Sakrileg (gebundene Ausgabe) / Dan Brown Testbericht
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Erfahrungsbericht von baumpaul
Das Phänomen von Dan Brown - Sakrileg
Pro:
Verbindung von Fiktion und Wirklichkeit
Kontra:
Man kann das Buch nicht mehr aus der Hand legen :)
Empfehlung:
Ja
Dieser Erfolg erscheint umso herausragender, betrachtet man die dem Roman zugrunde liegende Thematik: es geht um Jesus Christus. Man sollte meinen, das die Beschäftigung mit dem Christentum in der heute doch ach so aufgeklärten und säkularisierten Welt auf wenig Interesse geschweige denn Gegenliebe stößt. Doch weit gefehlt. Was genau ist es, dass Dan Brown’s Roman auch für ansonsten erklärte Atheisten und an der christlichen Geschichte eher Uninteressierte nun doch interessant macht? Dies ist die Frage, der auf den nächsten Seiten nachgegangen werden soll.
Die moderne und aufgeklärte Welt interessiert sich immer weniger für Jesus Christus, was man selbst in seiner eigenen Umgebung merkt und verschiedenen Kirchenstatistiken entnehmen kann. Seit dem Jahr 1990 hat sich beispielsweise die Zahl der Katholiken in Deutschland um knapp 2,1 Millionen bzw. 7,4 % verringert. Dies liegt zum einem an Personen, die aus der Kirche austreten und zum anderen an der Zahl von Neugeborenen die nicht getauft werden und in Ihrem Leben somit auch keinen Bezug zu Jesus Christus aufbauen können.
Quelle: Statistische Daten 2003 der Katholischen Kirche in Deutschland vom März 2005.
Alte "Wahrheiten" aus der Bibel möchten immer weniger Menschen hören, zumeist viele die Geschichten schon zu genüge gehört haben und sich nicht an die Lebensart eines Christen identifizieren können. Im Gegensatz dazu erleben viele fernöstliche Praktiken wie "Feng Shui" – die Kunst und Wissenschaft vom Leben in Harmonie mit der Umgebung, "Joga" - bestimmte geistige und körperliche Übungen wie z. B. Meditation den Menschen vom Gebundensein an die Last des Körperlichen befreien soll oder das "Kama Sutra" – die Kunst der Liebe, in Ihrer Ausführung immer größerer Beliebtheit. Ebenso fesselnd sind Skandale, sei es in Form von Fernsehnachrichten oder zu lesen in dem Buch Sakrileg. Beides hat den Reiz des Neuen, des Unbekannten oder unter Umständen des Mysteriösen.
Genau das erschafft Dan Brown in seinen Büchern mit liebevoller Hingabe. Er nimmt alte Religiöse Historien aus der Bibel und vermengt diese kunstvoll mit würzigen Fantasiegeschichten zu Skandalen für die Leser. Beispielsweise ist die Rede über das Bild "Das letzte Abendmahl" von Leonardo da Vinci. In dem Buch wird beschrieben, dass der Mann neben Jesus auf dem Gemälde nicht sein Lieblingsjünger Johannes , sondern in Wirklichkeit seine Frau Maria Magdalena war, mit der Jesus einen gemeinsamen Sohn zeugte. Dazu hat vor einiger Zeit sogar der Vatikan in Rom Stellung genommen; für eine solch erschütternde Behauptung gäbe es in der Bibel überhaupt keine Anhaltspunkte. Der Vatikan forderte zum Boykott des Buchs "Sakrileg" auf. Dies führte jedoch zu einem noch größeren Interesse und letztlich zu einem Drehbuch für eine Hollywood Verfilmung.
Auch geheime Bruderschaften und religiöse Geheimbünde wie die "Illuminati", "Freimaurer", "Opus Dei" und die „"Prieuré de Sion" werden neu belebt. Hier geht er detailreich auf die einzelnen Gruppierungen ein und kombiniert die Geschichte von dem im Louvre gewaltsam ermordeten Chefkurator des Museums, der der Meister der geheimnisumwitterten Sions-Bruderschaft war, mit historischen Figuren wie Leonardo da Vinci, Victor Hugo und Isaac Newton. Von letzteren hat nun fast jedermann schon einmal gehört - aber nicht im Zusammenhang mit einer geheimnisvollen religiösen Geheimverbindung.
Dan Brown legt in seinem Thriller ein atemberaubendes Tempo vor, und nachdem man die gut 600 Seiten hinter sich hat, ist man verblüfft, wenn man feststellt, dass sich die gesamte Handlung gerade mal über eine Nacht und einen Tag hingezogen hat. Das Gefährliche dabei ist, das man durchaus das gesamte Buch auch in dieser Zeitspanne verschlingen kann, denn mit zunehmender Seitenzahl wird das Beiseitelegen des Buches immer schwieriger.
"Sakrileg" ist im Prinzip nichts anderes als eine Schnitzeljagd . Zwei Gruppen versuchen anhand von Hinweisen aus unterschiedlichen Intentionen das gleiche Ziel zu erreichen, das selbe bewährte Prinzip wie bei den bekannten Hollywood Filmen "Indiana Jones " oder "James Bond", wenngleich der Held Robert Langdon noch etwas unbedarft auftritt und wohl noch einen weiten Weg bis hin zu einen „007” vor sich hat.
