrem Vater, da dieser seinem Namen in seiner Ehe alle Ehre gemacht hatte und Sex mit einigen Frauen hatte, die sich nicht seine Ehefrau nennen konnten. (Kommt daher der Name Sexton??? Fragen über Fragen, auch wenn ich diese nicht wirklich beantworten kann). Durch seine Seitensprünge hat er jedenfalls das Leben von Rachels Mutter zur Hölle auf Erden gemacht. Ihm schiebt sie auch deren Tod in die Schuhe.
Rachel arbeitet beim NRO (National Reconnaissance Office), einem Geheimdienst des Präsidenten. Hier steht also ein weiterer Konflikt ins Haus. Papa möchte Präsident werden, und Töchterchen arbeitet für diesen. Das kann ja heikel werden.
Sie ist auch ganz froh, dass sie von ihrem Chef angepiepst wird und das Frühstück beenden kann. Doch damit nimmt das ganze Drama seinen Lauf. In den folgenden paar Stunden wird sie über 10000km Reisen und Gefahren überstehen und mehrfach nur knapp dem Tode entgehen.
Es geht letztendlich darum, dass sie als Geheimdienstmitarbeiterin den gesamten Stab von Zach Herny darüber in Kenntnis setzen soll, dass der in der Arktis gefundene Meteorit echt sei und auch die Spuren von außerirdischem Leben. So reist sie in die Arktis, wo sie mit den vier unabhängigen Wissenschaftlern Corcky Marlington, Mike Tolland, Norah Mangor und Wailee Ming das Abenteuer ihres Lebens erwartet.
-----------------------------------------------WARNUNG!!!----------------------------------------------
Es folgen Teile der Geschichte, die evtl. die Spannung nehmen könnten. Wer diese also dennoch behalten möchte, sollte den nächsten Teil überspringen
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Wailee Ming stirbt durch einen Sturz in den Bergungskanal des Meteoriten schon ziemlich bald, als er etwas in diesem entdeckt. Doch leider kommt er nicht mehr dazu es den anderen zu zeigen. Aber auch kurz darauf entdeckt Tolland dieses Phänomen. Er als Meeresbiologe kann dieses Phänomen auch zuordnen. Es handelt sich um „G. polyhedra“, einer Salzwasserplanktonart. Wie kann diese aber in das Süßwasser des Eisberges kommen? Mit dieser Entdeckung nimmt alles seinen Lauf. Um ihre Messungen noch einmal zu bestätigen will Norah eine Vermessung des Eisberges von außen vornehmen. Zusammen mit Tolland, Corcky und Rachel macht sie sich auf den Weg. Ihre Messungen bringen eine weitere Überraschung ans Tageslicht. Unter dem Bergungsschacht ist ein weiterer Schacht zu sehen, der darauf hinweißt, dass dieser Meteorit künstlich in das Eis eingebracht worden ist. Leider haben diejenigen, die dies getan haben, ein Spezialteam des Militärs zur Observierung angeheuert. Dieses Team wird Norah auch zum Verhängnis. Auch sie tritt im weitern des Romans nicht mehr auf. Corcky, Tolland und Rachel gelingt allerdings eine spektakuläre Flucht. Nun ist es bewiesen, dass der Meteorit wahrscheinlich doch kein echter ist. Einzig und allein die Sachen mit den Chondren (Wird im Buch erklärt, ein typischer Anhaltspunkt für Meteoritengestein) und die fossilen Abdrücke, einer der Bevölkerung nicht bekannten Spezies machen noch Sorgen. Aber auch diese werden im Verlaufe des Buches bereinigt. Jetzt gilt es den Präsidenten darüber zu informieren. Doch das Deltateam, diese anhängliche Spezialeinheit, will das nach wie vor verhindern. Es beginnt ein spannender Wettlauf mit dem Tod.
Die Verbindung zur Realität
OoOoOoOoOoOoOoOoOoO
Eine gewisse Verbindung zur Realität besteht auf jeden Fall. Zum einen wird Anfangs des Buches darauf hingewiesen, dass sowohl das NRO, die SFF (Space Frontier Foundation), die NASA, als auch die Delta Force wirklich existieren. Auch die erwähnten Technologien sind bereits im Einsatz. Soll heißen, dass diese Gewehre mit der „improvisierten Munition“ tatsächlich im Umlauf sind.
Zusätzlich dazu gibt es tatsächlich diese Chondren und auch diese Tiefseeasseln existieren.
Man merkt auch bei diesem Thriller einmal mehr, dass Dan Brown die Realität mit seiner Phantasie fantastisch verknüpft. Er lässt seiner Phantasie freien Lauf, was die Geschichte angeht. Diese ist rein fiktiv. Allerdings hebt er dabei nie vom Boden der Realität ab, da er sich auf reale Tatsachen stützt.
Wobei zu sagen ist, dass es scheinbar eine tatsächliche Entdeckung ähnlicher Art gegeben hat. Darüber habe ich noch nichts Neues gefunden. Werde meine Recherchen aber weiter ausweiten. Vielleicht finde ich was dazu.
Die Figuren und „Institutionen“
OoOoOoOoOoOoOoOoOoOo
Wie in „Illuminati“ gibt es auch hier mehrere interessante Figuren. Auch hier gibt es zwei Handlungsstränge. Der eine mit den Hauptfiguren spielt die meiste Zeit in der Arktis. Diese sind Rachel Sexton, Corcky Marlington und Mike Tolland. Hinzu kommen bei diesem Handlungsstrang noch Lawrence Ekstrom, Norah Mangor und Wailee Ming. Außerdem die drei Kräfte der Delta Force.
