Cable Guy - Die Nervensäge (DVD) Testbericht

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Erfahrungsbericht von Realjackass

Ich wollte doch bloß dein Freund sein...

Pro:

Carrey und Broderick überzeugen, Film wird nicht langweilig

Kontra:

Film ist nicht wirklich eine Komödie

Empfehlung:

Ja

Bald, schon sehr bald wird es soweit sein; Heute ist endlich meine \"Monster Legacy DVD Collection\" angekommen, die 18 klassische Horrorfilme beeinhaltet, über die ich in Kürze schreiben werde! Zuerst gibt es aber noch einen Bericht über einen etwas neueren Film: \"The Cable Guy\" mit Jim Carrey in der Hauptrolle, den ich mir schon lange mal ansehen wollte. Da ich kürzlich Geburtstag hatte, war dass dann die ideale Gelegenheit, mir diesen Film hier zusammen mit eben genannter Box anzueignen. Ob ich das im Fall von \"Cable Guy\" lieber hätte lassen sollen, erfahrt ihr jetzt.




Story
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Steven Kovacz (Matthew Broderick) ist wirklich kein Glückspilz. Nachdem er seiner Freundin Robin (Leslie Mann) einen Heiratsantrag gemacht hat, stellte die ihn kurzerhand mit all seinen Sachen vor die Tür, mit der Begründung er sei zu aufdringlich und sie brauche mehr Freiraum. Da Steven nun Single ist, braucht er natürlich noch eine neue Wohnung und die ist auch recht schnell gefunden: Zwar nicht gerade eine Villa, aber immerhin.

Was ist eines der wichtigsten Dinge, die man bei einem Umzug absolut nicht vergessen darf? Richtig, der Fernseher. So bestellt sich Steven einen Kabelmann, der zwar mit vier Stunden Verspätung im Gepäck anrückt, was Steven´s Freude über den bäldigen Fernsehgenuss aber nicht mildert. Die Freude ist allerdings nur von kurzer Dauer, denn der Kabelmann, der sich als Chip Douglas (Jim Carrey) ausgibt, ist ein überdrehter und zudem lispelnder Spinner. Er schlägt Steven ein weiteres Treffen vor, was dieser, eher aus Mitleid, auch zusagt.

Das war ein Fehler! Chip drängt sich von nun an penetrant in Steven´s Leben - jede Minute, jede Sekunde ruft er ihn an, will ein Treffen ausmachen usw. Eine Zeit lang geht das, obwohl Steven nicht gerade erfreut darüber ist, verhältnissmäßig gut, bis ihm endgültig der Kragen platzt. Er macht Chip freundlich, aber unmissverständlich klar, dass er ihn nicht als Freund haben möchte. Dieser kann die Abfuhr nicht ertragen und beginnt, Steven´s Freunde, Familie und sogar Robin gegen ihn auszuspielen..




Schauspieler
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Wie manche vielleicht wissen, mag ich Jim Carrey sehr. Natürlich ist das auch ein bisschen von den Filmen abhängig, in denen er zu sehen ist, aber im großen und ganzen darf ich wahrscheinlich schon von mir behaupten, fast sowas wie ein kleiner Fan Carrey´s zu sein. Der einzige Film, in dem er mir bislang ehrlich gesagt auf den Sack ging war \"Der Dummschwätzer\", weswegen ich schon von dem schlimmsten ausging (siehe die eindeutige Ähnlichkeit des Namens zu \"Die Nervensäge\"). Aber nun gut, es ist allgemein bekannt, dass es nicht viel bringt, mit Vorurteilen beladen an einen Film heranzugehen und genau das habe ich hier versucht zu vermeiden. Wer jetzt vom schlimmsten ausgeht darf beruhigt sein, es hat geklappt! Jim Carrey gefällt mir in der Rolle des geisteskranken Fernsehtechnikers, dessen richtigen Namen man nie erfährt, ich nenne ihn aber hier Chip, so wird er im Großteil des Films auch genannt, ausnehmend gut. Zugegeben: Die eine oder andere Szene war schon leicht übertrieben und hätte man das so weitergeführt, hätte es auch zu nerven beginnen können - aber sowas hält sich glücklicherweise in Grenzen. Kommen wir lieber wieder zum Positiven zurück und da muss ich an dieser Stelle, sicherlich zur Verblüffung vieler, sagen, dass mich in \"Cable Guy\" sogar die Figur gefallen hat, die Carrey spielt. Der durchgeknallte Psychophat, der seine ganze Kindheit über nur vor dem Fernseher saß, weil seine Mutter nie Zeit hatte - natürlich wünscht Chip sich auch reale Freunde, aber mit der Zeit verdrängt er das einfach und akzeptiert den Fernseher als seinen einzigen Freund. Hin und weg ist Chip, als er Steven kennenlernt, da er sich einbildet, er würde von diesem gemocht. Als dann aber schließlich das Kartenhaus der Einbildung in sich zusammenfällt, akzeptiert Chip das nicht so einfach...

