Schmidt Spiele Carcassonne- Händler & Baumeister Testbericht

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ab 13,58
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5 Sterne
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Summe aller Bewertungen
  • Präsentation:  sehr gut
  • Spaßfaktor:  sehr hoch
  • Spielanleitung:  sehr gut
  • Wird langweilig:  nie

Erfahrungsbericht von linnie

Lasst eure Schweinchen los!

5
  • Präsentation:  sehr gut
  • Schwierigkeitsgrad:  durchschnittlich
  • Spielanleitung:  gut
  • Spieldauer:  durchschnittlich, bis zu 1 Stunde
  • Spielerzahl:  ab 2

Pro:

besseres Preis-Leistungsverhältnis, tolle neue Spielmöglichkeiten, wesentlich mehr Abwechslung

Kontra:

zum kompletten Spielspaß braucht man das Grundspiel und auch am besten die erste Erweiterung

Empfehlung:

Ja

Endlich ist sie da: Die zweite Erweiterung zu Carcassonne und dieses Mal bekommt man für seine 10 Euro ein bisschen mehr geboten als bei der ersten Erweiterung. Und endlich hat auch Ciao es geschafft, diese neue Kategorie einzurichten. Herzlichen Glückwunsch, leider haben wir darauf fast zwei Monate lang warten müssen....

** Achtung: Auch diese Erweiterung lässt sich nur mit dem Grundspiel kombinieren und ist nicht alleine spielbar.

** Kurz zu Carcassonne
Carcassonne ist 2001 zum Spiel des Jahres gewählt worden und das auch halbwegs zurecht. Es ist ein Spiel, das die Massen anspricht, das schnell geht, abwechslungsreich ist, nicht schnell langweilig wird und einfach viel Spaß macht.

Das Spielprinzip funktioniert so, dass alle Spieler nacheinander Landschaftskärtchen anlegen, um die Carcassonne-Landschaft auszubauen. Das Spiel beginnt mit einem Startplättchen, an welchem dann angelegt werden muss. Wichtig ist, dass ein Kärtchen sich in alle Richtungen an die umgebenden Landschaftskarten anpassen muss.

Es werden Straßen ausgebaut, Städte erweitert und Wiesen gelegt. Jeder Spieler hat Gefolgsleute, die er auf Straßen, Wiesen und in Städte legen kann. Wird eine Straße oder Stadt vollendet, kommt es zur Wertung und der Spieler mit dem Gefolgsmann in Stadt bzw. auf Straße bekommt Punkte entsprechend der Landschaftskarten.

Dies soll jetzt kein Bericht über Carcassonne an sich sein, deswegen hier nur ganz ganz kurz das Spielprinzip. Wer sich detalliert darüber informieren will, kann das in den dazugehörigen Carcassonne Berichten tun.

Jetzt also zur zweiten Erweiterung:

** Inhalt von Händler und Baumeister:
24 neue Landschaftskarten
20 Warenplättchen (Wein, Tuch, Korn)
6 Schweine
6 Baumeister
1 Stoffsäckchen

Die zweite Erweiterung ist wieder für 5 Spieler gedacht, auch wenn Schweine und Baumeister jeweils sechsmal enthalten sind, aber ohne die erste Erweiterung wird man wieder "nur" maximal zu fünft spielen können.

Es gibt einige neue Ideen, die das Spiel wesentlich interessanter machen:

** Was ist neu?

* Waren:
Es gibt jetzt Stadtteile, auf denen Warensymbole zu sehen sind, nämlich die Waren Wein, Tuch und Korn. Das Interessante ist, dass derjenige, der eine Stadt beendet, so viele Warenplättchen bekommt, wie es den Warensymbolen in der Stadt entspricht. Und die bekommt dieser Spieler, egal, ob er einen Ritter in der Stadt platziert hatte. Das heißt, man kann durchaus einen Vorteil daraus ziehen, wenn man eine Stadt vollendet, in der ein Gegenspieler einen Ritter stehen hat. Am Spielende werden die Warenplättchen eines jeden Spielers gezählt. Derjenige Spieler, der die meisten Plättchen einer Warensorte hat, bekommt 10 Zusatzpunkte. Bei Gleichstand erhalten alle Spieler mit der gleichen Anzahl Plättchen dieser Warensorte 10 Punkte. Das heißt, man kann maximal nochmal 30 Punkte gutmachen.

