Canon BJC 3000 Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 02/2000
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Summe aller Bewertungen
- Druckqualität:
- Geschwindigkeit:
- Betriebskosten:
- Installation:
- Support & Service:
Erfahrungsbericht von BeAsT81
Bestes Preis-Leistungsverhältnis im SW Druck
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Ein Drucker für 40 EUR, der mit 5 EUR für eine SW (Schwarz/Weiß) Patrone 600 Seiten Text in gut lesbarer Qualität druckt! Wenn ihr nach so etwas sucht, dann werdet ihr mit diesem Drucker glücklich! Wer mehr über den Drucker wissen will sollte sich meinen Bericht durchlesen... Wer nicht mehr wissen will, der sollte den Bericht natürlich trotzdem aus reinem Interesse lesen und sich ein wenig amüsieren. Wem 2000 Wörter zu viel zum Lesen sind, der kann sich meine Zusammenfassung am Ende des Berichtes durchlesen.
_ Der Drucker _
Was so ein richtiger Drucker sein will, der muss heutzutage schon so einige Anforderungen erfüllen. Da reicht es nicht mehr, wenn man auf Knopfdruck eine Seite in SW ausgedruckt bekommt, es soll auch noch schön schnell gehen und wenn möglich in Laserqualität zum Preis von nem Kugelschreiber und wenn es geht doch bitteschön auch noch mit der Möglichkeit Bilder und Fotos auszudrucken. Nun denkt ihr bestimmt, das diese Anforderungen wohl gemeinsam nicht zu erfüllen sind, aber wenn ich ehrlich bin, dann schafft es mein Canon Bubblejet-Color fast komplett diese Wünsche zu erfüllen. Lediglich bei der Druckqualität muss man sich mit Standardwerten zufrieden geben, oder sehr gutes (teures) Papier benutzen.
Diese BubbleJet Technik ist einfach wunderbar. Man hat in dem Drucker 4 Patronen, eine schwarze 26ml und 3 farbige (Cyan/Magenta/Yellow) mit jeweils 13ml. Bei mir reicht die Schwarze Patrone meist für 500 – 600 Blatt Textdruck. Die Patronen kann man einzeln austauschen und was das Beste ist, es gibt sie einmal bei eBay für ca. 15 EUR im Komplettpaket oder im Fachhandel Alternativtinten für ca. 4 EUR das Stück. Ich benutze immer die Alternativtinten, da ich keinen besonderen Wert auf Fotoqualität lege, bzw. für Fotos, dann die Fotopatronen von Canon nehme, aber das ist sehr selten...
Diese Leistungen werden bei mir zu Hause unter dem Schreibtisch vollbracht, wo mein kleiner Knecht nur 40x30x30 (B/H/T) Zentimeter Platz verbraucht. Soviel Platz hat man allemal... Vor dem Drucker sollte dann noch ein bisschen Platz sein für den Blattauswurf, für den dem Drucker eine Plastikschiene beigepackt ist, die man einfach am Drucker einhaken kann und darauf werden dann die Blätter abgelegt. Zum Transport macht man diese dann wieder ab und der Drucker ist wieder so schmal wie eh und je. Nach oben hin sollte man dem Drucker auch noch ein paar Zentimeterchen gönnen, denn sonst hat man es mit dem Einlegen der Blätter etwas schwer. Diese akzeptiert der Drucker übrigens in allen handelsüblichen Formaten bis maximal A4. Der Druckbereich ist dabei in etwa 20 cm breit, so dass bei A4 links und rechts noch ein halber Zentimeter Rand bleibt.
Weil so ein kleiner Drucker ja nicht von allein drucken kann, hat er einen USB Anschluss, einen normalen Parallelportanschluss, von dem das Kabel mitgeliefert wurde und natürlich braucht der kleine Tintenblasenspritzer auch ein bisschen Strom, der zwar nicht mitgeliefert wird, aber zumindest ist ein Kabel dabei...
