Meteor (Taschenbuch) / Dan Brown Testbericht

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Erfahrungsbericht von T_Goose

Der Meteor im Eis

Pro:

packende Story, sehr spannend, unvorhersehbare Wendungendie

Kontra:

die blassen Charaktere

Empfehlung:

Ja

Hallo liebe Community. Auch mich hat der Bücherfrühling gepackt und daher gibt es im Moment eine Reihe an Büchern, die ich hier vorstellen möchte. Heute geht es dabei um „Meteor“ von Dan Brown, der bereits im „Illuminati“ ganz oben in der Beststeller-Liste stand und mich damals in seinen Bann gezogen hat. Somit stand für mich schon früh fest, dass wenn Brown ein weiteres Buch veröffentlicht, dass ich es lesen werde. Ging es im Vorgänger noch um alte Mythen im Vatikan in Rom, so geht es in diesem Buch um einen mysteriösen Meteor, der in der Arktis gefunden wurde. Meine Erwartung war Dank der bekannten Spannung aus Illuminati dementsprechend hoch...

.:: Story ::.

Die NASA findet tief im Eis der Arktis einen riesigen Meteoriten. Eine unglaubliche Entdeckung, die zu Beginn noch streng geheim behandelt wird, was zum einen daran liegt, dass die NASA sich nach mehreren Fehltritten nun keine Blöße mehr geben will und zum anderen an den bevorstehenden Präsidentschaftswahlen. Der amtierende Präsident Herney ist ein Befürworter der NASA, während sein Herausforderer Sexton ein Gegner der NASA ist und sie bei einem Wahlsieg am liebsten fallen lassen möchte. Daher schickt der Präsident ein Team von Spezialisten auf das Eis-Schelf, auf dem der Meteor entdeckt wurde. Sie sollen seine Echtheit beweisen und ihm somit zu einer grandiosen Wiederwahl verhelfen.

Unter den Spezialisten ist auch Rachel Sexton, die als Datenanalystin beim Geheimdienst arbeitet. Ironischer Weise ist sie die Tochter von Senator Sexton, der als Herausforderer bei der Präsidentschaftswahl antritt. Gemeinsam mit einem Team macht sie sich an die Untersuchung des Meteoriten.

Währenddessen wird im Weißen Haus alles für eine Pressekonferenz vorbereitet, bei der diese unglaubliche Entdeckung der Öffentlichkeit präsentiert werden soll. Alles scheint nach Plan zu laufen, doch einer der Spezialisten macht an der Fundstelle des Meteoriten eine merkwürdige Entdeckung, die alles in einem anderen Licht erscheinen lässt...

.:: Meinung ::.

Wie schon bereits bei „Illuminati“ hat mich auch „Meteor“ begeistert. Es ist sehr spannend geschrieben und es macht einfach eine große Freude, die von Brown geschriebenen Zeilen zu lesen. So wollte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen und immer weiterlesen. Kein Wunder, dass ich das Buch daher auch innerhalb kürzester Zeit durchgelesen hatte.

Der Prolog ist vielversprechend und versetzt einen gleich in eine angespannte Lage. Auch wenn es danach etwas entspannter zugeht und man erst eine Weile lesen muss, bis man weiß um was es geht, reißt die Spannung bis zum Ende hin nicht ab.
Die aufgekommenen Fragen werden alle mit der Zeit beantwortet, wobei sich meist zugleich eine weitere Frage eröffnet. Unerwartete Wendungen führen dazu, dass man sich seiner Sache wirklich nie sicher sein kann. Es bringt daher nichts, sich auf eine Erklärung oder auf Verdächtige festzulegen, jegliche Vermutungen wurden bei mir zerstört. So gibt es auch nicht einen einzigen Punkt, an dem man sich entspannen und durchschnaufen kann.

Waren es bei „Illuminati“ noch knifflige Rätsel, die gelöst werden mussten, um den Fall zu lösen, so sind es bei „Meteor“ die technischen Dinge, die hier ganz klar im Vordergrund stehen. Allerdings finde ich die eine oder andere Darstellung etwas futuristisch. Besonders so manche Dinge rund um den Meteor, die ich an dieser Stelle allerdings nicht näher beschreiben möchte, da ich ansonsten die Auflösung verraten würde, hört sich nicht unbedingt realistisch an.
Doch mit seiner ausgiebigen Recherche hat es Brown geschafft, sämtliche technischen und wissenschaftlichen Erklärungen so zu umschreiben, dass man sich darunter etwas vorstellen kann und somit auch weiß, um was es sich überhaupt handelt.

Die einzelnen Charaktere werden gut umschrieben. Rachel Sexton, die zu den Hauptfiguren zählt, wird als hübsch, nett und harte Kämpferin beschrieben. Dann sind da noch Präsident Herney, der ein liebevoller und angenehmer Mensch ist, während sein Herausforderer Senator Sexton als der fiese Bösewicht dargestellt wird, der mit aller Macht an die Spitze der Vereinigten Staaten möchte. Doch er hat mehr zu verbergen, als man vermutet und dann ist da noch seine attraktive Assistentin Gabrielle Ashe, die das Zünglein an der Waage spielt. Sie wird von der Seite des Präsidenten unter Druck gesetzt, damit sie belastendes Material gegen Senator Sexton ausspielt, und später auf der Gegenseite arbeiten soll.
Doch im großen und ganzen sind die einzelnen Figuren in ihrer Rolle festgefahren und es gibt keinerlei Wendungen. Das finde ich doch recht enttäuschend. Das Buch lebt ganz einfach nicht von den einzelnen Charakteren, sondern vielmehr von dem packenden Erzählstil. Daran gibt es nichts auszusetzen!

So macht es die Mischung aus politischen Machenschaften und wissenschaftlichen Beschreibungen, die das Buch zu etwas einzigartigen machen.

Geeignet finde ich das Buch eher für Erwachsene, da es jugendlichen schwer fallen dürfte, sämtliche Zusammenhänge zu verstehen. Den Preis von 8,90 € für die Taschenbuchausgabe halte ich für mehr als gerechtfertigt, da die 635 Seiten zu keiner Langeweile führen.

.:: Daten zum Buch ::.

Autor : Dan Brown
Titel : Meteor ( Original : Deception Point )
Jahr : Original 2001, deutsche Übersetzung 2003
Übersetzung : Peter A. Schmidt
Richtung : Thriller
Seiten : 635
Verlag : Lübbe
ISBN : 3-40415-055-4
Preis : Taschenbuch 8,90 €

Mehr Infos unter www.danbrown.com

.:: Fazit ::.

Meteor ist eine interessante Mischung aus Politik und Wissenschaftsthriller, der mich durch seine zahlreichen unerwarteten Wendungen gefesselt hat. Wer ein Fan von Thrillern ist und auch noch einen Sinn für politische Machenschaften hat, für den ist das Buch absolut empfehlenswert. Abzug gibt es von mir nur, da die Charaktere recht blass bleiben. Das wird aber fast durch den hervorragenden Schreibstil von Brown ausgeglichen. Somit bleiben 4 Sterne!

Ich danke für eure Aufmerksamkeit

Ciao T_Goose

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