Sakrileg (gebundene Ausgabe) / Dan Brown Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 06/2004
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Erfahrungsbericht von t_durden
Teh Da Vinci Code...
Pro:
spannend, historisch korrekt, animiert zum weiterlesen
Kontra:
teils etwas flache Geschichte, die aber dank der Spannung nicht weiter auffällt
Empfehlung:
Ja
Dank Hurricane Francis habe ich mich mit „The Da Vinci Code“ eingedeckt, in der Hoffnung bis der Storm vorüber war daran zu lesen zu haben. Gereizt hatte mich die Idee das Fakt und Fiktion zu einer spannenden Geschichte vermischt wurden, denn normalerweise lese ich ungern Romane und wenn ich dann auch noch einen innerhalb eines Tages auslese, dann muss er schon ganz schön fesselnd sein…
Inhalt
-----------
Handlung
Autor und Hintergrund
:: Handlung ::
Ich möchte vorher darauf hinweisen, dass dies keine Nacherzählung ist und ich deshalb auf wichtige Handlungselemente und das Ende verzichten werde. Ich weiß, dass einige hier dies in ihrem Berichten mit aufschreiben und auch bei anderen fordern. Wenn dem so ist dann bitte gerne schlechter bewerten, aber ich werde niemandem (wie ich finde zurecht) die Spannung nehmen in dem ich die Geschichte verrate.
Robert Langdon, seines Zeichens eine Art Symbolhistoriker, hält gerade eine Vortragsreihe in Paris, als der Direktor des Louvre ermordet aufgefunden wird. Da er eine Botschaft hinterlassen hat in der Langdon namentlich genannt wird, ruft ihn der örtliche Kommissar zum Tatort. Sauniéres Botschaft, genauso rätselhaft wie seine Tochter Sophie reißt Langdon in ein neues Abenteuer das seine Erlebnisse aus „Angels und Demons“ noch einmal Toppen sollte… Natürlich sind auch hier wieder die Erfolgsrezepte „Geheimbünde, Symbolik, Codes und historisch korrekte Beschreibung“ mit an Bord.
:: Autor und Hintergrund ::
Was „Angels und Demons“ für die Wissenschaft getan hat, schafft „The Da Vinci Code“ für die Kunst. Dan Brown, Erfolgsautor, der es mit seinen Geschichten schon zu mehrseitigen Analysen im Time Magazine geschafft hat, weiß auf nahezu perfekte Weise Fakt und Fiktion in seinen Büchern zu vermischen. Nicht selten ertappt man sich als Leser dabei in Büchern oder im Internet seine Beschreibungen nachzuschlagen oder den eigenen Urlaub Revue passieren zu lassen. Und was um so beeindruckender ist, ist die Tatsache das Brown seine Hausaufgaben gemacht zu haben scheint. Die Orte und Beschreibungen stimmen und lassen so etwas wie Authentizität aufkommen die man nur selten in populären Romanen findet.
„The Da Vinci Code“, der einen absolut schlechten deutschen Titel bekommen hat handelt auf mehreren Ebenen von europäischen Geheimbünden, Kunsthistorie und als zentralen Mittelpunkt von der göttlichen Weiblichkeit in Form Maria Magdalenas. Umso beeindruckender ist, dass Brown die Materie in einer Form verpackt, die tatsächlich eine breite Masse anspricht. Nicht ganz untätig ist dabei das klassische Thriller / Krimi Format welches allerdings auch leider der Schwachpunkt des Buches ausmacht. Oftmals sind die Charaktere doch einen Tick zu flach und die Geschichte ist zu rund. Das mag beim Lesen nicht auffallen, aber in retrospektive trübt es den Eindruck etwas. Nichtsdestotrotz oder vielleicht gerade wegen der Leichtigkeit, lässt „The Da Vinci Code“ den Leser bis zum Ende nicht mehr los. Selten stimmt ein Werbespruch so sehr wie bei Dan Browns Büchern.
