Campingplatz Tres Estrellas Testbericht

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Erfahrungsbericht von ursand

Campingplatz Tres Estrellas nah an Barcelona gelegen

Pro:

Nur 12 km vom Zentrum von Barcelona entfernt und direkt am Meer gelegen

Kontra:

Neben der Schnellstraße entlang zu der Bushaltestelle

Empfehlung:

Ja

Jetzt im Sommer waren wir, an der Costa Brava in Barcelona und bei Tossa de Mar (nördlich von Barcelona)mit unserem Wohnmobil im Urlaub. Auf Barcelona kamen wir dieses Jahr, weil uns Sohn dort seit Mai lebt und arbeitet. Hier schildere ich zunächst den Campingplatz Tres Estrellas (in Gava), der nur 12 km vom Zentrum von Barcelona entfernt ist.(Der andere Cala Llevado ist in einem gesonderten Berichtzu finden.)

Von Barcelona aus ist die Zufahrt zum Campingplatz über die zweispurige Schnellstraße (C-31, Autovia nach Castelldefels) nicht direkt zu erreichen, da man dort (wie auf einer Autobahn) nicht links abbiegen kann! Ca. bei , km.186,2, nimmt man die Ausfahrt „Gava“, fährt auf einer Brücke über die Autovia, und fährt gleich in entgegen gesetzte Richtung wieder auf die Schnellstraße zurück nach Barcelona, um nach ca. 300 m rechts auf den Campingplatz einzubiegen. Ca. 500 m weiter kommt noch ein Campingplatz, und zwar Ballena Allegra, aber wir hatten uns für diesen entschieden, da er für uns mit 10 Euro pro Tag preiswerter war.

Wie waren so gegen 12 Uhr mittags dort. Das ist notwendig, wenn man wie wir, keinen Stellplatz für das Wohnmobil reserviert hat. Ist allerdings auch für Zelter zu empfehlen! Nur so kann man relativ sicher sein, dass freie Stellplätze vorhanden sind (Der Wechsel findet immer vormittags statt.)

Schon bei der Ankunft macht der Campingplatz einen gepflegten und freundlichen Eindruck. Links liegt der Spielplatz für die Kleinen, man fährt direkt auf die Rezeption zu. Wir halten mit unserem Wohnmobil vorne an der Einfahrt und gehen uns anmelden. Es waren noch mehrere Plätze frei, allerdings alle ohne Schatten, die waren natürlich belegt, hmmmm! Aber was soll es, wir wollen schließlich unseren Sohn in Barcelona treffen und die Stadt kennenlernen, von der wir soviel Positives gehört hatten, außerdem haben wir am Wohnmobil eine Markise, unsere Thermomatten und -jalousien für die Fenster und sind direkt am Meer, wo eigentlich immer ein Lüftchen weht!

An der Rezeption sprechen sie nicht so gut deutsch, aber englisch, französisch, italienisch und holländisch, und so erledigen wir die Anmeldung lieber auf Englisch. Nachdem die Formalitäten erledigt waren brachte uns einer von der Rezeption mit dem Fahrrad zu unserem Stellplatz. Wir fuhren unter hohen Kiefern die ausnahmslos Schatten lieferten zu unserem schattenlosen Plätzchen mit Blick aufs Meer. Vor uns lag ein wohl 200 m breiter Sandstrand, der nach rechts und links nicht auszuhören schien, mit feinem Sand! Dieser Blick, leider durch einen Drahtzaun etwas „verunstaltet“, entschädigte uns für den nicht vorhandenen Schatten. Der Zaun diente der Eingrenzung des Campingplatzes, da der Strand öffentlich ist.

Wie wir beim Durchfahren schon bemerkten, waren auf dem Platz kaum deutsche Touristen, dafür sehr viele Niederlände, der Rest war gemischtes Europa. Es sind viele Jugendliche dort auf dem Platz. Sie haben keinen separaten Platzteil, sondern sind integriert zwischen den anderen Campern!

Der Campingplatzboden ist eben und man hat keinerlei Probleme ein Wohnmobil geschweige denn ein Zelt waagerecht aufzubauen. Die Stellplätze sind relativ groß und parzelliert, so dass sich keiner übermäßig ausbreiten kann.

Nach dem Ausräumen unserer Dinge wie Stühle, Tisch usw. und der Versorgung des Wohnmobils mit Energie, machten wir uns erst einmal auf zum Strand, um uns von der Fahrt im Wasser etwas abzukühlen! Der Strand war wie gesagt wohl gut 200 m breit und in dem weichen Sand hatte man keinerlei Probleme eine bequeme Lage beim Liegen zu finden. Ideal auch, um Beach-Ball zu spielen, da Platz im Übermaß vorhanden ist. Der Strand ist dort nicht sehr stark frequentiert. Was wir beobachtet haben, es waren hauptsächlich Camper und Zelter die dort waren, und bei solch einem breiten Strand verteilt es sich sehr gut! Der Wasser ist nicht so klar wie etwa 100 km weiter nördlich von Barcelona. Es gehen immer Wellen, mal mehr, mal weniger, also ideal für Surfer. Zum Schnorcheln weniger geeignet!

