Weinen in der Dunkelheit (Taschenbuch) / Ursula Burkowski Testbericht
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Erfahrungsbericht von telles
Aufgewachsen im DDR-Heim
Pro:
sehr unterhaltsam
Kontra:
nichts
Empfehlung:
Ja
Da mir das Buch “ Draußen!” von Ursula Burkowski recht gut gefallen hat , hab ich mir auch das Buch “ Weinen in der Dunkelheit” von Ihr besorgt.
BUCHDATEN :
Titel : Weinen in der Dunkelheit
Autorin : Ursula Burkowski
ISBN : 3-404-61244-2
Preis : um die 6,45 €
Seitenzahl: 255
UM WAS GEHT ES IN DEM BUCH :
Die Autorin schildert am Anfang des Buches kurz wie es gewesen sein könnte - Die Flucht der Mutter.
Zu Weihnachten findet der Opa die verwahrlosten, alleingelassenen Kinder. Fast eine Woche mussten sie Hunger und Kälte ertragen.
Ursula war 2 Jahre als sie ins Heim kam. Es war ein Vorzeigeheim in dem 600 Kinder untergebracht waren. Hier ging es streng zu. Hatte man etwas falsch gemacht wurden alle Kinder der Gruppe zusammengerufen und man wurde vor der ganzen Gruppe niedergemacht.
Alles wurde streng geregelt. Es war die totale Überwachung.
Mit 6 Jahren wurde Ursula eingeschult.
Sie bekam Pflegeeltern die sie jedes Wochenende abholten. Ursula mochte sie nicht.
Die Geschwister wurden ja auseinander gerissen und kamen in verschiedenen Heimen. Nun mit 7 Jahren lernte Ursula ihren Bruder wieder neu kennen.
Die Heimkinder wurden zur Arbeit erzogen. Es herrschte hier Disziplin und Ordnung. Sie mussten ihre Stuben aufräumen, Betten machen, die Schränke in Ordnung halten und den Fußboden reinigen.
Bei Kontrollen mussten sie in Reihe und Glied stramm stehen wie Soldaten.
Es kam die Zeit , da Ursula eine Lehrstelle anfangen sollte. Man wollte sie nach Dresden schicken. Sie wollte aber aus Berlin nicht heraus. Schließlich fand sie eine Lehrstelle in einer Gummifabrik.
Sie musste umziehen in ein Jugendheim.
Als Ursulas Bruder 18 Jahre alt wurde , durfte er seine Heimakte lesen. Darin fand er eine Adresse von Verwandten.
Beide Geschwister machten sich auf um diese Verwandten kennen zu lernen, und um zu fragen warum sie sich nie gemeldet hatten.
Die Tante erzählte ihnen dass das Jugendamt ihnen nichts sagte , wo sich die Kinder aufhalten würden.
Aber beide Geschwister merkten auch das sie hier nicht erwünscht waren. Sie gingen dort nicht mehr hin.
Seit einiger Zeit hatte Ursula einen Freund. Peter hieß er . Er lernte Matrose.
Ursula bekam ein Kind von ihm. Doch Peter war nicht sehr begeistert davon.
Ursula wurde in ein Müttererholungsheim gebracht. Sehr gut beschrieb sie die Geburt ihres Kindes und das was danach auf ihr zukam.
Ursula fühlte sich nicht wie eine Mutter. Sie mochte auch das Stillen nicht. Es tat ihr weh. Ihre Brust entzündete sich und Ursula bekam Fieber.
Zu Weihnachten durfte sie mit ihrem Kind wieder zurück ins Wohnheim. Ursula sollte ihre Lehre zu Ende machen. Ihr Kind musste derweil in ein anderes Heim. Der Abschied fiel ihr sehr schwer. Sie wollte nicht das es auch ein Heimkind wird.
Damit endet dieser Teil.
LESEPROBE : s:89
....Eines Nachmittags wurde mir von der Erzieherin mitgeteilt. Ich solle sofort zur Führsorgerin kommen. Ich musste ihr wohl in den Jahren sehr ans Herz gewachsen sein, denn sie redete wieder von Pflegeeltern, aber ich wollte keine Pflegeeltern mehr haben. Vielleicht machte sie sich wirklich Sorgen um meine Zukunft, aber in mir sträubte sich alles dagegen. Ich war froh, nach fast sechs Jahren mit Pflegeeltern nun wieder für mich zu sein. In den letzten Jahren hatten mich meine Pflegeeltern Wochenende für Wochenende geholt, einschließlich des Urlaubs und der Feiertage, aber ich fühlte mich dort nie zu Hause. Später bin ich nur noch mitgegangen, wenn ich eine Freundin mitnehmen durfte. In all den Jahren hatte mich meine Pflegemutter nicht ein einziges Mal in die Arme genommen oder gedrückt. Wegen einer Ruhrepidemie durften wir drei Monate das Heim nicht verlassen. Ich glaubte schon vergessen, aber sie kamen doch, schon von weitem sah ich sie. Ich hielt mich im Gebüsch versteckt und beobachtete, wie mich die anderen Kinder suchten. Als mich niemand fand, gingen die Pflegeeltern wieder.
