Canon S400 Testbericht

ab 5,03
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Summe aller Bewertungen
  • Druckqualität:  durchschnittlich
  • Geschwindigkeit:  durchschnittlich
  • Betriebskosten:  gering
  • Installation:  schwierig
  • Support & Service:  gut

Erfahrungsbericht von hderichs

viel für wenig

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Ein neuer Drucker musste her. Mein oller Epson hatte das Zeitliche gesegnet und verabschiedete sich mit einem letzten Rauchzeichen in die ewigen Druckgründe.
Da ich mit meinem Epson nicht so zufrieden war habe ich mich nach Alternativen umgeschaut, und da man Hardware nicht nur nach den eigenen Bedürfnissen, sondern auch nach dem eigenen Geldbeutel auswählen sollte, habe ich mich letztlich für den Canon S400x entschieden, den ich für umgerechnet €106 im örtlichen MediaMarkt gefunden habe.

VERPACKUNG:
Der Drucker ist solide in einem stabilen Karton verpackt, welcher innen Styropor gegen Transportschäden enthält.

LIEFERUMFANG:
Zum Lieferumfang gehören standardmäßig:
- der Drucker (selbstverständlich)
- Druckkopf
- 1 Schwarz- und 3 Farbpatronen
- Papierhalter für Einzug und Auswurf
- Bedienungsanleitung und Dokumentationen
- Software CD mit Treibern
- Netzkabel
Wie bei Druckern leider immer noch üblich, gehört allerdings weder ein USB- noch ein Parallelkabel zum Anschließen des Druckers zum Serienumfang.

AUFBAU, ANSCHLUSS, INSTALLATION:
Der Aufbau gestaltet sich denkbar einfach. Nachdem die zahlreichen Transportsicherungen in Form von Klebestreifen entfernt wurden, muss der Druckkopf und die Tintenpatronen eingesetzt werden. Wer sich hierbei nicht sicher ist, kann sich an die mitgelieferte Dokumentation halten, welche den Einbau verständlich erläutert. Es folgt der Anschluss an die Spannungsversorgung, sowie an den Computer selber. Hierbei hat man die Wahl zwischen USB- und Parallelport. Beim Anschluss an den Parallelport ist aber unbedingt darauf zu achten, das Rechner und Drucker spannungsfrei sind, ansonsten kann es zu Schäden an einem oder beiden Geräten kommen.
Die Installation des Druckers erfolgte unter Windows XP reibungslos, der Drucker war in wenigen Minuten einsatzbereit. Nach der obligatorischen Druckkopfausrichtung, waren wir bereit für den ersten Ausdruck.
An dieser Stelle möchte ich noch ergänzend erwähnen, dass der Drucker selbst unter SuSE Linux 7.3 erkannt wird und ohne zusätzliche Software für einfache Druckaufgaben verwendet werden kann.

ERSTER EINDRUCK:
Aufbau, Anschluss, Installation und Inbetriebnahme erweist sich auf einem qualitativ sehr hochwertigen Niveau. Allerdings macht das Gehäuse des Druckers einen eher minderwertigen Eindruck. Überall lassen sich Gehäuseteile eindrücken, die Passgenauigkeit ist nicht besonders hoch. Auch der Papierhalter für fertige Ausdrucke macht eher den Eindruck, als gehöre er gar nicht zu dem Gerät.