_ Connection established _
Also auf der Kiste stand P&P drauf, ich dachte ja anfangs immer das heißt Plug & Pray, aber irgendwann habe ich dann festgestellt, dass das ganze doch nicht so schlecht ist. Mein kleiner Freund der Drucker wurde von mir nun mittels USB, wenn schon denn schon, an meinen Computer angestöpselt und augenblicklich meckerte Windows mit einer Meldung... Ich, erstmal total erschrocken, schaute erstmal genauer hin und da stand doch tatsächlich, dass Windows ein neues Gerät am USB Port gefunden hatte und nun gern die TreiberCD wollte. Die CD hab ich natürlich gleich eingelegt, man kann allerdings auch Treiber aus dem Internet herunter laden (http://support.canon.de/produkte/drucker/bjc3000/bjc3000_sw.htm), und schwups wurden die richtigen Windows 2000 Treiber installiert. Der erste Druck klappte auch schon wunderbar, aber mit den Farben stimmte noch irgendetwas nicht...
_ Try ber _
Im Einstellungsmenü des Bubble Jet Treibers befindet sich ganz hinten links in der Ecke ein ganzes Feld mit Wartungsfunktionen, welche ich euch nun mal kurz in ihrer Wirkung vorstellen möchte, denn nicht alle sind sinnvoll.
Da wäre als erstes die Reinigung, welche man ab und an mal machen sollte, wenn das Druckbild unsauber wird oder der Drucker beginnt zu schmieren. Diese Reinigung verbraucht aber eine Menge Tinte und führt nicht immer zum gewünschten Ergebnis, deshalb empfehle ich lieber gleich die Intensivreinigung zu machen. Diese Intensivreinigung verbraucht in etwa doppelt so viel Tinte wie die normale, macht aber wirklich den Druckkopf richtig sauber, da konnte ich mich bisher noch nicht beklagen. Nun muss man eine solche Reinigung natürlich nicht nach jedem Druck machen, aber so alle 2000 Blatt fängt der Druckkopf einfach an zu schmieren, das ist ganz normal, da macht man dann so eine Reinigung und dann geht es wieder für 2000 Blatt.
Wenn die Reinigung aus irgendeinem Grund doch nicht zu einem zufrieden stellenden Ergebnis führen sollte, dann empfehle ich einen Düsentest, welcher einfach ein paar Striche aus allen Tintenpatronen druckt. Hieran sieht man dann eigentlich sehr genau, welche Patrone evtl. Verstopft ist oder ob irgendetwas anderes nicht stimmt. Verbraucht wieder Tinte, klar.
Sollte es aus irgendwelchen Gründen zu Farbverfälschungen kommen, dann solltet ihr eine Druckkopfausrichtung ausprobieren. Die verbraucht wieder ein bisschen Tinte und man braucht ein scharfes Auge um die Abstände der gedruckten Linien wirklich gut zu erkennen, aber das Druckmanagement stellt anhand der Eingaben, welche man über das Druckbild machen muss, dann die Druckköpfe wieder richtig ein und das Bild wird insgesamt wieder klarer.
Für die Reinigung der Papierwalzen braucht man ein spezielles Blatt Reinigungspapier, welches ich nicht habe und auch nicht brauche, da die Walzen bei mir nach 2 Jahren noch keine Probleme gemacht haben.
Zu den beiden verbleibenden Funktionen muss ich natürlich auch noch etwas sagen. Zum einen kann man den Drucker vom Treiber „ausschalten“ lassen, wobei der Drucker dann in einer Art Standby Modus ist und nur noch ganz wenig Strom verbraucht und man kann eine Automatik einstellen. Mittels dieser sehr sinnvollen Funktion, kann man den Drucker vor jedem Druck automatisch einschalten lassen und nach einer gewissen Zeitspanne (nicht zu kurz, da der Drucker beim Einschalten kurz ein wenig Tinte zum Druckkopf auffrischen verbraucht) wieder automatisch in diesen Standby Modus zurück versetzen lassen. Ich finde diese Funktion übermäßig praktisch, da mir somit das ewig unter den Tisch krabbeln und Ein-/Ausschalten erspart bleibt.
Wenn man nun etwas ausdrucken möchte, dann kann man auch hier vor dem Druck noch ein paar Einstellungen vornehmen. Die möchte ich jetzt aber keinesfalls alle aufzählen, nur ein paar wichtige, die ich häufig benutze.
Da ich meist irgendwelche Scripte in SW ausdrucke in denen auch Grafiken und nicht nur Text ist, stelle ich den Druckmodus meist nochmal manuell auf SW, weil der Drucker sonst bei manchen Grafiken die Farbe Schwarz aus den anderen 3 Farben mischt und das muss ja nicht sein.
