Bruce Allmächtig (VHS) Testbericht

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Erfahrungsbericht von ladaci

(All)mächtig ablachen !

Pro:

Jim Carrey, witzige Bibeljokes, gedanklicher Tiefgang möglich

Kontra:

Hollywood läßt grüßen

Empfehlung:

Ja

Mein Testbericht zu \"Bruce Allmächtig\".

Zusammenfassung der Story:
Ein tüchtiger, aber aufgrund der Umstände erfolgloser Reporter (Jim Carrey) ist mit seinem Leben sehr unzufrieden. Alles, was er anfasst geht schief. Im Job, in der Liebe, sogar der Hund bringt ihn auf die Palme, weil der bisher nicht gelernt hat, wie jeder andere Hund sein \"Geschäft\" draußen zu machen. Jahrelang läßt er sich das gefallen, hofft auf den großen Durchbruch - den Tag \"X\". Der tritt aber nicht ein. Irgendwann wird es zuviel und er verflucht die ganze Welt und Gott.
Er wirft Gott lauthals vor, daß es doch nicht so schwer sein kann, seine Schäfchen glücklich zu machen - wo er doch angeblich allmächtig ist.
Gott, (WEIL allmächtig) bekommt das natürlich mit und entschließt sich, diesem Bruce für eine Weile seine komplette Macht zu überlassen, damit er beweisen kann, daß er ein besserer Gott ist, als Gott selber. Er lotst Bruce zu sich.
Nach anfänglicher Skepsis diesem schwarzen Mann gegenüber, der behauptet, er sei der Schöpfer selbst und nach einigen wahnwitzigen Versuchen, dies zu beweisen, glaubt Bruce fast an diesen Mann.
Das erste, was sich mit seiner neuen Macht ereignet ist, daß Bruce ÜBER eine Pfütze, in die vorher REINgetreten war stolziert - praktisch ÜBER das Wasser geht.
Nach einigen Tests dieser göttlichen Macht (Tomatensuppe im Teller teilen, wie Moses das Meer ect.) stellt er fest, welche übermenschliche Arbeit im richrigen Beantworten von Gebeten besteht. Natürlich macht der das falsch.
Aber egal was er tut - es ist verdammt komisch.
Ihr wollt den Film evtl. noch sehen, daher hier nicht noch mehr Details und Pointen.

Quintessenz der Story:
Bruce lernt, daß im Leben nicht alles so gehen kann, wie man will, es aber auch viel schlimmer sein könnte. Gebete sind natürlich keine Zauberformeln und Gott ist keine \"Wünsch-dir-was-Maschine\".

Zielgruppe:
Meiner Meinung nach lachen die Kinobesucher am besten, die zumindest Grundkenntnisse der Bibel haben. Viele der zig Pointen basieren auf der Nachahmung von Erzählungen aus der Bibel.
Aber auch für die atheistischen Kameraden unter uns ist viel komisches dabei. Ohne Frage durch die schauspielerische Leistung von Jim Carrey.

ALtersempfehlung:
Keine. Aufgeschlossene Omis, die jeden Sonntag in die Kirche laufen können diesem Film ebensoviel abgewinnen, wie jugendliche Golf-Tieferleger.

Fazit:
Ein überaus gelungener Film. Gute Story, gute Umsetzung, gute Schauspieler, guter Humor.
Trotz aller Komik steckt in der Story ein ernstzunehmender Hintergrund. Wer hat nicht schon einmal gemeint, daß gerade ER/SIE von Gott vergessen worden ist ? Und was wäre, hätte man diese Macht auch mal probeweise ?
Meiner Meinung nach gibt dieser Film auf eine sehr jugendliche, frische Art zumindest weiterdenkenden Kinobesuchern einen Denkanstoß, ob Gott da ist, ob er ein alter, gebrechlicher, weißbärtiger Mann ist, oder ob er sich genauso entwickelt, wie wir Menschen und je nachdem, wen er vor sich hat auch lustig oder cool sein kann.
Ergo - dieser Film ist ein Muß, egal ob mit der Freundin / dem Freund oder mit der ganzen Familie. Schlüpfige und anzügliche Komik sucht man (mit EINER köstlich-komischen Ausnahme) vergeblich.

perönlich entdeckte Filmfehler:
Nach Rückgabe der göttlichen Macht verlieren alle Änderungen an Bruce´s Leben ihre Wirkung. So kann der Hund zum Beispiel nicht mehr stilvoll auf Toilette gehen und Bruce nicht mehr auf dem Wasser gehen, aber den erschaffenen Sportwagen und die vergrößerte Brust seiner Frau bleiben.. naja, nichts ist perfekt.


Euer LADACI [email protected]

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