BETRIEB:
Nach dem Einschalten fährt der Drucker den Druckkopf eine ganze Weile hin und her bevor er wirklich betriebsbereit ist. Schickt man während dieser Phase einen Druckauftrag ab, wird trotzdem erst gedruckt, wenn die Initialisierung, oder was auch immer der Drucker da macht, abgeschlossen ist. Das weckt den Eindruck, dass er recht lange braucht, bis eine Seite gedruckt werden kann, was aber nicht stimmt. Wartet man diese Phase ab, geht ein Druck recht zügig von statten, was unter anderem auch dem USB-Anschluss zu verdanken ist, der eine schnelle Datenübertragung zum Drucker bietet. Die Parallelport-Variante habe ich nicht getestet, was dank funktionierendem USB-Anschluss auch nicht geplant ist. Was mir allerdings bis heute noch nicht verständlich geworden ist, ist das der Drucker auch nach einem Drucker permanente Aktivität zeigt. Ob ihm einfach nur langweilig wird, oder es an Windows XP liegt habe ich noch nicht feststellen können. Da er dieses Verhalten aber auch unter Linux zeigt, möchte ich in diesem Falle Windows als Übeltäter mal ausschließen.
Mittels eines Hebels an der Vorderseite kann der Drucker für den Druck auf Briefumschläge umgestellt werden. Dies funktioniert aber nicht einwandfrei, da er bei handelsüblichen A4-lang Umschlägen hin und wieder mal mehrere Umschläge gleichzeitig einzieht. Einen Unterschied zu der normalen Einstellung konnte ich nicht feststellen.
Die Geräuschkulisse hält sich in Grenzen, trotzdem wurde ich das Gerät nicht als einen leisen Drucker bezeichnen. Lexmark Drucker dieser Preisklasse machen erheblich weniger Lärm.
Ob die werkseitig angegebene Druckgeschwindigkeit von 9 Seiten/Minute s/w und 4 Seiten/Minute in Farbe realistisch sind, kann ich nicht nachvollziehen. Einen Test habe ich nie gemacht, dafür ist mir Papier und Tinte viel zu schade. Es ist aber sehr wahrscheinlich, dass dieses aber nur unter optimalen Bedingungen zu erreichen ist, wenn überhaupt.

QUALITÄT:
Canon gibt die Auflösung mit 1440x720 dpi an. Für einen Laien ist es wohl kaum feststellbar, ob diese Auflösung auch erreicht werden kann. Textdrucke sehen aber auf entsprechendem Papier bereits im Standard-Modus ganz ordentlich aus, wird die Qualität erhöht, verbessert sich auch entsprechend das Ergebnis. Dergleichen gilt auch für Farbdrucke, obwohl hier eingeschränkt werden muss, dass der Drucker sich keinesfalls für Fotodrucke eignet, dafür fehlen ihm zwei Farbpatronen und ein entsprechender Druckkopf, welche aber optional nachgerüstet werden können.

SOFTWARE:
Die mitgelieferte Software lässt sich, wie eingangs bereits erwähnt, problemlos installieren. Sie bietet umfangreiche Einstellungsmöglichkeiten zur Druckqualität und zum Layout, sowie eine Menge Wartungstools, die ich aber noch nicht in Anspruch nehmen musste.

DRUCKKOSTEN:
Für mich persönlich ist es müßig, die Kosten für eine gedruckte Seite zu errechnen. Das liegt zum einen daran, das ich selten mehr als zehn Blatt pro Woche drucke, zum anderen daran, dass dieser Preis von so vielen Faktoren abhängig ist, dass man theoretisch für jede Druckaufgabe eine neue Rechnung erstellen müsste. Aber der Drucker dürfte, nicht zuletzt durch die Single-Ink-Technologie zu den günstigsten seiner Klasse gehören.

ZUBEHÖR:
Zum sinnvollen optionalen Zubehör zähle ich den Fotokopf, der Farbausdrucke in erheblich besserer Qualität ermöglichen soll. Den ebenfalls erhältlichen Scankopf halte ich dagegen für weniger sinnvoll, mir stellt sich die Frage, ob sich da nicht eher ein Flachbettscanner als Standalone-Gerät eignet.

FAZIT:
Ein preiswerter Drucker, der vor allem durch Anwenderfreundlichkeit und Druckqualität hervorsticht. Günstige Patronenpreise und die Single-Ink-Technologie zählen ebenfalls zu seinen Stärken. Weniger überzeugt hat mich allerdings das Gehäuse, was einen eher minderwertigen Eindruck macht.
Alles in allem bekommt man aber viel Drucker für wenig Geld. Wer nur einen geringen Druckdurchsatz hat und nicht auf Fotoqualität besteht, ist mit diesem Drucker bestens bedient.

TECHNISCHE DATEN:
Für die technischen Daten möchte ich auf die Canon-Homepage verweisen: http://www.canon.de/pro/dru/bub/s400/td/s400

8 Bewertungen, 1 Kommentar

  • Zucko

    12.02.2002, 16:53 Uhr von Zucko
    Bewertung: sehr hilfreich

    Wunderbar ausführlich... Aber ich sag mal es geht nix über meinen EPSON *gg*