Am nächsten Wochenende zerschnitt ich mir mit einem Schieferstein meine Hand und erzählte den Pflegeeltern, dass ich nicht mitkommen könne, da ich zweimal am Tag zum Verbandwechsel müsse. Danach ließen sie es wirklich sein, mich holen zu wollen. Außerdem hatte mein Bruder bestimmt bei seiner Familie erzählt, dass ich nicht mehr dort hinmochte.
Und nun wollte mir die Führsorgerin neue Pflegeeltern aufzwingen. Ich wehrte mich mit Worten, so gut ich konnte, aber es nützte mir gar nichts.
MEINE MEINUNG :
Es gibt noch 2 weitere Teile von Ursula Burkowski. Über den einen hatte ich ja schon berichtet ( Draußen!) Da mir der Teil sehr gefiel, musste ich auch unbedingt diesen Teil lesen, als ich es in einer Buchhandlung fand. Man möchte ja immer wissen wie es weiter geht, oder was vorher war.
In diesem Teil “ Weinen in der Dunkelheit “berichtet Ursula ihre ganze Kindheit im Heim.
Es sind viele unterhaltsame Geschichten die sie erlebte. Das Buch handelt von Erlebnissen mit anderen Kindern, mit Heimerziehern, von Schulerlebnissen, von der ersten Liebe, ja einfach über Streiche, Probleme und Freuden was man so als Mensch erleben kann.
Am besten gefiel mir die Beschreibung der Geburt, vielleicht weil sie so ausführlich war. Was sie dabei empfand , Ängste, Schmerzen, aber auch Gleichgültigkeit( Als die Schmerzen zu groß wurden).
Ja hat man erst einen Teil gelesen muss man die anderen auch einfach lesen. Nun fehlt mir noch Ursula Burkowskis letzter Teil mit dem Titel “ Es gibt kein zurück “.
BUCHDATEN :
Titel : Weinen in der Dunkelheit
Autorin : Ursula Burkowski
ISBN : 3-404-61244-2
Preis : um die 6,45 €
Seitenzahl: 255
UM WAS GEHT ES IN DEM BUCH :
Die Autorin schildert am Anfang des Buches kurz wie es gewesen sein könnte - Die Flucht der Mutter.
Zu Weihnachten findet der Opa die verwahrlosten, alleingelassenen Kinder. Fast eine Woche mussten sie Hunger und Kälte ertragen.
Ursula war 2 Jahre als sie ins Heim kam. Es war ein Vorzeigeheim in dem 600 Kinder untergebracht waren. Hier ging es streng zu. Hatte man etwas falsch gemacht wurden alle Kinder der Gruppe zusammengerufen und man wurde vor der ganzen Gruppe niedergemacht.
Alles wurde streng geregelt. Es war die totale Überwachung.
Mit 6 Jahren wurde Ursula eingeschult.
Sie bekam Pflegeeltern die sie jedes Wochenende abholten. Ursula mochte sie nicht.
Die Geschwister wurden ja auseinander gerissen und kamen in verschiedenen Heimen. Nun mit 7 Jahren lernte Ursula ihren Bruder wieder neu kennen.
Die Heimkinder wurden zur Arbeit erzogen. Es herrschte hier Disziplin und Ordnung. Sie mussten ihre Stuben aufräumen, Betten machen, die Schränke in Ordnung halten und den Fußboden reinigen.
Bei Kontrollen mussten sie in Reihe und Glied stramm stehen wie Soldaten.
Es kam die Zeit , da Ursula eine Lehrstelle anfangen sollte. Man wollte sie nach Dresden schicken. Sie wollte aber aus Berlin nicht heraus. Schließlich fand sie eine Lehrstelle in einer Gummifabrik.
Sie musste umziehen in ein Jugendheim.
Als Ursulas Bruder 18 Jahre alt wurde , durfte er seine Heimakte lesen. Darin fand er eine Adresse von Verwandten.