Das Buch bietet aber auch mehr – zumindest für den Leser der sich darauf einlässt. Betrachtet man die Seiten ein zweites mal und liest zwischen den Zeilen, so kann man wesentlich mehr aus der einfachen Geschichte rausholen als man anfangs denken mag. Hierzu trägt sicherlich die Symbolik und verschiedenen Codes im Buch bei. Oftmals möchte man selbst auf die Lösung kommen bevor es die beiden Hauptcharaktere schaffen. Das macht Spaß, schafft Nähe und zieht den Leser in die Geschichte. So lädt gleich das erste Rätsel Sauniéres zum mit raten ein. Gesucht wird letztendlich nur die simple Fibonacci Reihe – aber ein gutes Gefühl darauf gekommen zu sein ist es allemal.
Genau das macht wie gesagt Browns Buch zu etwas besonderem. Man wird animiert mitzumachen und mehr zu erfahren. So habe ich Beispielsweise nach der Beschreibung des Bildes „Das letzte Abendmahl“ nach einem passendem Bild im Netz gesucht um Browns Beschreibung zu überprüfen. Auf diese Kleinigkeiten sollte man sich als Leser einlassen, sonst geht sehr viel des Buches an einem verloren. Außerdem lernt man immer wieder Neues dazu. Natürlich darf man nicht vernachlässigen, dass einiges der künstlerischen Freiheit Browns zum Opfer viel und / oder verändert wurde.
:: Fazit ::
“The Da Vinci Code“ erschließt sich dem Leser auf zwei Ebenen. Also simpler, aber spannender Thriller und als zum nachdenken und mitlesenden kunsthistorisch korrektem Roman. Egal wie man sich auf das Buch einlässt, man wird es sicherlich in einem Rutsch durchlesen wollen und wenn man dann auch noch Dan Browns Thesen überprüft und sich seine eigenen Gedanken macht und Schlüsse zieht umso besser.
Mir persönlich macht solch eine Art Buch Spaß, da der Faktor des reinen Konsumierens nach belieben auf ein Minimum zurück gedrängt werden kann.
Wer also ein spannendes Werk sucht ist hier an der richtigen Stelle. Allerdings würde ich bei der deutschen Ausgabe auf die softcover Version warten, denn 20 Euro sind meiner Meinung nach zu viel für ein Buch, egal wie gut.
copyright t_durden @ ciao / yopi / dooyoo 2004
Inhalt
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Handlung
Autor und Hintergrund
:: Handlung ::
Ich möchte vorher darauf hinweisen, dass dies keine Nacherzählung ist und ich deshalb auf wichtige Handlungselemente und das Ende verzichten werde. Ich weiß, dass einige hier dies in ihrem Berichten mit aufschreiben und auch bei anderen fordern. Wenn dem so ist dann bitte gerne schlechter bewerten, aber ich werde niemandem (wie ich finde zurecht) die Spannung nehmen in dem ich die Geschichte verrate.
Robert Langdon, seines Zeichens eine Art Symbolhistoriker, hält gerade eine Vortragsreihe in Paris, als der Direktor des Louvre ermordet aufgefunden wird. Da er eine Botschaft hinterlassen hat in der Langdon namentlich genannt wird, ruft ihn der örtliche Kommissar zum Tatort. Sauniéres Botschaft, genauso rätselhaft wie seine Tochter Sophie reißt Langdon in ein neues Abenteuer das seine Erlebnisse aus „Angels und Demons“ noch einmal Toppen sollte… Natürlich sind auch hier wieder die Erfolgsrezepte „Geheimbünde, Symbolik, Codes und historisch korrekte Beschreibung“ mit an Bord.
:: Autor und Hintergrund ::
Was „Angels und Demons“ für die Wissenschaft getan hat, schafft „The Da Vinci Code“ für die Kunst. Dan Brown, Erfolgsautor, der es mit seinen Geschichten schon zu mehrseitigen Analysen im Time Magazine geschafft hat, weiß auf nahezu perfekte Weise Fakt und Fiktion in seinen Büchern zu vermischen. Nicht selten ertappt man sich als Leser dabei in Büchern oder im Internet seine Beschreibungen nachzuschlagen oder den eigenen Urlaub Revue passieren zu lassen. Und was um so beeindruckender ist, ist die Tatsache das Brown seine Hausaufgaben gemacht zu haben scheint. Die Orte und Beschreibungen stimmen und lassen so etwas wie Authentizität aufkommen die man nur selten in populären Romanen findet.