Im zweiten Handlungsstrang, der spielt in Washington, gibt es die Figuren Zachary Herny, Sedgewick Sexton, Gabrielle Ashe, Marjorie Tench und William Pickering.
Zu den wichtigsten Institutionen dieses Romans gehören die Delta Force, die NASA, die SFF und das NRO.
Rachel Sexton
Rachel Sexton, Tochter des Präsidentschaftsanwärter Senator Sexton, arbeitet für den aktuellen Präsidenten beim NRO. Sie ist 34, nicht verheiratet und soll recht hübsch sein. Während des Buches ist sie immer wieder in Gefahr und versucht Herny im Amt zu belassen. Doch als sie erfährt, dass der Meteorit ein Schwindel ist, versucht sie diesen aufzudecken mit der Hilfe von Corcky und Mike. Und wie der Zufall es so will kommen sie und Mike sich auch immer näher.
Mike Tolland
Ein in Amerika sehr bekannter Meeresbiologe, der durch eine Wissenschaftssendung im Fernsehen berühmt wurde. Ein attraktiver Mann um die 40. Zumindest wird er so beschrieben. Er ist schnell davon überzeugt, dass es sich bei dem Meteoriten um einen Schwindel handelt. Er ist auch derjenige, der immer in Rachels Nähe bleibt und ihr damit das ein oder andere Mal das Leben rettet.
Corcky Marlington
Eine Koryphäe auf dem Gebiet der Astrophysik. Ein kleiner rundlicherer Mann, der verzweifelt nach Liebe sucht. Er ist am schwersten von allen davon zu überzeugen, dass der Meteorit nicht echt sein kann. Als Grund nennt er immer wieder die Chondren. Er bringt immer wieder etwas Witz in die Geschichte, durch unbeholfene Aussagen oder durch sein Handeln. So kommt zum Glück auch die Komik nicht zu kurz.
Norah Mangor
Norah Mangor ist Glaziologin, soll heißen, sie ist Gletscherforscherin. Durch ihre Aufnahmen die sie außerhalb der schützenden NASA-Kuppel macht, kommt der Betrug erst wirklich ans Tageslicht. Der Meteorit ist von unten künstlich in den Gletscher eingeführt worden. Allerdings kommt sie nicht weit mit diesen Erkenntnissen, denn bevor sie zurück zur Kuppel kommt, stirbt sie bei einem Mordanschlag mit „improvisierter Munition“.
Wailee Ming
Wailee Ming ist Paläontologe. Ein renommierter Wissenschaftler. Auch er gehört zu en vier unabhängigen Wissenschaftlern. Er entdeckt das Salzwasserplankton im Bergungsschacht zuerst. Dieses wird allerdings auch zu seinem Verhängnis. Ein eher kurzer Gastauftritt in diesem Buch also.
Lawrence Ekstrom
Lawrence Ekstrom ist ein bulliger Mann. Er ist der Chef, der Direktor der NASA. Nach vielen Fehlschlägen steht die NASA vor dem Aus. Ihm kommt ein Meteoritenfund also gerade recht. Dementsprechend ist er auch einer der Verdächtigen, die den Betrug angezettelt haben könnten. Er ist eine schroffe Persönlichkeit, die Macht ausstrahlt und auch keinen Hehl darauf macht, dass er weniger erfreut ist, Rachel aufnehmen zu müssen.
Zachary Herny
In die Schusslinie der Öffentlichkeit geratener Präsident. Er ist ein Sympathisant der NASA und füttert diese stetig mit Steuergeldern. Durch die vielen Fehlschläge sinkt allerdings auch sein Ansehen in der Öffentlichkeit. Ihm kommt der Meteoritenfund, wie auch Ekstrom, gerade Recht. Durch ihn scheint er die Wahlen so gut wie in der Tasche zu haben. Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Ein weiterer Verdächtiger, denn ihm bringt der Fund neue Sympathien.
Sedgewick Sexton
Senator Sedgewick Sexton, Vater von Rachel und Anwärter auf das Präsidentenamt. Sein Steckenpferd ist die NASA. Er hält den Wählern immer wieder die Fehlschläge der NASA vor und wie der Präsident diese auch noch fördert. Er scheint die Wahlen so gut wie gewonnen zu haben, als plötzlich der Meteorit auftaucht. Zunächst als Schock aufgenommen, wird er zum Zugpferd, als er erfährt, dass es sich um eine Fälschung handelt. Zusätzlich sollte man noch wissen, dass er den Frauen doch recht schnell erlegen ist. Nicht nur, dass er seine Ehefrau immer wieder betrogen hat, bis zu ihrem Tod (Aus dem Grund ist Rachel auch nicht so gut auf ihn zu sprechen), er hatte auch eine sexuelle Affäre mit seiner Wahlkampfberaterin Gabrielle Ashe.
Gabrielle Ashe
Sie ist eine junge aufstrebende Karrierefrau, die denkt mit einem aufrichtigen Mann zu verkehren. Sie denkt, dass Sexton seinen Wahlkampf legal finanziert, bis sie ihm auf die Schliche kommt. Hier wird ihre Loyalität auch auf die Probe gestellt. Sie wird zusätzlich noch von Marjorie Tench unter Druck gesetzt, die ihr Bilder von ihrer Affäre mit dem Senator zeigt. Ihr ist es auch zu verdanken, dass Sexton die Hilflosigkeit seiner Tochter nicht ausnutzen kann, indem sie sich selber opfert und eine Sünde des Senators ans Licht bringt.
