Capital Steuern 2002 (infotax) Testbericht

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Erfahrungsbericht von saida

Das kann ich nicht wirklich weiterempfehlen...

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Ich habe nun schon 2 Einkommensteuerprogramme für das Jahr 2001 getestet - warum die im Namen immer 2002 stehen haben, ist mir weiterhin schleierhaft...

Zum Programm von Capital also, Veranlagungsjahr 2001:

Zunächst legt man eine neue Steuererklärung an (beim nächsten Öffnen des Programms wird man wieder gefragt, ob man eine bestehende öffnen oder eine neue anlegen möchte).
Hierzu sind in einem Pop-Up-Fenster Angaben über Familienstand und Veranlagungsform bei Verheiratetetn zu machen (Auswahlfelder).
Im nächsten Pop-Up müssen die benötigten Formulare - außer dem Mantelbogenm, versteht sich - ausgewählt werden: Indem man einige Fragen mit JA oder NEIN beantwortet, entscheidet das Programm selbsttätig, welche Formulare nötig sind. Also auch für einen Laien gar kein Problem. Sodann schließt man dieses Fenster und gelangt zurück zum Hauptbildschirm.
Am besten man klickt nun auf den Punkt Steuererklärung bearbeiten, im nächsten Fenster auf Persönliche Daten, und gelangt dann zu einem Fenster, in dem die persönlichen Daten, Angaben zur Kirchenzugehörigkeit und Bankverbindung durch Anklicken ergänzt werden können (im entsprechenden Feld steht dann fehlt, wenn noch nichts dazu eingetragen worden ist - so kann nix vergessen werden).

Für meinen Musterfall habe ich mir Folgendes ausgedacht:

Ein Ehepaar mit Zusammenveranlagung, beide auf Lohnsteuerkarte gearbeitet, Ehepartner hat noch einen eigenen Gewerbebetrieb, keine Kirchensteuerpflicht bei beiden, und es werden sein Vater und ihre Mutter finanziell unterstützt, da diese beide unter der Einkommensgrenze leben und als bedürftig gelten. Außerdem sind Krankheitskosten angefallen (die aber unter der zumutbaren Belastung liegen, also nicht zur Geltung kommen dürften).
Wenn man jetzt auf weiter klicken und kommt zu den Angaben, die für die Anlage N ausschlaggebend sind. EigeneDaten-Lohnsteuerkarte anwählen und die zutreffenden Felder im nächsten Fenster ausfüllen. Rechts ist eine Scroll-Leiste, mit der man an die unteren Felder gelangt, man kann aber auch mit den Pfeil-Vor/Pfeil-Zurück-Tasten von Feld zu Feld springen. Dasselbe Spiel für die Daten des Partners. Bei den Werbungskosten empfiehlt es sich, bei allen ESt-Programmen, stets die tatsächlichen Werbungskosten einzutragen. Die Programme sollten nämlich, falls man unter dem Pauschbetrag liegt, diesen automatisch berücksichtigen, und wenn man drüberliegt, die tatsächlichen berücksichtigen! So wählt man diesen Punkt also an, und dann die einzelnen Auswahlfenster, in denen man dei betreffenden Werbungskosten eintragen kann. Das Programm von Capital rechnet die Fahrtkosten ganz korrekt aus, am Beispiel von 230 Arbeitstagen/Jahr und 15 km einf. Entfernung Wohnung-Arb.stätte: 230 x (10km x 0,70DM/km + 5 km x 0,80DM/km) = 2.530,- DM. Soweit schonmal: Test bestanden! Für Arbeitsmittel gibt es eine Pseudo-Excel-Anlage, bei der man höllisch aufpassenmuß, daß man nicht irgend etwas korriegiern muß, weil dann irgendwie mit den Zahlen getrickst werden muß, sonst stimmt die automatische Summe nicht. Also besser: keine automat. Anlagen (zu Erreichen durch Anklicken eines Büroklammern-Symbols beim betreffenden Punkt) verwenden, eigene sparen viel Zeit und Mühe, und die können dann im nächsten Jahr leicht abgeändert werden und auch bei Verwendung eines anderen oder gar keines Programms zu den Formularen als Anlage hinzugefügt werden ;-))
Daß für die Formularzeile Sonstige Werbungskosten auch nur eine Muster-Anlage in Tabellendformat zur Verfügung steht, stört mich hier sehr. Andere Hersteller bieten einem da häufig vorkommende Arten so an, daß man die einzelnen Beträge nur einzugeben braucht und dann im Formular die Texte dazu automatisch erscheinen (z.B. von WiSo oder Lexware)...




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FAZIT UND BEWERTUNG
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Ganz klarer Fall, das bringt heftigen Punkteabzug. Das Programm ist m.E. höchstens für Leute ohne auch nur die geringste Besonderheit (höchstens verheiratet und zwei Lohnsteuerkarten, keine besonderen Werbungskosten o.ä.) geeignet, oder für Profis, die die Fehler bemerken!!!!!! (Letztere werden sich dann wohl eher einer Software bedienen, die Direktzugriff auf die Formularseiten ermöglicht... ;-D )

So kann ich mich höchstens zur Vergabe von 50 aus 100 möglichen Punkten durchringen!.

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P.S.:
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Ich hatte das Programm Ende Februar zum Testen von jemandem ausgeliehen. Es gibt eine homepage, von der man updates herunterladen kann. Nachdem ich es mehrmals versucht habe, aber die homepage schlecht zu erreichen war (über 56K-Modem und analoge Telefonverbindung), und auch die \"resume\"-Funktion meines download-accelerators NICHT unterstützt wurde, habe ich es dann aufgegeben. Mag sein, daß in einem update die von mir aufgeführten Mängel beseitigt worden sind. Aber das nützt ja auch nix, wenn es so schwierig upzudaten ist, nicht wahr?

Übrigens: Ich habe diese Kategorie vorgeschlagen, da war mein Bericht schon fertig. Inzwischen gibt es wohl bereits den ersten geposteten Bericht hierzu. Ich werde aber meine Meinung trotzdem veröffentlichen - auch, wenn ich nicht so genau auf die Sonderfunktionen des Programmes eingegeangen bin, weil ich es eben für wenig bis gar nicht empfehlenswert halte, denn: Welcher Steuerlaie kann denn schon beurteilen, ob er irgendwelche Sondersachen einzutragen hätte, falls das Programm hierzu kein feature anzubietenhat??

17 Bewertungen, 1 Kommentar

  • eponnin

    10.06.2002, 21:56 Uhr von eponnin
    Bewertung: sehr hilfreich

    Also mein Freund ist - ja, ich oute mich - Finazbeamter, und er hält sehr wenig von solchen Programmen, weil sie oft fehlerhaft sind, aber die Leute sich auf die ausgerechneten Zahlen verlassen und dann enttäuscht sind, wenn es im Bescheid ganz a