Eine weiter Funktion die ich recht häufig nutze ist das Drucken von 2/4/6 Seiten auf ein Blatt. Unsere Profs haben das noch nicht so gerafft mit der optimalen Platzausnutzung und daher sind die Folien meist in riesigen Schriftgrößen denen es keineswegs schadet ein wenig verkleinert zu werden. Dann wähle ich einfach 4 Seiten pro Blatt aus und spare damit Unmengen an Papier. Leider funktioniert dann das doppelseitige Drucken über Gerade Seiten / Ungerade Seiten nicht mehr. Ihr kennt das doch bestimmt, oder? Man druckt erst alle ungeraden Seiten eines Dokumentes und dann legt man die Blätter wieder ein und druckt alle geraden. Ist ganz einfach. Um dann dennoch doppelseitig zu drucken und noch mehr Papier zu sparen, wandel ich die Seiten erstmal in ein PDF um, in welchem dann 4 Seiten pro Blatt sind und diese druck ich dann über die eben beschriebene Methode doppelseitig aus.
Eine weiter gern von mir benutzte Funktion ist der Entwurfsmodus beim Drucken. Wenn man eine Menge Blätter einfach nur mit Text ausdrucken möchte und diese nach dem Lesen nicht weiter braucht, dann bietet sich dieser Modus an um Tinte zu sparen. Der Drucker druckt dann ein etwas blasseres Textbild und die Kanten der Buchstaben wirken auch nicht mehr so sauber wie im Normaldruck, aber dafür verbraucht man wesentlich weniger Tinte. Wenn man sich Traut, kann man auch immer im Entwurfsmodus drucken, aber bei extrem kleiner Schrift wird es dann wirklich unleserlich...
Der Druckertreiber hat zwar noch Funktionen für den Fotodruck und zur Grafikoptimierung, aber da ich erstens kaum Fotos drucke und zweitens diese ganzen Einstellungen blödsinnig finde, erzähl ich euch darüber jetzt nicht noch was... ätsch!
Es gibt für den Drucker im übrigen Treiber aller gängigen Windowssystem und für die Freunde eines richtigen OS gibt es auch alternative Linuxtreiber, welche zwar nicht von Canon supportet werden, aber zumindest auf der Treiberseite mit erwähnt.
_ Papierchen, Papierchen, du musst wandern... _
...von der einen Walz\' zur Andern! Oder so ähnlich ging doch das Spiel. Der Drucker macht das jedenfalls sehr gut. Ich hatte noch nie einen Papierstaub, verkantetes Papier gab es auch noch nicht, was ich von meinen vorherigen HP Druckern nicht behaupten könnte, die hatten ständig Einzugsprobleme. Bei meinem Canon ist es vorgestern das erste Mal passiert, dass er mehrere Blätter gleichzeitig eingezogen hat, aber das schiebe ich mal auf das etwas zusammen geklebt Papier.
Beim Drucken gibt es ja als Qualitätsmerkmal nicht nur das Druckbild, sondern viele legen auch auf eine gute Druckgeschwindigkeit wert. Hier habe ich mehrer Angaben für euch. Zum einen gibt Canon selbst die Anzahl mit etwa 9 Blättern SW pro Minute und mit 4 in Farbe an. Ich selbst habe das mal getestet und muss bestätigen, dass der Drucker diese Werte tatsächlich schafft, allerdings nur im Entwurfsmodus. Ich würde jetzt grob geschätzt als PPM-Wert (Pages per Minute / Seiten pro Minute) 5 für SW und 1 für Farbe angeben. Es kommt zwar immer darauf an, wie sehr die Seiten bedruckt werden, aber ich denke diese Werte kann man als ganz gute Mittelwerte betrachten. Wenn man es hingegen schnell haben will, dann einfach den Entwurfsmodus und „Nicht in Farbe drucken“ einschalten und schon rast der Drucker euch von dannen.
_ Oldy but Goldy _
Wer jetzt beim Lesen des Textes festgestellt hat, das er genau einen solchen Drucker dringend braucht, den muss ich ein wenig enttäuschen. Einfach in den Laden gehen ist nicht mehr, drin, denn Canon hat diesen Drucker im Jahr 2001 aus dem offiziellen Programm genommen. Dies hat aber einen entscheidenden Vorteil, denn dadurch bekommt ihr den Drucker A sehr günstig gebraucht und B auch recht günstig neuwertig aus Lagerbeständen.