Auf dem Campingplatz selbst sind noch ein Supermarkt für die täglichen Dinge, ein Zeitungsladen mit Nippes (wie Postkarten, Modeschmuck, eine kleine Auswahl an Badesachen und Souvenirs) sowie ein Raum mit 5 Internetanschlüssen (30 Minuten = 1 Euro), ein Restaurant und ein Fast-Food-Lokal, wir haben beide Lokale probiert. Na ja ist nichts besonderes, aber es schmeckt!
Dann gibt es dort noch einen wunderschönen Swimmingpool, der erhöht angelegt ist und ausreichend Platz zum Sonnen bietet. Daneben befindet sich noch ein Tennishartplatz, auf dem man nach Anmeldung kostenlos spielen kann. Wir haben allerdings nur einmal gespielt, weil es einfach zu heiß war! Alles schön angelegt und mit bunten Sommerblumen geschmückt und blühenden Oleanderbüschen.

Die Sanitäranlagen sind in ausreichender Menge über den Campingplatz verteilt und Duschen, Waschbecken und Toiletten sind sehr sauber, da sie mehrmals am Tag gereinigt werden. Das Geschirr kann ebenso in einem separaten Raum gespült werden wie auch die große Wäsche, da gibt es neben den Handwaschbecken, zwei Waschmaschinen und einen Trockner. Bei den Sanitäranlagen befindet sich das Ausgussbecken für die Chemie-Toiletten sowie die Versorgung für Wohnmobile.

Am nächsten Tag machten wir uns auf nach Barcelona. Wie wir von der Rezption erfuhren, muß man die Tickets im Bus kaufen oder aber in Barcelona 10er Tickets erwerben, die dann preiswerter waren. An der Rezeption kann man allerdings eine Sight-Seeing Tour buchen und erhält dann dort 10% Ermäßigung. Wir wollten es auf eigene Faust machen und begaben uns auf den Fußweg neben der Schnellstrasse zu der Bushaltestelle, die nur 300 m entfernt ist. Der Bus kommt alle 20 Minuten und kostet bis zum Zentrum Barcelona 1,05 Euro, wenn man im Bus bezahlt. Mit dem 10er Ticket, dass man an den U-Bahn Stationen kaufen kann, kostet die Fahrt nur 0,56 Euro, also sehr günstig! Der Bus ist etwa eine halbe Stunde unterwegs und morgens und abends eigentlich immer voll. Da er aber klimatisiert ist, sind die Fahrten nicht so strapaziös. Auf der Rückfahrt hält der Bus auf der gegenüberliegenden Seite des Campingplatzes. An der Haltestelle gibt es aber eine Fußgängerbrücke zum Überqueren der Schnellstraße.
Ich würde nicht empfehlen mit dem Fahrrad zur Haltestelle zu fahren und es dort abzuschließen, damit man sich den Fußweg spart. Wir haben es am Anfang gemacht, beim ersten Mal ging es auch gut, beim zweiten Mal fehlten bei meinem Mann die Ventile und wir mussten zurück schieben!

Der Campingplatz hat also eine ideale Lage, um Barcelona zu erkunden und ich kann Euch versprechen, Barcelona ist mehr als eine Reise wert!

Ach ja, die diesjährigen Preise waren:

Übernachtung HAUPT- | ZWISCHEN- | NEBENSAISON
Erwachsene 5,80 | 4,84 | 4,31
Kinder 3,84 | 3,58 | 3,38
Zelt 6,59 | 6,23 | 5,46
Wohnwagen 6,59 | 6,23 | 5,46
Wohnmobile 13,19 | 12,45 | 10,94
Auto 6,59 | 6,23 | 5,46
Motorrad 4,31 | 4,14 | 3,59
Strom 4,04 | 4,04 | 4,04
Hund 3,32 | 2,98 | 2,65

Wenn man die Internationale Campingkarte hat, erhält man 10% Ermäßigung. Wer kein Zelt oder Wohnmobil hat, kann sich dort auch eine Hütte mieten. Die Preise weiß ich allerdings nicht.

Fazit: Der Campingplatz selber ist zwar schön, sauber und im großen und ganzen völlig okay, aber um dort einen dreiwöchigen Urlaub zu verbringen, bietet er außer der guten Anbindung an Barcelona nicht viel besonderes

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