Marjorie Tench
Sie ist die Beraterin des Präsidenten. Sie hat Zugang zu den Delta Force. Sie könnte ihren Job verlieren. Auch sie ist eine klare Verdächtige des Betruges. Sie ist eine raue, dürre, Kettenrauchende Gestalt, die der Präsident nicht zu unrecht fast nie an die Öffentlichkeit lässt. Eine wirklich hässliche Person mit einem unglaublichen Sinn für politisches Kampfgeplänkel. Sie reitet den Senator auch tief in die Sch****, indem sie ihm bei einem Fernsehwahlkampf (ähnlich wie dem von Stoiber und Schröder vor der Wahl 2002), genau das aus der Nase zieht, was sie hören möchte, und was sie braucht, um ihn als Lächerlich dastehen zu lassen, wenn die Sache mit dem Meteoriten an die Öffentlichkeit kommt.
William Pickering
Pickering ist ein kleinerer Mann. Er ist der Chef der NRO, der auf die NASA nicht sonderlich gut zu sprechen ist, weil er ihr indirekt die Schuld daran gibt, dass seine Tochter gestorben ist (Wird im Buch noch weiter aufgedröselt). Er ist der Kontaktmann von Rachel, weil er der einzige ist, dem sie vertrauen kann. Er ist dem Präsidenten doch sehr loyal gegenüber eingestellt. Auch er wird zum Schluss noch einmal wichtig. Eben dadurch, dass er der Kontakt von Rachel ist.
Delta Force
Die U.S. Delta Force ist eine Einzelkämpfereinheit, deren Einsätze eine vom Präsidenten garantierte absolute Immunität vor dem Gesetz genießen. Die „Presidental Decison Direktive 25“, eine Ausführungsdirektive des Präsidenten, garantiert den Kämpfern der Delta Force „Freiheit vor jeglicher Verfolgung durch das Gesetz“. Sie sind handverlesene Mitglieder der Sondereinheit „Combat Application Group“ (CAG), einer geheimen Organisation innerhalb des Kommandos für Spezialoperationen, das in Fort Brigg in North Carolina stationiert ist. Die Kämpfer der Delta Force sind ausgebildete Killer, Experten für verdeckte Operationen, Geiselbefreiungen, Überraschungsanschläge und die Ausschaltung geheimer gegnerischer Kräfte. Da die Einsätze der Delta Force gewöhnlich unter strengster Geheimhaltung stattfinden wird die übliche aufgefächerte Kommandostruktur meist zu Gunsten einer „Mannführung“ umgangen, bei de ein einzelner Kommandoführer – in der Regel ranghohe militärische oder regierungsamtliche Persönlichkeiten – die Operation der Einheit nach eigenem Ermessen leiten. Unabhängig von der Identität des Einsatzleiters unterliegen die Operationen der Delta Force der strengsten Geheimhaltung. Nach ihrer Beendigung wird der Delta-Force-Einsatz von keinem der beteiligten Kämpfer je wieder erwähnt – weder gegenüber einem Kameraden noch gegenüber einem Vorgesetzten des Kommandos für Spezialoperationen. Frei nach dem Motto „Einfliegen, zuschlagen, vergessen“.
Die Delta-Force-Einheit in diesem Roman besteht aus drei Personen, die die Aufgabe haben das Bekannt werden des Betruges mit allen Mitteln zu vermeiden. Aus diesem Grunde wird auch Norah Mangor umgebracht und sie versuchen auch Rachel, Mike und Corcky zu beseitigen. Ihre Befehle erhalten sie über ein Cryptalk. Über diesen verschlüsselten und abhörsicheren Funk hören sie nur eine mechanische Stimme, so dass sie ihren Einsatzleiter nicht anhand dessen Stimmer identifizieren können.
NASA
Die NASA (National Aeronautics and Space Administration) ist denke ich jedem ein Begriff. Sie ist der Bereich der amerikanischen Regierung, der für die Erforschung des Weltraums zuständig ist. Aber auch andere Gebiete bearbeitet. So haben sie zum Beispiel die EOS-Projekte (Earth-Observation-Systems = Erd-Observations-Systeme), zu denen auch das im Thriller erwähnte PODS-System (Polar Orbit Dichtescanner) gehört. Die NASA hat den Meteoriten gefunden, doch glaube sie wirklich, er sei aus dem All und beinhalte den Beweis für extraterrestrisches Leben, oder wissen sie mehr, als sie zugeben wollen?
SFF
Die SFF (Space Frontier Foundation) ist ein Zusammenschluss mehrerer privater Raumfahrtunternehmen, die die Weltraumforschung für den wirtschaftlichen Markt eröffnen wollen. Sie möchten die Raumfahrt also von der Regierung lösen und privatisieren.
In diesem Buch zahlen sie an Sedgewick Sexton Beträge in Millionenhöhe, damit dieser seinen Wahlkampf finanzieren kann und ihnen diese Privatisierung nach einem Wahlerfolg ermöglichen kann.
NRO
Das NRO (National Reconnaissance Office) ist eine Nachrichteneinheit der amerikanischen Regierung. Es hat unter anderem unglaubliche Spionagetechniken entwickelt und zu Einsatz gebracht. Dazu gehören globale elektronische Abhörsysteme, Spionagesatteliten, passive Relais-Chips zum Einbau in Telekommunikationsprodukte und sogar ein geheimes globales Netzwerk von mehr als tausend auf dem Meeresboden installierten Unterwassermikrofonen mit dem Spitznamen „Classic Wizard“, mit dem weltweit sämtliche Schiffsbewegungen verfolgt werden konnten.
Letzteres soll Rachel, Mike und Corcky noch das Leben retten. Außer den beiden Figuren und dieser Einrichtung „Classic Wizard“ spielt das NRO eine eher geringe Rolle in diesem Roman. Allerdings wird auch ihr Wahlspruch hier genannt, an dem man sich das Arbeitsgebiet des NRO ganz gut vorstellen kann: „Wir sichern die globale Informationsüberlegenheit der USA im Frieden wie im Krieg“.