Ich habe meinen vor 2 Jahren für 200 Märkers gekauft, habe mich aber für diesen Bericht natürlich nach aktuellen Preisen umgeschaut. Bei eBay muss man im Schnitt zwischen 20 und 40 Euronen hinblättern, beim An- und Verkauf bekommt ihr den Drucker auch für etwa 40 EUR und bei Resteverkäufen habe ich den Drucker schon seit einer Weile nicht mehr gesehen, im Februar gab es den dort aber noch für geschätzte 30 EUR. Ich empfehle also, dass ihr euch erst einmal im An und Verkauf umschaut und dann evtl. am frühen Vormittag bei eBay (das ist die Zeit zu der die Drucker am günstigsten sind) oder anderen Auktionshäusern. Die Sache mit der Tinte hatte ich ja weiter oben schon ausgiebig erläutert, also am Besten dort auch eBay.
_ Shortcuts _
Für alle, denen der Finger irgendwie auf dem Scrollrad abgerutscht ist und die erst hier wieder mit Lesen angefangen haben, noch einmal kurz die Zusammenfassung des Berichtes.
Der Canon BJC-3000 ist ein sehr günstiger Drucker, welcher durch 4 seperate Tintentanks auch sehr effizient mit den Verbrauchskosten umgeht. Mit einer SW Patrone bekommt man etwa 500 A4 Seiten Text. Die Druckqualität bei Text ist „lesenswert“ bei Fotos sollte man aber nicht zu viel erwarten. Durch den Papiereinzug von oben kommt es nicht wie bei HP zu Einzugspannen. Der Drucker kann vor dem Drucken automatisch vom Computer eingeschaltet werden und nach dem Drucken wieder aus. Er ist sehr klein und sollte problemlos unter oder auf jeden Schreibtisch passen.
_ Persönliches Statement _
Ich habe jetzt fast 2 Jahre mit meinem kleinen Bubble gelebt und muss wirklich sagen, dass er sich gut betragen hat und es mir wirklich weh tun wird, wenn ich ihn im Herbst aussondern muss. Er hat leider keine automatische Duplexfunktion, welche ich doch recht schmerzlich vermisse und außerdem sind mir die zwar günstigen Druckkosten doch noch etwas hoch, so dass ich mir wohl einen LASER holen werde. Nichts desto trotz kann ich diesen Drucker JEDEM uneingeschränkt empfehlen, der keinen Wert auf glanzvolle Farbausdrucke legt und bei diesen wirklich günstigen Kosten kann man ruhig zugreifen.
In diesem Sinne, lass spritzen Alter!
(c) 2002-07-14 bg
Fragen, Anregungen, Lob, Kritik bitte als Kommentar oder ins GB.
_ Der Drucker _
Was so ein richtiger Drucker sein will, der muss heutzutage schon so einige Anforderungen erfüllen. Da reicht es nicht mehr, wenn man auf Knopfdruck eine Seite in SW ausgedruckt bekommt, es soll auch noch schön schnell gehen und wenn möglich in Laserqualität zum Preis von nem Kugelschreiber und wenn es geht doch bitteschön auch noch mit der Möglichkeit Bilder und Fotos auszudrucken. Nun denkt ihr bestimmt, das diese Anforderungen wohl gemeinsam nicht zu erfüllen sind, aber wenn ich ehrlich bin, dann schafft es mein Canon Bubblejet-Color fast komplett diese Wünsche zu erfüllen. Lediglich bei der Druckqualität muss man sich mit Standardwerten zufrieden geben, oder sehr gutes (teures) Papier benutzen.
Diese BubbleJet Technik ist einfach wunderbar. Man hat in dem Drucker 4 Patronen, eine schwarze 26ml und 3 farbige (Cyan/Magenta/Yellow) mit jeweils 13ml. Bei mir reicht die Schwarze Patrone meist für 500 – 600 Blatt Textdruck. Die Patronen kann man einzeln austauschen und was das Beste ist, es gibt sie einmal bei eBay für ca. 15 EUR im Komplettpaket oder im Fachhandel Alternativtinten für ca. 4 EUR das Stück. Ich benutze immer die Alternativtinten, da ich keinen besonderen Wert auf Fotoqualität lege, bzw. für Fotos, dann die Fotopatronen von Canon nehme, aber das ist sehr selten...
