Erfahrungsbericht von wolframo
Spülst Du mit Power???
Pro:
macht sauber
Kontra:
hoher Phosphatgehalt
Empfehlung:
Ja
Wie ich schon sagte, handelte es sich bei dem Testkauf um ein Sonderangebot in der METRO. So habe ich für das „Super Jumbo Pack“, in dem sich 100 Tabs befinden 10,61 € bezahlt. Ein Spülgang kostet also rund 11 Cent, das ist nur geringfügig mehr, als ein „ALDI-Spülgang“ mit rund 9 Cent. Schnell noch eine Kurzbeschreibung der Verpackung, die ja zum Spülen weniger, aber sehr für Euch zum Erkennen des Produktes im Supermarkt wichtig ist.
Die 100 Tabs befinden sich in einem etwa 30 x 15 x 10 Zentimeter großen Pappkarton, dessen Layout Ihr auf dem obigen Foto betrachten könnt. Neben der Inhaltsstoffangabe, der Gebrauchsanweisung und der Herstellerangabe befinden sich keine weiteren interessanten Hinweise auf der Verpackung. Insgesamt wiegt der volle Karton knapp 2.100 g, wovon 1.960 g auf den Inhalt entfallen.
Ja, richtig gerechnet: Ein Tab wiegt demnach 19,6 Gramm und ist einzeln in Plastikfolie verpackt. Da liegt nun also so ein Teil vor mir und ich mache mich ans Sezieren. Im unteren Teil des rechteckigen Tab mit abgerundeten Ecken (also keine Verletzungsgefahr *g*) ist er weiß. Diese „weiße Phase“ besteht aus dem eigentlichen Reiniger, der im Hauptspülgang das Geschirr reinigen soll.
Darüber befindet sich die „blaue Phase“, die den Klarspüler enthält. Darin eingebettet sitzt der rote „Powerball“, der mit „Einweich-Aktivstoffen“ Beläge und Verkrustungen entfernen soll. Da der Tab demnach auch den Klarspüler enthält, kann man auf die Zugabe von normalem flüssigen Klarspüler verzichten. Da dieser relativ teuer ist, gewinnen nun die Powerballs wieder einen Preisvorsprung gegenüber den „Billig-Tabs“ von ALDI, die separaten Klarspüler benötigen. Zwar verweist der Hersteller (Reckitt Benckiser Tel.: 0621-32460) auch auf seinen Klarspüler; aber während meiner Testphase wurden alle Gläser schön klar und glänzend auch ohne separaten Klarspüler und das Ignorieren der roten Warnlampe „Klarspüler nachfüllen“ kann man lernen.
Wie funktioniert das nun theoretisch? Um das besser erklären zu können, legte ich einen Tab in ein Glas lauwarmes Wasser. Zuerst löste sich tatsächlich sofort der rote Powerball und gab seine Inhaltsstoffe frei. Etwas später zerfiel die weiße Schicht, also der eigentliche Reiniger und die blaue Klarspülerphase löste sich erst bei Temperaturerhöhung auf. Also lösen sich die einzelnen Stoffe nacheinander auf und wirken so auch der Reihe nach.
Auch wenn Inhaltsstoffe nicht in jeden Bericht gehören, hier denke ich, kann man eine Ausnahme machen, denn schließlich entlassen wir diese ja nach Gebrauch in die Kanalisation und damit in die Umwelt – und Umweltverträglichkeit ist für mich ein sehr wichtiges Testkriterium. Unter 5% nichtionische Tenside, Phosphonate, also Reinigungsstoffe, die insbesondere Fett lösen sollen. Sie sind zwar nicht ganz unbedenklich, aber leider nicht verzichtbar. 5-15% Bleichmittel auf Sauerstoffbasis wird als nächstes ausgewiesen. Diese Peroxide bauen sich meist während des Waschganges ab und sind unbedenklich, da die Zerfallprodukte von jeder Kläranlage gefiltert werden können. Den Hauptbestandteil machen die Phosphate mit über 30 % aus, die zwar die Kläranlagen belasten, aber von ihnen trotzdem abgeschäumt werden können. Es gibt zwar auch phosphatfreie oder -arme Geschirrspülmittel, aber bei denen bildet sich bald ein Grauschleier auf Gläsern und Tellern. Dieser verschwindet aber wieder bei Benutzung phosphathaltiger Spülmittel. Schließlich sind noch Enzyme, wie Amylase und Protease enthalten, die zur Eiweißspaltung benötigt werden, Euch also den eiweißhaltigen Dreck von den Gabeln fressen. Alles in allem nicht gerade ein Geschirrmittel für den Umweltpreis, aber doch mit vertretbaren Inhaltsstoffen.
So, nun aber zum Praxistest: Tab in die Dosierkammer, Klappe zu und los. Nach rund einer Stunde das Ergebnis: Klare, saubere Gläser, die richtig schön glänzen. Auch das andere Geschirr ist sauber geworden und glänzt. Was macht der Topf, in dem mein Großer Schokoladenpudding gekocht hat und mangels Rühreinsatz ein wenig davon am Topfboden angebrannt war? Sauber – und das ohne Einweichen. Früher gingen derartige Verkrustungen nur weg, wenn ich den Topf vor dem Spülgang eingeweicht hatte. Hier muss wohl die rote Kugel mit ihren „Aktiv-Einweichstoffen“ gewütet haben. Ihr merkt, ich bin beeindruckt.
Noch ein Wort zu den Gläsern. Da das ALDI-Geschirrmittel zu den phosphatärmeren gehört, hatten sich die oben erwähnten Beläge auf meinen Gläsern angesammelt. Nach etwa drei Spülgängen waren sie verschwunden und die Gläser sehen wieder wie neu aus.
Abschließend muss ich sagen, dass mir hier der zukünftige Griff zu diesem etwas teureren Markenartikel sehr leicht fallen wird, da die Reinigungsleistung wirklich überdurchschnittlich ist. Auf Klarspüler werde ich auch zukünftig verzichten, da der „Eingebaute“ voll ausreicht und ich so die Umwelt und meinen Geldbeutel entlasten kann. Einen halben Stern würde ich abziehen, wegen der hohen Phosphathaltigkeit, aber auch nur einen halben, da es noch keine Alternative dazu gibt.
Viel Spaß beim Spülen, Lesen, Bewerten und Kommentieren wünscht Euch
Euer
© wolframo
29 Bewertungen, 8 Kommentare
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01.06.2007, 13:28 Uhr von Baby1
Bewertung: sehr hilfreichLG Anita
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10.03.2007, 12:00 Uhr von hjid55
Bewertung: sehr hilfreichSh & lg Sarah
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05.03.2007, 11:48 Uhr von panico
Bewertung: sehr hilfreichlg panico:-)
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04.03.2007, 18:18 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichLG Damaris :-)
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01.03.2007, 17:34 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichLiebe Grüße Edith und Claus
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26.02.2007, 22:37 Uhr von Zzaldo
Bewertung: sehr hilfreichein sh von mir für Dich. LG Stephan
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11.10.2006, 17:09 Uhr von leuchttuermin
Bewertung: sehr hilfreichvolle Pauer!
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17.07.2006, 13:46 Uhr von Binki
Bewertung: sehr hilfreich°°° sh und lg Binki °°°

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