„The Da Vinci Code“, der einen absolut schlechten deutschen Titel bekommen hat handelt auf mehreren Ebenen von europäischen Geheimbünden, Kunsthistorie und als zentralen Mittelpunkt von der göttlichen Weiblichkeit in Form Maria Magdalenas. Umso beeindruckender ist, dass Brown die Materie in einer Form verpackt, die tatsächlich eine breite Masse anspricht. Nicht ganz untätig ist dabei das klassische Thriller / Krimi Format welches allerdings auch leider der Schwachpunkt des Buches ausmacht. Oftmals sind die Charaktere doch einen Tick zu flach und die Geschichte ist zu rund. Das mag beim Lesen nicht auffallen, aber in retrospektive trübt es den Eindruck etwas. Nichtsdestotrotz oder vielleicht gerade wegen der Leichtigkeit, lässt „The Da Vinci Code“ den Leser bis zum Ende nicht mehr los. Selten stimmt ein Werbespruch so sehr wie bei Dan Browns Büchern.
Das Buch bietet aber auch mehr – zumindest für den Leser der sich darauf einlässt. Betrachtet man die Seiten ein zweites mal und liest zwischen den Zeilen, so kann man wesentlich mehr aus der einfachen Geschichte rausholen als man anfangs denken mag. Hierzu trägt sicherlich die Symbolik und verschiedenen Codes im Buch bei. Oftmals möchte man selbst auf die Lösung kommen bevor es die beiden Hauptcharaktere schaffen. Das macht Spaß, schafft Nähe und zieht den Leser in die Geschichte. So lädt gleich das erste Rätsel Sauniéres zum mit raten ein. Gesucht wird letztendlich nur die simple Fibonacci Reihe – aber ein gutes Gefühl darauf gekommen zu sein ist es allemal.
Genau das macht wie gesagt Browns Buch zu etwas besonderem. Man wird animiert mitzumachen und mehr zu erfahren. So habe ich Beispielsweise nach der Beschreibung des Bildes „Das letzte Abendmahl“ nach einem passendem Bild im Netz gesucht um Browns Beschreibung zu überprüfen. Auf diese Kleinigkeiten sollte man sich als Leser einlassen, sonst geht sehr viel des Buches an einem verloren. Außerdem lernt man immer wieder Neues dazu. Natürlich darf man nicht vernachlässigen, dass einiges der künstlerischen Freiheit Browns zum Opfer viel und / oder verändert wurde.
:: Fazit ::
“The Da Vinci Code“ erschließt sich dem Leser auf zwei Ebenen. Also simpler, aber spannender Thriller und als zum nachdenken und mitlesenden kunsthistorisch korrektem Roman. Egal wie man sich auf das Buch einlässt, man wird es sicherlich in einem Rutsch durchlesen wollen und wenn man dann auch noch Dan Browns Thesen überprüft und sich seine eigenen Gedanken macht und Schlüsse zieht umso besser.
Mir persönlich macht solch eine Art Buch Spaß, da der Faktor des reinen Konsumierens nach belieben auf ein Minimum zurück gedrängt werden kann.
Wer also ein spannendes Werk sucht ist hier an der richtigen Stelle. Allerdings würde ich bei der deutschen Ausgabe auf die softcover Version warten, denn 20 Euro sind meiner Meinung nach zu viel für ein Buch, egal wie gut.
copyright t_durden @ ciao / yopi / dooyoo 2004
25 Bewertungen, 1 Kommentar
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30.12.2004, 17:59 Uhr von rotemela
Bewertung: sehr hilfreichfinde deinen Bericht echt gelungen. Hab mir das Buch sofort nach Erscheinen gekauft, trotz der 20 Euro.... ;)
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