Diese Leistungen werden bei mir zu Hause unter dem Schreibtisch vollbracht, wo mein kleiner Knecht nur 40x30x30 (B/H/T) Zentimeter Platz verbraucht. Soviel Platz hat man allemal... Vor dem Drucker sollte dann noch ein bisschen Platz sein für den Blattauswurf, für den dem Drucker eine Plastikschiene beigepackt ist, die man einfach am Drucker einhaken kann und darauf werden dann die Blätter abgelegt. Zum Transport macht man diese dann wieder ab und der Drucker ist wieder so schmal wie eh und je. Nach oben hin sollte man dem Drucker auch noch ein paar Zentimeterchen gönnen, denn sonst hat man es mit dem Einlegen der Blätter etwas schwer. Diese akzeptiert der Drucker übrigens in allen handelsüblichen Formaten bis maximal A4. Der Druckbereich ist dabei in etwa 20 cm breit, so dass bei A4 links und rechts noch ein halber Zentimeter Rand bleibt.
Weil so ein kleiner Drucker ja nicht von allein drucken kann, hat er einen USB Anschluss, einen normalen Parallelportanschluss, von dem das Kabel mitgeliefert wurde und natürlich braucht der kleine Tintenblasenspritzer auch ein bisschen Strom, der zwar nicht mitgeliefert wird, aber zumindest ist ein Kabel dabei...
_ Connection established _
Also auf der Kiste stand P&P drauf, ich dachte ja anfangs immer das heißt Plug & Pray, aber irgendwann habe ich dann festgestellt, dass das ganze doch nicht so schlecht ist. Mein kleiner Freund der Drucker wurde von mir nun mittels USB, wenn schon denn schon, an meinen Computer angestöpselt und augenblicklich meckerte Windows mit einer Meldung... Ich, erstmal total erschrocken, schaute erstmal genauer hin und da stand doch tatsächlich, dass Windows ein neues Gerät am USB Port gefunden hatte und nun gern die TreiberCD wollte. Die CD hab ich natürlich gleich eingelegt, man kann allerdings auch Treiber aus dem Internet herunter laden (http://support.canon.de/produkte/drucker/bjc3000/bjc3000_sw.htm), und schwups wurden die richtigen Windows 2000 Treiber installiert. Der erste Druck klappte auch schon wunderbar, aber mit den Farben stimmte noch irgendetwas nicht...
_ Try ber _
Im Einstellungsmenü des Bubble Jet Treibers befindet sich ganz hinten links in der Ecke ein ganzes Feld mit Wartungsfunktionen, welche ich euch nun mal kurz in ihrer Wirkung vorstellen möchte, denn nicht alle sind sinnvoll.
Da wäre als erstes die Reinigung, welche man ab und an mal machen sollte, wenn das Druckbild unsauber wird oder der Drucker beginnt zu schmieren. Diese Reinigung verbraucht aber eine Menge Tinte und führt nicht immer zum gewünschten Ergebnis, deshalb empfehle ich lieber gleich die Intensivreinigung zu machen. Diese Intensivreinigung verbraucht in etwa doppelt so viel Tinte wie die normale, macht aber wirklich den Druckkopf richtig sauber, da konnte ich mich bisher noch nicht beklagen. Nun muss man eine solche Reinigung natürlich nicht nach jedem Druck machen, aber so alle 2000 Blatt fängt der Druckkopf einfach an zu schmieren, das ist ganz normal, da macht man dann so eine Reinigung und dann geht es wieder für 2000 Blatt.
Wenn die Reinigung aus irgendeinem Grund doch nicht zu einem zufrieden stellenden Ergebnis führen sollte, dann empfehle ich einen Düsentest, welcher einfach ein paar Striche aus allen Tintenpatronen druckt. Hieran sieht man dann eigentlich sehr genau, welche Patrone evtl. Verstopft ist oder ob irgendetwas anderes nicht stimmt. Verbraucht wieder Tinte, klar.
Sollte es aus irgendwelchen Gründen zu Farbverfälschungen kommen, dann solltet ihr eine Druckkopfausrichtung ausprobieren. Die verbraucht wieder ein bisschen Tinte und man braucht ein scharfes Auge um die Abstände der gedruckten Linien wirklich gut zu erkennen, aber das Druckmanagement stellt anhand der Eingaben, welche man über das Druckbild machen muss, dann die Druckköpfe wieder richtig ein und das Bild wird insgesamt wieder klarer.
