Caro Landkaffee Testbericht

Caro-landkaffee
ab 6,09
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Summe aller Bewertungen
  • Geschmack:  sehr gut
  • Duft:  sehr angenehm
  • Verträglichkeit:  sehr gut

Erfahrungsbericht von P.Nibel

CAROtisch

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Jeden Tag immer wieder aufs Neue diese allmorgendliche Qual des Erwachens. Unterstützend wirkt hier neben einer kalten Dusche eigentlich nur ein richtig kräftiger Kaffee á la 4-facher Espresso.

Die Nebenwirkung derartigen Kaffeekonsums sind hinlänglich bekannt und überwiegen im Vergleich zu der gewünschten Wirkung: Herzrasen, erhöhter Puls, Nervosität und Schweißhände sind nur einige Minuspunkte, die man durch ständiges Kaffeetrinken ertragen muss. Hinzu kommt, dass der Körper - welchem eigentlich ständig Flüssigkeit zugeführt werden sollte - durch Kaffeegenuss stark dehydriert wird. P.Nibel. Folglich meint man sich zwar durch die morgendliche und stete Koffein-Schocktherapie wach, fühlt sich jedoch im Laufe des Tages nicht unbedingt so wohl wie man könnte.

Um mir und meinem Körper etwas Gutes und ein bisschen Erholung zu gönnen griff ich auf Alternativen zum Kaffee zurück:

Angewidert trank ich so meist verschiedenste Tee-Sorten, um feststellen zu müssen, dass der Tee-Geschmack dem des Kaffee hundertfach nachsteht. Von der nicht vorhandenen Aufputschwirkung gar nicht zu sprechen.

Die nächste Testphase verlagerte sich nun auf die logische Konsequenz: koffeinfreier Kaffee. Hier vermochte ich mir wenigstens geringfügig eine Aufputschwirkung zu suggerieren, da der Geschmack des koffeinfreien kaum vom koffeinhaltigen Kaffee zu unterscheiden war. Trotzdem blieb, die mir so vertraute, Kaffee-typische Wirkung fern und urplötzlich eröffnete sich mir die Tatsache, dass ich wohl koffeinabhängig war.

So geschah es, dass ich - nun zumindest auf der Suche nach einiger Abwechslung zum Kaffeekonsum - auf Landkaffee aufmerksam wurde. Landkaffee! Was für ein Wort! Einige Überlegungen später identifizierte ich diesen Landkaffee als Muckefuck (ACHTUNG! Wird nicht englisch ausgesprochen!). Kindheitserinnerung wurden wach. P.Nibel. Meine Gedanken kreisten um den zu meiner Zeit (der DDR-Zeit) bekannten ImNU-Kaffee, einen Malzkaffee, der uns Kindern stets zum Frühstück serviert und von mir abgöttisch gemocht wurde. Gehörte ich doch stets beim Nippen einer Tasse Malz-Kaffee zum elitären Kreis der Erwachsenen. Denn ICH trank (Malz-)Kaffee!

Schwupp. Umgehend landete eine Büchse dieses Landkaffee namens \"Caro\" im Einkaufswagen. Verantwortlicher Hersteller dieses Produktes ist - nicht anders zu erwarten - die Firma Nestlé. In der Kasse des Supermarktes landeten 2,55 EUR und ich verschwand mit der 200-Gramm-Dose \"Caro\".

Ab dato begann ich CAROtisch zu werden. Ungläubig jedoch gleichzeitig sehr interessiert betrachtete ich die vor mir stehende \"Caro\"-Dose. Gekonnt vermittelt Nestlé mittels der Gestaltung der \"Caro\"-Dose dem Konsumenten die Philosophie des Produktes: Einladend prangt dem Käufer eine Tasse cremiger Landkaffee entgegen, unterlegt mit einer weichen und wolligen Farbe, die in das Bild eines Gerstenfeldes überfließt. P.Nibel. Hier steht das Land, die damit verbundene Ruhe, die Sanftheit des Produkts im Mittelpunkt. Das auf der formschönen Dose befindliche rot leuchtende Caro-Symbol (daher wohl auch der Name) mit der unübersehbaren Aufschrift \"CARO\" drängt magisch, die Dose bald zu öffnen und den Geschmack des Landkaffees zu genießen. Doch vorher muss noch ein Blick auf die Zutaten sein: So werden für \"Caro\" Gerste, Malz, Roggen und Zichorie (was immer das auch sein mag) zur Herstellung verwendet. Mehr nicht!

Mehr nicht?

Mit der Gewissheit, dass auch diese angebliche Kaffee-Alternative nicht meinen Geschmack treffen würde, hob ich den roten Deckel von der Dose ab, zog die Folie zurück und ließ den \"Caro\"-Duft zu meiner Nase schweben. Seltsam, irgendwie roch das hellbraune Pulver doch nach Kaffee. Aber dann doch wieder nicht. Eine ungewöhnliche Geruchsmischung verwirrte mich. Ob das schmeckt...? Gemäß Zubereitungshinweis auf der Dose gab ich zwei Teelöffel Pulver in die Tasse, go? heißes Wasser über und rührte kräftig.

Die Konsistenz und Farbe erinnerte mich schon etwas an Kaffee. Nur schien \"Caro\" etwas heller und cremiger zu sein. Ein Schlückchen. Noch ein Schlückchen... Meine Geschmacksnerven schalteten sich ein. Sofort entstand vor meinen Augen das Bild eines romantischen Bauernhofes, traditionsgekleideten Agrarwirtes, welcher bedacht und vorsichtig in aufwendiger Handarbeit cremefarbene Gerstenfelder mäht und dessen schöner Maid, welche frischgebackenes Brot als Mittagsmahl an den Feldrand bringt. Seicht weht der Wind über die Felder und ein angenehmes Völlegefühl...äh...angenehm wolliges Gefühl breitete sich in meinem Gaumen und später Magen aus. Mild und verführerisch behutsam ebnete sich das warme Getränk den Weg über meine Zunge in Richtung Magen. P.Nibel. Solch ein Geschmackserlebnis hatte ich nicht erwartet. CAROtisiert leerte ich mehr und mehr begeistert die Tasse \"Caro\". Ich tanzte einen wunderbaren Tanz mit einer hübschen Bauern-Maid namens \"Caro\".

So kam es, dass ich vollends CAROtisch und CAROtisiert einen tagtäglichen Kaffee-Caro-Genuss entwickelte, der bis heute anhält. Als Wachmacher einen ordentlichen Kaffee mit ordentlich viel Koffein. Und über den Tag regelmäßig „ä Schälchen Heeßes“ (wie wir in Sachsen sagen), konkret ein Schälchen \"Caro\".

Und so war und ist es nicht anders zu erwarten, dass sich mein Wohlbefinden seit meiner \"Caro\"-Entdeckung verbessert hat. Schweißfüsse...öhm...Schweißhände ade, muffiger Kaffee-Geruch tschüss. Danke Nestlé (obwohl ich Dich nicht mag)! Danke \"Caro\"! Ich brauch Dich!


CAROsmatiker P.Nibel

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