arbeitsagentur.de (ehem. arbeitsamt.de) Testbericht

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ab 28,72
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Summe aller Bewertungen
  • Aufmachung:  schlecht
  • Übersichtlichkeit:  schlecht
  • Benutzerfreundlichkeit:  durchschnittlich
  • Navigation:  durchschnittlich
  • Funktionsvielfalt:  gering

Erfahrungsbericht von kundschafter

Dschungellandschaft pur

Pro:

-

Kontra:

Schlecht durchdacht und unübersichtlich, langsame Ladezeiten

Empfehlung:

Nein

Jetzt wird es aber richtig lustig. Seit Oktober bin ich arbeitslos. Mein erster Weg war morgens immer die Seite www.arbeitsamt.de Dort habe ich mich über offene Stellen informiert. Diese Seite soll es aber seit Januar 2004 laut Angaben des Arbeitamtes nicht mehr geben. So war es jedenfalls zu lesen. Die neue Seite des Arbeitsamtes heißt nun www.arbeitsagentur.de Auf dem ersten Blick ist diese Seite gut übersichtlich gestaltet. Folgende Rubriken findet man auf der Home Seite:

Auf der linken Seite befindet sich das Eingabefeld für Benutzername, Passwort und Neu Registrierung. Unter diesen Links befindet sich eine Online Hilfe. Dargestellt wird eine Frau mit dem Namen Bea,. Klickt man in das Hilfefenster hinein, geht ein weiteres Fenster auf. Weiter geht es mit dem Überblick für Arbeits- und Ausbildungssuchende. Sogar für den Arbeitgeber gibt es dieses Hilfeangebot. Allerdings werden nur noch einmal die Möglichkeiten, die sich einem auf dieser Seite bieten, mit einer Tonaufnahme, die auch abgeschaltet werden kann aufgezeigt.

  • Mittig sind folgende Angaben zu finden:
  • Arbeitgeber

  • Bewerber suchen
  • Unsere Stellenangebote
  • Informationen

  • Arbeitnehmer, Arbeits- und Ausbildungsplatzsuchende

  • Stellenangebot suchen
  • Mein Bewerberprofil
  • Informationen

  • Ausbildung/Berufs- und Studienwahl
  • Bildungswege, Geldleistungen, Hilfe beim Berufsstart , Vermittlung von Ausbildungsstellen
  • Internationales

  • Service von A bis Z
  • Arbeitsmarkt- und Berufsforschung(IAB) Berufenet
  • Berufliche Qualifizierung Kurs Presse und Statistik Veröffentlichungen

    Die Seite kann sich aber jeder selber unter www.arbeitsagentur.de anschauen.

    Meine Eindrücke zu dieser Seite]

    Vorteilhaft finde ich die Möglichkeit seine Bewerbungsunterlagen ins Netz zu stellen. Dazu muss ich mich allerdings mit einem Benutzernamen und einem Passwort auf der Seite anmelden. Damit mir das Passwort per Post zugestellt werden kann, ist es erforderlich alle persönlichen Daten anzugeben. Dazu gehört auch die Kundennummer, unter der mich die Arbeitsagentur führt.

    Die Suchmaske, um sich eine Arbeitsstelle zu suchen, finde ich total unübersichtlich.Habe ich dann tatsächlich ein Angebot, das mir zusagt gefunden, muss ich mich durch mehrere Seiten klicken, bevor ich alle Angaben zu diesem Angebot zusammen habe. Das war auf der alten Arbeitsamtsseite aber einfacher. Alle Angaben waren auf einem Blick zu sehen und ich konnte sofort sehen, ob diese Arbeit für mich von Interesse war oder nicht. Es kostete weniger Zeit und auch weniger Geld. Nicht jeder hat eine Flatrate zu Hause, um seinen Internetanschluss stundenlang laufen zu lassen.