Für die Reinigung der Papierwalzen braucht man ein spezielles Blatt Reinigungspapier, welches ich nicht habe und auch nicht brauche, da die Walzen bei mir nach 2 Jahren noch keine Probleme gemacht haben.
Zu den beiden verbleibenden Funktionen muss ich natürlich auch noch etwas sagen. Zum einen kann man den Drucker vom Treiber „ausschalten“ lassen, wobei der Drucker dann in einer Art Standby Modus ist und nur noch ganz wenig Strom verbraucht und man kann eine Automatik einstellen. Mittels dieser sehr sinnvollen Funktion, kann man den Drucker vor jedem Druck automatisch einschalten lassen und nach einer gewissen Zeitspanne (nicht zu kurz, da der Drucker beim Einschalten kurz ein wenig Tinte zum Druckkopf auffrischen verbraucht) wieder automatisch in diesen Standby Modus zurück versetzen lassen. Ich finde diese Funktion übermäßig praktisch, da mir somit das ewig unter den Tisch krabbeln und Ein-/Ausschalten erspart bleibt.
Wenn man nun etwas ausdrucken möchte, dann kann man auch hier vor dem Druck noch ein paar Einstellungen vornehmen. Die möchte ich jetzt aber keinesfalls alle aufzählen, nur ein paar wichtige, die ich häufig benutze.
Da ich meist irgendwelche Scripte in SW ausdrucke in denen auch Grafiken und nicht nur Text ist, stelle ich den Druckmodus meist nochmal manuell auf SW, weil der Drucker sonst bei manchen Grafiken die Farbe Schwarz aus den anderen 3 Farben mischt und das muss ja nicht sein.
Eine weiter Funktion die ich recht häufig nutze ist das Drucken von 2/4/6 Seiten auf ein Blatt. Unsere Profs haben das noch nicht so gerafft mit der optimalen Platzausnutzung und daher sind die Folien meist in riesigen Schriftgrößen denen es keineswegs schadet ein wenig verkleinert zu werden. Dann wähle ich einfach 4 Seiten pro Blatt aus und spare damit Unmengen an Papier. Leider funktioniert dann das doppelseitige Drucken über Gerade Seiten / Ungerade Seiten nicht mehr. Ihr kennt das doch bestimmt, oder? Man druckt erst alle ungeraden Seiten eines Dokumentes und dann legt man die Blätter wieder ein und druckt alle geraden. Ist ganz einfach. Um dann dennoch doppelseitig zu drucken und noch mehr Papier zu sparen, wandel ich die Seiten erstmal in ein PDF um, in welchem dann 4 Seiten pro Blatt sind und diese druck ich dann über die eben beschriebene Methode doppelseitig aus.
Eine weiter gern von mir benutzte Funktion ist der Entwurfsmodus beim Drucken. Wenn man eine Menge Blätter einfach nur mit Text ausdrucken möchte und diese nach dem Lesen nicht weiter braucht, dann bietet sich dieser Modus an um Tinte zu sparen. Der Drucker druckt dann ein etwas blasseres Textbild und die Kanten der Buchstaben wirken auch nicht mehr so sauber wie im Normaldruck, aber dafür verbraucht man wesentlich weniger Tinte. Wenn man sich Traut, kann man auch immer im Entwurfsmodus drucken, aber bei extrem kleiner Schrift wird es dann wirklich unleserlich...
Der Druckertreiber hat zwar noch Funktionen für den Fotodruck und zur Grafikoptimierung, aber da ich erstens kaum Fotos drucke und zweitens diese ganzen Einstellungen blödsinnig finde, erzähl ich euch darüber jetzt nicht noch was... ätsch!
Es gibt für den Drucker im übrigen Treiber aller gängigen Windowssystem und für die Freunde eines richtigen OS gibt es auch alternative Linuxtreiber, welche zwar nicht von Canon supportet werden, aber zumindest auf der Treiberseite mit erwähnt.
_ Papierchen, Papierchen, du musst wandern... _
...von der einen Walz\' zur Andern! Oder so ähnlich ging doch das Spiel. Der Drucker macht das jedenfalls sehr gut. Ich hatte noch nie einen Papierstaub, verkantetes Papier gab es auch noch nicht, was ich von meinen vorherigen HP Druckern nicht behaupten könnte, die hatten ständig Einzugsprobleme. Bei meinem Canon ist es vorgestern das erste Mal passiert, dass er mehrere Blätter gleichzeitig eingezogen hat, aber das schiebe ich mal auf das etwas zusammen geklebt Papier.