Dan Brown ist ein Autor, der sein Handwerk meisterhaft beherrscht. Mittels der Rätsel, die den Leser zum Mitraten anregen, hat er sein Publikum bereits soweit gefesselt, das es nicht mehr von den Fesseln lösen kann. Dann setzt er gezielt Spannungselemente ein und hält das Niveau konstant, indem auf jeden Erfolg für die Hauptdarsteller zwangsläufig der Rückschlag folgt. Durch kurze Kapitel aus ständig wechselnden Perspektiven, die fast durchweg in einem neuem Rätsel enden, hält er dieses Hin und Her im Wettrennen zwischen Gut und Böse bis zum Ende hin hoffen und verblüfft dabei immer wieder mit ungeahnten Wendungen und Überraschungen.
Der Hype ist nachvollziehbar. Flüssig geschrieben mit viel direkter Rede ohne monumentalen sprachlichen Anspruch, wohl aber mit sprachlicher Raffinesse, ist der Roman zum "flotten Runterlesen" bestens geeignet. Es wird immer wieder auf interessante Themengebiete eingegangen und für die Handlung bestens erklärt.
Thematisch hat sich Brown mit diesem Buch in ein Gebiet hineinbegeben, dass die Menschheit seit hunderten von Jahren immer wieder begeistert und fesselt und immer noch eine Faszination ausübt, obgleich man meinen sollte, dass dazu bereits alles geschrieben sein muss. Seine Recherchen für diesen Roman müssen sehr umfassend und genau gewesen sein. Da er aber neben geschichtlichen Tatsachen auch jede Menge Fiktion und Spekulation eingebracht hat, hat er es den Lesern schwer gemacht, Fakten und Fiktion zu unterscheiden. Die Glaubwürdigkeit des Geschehens musste leider aufgrund der Dramaturgie leiden - aber was wünscht man sich mehr von einem Roman?
Ich kann den Hype um die Bücher von Dan Brown jedenfalls sehr gut nachvollziehen. Zweifellos hat er mit "Sakrileg" ein hervorragendes und fesselndes Werk verfasst und dabei weitgehend nichts anderes getan als solides schriftstellerisches Handwerk geboten. Grundlegend Neues macht Dan Brown zwar nicht, aber durch seine Schreibweise entsteht der Wunsch nach dem ständigen "Mehr" - daher ist das Buch bestens dazu geeignet, sich noch länger in den Bestsellerlisten zu halten.
36 Bewertungen, 17 Kommentare
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12.02.2007, 18:25 Uhr von Clarinetta2
Bewertung: sehr hilfreichDanke für den ausführlichen Bericht
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24.04.2006, 11:48 Uhr von katjakub
Bewertung: sehr hilfreichsuper bericht!
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24.04.2006, 01:17 Uhr von bodspy
Bewertung: sehr hilfreichnicht so vom interessen, aber klasse Bericht!
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24.04.2006, 00:45 Uhr von _knuddelmonster88_
Bewertung: sehr hilfreich>>> sehr hilfreich <<<
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24.04.2006, 00:16 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreich<< SH >> <br/>LG, Manuela
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24.04.2006, 00:03 Uhr von Sayenna
Bewertung: sehr hilfreichSh…...‹(•¿•)›…..LG Ela
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24.04.2006, 00:01 Uhr von bugzz
Bewertung: sehr hilfreichEin sehr guter Bericht! Sehr hilfreich! <br/>Würde mich sehr über eine Gegenbewertung freue =)
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23.04.2006, 23:55 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichsh :o)
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23.04.2006, 23:22 Uhr von bmwumska
Bewertung: sehr hilfreichgruss bmwumska^^
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23.04.2006, 23:10 Uhr von Django006
Bewertung: sehr hilfreichsh & *lg* Alan :>))))
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23.04.2006, 23:02 Uhr von iii
Bewertung: sehr hilfreich+++ sehr hilfreich +++
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23.04.2006, 22:58 Uhr von Doro1975
Bewertung: sehr hilfreichsh+LG Doro
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23.04.2006, 22:49 Uhr von ShortBrini
Bewertung: sehr hilfreichnachdem man eines seiner Bücher gelesne hat finde ich die andern zu vorraussehbar..leider..schöner Bericht..Brini
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23.04.2006, 22:48 Uhr von SeriousError
Bewertung: sehr hilfreich<b>Ein "sehr hilfreich" von mir für diesen tollen Beitrag. :o) Gruß SeriousError!</b>
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23.04.2006, 22:45 Uhr von morla
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich
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23.04.2006, 22:43 Uhr von topware2002
Bewertung: sehr hilfreich‹(•¿•)›~~~~~SH~~~~~‹(•¿•)›
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23.04.2006, 22:36 Uhr von Mogry1987
Bewertung: sehr hilfreichSH ;) LG Stefanie :)
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