Die Meinung des Muellfreaks
OoOoOoOoOoOoOoOoOoOo
Anfangs war das Buch doch recht beschwerlich zu lesen. Ich bin eigentlich weniger Politik-interessiert muss ich gestehen, und es begann als Polit-Thriller. Es ging um den Wahlkampf zweier Männer in den USA. Aber nach und nach wurde es interessanter. Es dauerte dann etwas, bis alle Figuren eingeführt worden sind. Und auch, bis eine Grundlage geschaffen worden ist, die benötigt wurde, um alles zu verstehen. Aber dann ging es los. Wer hat den Betrug angezettelt. Wer sind die Delta Force? Was haben Ekstrom, Herny, Tench mit dem ganzen zu tun? Schaffen die Wissenschaftler es, den Betrug aufzudecken? Welche Folgen hat das auf den Wahlkampf (der jetzt doch wieder interessant wurde)? Wer muss noch alles sterben? Wer ist letztendlich der Schuldige? All diese Fragen wurden clever immer wieder hinausgezögert. Durch den geschickten Aufbau mit den beiden Handlungssträngen dauerte es immer wieder, bis man die Lösung erfuhr. Da hat man gedacht, jetzt kommt des Rätsels Lösung, und dann wechselt der Schauplatz von der Arktis zurück nach Washington. Hier passierte aber auch etwas. Doch auch hier bleibt das Ergebnis aus. Es wird wieder in die Arktis gewechselt und das andere Ergebnis präsentiert. Dadurch kann man praktisch gar nicht aufhören zu lesen, weil an fast jedem Kapitel eine Frage offen bleibt, die man doch noch eben gelöst haben möchte. Doch dazu muss man erst zwei weitere Kapitel lesen. Und schon stellen sich zwei neue Fragen. Auch diese muss man noch eben irgendwie rausbekommen, also liest man weiter. Ich hoffe, ihr versteht, was ich meine. Dazu kommt noch, wie es bei „Illuminati“ auch schon der Fall war, dass es immer wieder neue Verdächtige gibt. Mal scheidet einer aus, dann kommt aber schon ein Neuer hinzu. Oder es sind auf einmal zwei oder drei und es scheidet nach und nach wieder einer aus. Und dann taucht auf einmal wieder ein alter Verdächtiger auf, den man inzwischen schon von seiner Liste der Verdächtigen gestrichen hatte und macht sich wieder zu einem. Ein herrlich zu lesender Thriller, der bis zum letzten Satz spannend bleibt durch die mehr als geschickte Erzählweise des Autors und dank dessen Bezug zur Realität.
Die Daten zum Buch
OoOoOoOoOoOoOo
Titel: Meteor (Originaltitel: „Deception Point“)
Autor: Dan Brown
Verlag: Bastei Lübbe
ISBN: 3-404-15055-4
Preis: 8,90 €
Seiten: 622 Plus 14 Seiten Leseprobe aus „Sakrileg“
Es gibt dieses Buch allerdings auch als gebundene Version. Der Preis liegt, wenn mich nicht alles täuscht bei 12,90 Euro. Aber nagelt mich da bitte nicht drauf fest…
Das Fazit
OoOoOoO
Ich denke, es ist alles gesagt worden. Oder zumindest hoffe ich das. Für den Preis ein absolut lohnenswertes Buch, dass ich nur empfehlen kann.
© DocMuellfreak, Hamm, 05.09.2004 bis 24.09.2004
So. Nach ein paar Wochen kommt nun der bereits angekündigte zweite Bericht über ein Buch von Dan Brown.
Worum geht’s diesmal? Das kann ich euch sagen. Mein zweiter Buchbericht steht an. In den letzten Jahren habe ich sehr wenig gelesen. Das war ein Fehler, wie sich nun herausstellte. Nachdem ich von dem oben genannten Autor „Illuminati“ gelesen habe, habe ich mit gleich ein zweites Buch hinterher gegönnt. Dieses Mal geht’s um „Meteor“. Dieser Thriller handelt allerdings von einem ganz anderen Thema als „Illuminati“, macht sich allerdings auch recht gut. Mehr findet ihr aber weiter unten.
Dazu mal wieder eine kurze Inhaltsangabe, was sich in meinem Bericht alles findet:
- Der Autor
- Der Inhalt
- Die Verbindung zur Realität
- Die Figuren und „Institutionen“
- Die Meinung des Muellfreaks
- Die Daten des Buches
- Das Fazit
Der Autor
OoOoOoO
Vorweg eine Sache: Hier steht exakt das gleiche wie in dem Vorgängerbericht. Seitdem hat sich nichts verändert, aber so erspare ich euch das lesen des anderen Berichtes. Es sei denn, er interessiert euch. Solltet ihr den Bericht über „Illuminati“ gelesen haben, könnt ihr den Punkt „Der Autor“ auch getrost überspringen, da wie gesagt nichts Neues drin steht.
Wer ist dieser Dan Brown eigentlich? Ich persönlich habe noch nie etwas von ihm gehört. Aber das musste man auch nicht, sofern es nicht um Bücher geht. Und Bücher schreiben ist ja nun noch nicht so ganz lange sein Beruf bzw. seine Berufung…
Geboren wurde Brown am 22. Februar 1964 in New Hampshire. Das liegt, wie wohl die meisten wissen in den USA. New Hampshire ist einer der ersten 13 Bundesstaaten der USA und liegt im nördlichsten Osten. Er ist der Sohn eines mehrfach ausgezeichneten Mathematikprofessors und einer Kirchenmusikerin. Man sieht also, dass er schon früh mit dem Konflikt Kirche und Naturwissenschaft konfrontiert worden ist.