Beim Drucken gibt es ja als Qualitätsmerkmal nicht nur das Druckbild, sondern viele legen auch auf eine gute Druckgeschwindigkeit wert. Hier habe ich mehrer Angaben für euch. Zum einen gibt Canon selbst die Anzahl mit etwa 9 Blättern SW pro Minute und mit 4 in Farbe an. Ich selbst habe das mal getestet und muss bestätigen, dass der Drucker diese Werte tatsächlich schafft, allerdings nur im Entwurfsmodus. Ich würde jetzt grob geschätzt als PPM-Wert (Pages per Minute / Seiten pro Minute) 5 für SW und 1 für Farbe angeben. Es kommt zwar immer darauf an, wie sehr die Seiten bedruckt werden, aber ich denke diese Werte kann man als ganz gute Mittelwerte betrachten. Wenn man es hingegen schnell haben will, dann einfach den Entwurfsmodus und „Nicht in Farbe drucken“ einschalten und schon rast der Drucker euch von dannen.
_ Oldy but Goldy _
Wer jetzt beim Lesen des Textes festgestellt hat, das er genau einen solchen Drucker dringend braucht, den muss ich ein wenig enttäuschen. Einfach in den Laden gehen ist nicht mehr, drin, denn Canon hat diesen Drucker im Jahr 2001 aus dem offiziellen Programm genommen. Dies hat aber einen entscheidenden Vorteil, denn dadurch bekommt ihr den Drucker A sehr günstig gebraucht und B auch recht günstig neuwertig aus Lagerbeständen.
Ich habe meinen vor 2 Jahren für 200 Märkers gekauft, habe mich aber für diesen Bericht natürlich nach aktuellen Preisen umgeschaut. Bei eBay muss man im Schnitt zwischen 20 und 40 Euronen hinblättern, beim An- und Verkauf bekommt ihr den Drucker auch für etwa 40 EUR und bei Resteverkäufen habe ich den Drucker schon seit einer Weile nicht mehr gesehen, im Februar gab es den dort aber noch für geschätzte 30 EUR. Ich empfehle also, dass ihr euch erst einmal im An und Verkauf umschaut und dann evtl. am frühen Vormittag bei eBay (das ist die Zeit zu der die Drucker am günstigsten sind) oder anderen Auktionshäusern. Die Sache mit der Tinte hatte ich ja weiter oben schon ausgiebig erläutert, also am Besten dort auch eBay.
_ Shortcuts _
Für alle, denen der Finger irgendwie auf dem Scrollrad abgerutscht ist und die erst hier wieder mit Lesen angefangen haben, noch einmal kurz die Zusammenfassung des Berichtes.
Der Canon BJC-3000 ist ein sehr günstiger Drucker, welcher durch 4 seperate Tintentanks auch sehr effizient mit den Verbrauchskosten umgeht. Mit einer SW Patrone bekommt man etwa 500 A4 Seiten Text. Die Druckqualität bei Text ist „lesenswert“ bei Fotos sollte man aber nicht zu viel erwarten. Durch den Papiereinzug von oben kommt es nicht wie bei HP zu Einzugspannen. Der Drucker kann vor dem Drucken automatisch vom Computer eingeschaltet werden und nach dem Drucken wieder aus. Er ist sehr klein und sollte problemlos unter oder auf jeden Schreibtisch passen.
_ Persönliches Statement _
Ich habe jetzt fast 2 Jahre mit meinem kleinen Bubble gelebt und muss wirklich sagen, dass er sich gut betragen hat und es mir wirklich weh tun wird, wenn ich ihn im Herbst aussondern muss. Er hat leider keine automatische Duplexfunktion, welche ich doch recht schmerzlich vermisse und außerdem sind mir die zwar günstigen Druckkosten doch noch etwas hoch, so dass ich mir wohl einen LASER holen werde. Nichts desto trotz kann ich diesen Drucker JEDEM uneingeschränkt empfehlen, der keinen Wert auf glanzvolle Farbausdrucke legt und bei diesen wirklich günstigen Kosten kann man ruhig zugreifen.
In diesem Sinne, lass spritzen Alter!
(c) 2002-07-14 bg
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