Bruce Allmächtig (VHS) Testbericht

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Erfahrungsbericht von Yassi

Komödie, Liebesfilm oder Kino mit „Tiefgang“?

Pro:

erster Teil/Abschnitt

Kontra:

zweiter Teil/Abschnitt

Empfehlung:

Ja

Als ich kürzlich in Freiburg war, entschieden wir uns, noch ins Kino zu gehen. Da ich etwas früher nach Hause fahren musste und der Film BRUCE ALLMÄCHTIG zur richtigen Zeit endete, überlegten wir nicht mehr lange und kauften Karten für die – wie wir dachten – Komödie.

*Darsteller*
Morgan Freeman (Gott)
Jim Carrey (Bruce Nolan)
Jennifer Aniston (Grace)
Lisa Ann Walter (Debbie)
Steven Carell (Evan Baxter), Nora Dunn (Ally Loman)

*Zu den drei Hauptrollen*
Jim Carrey --> Diesmal hat er uns weniger durch Grimassenschneiden, aber eher durch gute Pointen als Komiker überzeugt. Zumindest im ersten Teil, aber dazu weiter unten mehr. Im Vergleich zu \"die Maske\" war das Grimassenschneidprogramm eher spärlich.
Jennifer Aniston--> kennen wir ja alle aus Friends, eine Sitcom. In BRUCE ALLMÄCHTIG überzeugt sie uns als treue, manchmal wilde aber liebevolle Lebensgefährtin mit viel Herz. Ich fand, die Rolle passte schon ziemlich gut zu ihr.
Morgan Freeman--> war meiner Meinung nach ein gaaaaanz lieber Gott. Er sollte uns das Gefühl der Wärme aber auch der strafenden Hand geben. Das hat er ganz gut hingekriegt. Trotzdem kann ich mir Gott als Mensch nicht vorstellen, schon gar nciht als so einer, wie Gott in BRUCE ALLMÄCHTIG!

*Handlung*
Erst einmal lernen wir den Außenreporter Bruce Nolan kennen, der über einen Riesenkeks berichtet. Er macht das sehr locker und mit viel Humor. Er wird auch schon gleich Sympathieträger des Films. Aber schon bald fällt uns auf, dass Bruce ein richtiger Loser ist. Fast alles was er anpackt geht daneben, denkt er. Dagegen hat er doch eine wunderschöne Freundin, Grace, einen guten Job und Geld zum Leben. Trotzdem, Bruce ist nicht zufrieden. Die ganze Schuld schiebt er auf Gott. Er meint, Gott hätte ihn vergessen bzw. hätte es auf ihn abgesehen.
Ja, Bruce meint, Gott mache seinen Job nicht richtig. Das schreit er lauthals herum, als er mit seinem Auto einen Unfall hatte. Gott aber hat langsam die Schnauze voll von dem Besserwisser Bruce und überträgt ihm für unbestimmte Zeit seine Kräfte. Die setzt Bruce aber nicht wirklich gerecht ein. Zuerst holt er sich seinen Job zurück, dann den Mond ein bisschen näher zu sich heran, was natürlich Folgen hat, die Bruce mal wieder nicht bedenkt…
Doch das „allmächtig sein“ hat nicht nur seine guten Seiten. Er ist ja nun Gott und das bringt auch manch Gebete mit sich (auf seinem PC über 1.000.000), die ihn die ganze Zeit plagen- und die er erhören muss! Erst ignoriert er sie aber als sie nicht aufhören wollten, beantwortet er alle mit: JA!
Das hat zur Folge, dass mehr als 17 Mio. Lottospieler gewonnen haben und die dann nur 17 Dollar ausgezahlt bekommen. Aufgrund der großen Gewinnerrate. Zu Bruces anderen Problemen, zum Beispiel wie er denn nun Gott spielen kann, kommt noch dazu, dass sich Grace von ihm trennt. Das ist wohl der Punkt wo die Handlung und das Drehbuch umschlägt…

*Meine Meinung*
In der ersten Hälfte habe ich vor lachen halb auf dem Boden gelegen – im Ernst!!! Besonders dann, als Bruce seine Kräfte ausprobiert hat, die Tomatensuppe geteilt hat, wie Moses das Meer, „I got the power!“ ruft und einen Gully (oder was das ist) sprengt.
Dass Gott (in dem Film) schwarz ist, hat mich nicht wirklich überrascht, da man das schon von allen Seiten gehört hat. Trotzdem ist das ein zusätzlicher Gag an dem Film. Außerdem hab ich ne Schwäche für Schwarze ;-)

Dass sich der „Witz“ in dem Film aber so plötzlich dreht fand ich nicht so gut. Jetzt sollen wir nämlich was lernen. Ich kam mir vor wie in einem Film für 6-Jährige, wo man lernen soll, dass man z.B. Menschen nicht wegen ihrem Äußeren ärgern soll. Nur ist hier die Aussage anders. Sie wird übermäßig religiös und letztendlich fassten die Drehbuchautoren das in einem Satz zusammen und zwar: Sei selbst das Wunder.
Das ist alles plötzlich zu romantisch geworden, obwohl ich die Szene, in der Grace auf dem Bett saß, geweint hat und Gott (in dem Fall Bruce) gebeten hat, Bruce zu vergessen, absolut rührend fand etwas zu tiefsinnig. Besonders das Gebet von Bruce für Grace. Nicht dass ich das nicht irgendwie süß finde, wenn jemand für jemanden betet, aber es passt einfach nicht zu der Anfangs-Komödie. So wie alles was nach der Trennung von Grace kam. Meiner Meinung nach, sollen wir – nach diesem Film - mit der rosa Brille nach Hause gehen und sich sagen: Gott ist gut, das was Gott macht ist auch richtig für mich! Gott hat die komplette Verantwortung für mich!
So ist das aber leider nicht ganz, die Drehbuchautoren haben das ganz nett verpackt, aber leider zu schleimig, zu kitschig, zu romantisch.

*Fazit*
Ich schaute mir den Film in der Erwartung an, eine Komödie zu sehen. Am Ende war es doch ein halber Liebesfilm und so was wollte ich wirklich nicht sehen!!!! Jennifer Aniston hat die Rolle der zermürbten Lebensgefährtin herausragend gespielt und auch Morgan Freeman war kein schlecher Gott. Er gab uns eben das Gefühl des \"Lieben Gottes\"!
Bevor ich mir wieder einen Film anschaue, werde ich nicht vorher die Beschreibung des Kinos anschauen, sondern lieber Erfahrungsberichte von Ciao. Die sind wenigstens ehrlich!
Ich vergebe also hiermit 4 Sterne, weil ich im ersten Teil total gelacht habe und auch die Schauspieler gute Arbeit gemacht haben. Von den Special-Effects ganz zu schweigen, der Meteoriteneinschlag sah wirklich ziemlich echt aus *respekt* ;-)
Ein Stern habe ich abgezogen, weil der Film sich plötzlich gewendet hat und ziemlich schleimig wurde. Das war also der Grund für den Abzugstern, trotzdem wird während des Films viel gelacht:-)

Über Kommentare und Bewertungen freue ich mich wie immer sehr ;-)
yASSi

26 Bewertungen