Schriftsteller wurde Dan Brown allerdings erst recht spät. Laut seiner Homepage (www.danbrown.com) geschah dieses erst 1994 in während eines Urlaubs auf Tahiti, wo er ein Buch von Sidney Sheldon las. Er schwor sich es besser zu machen. So kann man also letztendlich sagen, dass er sein erstes Buch erst mit 30 Jahren zu schreiben begonnen hat. Doch was hat der gute Mann bis dahin getrieben? Er wird wohl nicht auf der faulen Haut gelegen haben. Nein. Bestimmt nicht. Ganz im Gegenteil sogar. Er studierte. Zunächst machte er seinen Bachelor in Englisch am Amherst College und studierte nachher noch Kunstgeschichte an der Universität von Sevilla. Man sieht also: Auch hier ein wichtiger Schritt, den man in seinen Büchern erkennt (Zumindest in den beiden, die ich bisher gelesen habe. Das dritte ist bestellt). Nach seinem Studium begann er als Lehrer für Englisch.
Letztendlich begann er wie bereits erwähnt 1994 mit dem Schreiben. Aus seiner Feder stammen inzwischen „Illuminati“ (Originaltitel: „Angels & Demons“), „Sakrileg“ (Originaltitel: „The Da Vinci Code“), „Meteor“ (Originaltitel: „Deception Point“) und sein neuer Roman „Digital Fortress“. Zu diesem Titel habe ich den deutsch noch nicht ausfindig machen können.
Inzwischen hat er sein Lehrerleben aufgegeben und widmet sich ganz der Schriftstellerei.
Nun noch kurz zu seiner Familie:
Dan Brown ist verheiratet mit einer – wer hätte das gedacht – Kunsthistorikerin namens Blythe Brown und lebt mit ihr zusammen in New England.
Der Inhalt
OoOoOoO
Es ist Frühstückszeit. Senator Sedgewick Sexton, Kandidat auf das Präsidentenamt von Präsident Zachary Herny (seines Zeichens President of the United States of America), trifft sich zum Frühstück mit seiner Tochter Rachel, die wie durch ein Wunder auch Sexton heißt. Zufälle gibt’s, oder? Egal. Weiter im Text. Rachel hält nicht viel von ihrem Vater, da dieser seinem Namen in seiner Ehe alle Ehre gemacht hatte und Sex mit einigen Frauen hatte, die sich nicht seine Ehefrau nennen konnten. (Kommt daher der Name Sexton??? Fragen über Fragen, auch wenn ich diese nicht wirklich beantworten kann). Durch seine Seitensprünge hat er jedenfalls das Leben von Rachels Mutter zur Hölle auf Erden gemacht. Ihm schiebt sie auch deren Tod in die Schuhe.
Rachel arbeitet beim NRO (National Reconnaissance Office), einem Geheimdienst des Präsidenten. Hier steht also ein weiterer Konflikt ins Haus. Papa möchte Präsident werden, und Töchterchen arbeitet für diesen. Das kann ja heikel werden.
Sie ist auch ganz froh, dass sie von ihrem Chef angepiepst wird und das Frühstück beenden kann. Doch damit nimmt das ganze Drama seinen Lauf. In den folgenden paar Stunden wird sie über 10000km Reisen und Gefahren überstehen und mehrfach nur knapp dem Tode entgehen.
Es geht letztendlich darum, dass sie als Geheimdienstmitarbeiterin den gesamten Stab von Zach Herny darüber in Kenntnis setzen soll, dass der in der Arktis gefundene Meteorit echt sei und auch die Spuren von außerirdischem Leben. So reist sie in die Arktis, wo sie mit den vier unabhängigen Wissenschaftlern Corcky Marlington, Mike Tolland, Norah Mangor und Wailee Ming das Abenteuer ihres Lebens erwartet.
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Es folgen Teile der Geschichte, die evtl. die Spannung nehmen könnten. Wer diese also dennoch behalten möchte, sollte den nächsten Teil überspringen
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Wailee Ming stirbt durch einen Sturz in den Bergungskanal des Meteoriten schon ziemlich bald, als er etwas in diesem entdeckt. Doch leider kommt er nicht mehr dazu es den anderen zu zeigen. Aber auch kurz darauf entdeckt Tolland dieses Phänomen. Er als Meeresbiologe kann dieses Phänomen auch zuordnen. Es handelt sich um „G. polyhedra“, einer Salzwasserplanktonart. Wie kann diese aber in das Süßwasser des Eisberges kommen? Mit dieser Entdeckung nimmt alles seinen Lauf. Um ihre Messungen noch einmal zu bestätigen will Norah eine Vermessung des Eisberges von außen vornehmen. Zusammen mit Tolland, Corcky und Rachel macht sie sich auf den Weg. Ihre Messungen bringen eine weitere Überraschung ans Tageslicht. Unter dem Bergungsschacht ist ein weiterer Schacht zu sehen, der darauf hinweißt, dass dieser Meteorit künstlich in das Eis eingebracht worden ist. Leider haben diejenigen, die dies getan haben, ein Spezialteam des Militärs zur Observierung angeheuert. Dieses Team wird Norah auch zum Verhängnis. Auch sie tritt im weitern des Romans nicht mehr auf. Corcky, Tolland und Rachel gelingt allerdings eine spektakuläre Flucht. Nun ist es bewiesen, dass der Meteorit wahrscheinlich doch kein echter ist. Einzig und allein die Sachen mit den Chondren (Wird im Buch erklärt, ein typischer Anhaltspunkt für Meteoritengestein) und die fossilen Abdrücke, einer der Bevölkerung nicht bekannten Spezies machen noch Sorgen. Aber auch diese werden im Verlaufe des Buches bereinigt. Jetzt gilt es den Präsidenten darüber zu informieren. Doch das Deltateam, diese anhängliche Spezialeinheit, will das nach wie vor verhindern. Es beginnt ein spannender Wettlauf mit dem Tod.