Beide Geschwister machten sich auf um diese Verwandten kennen zu lernen, und um zu fragen warum sie sich nie gemeldet hatten.
Die Tante erzählte ihnen dass das Jugendamt ihnen nichts sagte , wo sich die Kinder aufhalten würden.
Aber beide Geschwister merkten auch das sie hier nicht erwünscht waren. Sie gingen dort nicht mehr hin.
Seit einiger Zeit hatte Ursula einen Freund. Peter hieß er . Er lernte Matrose.
Ursula bekam ein Kind von ihm. Doch Peter war nicht sehr begeistert davon.
Ursula wurde in ein Müttererholungsheim gebracht. Sehr gut beschrieb sie die Geburt ihres Kindes und das was danach auf ihr zukam.
Ursula fühlte sich nicht wie eine Mutter. Sie mochte auch das Stillen nicht. Es tat ihr weh. Ihre Brust entzündete sich und Ursula bekam Fieber.
Zu Weihnachten durfte sie mit ihrem Kind wieder zurück ins Wohnheim. Ursula sollte ihre Lehre zu Ende machen. Ihr Kind musste derweil in ein anderes Heim. Der Abschied fiel ihr sehr schwer. Sie wollte nicht das es auch ein Heimkind wird.
Damit endet dieser Teil.
LESEPROBE : s:89
....Eines Nachmittags wurde mir von der Erzieherin mitgeteilt. Ich solle sofort zur Führsorgerin kommen. Ich musste ihr wohl in den Jahren sehr ans Herz gewachsen sein, denn sie redete wieder von Pflegeeltern, aber ich wollte keine Pflegeeltern mehr haben. Vielleicht machte sie sich wirklich Sorgen um meine Zukunft, aber in mir sträubte sich alles dagegen. Ich war froh, nach fast sechs Jahren mit Pflegeeltern nun wieder für mich zu sein. In den letzten Jahren hatten mich meine Pflegeeltern Wochenende für Wochenende geholt, einschließlich des Urlaubs und der Feiertage, aber ich fühlte mich dort nie zu Hause. Später bin ich nur noch mitgegangen, wenn ich eine Freundin mitnehmen durfte. In all den Jahren hatte mich meine Pflegemutter nicht ein einziges Mal in die Arme genommen oder gedrückt. Wegen einer Ruhrepidemie durften wir drei Monate das Heim nicht verlassen. Ich glaubte schon vergessen, aber sie kamen doch, schon von weitem sah ich sie. Ich hielt mich im Gebüsch versteckt und beobachtete, wie mich die anderen Kinder suchten. Als mich niemand fand, gingen die Pflegeeltern wieder.
Am nächsten Wochenende zerschnitt ich mir mit einem Schieferstein meine Hand und erzählte den Pflegeeltern, dass ich nicht mitkommen könne, da ich zweimal am Tag zum Verbandwechsel müsse. Danach ließen sie es wirklich sein, mich holen zu wollen. Außerdem hatte mein Bruder bestimmt bei seiner Familie erzählt, dass ich nicht mehr dort hinmochte.
Und nun wollte mir die Führsorgerin neue Pflegeeltern aufzwingen. Ich wehrte mich mit Worten, so gut ich konnte, aber es nützte mir gar nichts.
MEINE MEINUNG :
Es gibt noch 2 weitere Teile von Ursula Burkowski. Über den einen hatte ich ja schon berichtet ( Draußen!) Da mir der Teil sehr gefiel, musste ich auch unbedingt diesen Teil lesen, als ich es in einer Buchhandlung fand. Man möchte ja immer wissen wie es weiter geht, oder was vorher war.
In diesem Teil “ Weinen in der Dunkelheit “berichtet Ursula ihre ganze Kindheit im Heim.
Es sind viele unterhaltsame Geschichten die sie erlebte. Das Buch handelt von Erlebnissen mit anderen Kindern, mit Heimerziehern, von Schulerlebnissen, von der ersten Liebe, ja einfach über Streiche, Probleme und Freuden was man so als Mensch erleben kann.
Am besten gefiel mir die Beschreibung der Geburt, vielleicht weil sie so ausführlich war. Was sie dabei empfand , Ängste, Schmerzen, aber auch Gleichgültigkeit( Als die Schmerzen zu groß wurden).
Ja hat man erst einen Teil gelesen muss man die anderen auch einfach lesen. Nun fehlt mir noch Ursula Burkowskis letzter Teil mit dem Titel “ Es gibt kein zurück “.
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