Kairo und Umgebung Testbericht
Auf yopi.de gelistet seit 03/2005
Erfahrungsbericht von m0gli
absolut sehenswert
Pro:
alles
Kontra:
lest selbst
Empfehlung:
Ja
Nein, ich möchte den Ausflug den wir auf unserer Kreuzfahrt gebucht und in Alexandria gestartet haben vorstellen.
Besuch bei den Pyramiden
Die meisten die nach Äpypten kommen und die Pyramiden noch nicht gesehen haben, dessen Ziel wird sicherlich Kairo sein. So war auch uns von vorneherein klar, dass wir diesen Ausflug buchen würden, dass dieser Ausflug ein Muss ist.
So war es denn auch sozusagen eine unsere ersten „Amtshandlungen“ nachdem wir an Bord unseres Kreuzfahrtschiffes gegangen waren diesen Ausflug zu buchen. Auch wenn die dreistündige Busfahrt von Alexandria nach Kairo wohl anstrengend werden würde und dieser Ausflug mit 122 Euro pro Person nicht gerade preiswert war; wie gesagt es war für uns sozusagen ein „Muss“.
Nach Verlassen des Schiffes hatten wir schnell den für uns reservierten Bus gefunden und fuhren mit vielen anderen Bussen im Konvoi nach Kario. Auch wenn ich im Vorhinein gelesen hatte, die Fahrt ginge durch die Wüste war die Strecke, jedenfalls für mich, da ich die Wüste schon in Tunesien erleben durfte, so gar nicht wüstenähnlich. Zwar stellte sich die Landschaft meist grau in grau, ich möchte sagen sogar schmutziggrau dar, aber meist wuchsen Palmen rechts und links der Strecke und auch auch sonst waren viele Stellen mehr oder weniger bewachsen, ja sogar landwirtschaftlich bestellt.
Immer wieder gab es kleine Ansiedlungen und oft stand neben zwei oder drei Häusern die die Ansiedlung darstellten sogar eine manchmal gar nicht so kleine Moschee. Was uns aufgefallen ist, waren viele kegelartige Türme, mal kleiner, mal größer, mal niedrig, mal höher. Unsere Reiseleiterin darauf angesprochen erklärte uns, dass es sich dabei um Taubenhäuser handeln würde. Nun mag der ein oder andere von euch denken, ach die Ägypter haben so viele Brieftauben. Ich weiß nicht, ob es Brieftaubenliebhaber auch in Äqypten gibt, aber hier sind wohl eher die Liebhaber von Taubenbraten die Verursacher, denn man sagte uns, dass in Äqypten Taubenbraten dort sehr beliebt sind. Und so standen neben, machmal sogar auf den Häusern diese Türme. Oft waren sogar bis zu einem halben Dutzend oder noch mehr davon nebeneinander zu sehen.
Die Straße war recht gut, manchmal sogar vierspurig ausgebaut und sie war auch nicht nicht übermäßig stark befahren, was aber an der Tatsache liegen kann, dass wir den Ausflug Freitags machten, dem islamischen Wochenfeiertag.
Oft sahen wir auch niedrige Auto mit Ladefläche die mit Obst- und Gemüse beladen waren, auffällig oft mit vielen Kisten voller Zitrusfrüchte, meist waren es Apfelsinen.
Nachdem wir die Stadtgrenze von Kairo erreicht hatten, wurde der Verkehr dichter, aber immer noch nicht so, wie man es oft liest. Dafür fiel mir als erstes auf und nicht nur mich hat dieser Anblick mehr als erschreckt, wie die Menschen dort leben. Von wohnen will ich gar nicht sprechen, eher geistert bei mir noch heute der Begriff „hausen“ durch den Kopf.
Überall Dreck und Abfall, wohl planlos gebaute mehrstöckige Häuser, die teilweise unten und oben schon dabei waren zu zerfallen und mittendrin und daneben Balkone auf Wäsche hing, sodass davon auszugehen ist, dass in dem Dreck, in den Ruinen die Wohnungen bewohnt waren.
Die Häuser schienen mir auch so ineinander verschachtelt dass oft zwar wohl die Hitze nicht eindringen kann, wohl aber oft auch kaum Tageslicht.
Und wie gesagt Staub, Schmutz, Dreck und Abfall überall.
Sicher gibt es in Kairo auch andere, bessere Viertel, die dann aber, wie ich gehört habe bewacht und für die „normale“ Bevölkerung nicht zugänglich sind. Und diese sicher auch aus gutem Grund.
Hinzu kam die Luftverschmutzung die die Sonne nur durch einen Schleier scheinen ließ. Die auf Fotos zu sehen sehen Pyramiden vor einem strahlenden dunkelblauen Himmer sind wohl alle retuschiert, oder man hat sie an einem der wohl nur einmal in 10 Jahren vorkommenden Tag aufgenommen, an dem der Himmel sich so darstellt.