Die Verbindung zur Realität
OoOoOoOoOoOoOoOoOoO
Eine gewisse Verbindung zur Realität besteht auf jeden Fall. Zum einen wird Anfangs des Buches darauf hingewiesen, dass sowohl das NRO, die SFF (Space Frontier Foundation), die NASA, als auch die Delta Force wirklich existieren. Auch die erwähnten Technologien sind bereits im Einsatz. Soll heißen, dass diese Gewehre mit der „improvisierten Munition“ tatsächlich im Umlauf sind.
Zusätzlich dazu gibt es tatsächlich diese Chondren und auch diese Tiefseeasseln existieren.
Man merkt auch bei diesem Thriller einmal mehr, dass Dan Brown die Realität mit seiner Phantasie fantastisch verknüpft. Er lässt seiner Phantasie freien Lauf, was die Geschichte angeht. Diese ist rein fiktiv. Allerdings hebt er dabei nie vom Boden der Realität ab, da er sich auf reale Tatsachen stützt.
Wobei zu sagen ist, dass es scheinbar eine tatsächliche Entdeckung ähnlicher Art gegeben hat. Darüber habe ich noch nichts Neues gefunden. Werde meine Recherchen aber weiter ausweiten. Vielleicht finde ich was dazu.
Die Figuren und „Institutionen“
OoOoOoOoOoOoOoOoOoOo
Wie in „Illuminati“ gibt es auch hier mehrere interessante Figuren. Auch hier gibt es zwei Handlungsstränge. Der eine mit den Hauptfiguren spielt die meiste Zeit in der Arktis. Diese sind Rachel Sexton, Corcky Marlington und Mike Tolland. Hinzu kommen bei diesem Handlungsstrang noch Lawrence Ekstrom, Norah Mangor und Wailee Ming. Außerdem die drei Kräfte der Delta Force.
Im zweiten Handlungsstrang, der spielt in Washington, gibt es die Figuren Zachary Herny, Sedgewick Sexton, Gabrielle Ashe, Marjorie Tench und William Pickering.
Zu den wichtigsten Institutionen dieses Romans gehören die Delta Force, die NASA, die SFF und das NRO.
Rachel Sexton
Rachel Sexton, Tochter des Präsidentschaftsanwärter Senator Sexton, arbeitet für den aktuellen Präsidenten beim NRO. Sie ist 34, nicht verheiratet und soll recht hübsch sein. Während des Buches ist sie immer wieder in Gefahr und versucht Herny im Amt zu belassen. Doch als sie erfährt, dass der Meteorit ein Schwindel ist, versucht sie diesen aufzudecken mit der Hilfe von Corcky und Mike. Und wie der Zufall es so will kommen sie und Mike sich auch immer näher.
Mike Tolland
Ein in Amerika sehr bekannter Meeresbiologe, der durch eine Wissenschaftssendung im Fernsehen berühmt wurde. Ein attraktiver Mann um die 40. Zumindest wird er so beschrieben. Er ist schnell davon überzeugt, dass es sich bei dem Meteoriten um einen Schwindel handelt. Er ist auch derjenige, der immer in Rachels Nähe bleibt und ihr damit das ein oder andere Mal das Leben rettet.
Corcky Marlington
Eine Koryphäe auf dem Gebiet der Astrophysik. Ein kleiner rundlicherer Mann, der verzweifelt nach Liebe sucht. Er ist am schwersten von allen davon zu überzeugen, dass der Meteorit nicht echt sein kann. Als Grund nennt er immer wieder die Chondren. Er bringt immer wieder etwas Witz in die Geschichte, durch unbeholfene Aussagen oder durch sein Handeln. So kommt zum Glück auch die Komik nicht zu kurz.
Norah Mangor
Norah Mangor ist Glaziologin, soll heißen, sie ist Gletscherforscherin. Durch ihre Aufnahmen die sie außerhalb der schützenden NASA-Kuppel macht, kommt der Betrug erst wirklich ans Tageslicht. Der Meteorit ist von unten künstlich in den Gletscher eingeführt worden. Allerdings kommt sie nicht weit mit diesen Erkenntnissen, denn bevor sie zurück zur Kuppel kommt, stirbt sie bei einem Mordanschlag mit „improvisierter Munition“.
Wailee Ming
Wailee Ming ist Paläontologe. Ein renommierter Wissenschaftler. Auch er gehört zu en vier unabhängigen Wissenschaftlern. Er entdeckt das Salzwasserplankton im Bergungsschacht zuerst. Dieses wird allerdings auch zu seinem Verhängnis. Ein eher kurzer Gastauftritt in diesem Buch also.
Lawrence Ekstrom
Lawrence Ekstrom ist ein bulliger Mann. Er ist der Chef, der Direktor der NASA. Nach vielen Fehlschlägen steht die NASA vor dem Aus. Ihm kommt ein Meteoritenfund also gerade recht. Dementsprechend ist er auch einer der Verdächtigen, die den Betrug angezettelt haben könnten. Er ist eine schroffe Persönlichkeit, die Macht ausstrahlt und auch keinen Hehl darauf macht, dass er weniger erfreut ist, Rachel aufnehmen zu müssen.
Zachary Herny
In die Schusslinie der Öffentlichkeit geratener Präsident. Er ist ein Sympathisant der NASA und füttert diese stetig mit Steuergeldern. Durch die vielen Fehlschläge sinkt allerdings auch sein Ansehen in der Öffentlichkeit. Ihm kommt der Meteoritenfund, wie auch Ekstrom, gerade Recht. Durch ihn scheint er die Wahlen so gut wie in der Tasche zu haben. Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Ein weiterer Verdächtiger, denn ihm bringt der Fund neue Sympathien.