    Bis jetzt war es mir auch auf der Seite arbeitsagentur.de nicht möglich, nach einer von mir gestarteten Suche, mehr als 10 Seiten (100 Stellen) mit Stellenangebote zu bekommen. Bei der alten Seite des Arbeitsamtes konnte ich, ohne nähere Berufsbezeichnung in die Suchmaske eingegeben, für welchen Zeitraum und Wirtschaftsraum ich Arbeit suche und ob ich die gesuchten Stellen, für weibliche oder männliche Personen anzeigen lassen möchte. Mir wurden dann für diesen Zeitraum alle verfügbaren Stellen, für alle Bereiche angezeigt. Das sind manchmal bis zu 300 Stellen gewesen.

    Bei der neuen Seite, die außerdem sehr langsam lädt, kann ich nicht mehr nach Geschlecht differenzieren. Dafür kann ich aber bei der Detailsuche eingeben, welche Art Führerschein ich besitze und ob das dazu gehörige Fahrzeug vorhanden ist. Neu ist auch die Möglichkeit anzuklicken, ob man nur Stellenanzeigen für Schwerbehinderte oder gleichgestellte Menschen sucht.

    Nun hatte ich bei der Detailsuche, genau wie ich es bei der alten Seite angegeben hatte, die ersten beiden Ziffern der Postleitzahl angegeben, den Ort und das Bundesland zugefügt und auf Suche geklickt. Zur Antwort bekam ich, dass man dieser Postleitzahl keinen Ort zuordnen könne. Um dieses zu gewährleisten, muss ich nun eine komplette Postleitzahl eingeben.

    Den gesuchten Beruf hatte ich aus der angegebenen Liste ausgesucht. Den habe ich dann in das dafür vorgesehene Feld eingegeben und siehe da : * die Antwort ist spitzenmäßig, die ich erhalten habe. * Bitte wählen Sie einen Beruf über \"Beruf auswählen\" bevor Sie die Suche starten *

    Für die gesuchten Berufe, erscheint nun auch nicht mehr die dazu gehörige Berufskennzahl. Die Berufsliste ist nun alphabetisch aufgeführt. Auf jeder Seite befinden sich nur eine bestimmte Anzahl von Berufen. Die Berufsbezeichnung, die ich suchte, befand sich auf Seite 52. Eine übersichtliche Liste , die man sich runterladen konnte, wie bei der alten Seite, gibt es nicht mehr. Zeitaufwendiges durchklicken ist notwendig, bis man den richtigen Beruf gefunden hat. Dann wird der Beruf erst in männlicher und dann in weiblicher Schreibweise aufgeführt. z B. Glaser/in oder Maler/in usw.

    Um eine Seite zurück zu gehen, kann ich nicht den Button meines Browsers nutzen. Nein ich muss den * Zurück * Link nehmen der sich auf der Seite der Agentur befindet. Vergesse ich das, dann kommen fatale Folgen auf mich zu. Ein Fenster geht auf und eine Fehlermeldung grinst mich in einem freundlichen rot an. Für mich bedeutet dies, dass ich zurück zur Suchmaske muss, um alle Angaben neu einzugeben. Super denn der Arbeitslose hat ja Zeit, die kann er ja auf der Seite des Arbeitsamtes verbringen. Geld hat man ja auch genug, deshalb ist das ja nicht weiter tragisch.

    Durch die Eingabe der persönlichen Angaben, welche Kriterien der neue Arbeitsplatz erfüllen soll, hat die Arbeitsagentur die Möglichkeit, die Angaben mit vorhandenen Stellenanzeigen zu vergleichen. Bei Übereinstimmungen bekommt man (laut Aussage) diese Stellenanzeige zugestellt. Es besteht die Möglichkeit sich sofort online auf dieses Angebot hin zu bewerben.

    Für Auzubildene, Berufs-und Studiumsuchende gibt es auf der Webseite die gleichen Möglichkeiten, wie für Arbeitssuchende. Dort werden auch Angaben zu den vielfachen Möglichkeiten, die ein Auszubildener hat gegeben. Dazu gehören z.B. Hinweise, was alles in einem Vertrag stehen muss, Infos zum BIZ (Berufsinformationszentrum) werden gegeben und an wen man sich wenden kann, wenn man noch nicht genau weiß, welche Ausbildung man am liebsten machen würde. Hinweise zu Geldleistungen, Erstattung von Bewerbungs und Reisekosten findet der Suchende auch dort.

