Weinen in der Dunkelheit (Taschenbuch) / Ursula Burkowski Testbericht
Auf yopi.de gelistet seit 06/2004
Erfahrungsbericht von diesonnenblume
Eine düstere Kindheit
Pro:
Eindrucksvoll in Form einer Autobiographie geschrieben.
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Verlag: Bastei Lübbe (aus der Reihe "Erfahrungen")
ISBN: 3-404-61244-2
1. Auflage: April 1992
Autobiographie über die Kindheit und Jugend im DDR-Heim
Autorin: Ursula Burkowski
I N H A L T
U.Burkowski erzählt in dieser Autobiographie von ihrer Zeit als Kind im Vorzeigeheim Königsheide der DDR, ihrem Aufenthalt im Jugendheim Treptow und ihrer Schwangerschaft.
Als sie zwei Jahre alt ist, flüchtet ihre Mutter in den Westen. Sie wird, alleine zurückgelassen in der Wohnung gefunden und in das Kinderheim Königsheide gebracht. Eine schreckliche Zeit beginnt. Eine Zeit mit Stubenapellen, Kollektivstrafen, Politdrill und Einsamkeit...
Erst im Alter von 7 Jahren erfährt sie, dass sie einen älteren Bruder hat, der sogar im gleichen Heim lebt. Viel Kontakt wird ihr allerdings nicht ermöglicht. Sie erfahrt auch von ihrer jüngeren Schwester, die sie jedoch nicht kennenlernt. Neben den Grausamkeiten lernt sie allerdings auch Freunde kennen.
Triste und zum Teil grausame Zeiten im Heim wechseln sich ab mit Aufenthalten in Pflegefamilien, bei denen sie ebenfalls unglücklich ist.
Später wird sie in einem Jugenheim untergebracht und erhält eine Lehrstelle in einer Gummifabrik.
Mit siebzehn wird sie schwanger in einem Mutter-Kind-Heim untergebracht. Hier bekommt sie ihren Sohn. Sie darf ihn nicht behalten. Ihr Kind wird in das gleiche Heim gebracht, in dem auch sie aufgewachsen ist. Sie ist dagegen machtlos. Ein neuer Kreislauf scheint zu beginnen.
Die Erzählung endet an dieser Stelle.
********************************************************************
A U S - D E M - B U C H (die ersten Eindrücke im Kinderheim):
...Im Alter von 2 Jahren machte ich die ersten Erfahrungen mit der Kinderschwester. Sie band mich mit Gurten an das Kinderbett, so konnte ich nicht hinausklettern....
...besonder Freude schien sie daran zu haben, mich auf ein Schaukelpferd zu setzen. Ich schrie fürchterlich vor Angst, je lauter ich weinte, desto stärker schaukelten sie mich....
...vor den Kollektivstrafen fürchtete ich mich... alle mussten sich um das "böse" Kind stellen und auf das Kommando der Erzieherin "Pfui, pfui" oder ähnliches rufen...
********************************************************************
U.Bukowski schildert ihre Erlebnisse sehr eindrucksvoll. Man hat teilweise das Gefühl dabei zu sein. Diese Erzählung ist teilweise spannend und bedrückend, dennoch ein lesens-
wertes Buch.
Das Buch ist meiner Meinung nach nicht für Kinder, durchaus für Jugendliche aber besonder für Erwachsene geeignet.
32 Bewertungen, 10 Kommentare
-
30.04.2006, 20:08 Uhr von _knuddelmonster88_
Bewertung: sehr hilfreich>>> sehr hilfreich <<< <br/>Und viele liebe Grüße, Sara
-
09.04.2006, 18:32 Uhr von Venezianerin_2005
Bewertung: sehr hilfreichTraurige Geschichte <br/>SH & LG :o) Ina
-
17.03.2006, 19:27 Uhr von Naffy
Bewertung: sehr hilfreichSuper Bericht <br/><b>Gruß Naffy</b>
-
05.03.2006, 18:21 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreich...sh.....Lg, Christina
-
05.03.2006, 16:53 Uhr von nofrotete
Bewertung: sehr hilfreichtraurig...LG nofrotete
-
05.03.2006, 14:26 Uhr von Lidlefood
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich
-
05.03.2006, 14:04 Uhr von WreckRin
Bewertung: sehr hilfreichSuper Bericht! Würd mich über Gegenlesungen freuen! <br/>LG, Sandra
-
05.03.2006, 13:55 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich
-
05.03.2006, 13:20 Uhr von morla
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich
-
05.03.2006, 13:13 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichschöner Bericht...sh von mir....freue mich auch über Gegenlesungen...lg cindy
Bewerten / Kommentar schreiben