Als nächstes hätten wir da noch Matthew Broderick, den viele wohl aus Roland Emmerich´s \"Godzilla\" kennen dürften. Hier spielt er den unauffälligen Steven, im Prinzip ein Kumpel wie man ihn sich nur wünschen kann. Er ist freundlich, stört nicht und zudem intelligent - meint er zumindest. Um so geschockter ist er dann natürlich, als seine Freundin ihn nach einem lange einstudierten Heiratsantrag einfach rauswirft. Zwar bekommt er keine Depressionen oder ähnliches, trotzdem möchte er seine Robin zurück. Als Steven dann aber Chip kennenlernt, hat er erstmal andere Probleme - man kann gut nachvollziehen, dass er den aufdringlichen Kabelmann nicht leiden kann. Definitiv eine sehr gute Leistung Broderick´s, der optimal in die Rolle des eher schüchternen Typs passt.

Das waren die zwei wichtigsten Akteure im Film, was aber nicht heißt, dass man sonst niemand berühmtes mehr sehen würde. Regisseur Ben Stiller ist in einer kleinen Nebenrolle vertreten, der \"Schwer verliebt\"e Jack Black überzeugt als Stevens Kumpel. Wer schon immer mal sehen wollte, wie Owen Wilson verprügelt wird, darf sich zudem noch freuen. Schließlich und letztendlich dann noch Leslie Mann (by the way ein komischer Name für eine Frau) als Robin, die das Schauspielerensemble abrundet.




Daten zum Film
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Originaltitel: The Cable Guy
Alternativtitel: -
Land: USA (1996)
Regie: Ben Stiller
Länge: ca. 92 Min.
Freigabe: FSK 12
Indiziert: Nein
@ Realjackass




Die Deutsche DVD
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Dieses, anscheinend, doch eher seltene Stück wird vertrieben von Columbia Tristar, die ihrem Namen hier keine Ehre machen. Das Bonusmaterial auf der DVD lässt sich fast garnicht als solches bezeichnen. Naja, dafür sind Bild & Ton wenigstens Standard. Im Prinzip kann man auch zur VHS greifen, Sammler wie ich legen sich trotz allem die DVD zu.




Kritik
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Der sicherlich allseits bekannte US-Komiker Ben Stiller (\"Zoolander\", \"Meine Braut, ihr Vater und ich\") hat mit diesem Film etwas geschaffen, dass von dem Publikum mit gemischten Gefühlen aufgenommen wurde. Denn trotz einer komödieantischen Starbesetzung lässt sich \"The Cable Guy\" nicht eindeutig in das Genre der Komödie einweisen. Doch in welches Genre lässt sich der Streifen sonst stecken? Sicher, sicher, man muss nicht immer in Schubladen denken, aber die meisten Leute werden im Voraus wahrscheinlich wissen wollen, mit was sie es zu tun haben. Auf die schnelle würde ich \"The Cable Guy\" einfach als Unterhaltungsfilm bezeichnen, denn weitgehend unterhält der Film recht gut - wenn auch nicht so, wie es eine Komödie eigentlich sollte.

Was sehr zu gefallen weiß, sind die Verrückten Einfälle, mit denen Chip Steven immer und immer wieder konfrontiert. Zuerst schenkt er ihm eine High-Tech Homekinoanlage, für die Steven später ins Gefängnis muss, weil es angeblich Diebesware war. Chip schreckt nicht einmal davor zurück, sich an Robin heranzumachen. Was daran gefällt, ist dass man selbst nie so genau weiß, ob Chip jetzt ernst macht oder ob es nur wieder einer seiner obligatorischen Witze ist - zuzutrauen ist ihm beides. Es macht eine Menge Spaß zu sehen, mit was sich Steven wohl als nächstes auseinandersetzen muss.

\"Weißt du, das Blöde am echten Leben ist, dass es keine Gefahrenmusik gibt.\"

Wie schon gesagt, eine wirkliche Komödie ist der Film auf keinen Fall, was sich vor allem am Schluss wiederspiegelt. Natürlich werde ich an dieser Stelle nicht verraten wie das ganze ausgeht, aber man darf definitiv gespannt sein, mich hat das gesehene schon sehr gepackt und positiv überrascht. Wer jetzt allerdings Emotionen quer über den Film verstreut erwartet wird ebenso enttäuscht sein wie der, der eine Komödie sehen will - \"The Cable Guy\" ist schlicht und ergreifend etwas dazwischen.




Fazit
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\"The Cable Guy\" ist definitiv kein schlechter Film, wenn mein Bericht bis zu dieser Stelle den Eindruck machte, dann war das nicht meine Absicht. Er unterhält einen von Anfang bis Ende, wenn auch nicht im Stil einer Komödie. Vermutlich sind deshalb auch so viele Leute von dem Film enttäuscht, weil sie eine Komödie erwarten. Fans von Jim Carrey kommen definitiv auf ihre Kosten und auch die, die auf der Suche nach leichter Unterhaltung sind, die man sich mal ansieht und dann recht schnell wieder vergisst. Obwohl \"The Cable Guy\" sicherlich kein Meisterwerk darstellt, bin ich froh, in mein eigen nennen zu dürfen.

6/10 Punkte und daher noch eine Empfehlung.

Mfg
Realjackass

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