    Studiumssuchende bekommen auf der arbeitsagentur.de Seite Informationen und Entscheidungshilfen nicht nur im nationalem Bereich, sondern auch auf internationaler Ebene.

    Die Suchmaske ist auch für Schüler, die einen Praktikumsplatz oder eine Ferienjob suchen ausgelegt. Allerdings war ich auch hier enttäuscht. Für unsere Region wurde im Kraftfahrzeugbereich zum Beispiel kein einziger Praktikumsplatz angeboten, obwohl ich viele Firmen kenne, die Schülern einen Praktikumsplatz anbieten.

    Ach du Schreck, mein Passwort ist weg. Das ist alles kein Problem. Da fordert man doch gleich ein neues Passwort an. Was danach kommt, ist allerdings ein Problem. Man muss mehrere Tage auf ein neues Passwort warten. Dieses kommt per Post und man kann für diese Zeit nicht an seine eingestellten Bewerberangaben,(eingestellter Lebenslauf, Lichtbild, Zeugnisse ect.) weil die Angaben in dem Moment, in dem ich ein neues Passwort anfordere gesperrt werden. Es nützt dann auch herzlich wenig, wenn man das Passwort eine halbe Stunde später wieder findet. Statt dieses Passwort in einer Email zu schicken, wird dafür unnötig Portogeld verschwendet. Dafür hat man doch heutzutage die Möglichkeit eine Email zu schicken. Wenn ich ein Bewerbungsschreiben von der Agentur für Arbeit prüfen lassen will, ist es doch auch möglich, dieses über Email zu tätigen. Jedenfalls habe ich das schon gemacht.




    Noch mal alle Kritikpunkte auf einen Blick:

    Sehr schlechte Navigationsmöglichkeiten habe ich auf dieser Seite. Die Informationen werden nicht sehr oft erneuert. Die letzte Änderung war am 19 März 2004. Stellenanzeigen werden täglich aktualisiert. Die angebotenen Jobs waren nicht sehr berauschend und auch nicht in großer Anzahl vorhanden. Meiner Meinung nach finde ich persönlich, für mich dort nicht sehr viele Angebote.

    Fazit

    Es frustriert einfach nur und die Seite ist überhaupt nicht richtig durchdacht. Wer diese Seiten erstellt hat, hat sich überhaupt keine Gedanken darüber gemacht, wie ein Arbeitsloser mit diese Seite zurecht kommen soll. Für jemanden, der ansonsten mit Computer wenig am Hut hat, werden diese Seiten zu einem Buch mit sieben Siegel. Ich gestehe, dass ich weitere Möglichkeiten mit dieser Seite zu arbeiten, nicht mehr getestet habe. Nach anderthalb Stunden erfolglosem hin und her klicken habe ich resigniert aufgegeben. Es ist schade, das einem durch eine solche Dschungellandschaft, dass Suchen nach einer Arbeitsstelle auch noch unnötig erschwert wird. Hier muß genau, wie bei der Gesundheitsreform noch ordentlich nachgebessert werden.


    Diesen Bericht habe ich per Email an die:

    Bundesagentur für Arbeit
    Regensburger Straße 104
    90478 Nürnberg Telefon: 0911/179-0
    Faxnummer: 0911/179-2123 Email:
    [email protected]

    geschickt, in der Hoffnung das ihn auch jemand an richtiger Stelle liest und sich dazu Gedanken macht. Zurück bekommen habe ich eine Standartmail mit folgendem Wortlaut:


    Sehr geehrter User!
    Vielen Dank für Ihr Interesse an www.arbeitsagentur.de.
    Wir haben uns über Ihre aktive Mitarbeit gefreut und Ihre Anregungen bzw.
    Kritikpunkte zur Kenntnis genommen. Selbstverständlich werden wir sie zur
    Bearbeitung in die Liste der Verbesserungsvorschläge aufnehmen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Hotline-Team
    arbeitsagentur.de


    Leider hat sich aber bis heute nichts an diese Seite geändert. Für alle, denen es genauso wie mir geht, sei noch angemerkt, dass man auf die alte Seite www.arbeitsamt.de immer noch Zugriff hat
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