* Schweine:
Sein Schwein kann man auf eine Wiese setzen, auf der man bereits einen Bauern gesetzt hat. Das Schwein bleibt bis zum Spielende auf der Wiese. Hat man auf der Wiese, auf der das Schwein steht, die Bauernübermacht, das heißt, dass man mehr Bauern auf der Wiese stehen hat als die Mitspieler, so zählt jede vollendete Stadt in dieser Wiese nicht 3 Punkte, sondern 4. Gibt es Gleichstand bei den Bauern oder hat ein Mitspieler sogar mehr Bauern auf dieser Wiese, geht man leer aus.

* Baumeister:
Seinen Baumeister kann man auf Straßen oder Städte setzen, auf denen man bereits einen Wegelagerer bzw. einen Ritter stehen hat. Legt man beispielsweise an eine Straße an, auf der bereits ein eigener Wegelagerer steht, so kann man auf dieses neu angelegte Plättchen den Baumeister stellen. In weiterem Zug, in dem man die Straße weiterbaut, ist nun ein Doppelzug möglich. Das heißt, wenn man eine weitere Karte an die Straße anlegt, darf man noch ein Kärtchen ziehen und gleich anlegen. Wird die Straße vollendet, erhält man den Baumeister zurück und darf ihn erneut einsetzen. Genauso funktioniert es mit einer Stadt. Man darf den Baumeister also in eine Stadt setzen, in der bereits ein eigener Ritter steht. Erweitert man die Stadt, darf man einen Doppelzug machen. Wird die Stadt vollendet, kommt der Baumeister zurück.

* Stoffbeutel:
Sehr praktisch ist auch der Stoffbeutel, in dem man die Kärtchen lagern kann und aus dem man im Spielverlauf der Kärtchen ziehen kann. Problematisch ist nämlich, dass die Karten der beiden Erweiterungen auf der Rückseite etwas heller sind als die Karten des Grundspieles, sodass man sehen kann, ob man eine Karte aus dem Grundspiel zieht oder aus der Erweiterung. Das verhindert der Stoffbeutel. Außerdem ist er sehr praktisch, wenn man Carcassonne mal transportieren will, ohne den großen Karton mitzunehmen.

Die neuen Landschaftskarten bieten wieder einige neue taktische Möglichkeiten wie zum Beispiel Brücken auf Straßen, die keine Kreuzung darstellen, sondern zwei sich kreuzende Straßen voneinander trennen. Außerdem gibt es wieder einige verwinkelte Städte.

** Fazit
Für 9,99 Euro wird einem mit der zweiten Carcassonne-Erweiterung viel mehr geboten als bei der ersten Erweiterung. Zum Vergleich: In der ersten Erweiterung sind lediglich 18 neue Landschaftskarten, neue Spielfiguren (Spielfiguren für den sechsten Mitspieler und eine große Figur für jeden Mitspieler) und ein paar fast sinnlose Punkteplättchen enthalten.

Auf die erste Erweiterung kann man getrost verzichten, wenn man das Carcassonne-Set nicht unbedingt vollständig haben will. Die neuen Spielmöglichkeiten, die durch Händler und Baumeister möglich werden, gefallen mir viel besser als die Kathedralen und Seen aus der ersten Erweiterung.

Die Schweine sind niedlich anzusehen und können ganz schön Punkte bringen, wenn man die Bauernübermacht auf einer stadtreichen Wiese hat. Außerdem ist die Spielvariante mit den Doppelzügen dank des Baumeisters sehr attraktiv. Sehr gelungen sind auch die Waren. Im Spiel zu zweit hat sonst jeder seine eigenen Städte gebaut und der andere hat sich gehütet, auch nur ein Kärtchen in eine fremde Stadt zu legen (abgesehen von der Kathedrale aus der ersten Erweiterung), aber nun endlich kann es vorteilhaft sein, eine fremde Stadt zu vollenden. Das gibt zwar erstmal dem Gegner Punkte, aber dafür kann man dann am Spielende absahnen.

Die zweite Erweiterung macht Carcassonne nochmal um einiges interessanter und ist wirklich weiter zu empfehlen. Irgendwo habe ich gelesen, dass in der zweiten Erweiterung auch das Spielmaterial für den sechsten Spieler dabei ist, ich habe es in meiner Schachtel nicht gefunden, außerdem steht auf dem Karton auch, dass das Spiel für 2-5 Spieler geeignet ist.

53 Bewertungen