Sedgewick Sexton
Senator Sedgewick Sexton, Vater von Rachel und Anwärter auf das Präsidentenamt. Sein Steckenpferd ist die NASA. Er hält den Wählern immer wieder die Fehlschläge der NASA vor und wie der Präsident diese auch noch fördert. Er scheint die Wahlen so gut wie gewonnen zu haben, als plötzlich der Meteorit auftaucht. Zunächst als Schock aufgenommen, wird er zum Zugpferd, als er erfährt, dass es sich um eine Fälschung handelt. Zusätzlich sollte man noch wissen, dass er den Frauen doch recht schnell erlegen ist. Nicht nur, dass er seine Ehefrau immer wieder betrogen hat, bis zu ihrem Tod (Aus dem Grund ist Rachel auch nicht so gut auf ihn zu sprechen), er hatte auch eine sexuelle Affäre mit seiner Wahlkampfberaterin Gabrielle Ashe.
Gabrielle Ashe
Sie ist eine junge aufstrebende Karrierefrau, die denkt mit einem aufrichtigen Mann zu verkehren. Sie denkt, dass Sexton seinen Wahlkampf legal finanziert, bis sie ihm auf die Schliche kommt. Hier wird ihre Loyalität auch auf die Probe gestellt. Sie wird zusätzlich noch von Marjorie Tench unter Druck gesetzt, die ihr Bilder von ihrer Affäre mit dem Senator zeigt. Ihr ist es auch zu verdanken, dass Sexton die Hilflosigkeit seiner Tochter nicht ausnutzen kann, indem sie sich selber opfert und eine Sünde des Senators ans Licht bringt.
Marjorie Tench
Sie ist die Beraterin des Präsidenten. Sie hat Zugang zu den Delta Force. Sie könnte ihren Job verlieren. Auch sie ist eine klare Verdächtige des Betruges. Sie ist eine raue, dürre, Kettenrauchende Gestalt, die der Präsident nicht zu unrecht fast nie an die Öffentlichkeit lässt. Eine wirklich hässliche Person mit einem unglaublichen Sinn für politisches Kampfgeplänkel. Sie reitet den Senator auch tief in die Sch****, indem sie ihm bei einem Fernsehwahlkampf (ähnlich wie dem von Stoiber und Schröder vor der Wahl 2002), genau das aus der Nase zieht, was sie hören möchte, und was sie braucht, um ihn als Lächerlich dastehen zu lassen, wenn die Sache mit dem Meteoriten an die Öffentlichkeit kommt.
William Pickering
Pickering ist ein kleinerer Mann. Er ist der Chef der NRO, der auf die NASA nicht sonderlich gut zu sprechen ist, weil er ihr indirekt die Schuld daran gibt, dass seine Tochter gestorben ist (Wird im Buch noch weiter aufgedröselt). Er ist der Kontaktmann von Rachel, weil er der einzige ist, dem sie vertrauen kann. Er ist dem Präsidenten doch sehr loyal gegenüber eingestellt. Auch er wird zum Schluss noch einmal wichtig. Eben dadurch, dass er der Kontakt von Rachel ist.
Delta Force
Die U.S. Delta Force ist eine Einzelkämpfereinheit, deren Einsätze eine vom Präsidenten garantierte absolute Immunität vor dem Gesetz genießen. Die „Presidental Decison Direktive 25“, eine Ausführungsdirektive des Präsidenten, garantiert den Kämpfern der Delta Force „Freiheit vor jeglicher Verfolgung durch das Gesetz“. Sie sind handverlesene Mitglieder der Sondereinheit „Combat Application Group“ (CAG), einer geheimen Organisation innerhalb des Kommandos für Spezialoperationen, das in Fort Brigg in North Carolina stationiert ist. Die Kämpfer der Delta Force sind ausgebildete Killer, Experten für verdeckte Operationen, Geiselbefreiungen, Überraschungsanschläge und die Ausschaltung geheimer gegnerischer Kräfte. Da die Einsätze der Delta Force gewöhnlich unter strengster Geheimhaltung stattfinden wird die übliche aufgefächerte Kommandostruktur meist zu Gunsten einer „Mannführung“ umgangen, bei de ein einzelner Kommandoführer – in der Regel ranghohe militärische oder regierungsamtliche Persönlichkeiten – die Operation der Einheit nach eigenem Ermessen leiten. Unabhängig von der Identität des Einsatzleiters unterliegen die Operationen der Delta Force der strengsten Geheimhaltung. Nach ihrer Beendigung wird der Delta-Force-Einsatz von keinem der beteiligten Kämpfer je wieder erwähnt – weder gegenüber einem Kameraden noch gegenüber einem Vorgesetzten des Kommandos für Spezialoperationen. Frei nach dem Motto „Einfliegen, zuschlagen, vergessen“.
Die Delta-Force-Einheit in diesem Roman besteht aus drei Personen, die die Aufgabe haben das Bekannt werden des Betruges mit allen Mitteln zu vermeiden. Aus diesem Grunde wird auch Norah Mangor umgebracht und sie versuchen auch Rachel, Mike und Corcky zu beseitigen. Ihre Befehle erhalten sie über ein Cryptalk. Über diesen verschlüsselten und abhörsicheren Funk hören sie nur eine mechanische Stimme, so dass sie ihren Einsatzleiter nicht anhand dessen Stimmer identifizieren können.