Zuerst ist unser Bus, und nicht nur dieser dann die Pyramiden angefahren, die, was mir so auch nicht bewusst war, auf einem zwar sehr großen ansonsten unbebauten Gelände stehen, sich aber eigentlich doch inmitten der Stadt befinden.
Dann hatten wir Zeit die Pyramiden zu „erkunden“, jedenfalls von außen, denn um das Innere zu besichtigen, dafür war die Zeit zu knapp. Wenn man bedenkt wie alt sie sind, stellt sich wohl ein Jeder die bis heute nicht beantwortete Frage, wie man sie damals errichtet hat. Klar ist wohl nur, dass das Baumaterial auf Schiffen über den Nil hierher gebracht wurde.
Es waren sehr viele Touristen zugegen; die Busse stehen auch in unmittelbarer Nähe, man kann einen kurzen Ausritt auf einem Kamel machen oder zu Fuß bis dicht an die Grabmäler herangehen.
Mitarbeiter, wohl der Denkmalsbehörde, achten mit Trillerpfeifen bewaffnet darauf, dass man die Absperrbänder, die um einige gezogen sind, nicht ignoriert, was, mir unverständlich, von recht vielen Touristen gemacht wird.
Im Anschluss unten bei den Pyramiden, sind wir mit dem Bus, wenige Minuten zur Aussichtsplattform gefahren. Von oberhalb hat man einen wirklich tollen Blick und sieht alle Pyramiden auf ein Mal. Leider war wie gesagt die Luft sehr diesig, so dass sie nicht klar erkennbar waren.
Nach einigen Minuten ging es dann weiter zur unterhalb der Pyramiden stehenden „Wächterin“ Königsgräber, zur Sphinx. Auch hier hatten wir Zeit zur Besichtigung, Zeit alles auf uns wirken zu lassen und Zeit um Fotos zu machen.
Wir hatten uns dagegen entschieden, auch noch das Ägyptische Museum zu besuchen, das wäre wohl einen eigenen Ausflug wert. Statt dessen gab es für uns ein Mittagessen auf dem Nil, mit Derwisch- und Bauchtanz, während das Schiff ungefähr eine Stunde auf dem Nil kreuzte. Man sah zwar nicht viel von der Gegend, auch wir trug die Luftverschmutzung nicht dazu bei, dass es blauen und klaren Himmel gab.
Nachdem wir das Schiff wieder verlassen hatten, fuhren wir mit dem Bus zu einem Papyrus- und Goldgeschäft. Nun gut, das ist wohl der obligatorische Versuch Devisen ins Land zu holen. Ich will hier nicht von Abzocke sprechen, zumal es sich um einen staatlichen Laden handelte und die Preise angemessen waren, aber verzichten kann man wohl nicht darauf.
Anschließend fuhren wir noch zur Alabastermoschee, einer wirklich großen und beeindruckenden Anlage sowohl von Außen als auch von Innen.
Die angefahrenen Sehenswürdigkeiten waren alle diese Reise wert. Aber auch auf der Rückfahrt musste ich feststellen, dass viele Kairoer, jedenfalls mit europäischen Augen betrachtet menschenunwürdig leben.
Zum Schluss noch ein Aspekt der in Ägypten sicher immer noch aktuell ist, das Thema Sicherheit. Mir sind keine Sicherheitskräfte aufgefallen, wenn man einmal von den erwähnten Wächtern absieht, deren einzige Bewaffnung aus einer Trillerpfeife bestand. Ich habe mich aber dennoch nie gedroht oder gefährdet gefühlt, jedenfalls nicht mehr und nicht weniger als an anderen touristen Sehenswürdigkeiten auch, egal ob in Europa oder außerhalb.
36 Bewertungen, 8 Kommentare
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29.01.2010, 20:45 Uhr von Striker1981
Bewertung: sehr hilfreichSH und Liebe Grüße vom STRIKER ;)
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09.11.2009, 18:57 Uhr von Mondlicht1957
Bewertung: sehr hilfreichSehr hilfreich und liebe Grüsse
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04.11.2009, 10:13 Uhr von Gemini_
Bewertung: sehr hilfreichWeiter so! Gemini_
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04.11.2009, 09:03 Uhr von tina08
Bewertung: sehr hilfreichViele Grüße .... Tina
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03.11.2009, 22:34 Uhr von willma1984
Bewertung: sehr hilfreichToller Bericht! LG willma1984
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03.11.2009, 20:31 Uhr von sigrid9979
Bewertung: sehr hilfreichEin schöner Bericht....Lg Sigi
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03.11.2009, 19:54 Uhr von MoeGott
Bewertung: sehr hilfreichtoller bericht. würde mich auf Gegenlesungen freuen :) ich lese auch gerne zurück! liebe grüße
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03.11.2009, 18:22 Uhr von melliCLP
Bewertung: sehr hilfreichein sehr hilfreicher und interessant geschriebener Bericht!Ich freu mich immer über Gegenlesungen!:) Liebe Grüße , melli
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