Bruce Allmächtig (VHS) Testbericht

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ab 26,37
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Erfahrungsbericht von klukklukkluk

Das Potential des Drehbuchs wurde nicht genutzt

Pro:

Einige gute Gags

Kontra:

Viel, was aus dem Text hervor geht

Empfehlung:

Ja

Dieser Bericht bezieht sich auf die Kinoversion



Story :

Bruce ist ein regionaler Fernsehreporter und merkt, wie es mit seinem Leben bergab geht. Einen angestrebten Job bekommt er nicht, da er von einem Kollegen weggeschnappt wird, er wird von einer Latinogang verprügelt und landet schlussendlich mit seinem Auto vor einem Laternenpfahl. Der Schuldige für diese Sachen ist schnell ausgemacht und es ist kein geringerer als Gott höchstpersönlich, den er mehr als einmal aufs Übelste beschimpft.

Diese Blasphemie kann sich Gott natürlich nicht bieten lassen und unter dem Vorwand einen neuen Job für den Reporter zu haben, lädt Gott Bruce in seine „Firma“ ein. Dort erhält er göttliche Fähigkeiten und den Auftrag sich ein bisschen um die Menschheit zu kümmern, während sich der Chef im Urlaub erholen will.

Bruce glaubt anfangs natürlich nicht an das, was er gesehen hat, nach und nach stellt er aber fest, dass er Sachen machen kann, die ihm vorher nicht möglich waren. Anstatt mit diesen Fähigkeiten aber etwas Gutes zu machen, nutzt Bruce sie, um sein Leben zu verbessern. Er lässt lang vermisste Leichen auftauchen, Asteroiden einschlagen und alles mit dem Hintergrund, dass es mit ihm, als Sensationsreporter, vor der Kamera geschieht. Auch seine Freundin bleibt nicht verschont von seiner neuen Gabe und muss erstaunt feststellen, dass sich ihre Brüste vergrössert haben...

Doch auf Dauer geht das Ganze natürlich nicht gut, sodass es unweigerlich zu Unruhen kommt und er auch von seiner geliebten Freundin verlassen wird. Bruce scheint das ganze nicht mehr in den Griff zu bekommen aber zum Glück ist die Einsicht der erste Schritt zur Besserung...



Technische Daten zum Film :

Originaltitel : Bruce almighty

Darsteller : Jim Carrey, Morgan Freeman, Jennifer Aniston

Regie : Tom Shadyac

FSK : 6

Drehland und Jahr : USA 2003

Filmlänge : ca. 101 Minuten



Meine Meinung :

Nu ja... Potential hat die Geschichte sicherlich aber das Umgesetzte ist alles andere als eine rundum gelungene Komödie. Es gibt zwar den ein oder anderen guten Witz, dass ist es aber auch fast schon was besonders erwähnenswert ist.

Einmal mehr hat man es in diesem Genre mit einer Geschichte zu tun, die lediglich Beiwerk ist. Nur gegen Ende gibt es dann etwas, was ein wenig vom Protagonisten und seinen Gags ablenkt und wie wir es aus Hollywood so kennen, wurde das Happyend deswegen in das Drehbuch aufgenommen, damit sowohl Mama als auch Papa zufrieden aus dem Kino schleichen können.

Ohne Zweifel ist es Jim Carrey, der dem Film seinem Stempel aufsetzt und fairerweise muss ich wohl erwähnen, dass ich mich nicht unbedingt zu seinen Fans zähle. Ich mag seine Art nicht und genau das ist es, was er in diesem Streifen nutzt. Er schneidet (blöde) Grimassen, hampelt völlig kindisch durchs Bild und zeigt mehr als ein Mal, dass er einen, nicht gerade geringen, Überbiss hat. Sicherlich ist es genau das, warum einige seine Filme gucken, aber mir gefällt es, wie gesagt, nicht so. Ich bin mir auch durchaus bewusst, dass es sich bei diesem Film um eine Komödie handelt und somit die Authentizität der dargebrachten Leistungen zweitranig sein sollte...

Der Rest der Schauspieler hält sich im Gegensatz zum Protagonisten ehr im Hintergrund auf. Namentliche Toppbesetzungen sind Jennifer Aniston, die ebenfalls nicht unbedingt authentisch spielt und ein gut agierender Morgan Freeman, der sich in seiner Rolle als „schwarzer“ Gott wohl zu fühlen scheint.

Besonders geärgert hat mich aber mal wieder das typisch amerikanische: „Wenn es einen Gott gibt, dann kommt er aus Amerika“. Es ist zwar nett gemeint das der Auserwählte mal ein schwarzer ist (In Dogma war Gott ja eine Frau und somit blieben wohl nicht mehr viele Möglichkeiten „witzig“ zu sein) aber in einer Szene wusste ich nicht ob ich mich über die Dummheit kaputtlachen oder einfach nur weinen sollte...

Der göttliche Bruce verkündet seine Unnahbarkeit auf dem Empire State Building! Einige mögen jetzt wohl sagen: „Na und?“, ich halte das ganze aber für einen miesen Versuch auf Geschehenes hinzuweisen und im gleichen Atemzug die ungebrochene Stärke zu präsentieren. Ich finde das echt peinlich, aber so sind unsere amerikanischen „Freunde“ nun mal.

Insgesamt ist der Film also alles andere als eine entspannende Lachnummer und somit auch nur bedingt zu empfehlen. Wer Fan des Hauptdarstellers ist wird sicherlich seine Freude mit „Bruce allmächtig“ haben, Leute die eine gute Komödie sehen wollen, werden aber bis auf wenige Ausnahmen, einen unspektakulären Film sehen, der das Potential des Drehbuchs bei weitem nicht ausnutzt.

Gruss Kluk

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