NASA
Die NASA (National Aeronautics and Space Administration) ist denke ich jedem ein Begriff. Sie ist der Bereich der amerikanischen Regierung, der für die Erforschung des Weltraums zuständig ist. Aber auch andere Gebiete bearbeitet. So haben sie zum Beispiel die EOS-Projekte (Earth-Observation-Systems = Erd-Observations-Systeme), zu denen auch das im Thriller erwähnte PODS-System (Polar Orbit Dichtescanner) gehört. Die NASA hat den Meteoriten gefunden, doch glaube sie wirklich, er sei aus dem All und beinhalte den Beweis für extraterrestrisches Leben, oder wissen sie mehr, als sie zugeben wollen?
SFF
Die SFF (Space Frontier Foundation) ist ein Zusammenschluss mehrerer privater Raumfahrtunternehmen, die die Weltraumforschung für den wirtschaftlichen Markt eröffnen wollen. Sie möchten die Raumfahrt also von der Regierung lösen und privatisieren.
In diesem Buch zahlen sie an Sedgewick Sexton Beträge in Millionenhöhe, damit dieser seinen Wahlkampf finanzieren kann und ihnen diese Privatisierung nach einem Wahlerfolg ermöglichen kann.
NRO
Das NRO (National Reconnaissance Office) ist eine Nachrichteneinheit der amerikanischen Regierung. Es hat unter anderem unglaubliche Spionagetechniken entwickelt und zu Einsatz gebracht. Dazu gehören globale elektronische Abhörsysteme, Spionagesatteliten, passive Relais-Chips zum Einbau in Telekommunikationsprodukte und sogar ein geheimes globales Netzwerk von mehr als tausend auf dem Meeresboden installierten Unterwassermikrofonen mit dem Spitznamen „Classic Wizard“, mit dem weltweit sämtliche Schiffsbewegungen verfolgt werden konnten.
Letzteres soll Rachel, Mike und Corcky noch das Leben retten. Außer den beiden Figuren und dieser Einrichtung „Classic Wizard“ spielt das NRO eine eher geringe Rolle in diesem Roman. Allerdings wird auch ihr Wahlspruch hier genannt, an dem man sich das Arbeitsgebiet des NRO ganz gut vorstellen kann: „Wir sichern die globale Informationsüberlegenheit der USA im Frieden wie im Krieg“.
Die Meinung des Muellfreaks
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Anfangs war das Buch doch recht beschwerlich zu lesen. Ich bin eigentlich weniger Politik-interessiert muss ich gestehen, und es begann als Polit-Thriller. Es ging um den Wahlkampf zweier Männer in den USA. Aber nach und nach wurde es interessanter. Es dauerte dann etwas, bis alle Figuren eingeführt worden sind. Und auch, bis eine Grundlage geschaffen worden ist, die benötigt wurde, um alles zu verstehen. Aber dann ging es los. Wer hat den Betrug angezettelt. Wer sind die Delta Force? Was haben Ekstrom, Herny, Tench mit dem ganzen zu tun? Schaffen die Wissenschaftler es, den Betrug aufzudecken? Welche Folgen hat das auf den Wahlkampf (der jetzt doch wieder interessant wurde)? Wer muss noch alles sterben? Wer ist letztendlich der Schuldige? All diese Fragen wurden clever immer wieder hinausgezögert. Durch den geschickten Aufbau mit den beiden Handlungssträngen dauerte es immer wieder, bis man die Lösung erfuhr. Da hat man gedacht, jetzt kommt des Rätsels Lösung, und dann wechselt der Schauplatz von der Arktis zurück nach Washington. Hier passierte aber auch etwas. Doch auch hier bleibt das Ergebnis aus. Es wird wieder in die Arktis gewechselt und das andere Ergebnis präsentiert. Dadurch kann man praktisch gar nicht aufhören zu lesen, weil an fast jedem Kapitel eine Frage offen bleibt, die man doch noch eben gelöst haben möchte. Doch dazu muss man erst zwei weitere Kapitel lesen. Und schon stellen sich zwei neue Fragen. Auch diese muss man noch eben irgendwie rausbekommen, also liest man weiter. Ich hoffe, ihr versteht, was ich meine. Dazu kommt noch, wie es bei „Illuminati“ auch schon der Fall war, dass es immer wieder neue Verdächtige gibt. Mal scheidet einer aus, dann kommt aber schon ein Neuer hinzu. Oder es sind auf einmal zwei oder drei und es scheidet nach und nach wieder einer aus. Und dann taucht auf einmal wieder ein alter Verdächtiger auf, den man inzwischen schon von seiner Liste der Verdächtigen gestrichen hatte und macht sich wieder zu einem. Ein herrlich zu lesender Thriller, der bis zum letzten Satz spannend bleibt durch die mehr als geschickte Erzählweise des Autors und dank dessen Bezug zur Realität.
Die Daten zum Buch
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Titel: Meteor (Originaltitel: „Deception Point“)
Autor: Dan Brown
Verlag: Bastei Lübbe
ISBN: 3-404-15055-4
Preis: 8,90 €
Seiten: 622 Plus 14 Seiten Leseprobe aus „Sakrileg“
Es gibt dieses Buch allerdings auch als gebundene Version. Der Preis liegt, wenn mich nicht alles täuscht bei 12,90 Euro. Aber nagelt mich da bitte nicht drauf fest…
Das Fazit
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Ich denke, es ist alles gesagt worden. Oder zumindest hoffe ich das. Für den Preis ein absolut lohnenswertes Buch, dass ich nur empfehlen kann.
© DocMuellfreak, Hamm, 05.09.2004 bis 24.09.2004
18 Bewertungen, 1 Kommentar
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11.10.2004, 22:06 Uhr von JustOliver
Bewertung: sehr hilfreichHab das Buch gerade zu Ende. Gut, reicht aber nicht an Sakrileg und Illuminati heran. Gruß, O.
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