Carsten Janker Testbericht
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Erfahrungsbericht von retilein
Ein Brechertyp aber kein Torgarant
Pro:
bulliger typ und guter Techniker
Kontra:
verletzungsanfällig
Empfehlung:
Ja
Mit Fußballspielern im allgemeinen und Nationalspielern im speziellen ist das immer so ein Problem, sie bringen keine konstante Leistung über ihre Karriere und deshalb schneiden sie in der Beurteilung eben mal besser und mal schlechter ab. Dies trifft gerade für Carsten Jancker zu, dessen fußballerische Entwicklung ich schon aufgrund seiner Herkunft gern verfolgt hatte und deshalb auch jetzt wo er durch Verletzung und Transfer in fremde Gefilden längere Zeit unbeobachtet sein wird quasi eine Erinnerungslanze für ihm brechen möchte.
Allgemeines
***********
Carsten Jancker, der am 28.8.1974 in Grevesmühlen bei Wismar/Mecklenburg-Vorpommern geboren wurde, ist ein solider Durchläufer aller deutschen Jugendnationalmannschafte und kam so nur folgerichtig auch mit 24 Jahren zu seinen 1. Länderspiel.
Zu seinen Hobbies außerhalb vom Fußball zählt er Beach Volleyball und Billard.
Zusammen lebt er mit seiner Frau Natascha (geb. Szommer) seit der Heirat am 8. Juni 1996 und seinen zwei Töchtern (Laura-Larissa und Naomi-Noelle) sowie einen Hund und einer Katze. Seine Mutter Marlen war übrigens früher im Handball sehr aktiv und eine der besten Kreisläuferinnen sowie vielfache Nationalspielerin der ehemaligen DDR.
Karriere
********
Das Fußball-ABC erlernte er mit acht Jahren bei der TSG Wismar und mit zwölf Jahren trat er in die Jugendsportschule Rostock ein.
Dort wurde acht bis zehnmal die Woche und bis zu zwölf Stunden am Tag hart trainiert.
Seine Karriere verlief bisher über die Stationen:
1981 - 1986: TSG Wismar
1986 - 1991: Hansa Rostock
1991 - 1995: 1. FC Köln
1995 - 1996: Rapid Wien
1996 - 2002: FC Bayern München
und seit 2002 Udinese Calcio.
An diesem Beispiel sieht man wieder einmal was die gute Jugendarbeit den neuen Bundesländern so alles hervorbrachte.
So spielte er dann zunächst erfolgreich 5 Jahre bei FC Hansa Rostock, einem der Traditionsvereine des Ostens dem er momentan vielleicht ganz gut tun würde.
Seine bisherigen Erfolge:
Champions-League-Sieger 2001
Deutscher Meister 1997, 1999, 2000, 2001
DFB-Pokalsieger 1998, 2000
Österreichischer Meister 1996 (mit Rapid Wien stand er im gleichen Jahr Finale des Europapokal der Pokalsieger)
können sich durchaus sehen lassen.
Seine bullige und engagierte Spielweise, mehr aber noch seine zT extravagante Art, haben ihm oft Freunde verschafft aber halt auch das Fußballerleben erschwert.
Während er sich in Köln unter Morten Olsen nicht durchsetzen konnte, schaffte er bei Rapid Wien, den Verein war ihm vom Vereinskollegen Toni Polster empfohlen worden, den Durchbruch. Am Ende seiner äußerst erfolgreichen Zeit Zeit in Wien ist aus ihm ein laufstarker und einsatzfreudiger Stürmer geworden. Auch seine Frau lernte er ja dort kennen und lieben.
Der 1,93 Meter große und 93 Kilogramm schwere Spieler ist eigentlich ein prädistinierter Mittelstürmer und Brecher. Seine Figur weiß er körperlich gut zu positionieren und schafft er es dadurch auch immer wieder, wichtige Bälle abzuschirmen und vorzulegen. Damit war er auch für den deutschen Rekordmeister eine interessante deutsche Alternative geworden und über Jahre hinweg eine feste Größe geblieben.
Er brachte es in seiner zeitweise kontinuierlich zu nennenden Karriere auf zahlreiche Länderspile in fast jeder Alterskategorie:
4 x U 15-Länderspiele (ehemalige DDR)
15 x U 16-Länderspiele 6 Tore (u.a Vizeeuropameister)
10 x U 17-Länderspiele 7 Tore
14 x U 18-Länderspiele 8 Tore
6 x U 19- / 20-Länderspiele 4 Tore und
2 x U 21-Länderspiel ohne Torerfolg.
Sein Länderspieldebüt gab er am 14.10.1998 in Kischinew gegen Moldawien (3:1). Mittlerweile sind es 33 und er hat dabei bisher 10 Tore erzielt.
In seinen mittlerweile 136 Einsätzen in der Bundesliga erzielte er 49 Tore und das kann sich sehen lassen (diese Daten ändern sich dynamisch mit jedem Einsatz und sind deshalb aktualisiert unter www.fussballdaten.de/Spieler bzw.
http://www.kickbase.de/ zu verfolgen.
Meinung
*******
Das er sich nach seinem Wechsel zu Bayern München auch dort durchsetzte, das haben nicht viele erwartet. Für sie setzte er sich bis zum Saisonende 2001/2002 in insgesamt 191 Spielen ein. Jancker kam dabei auf eine Torbilanz von 73 Treffern.
Rainer Bonhof der damalige Trainer der U 19, war es, der Carsten 1993 mit zur U-20-WM nach Australien nahm und schon damals sagte: \"Ein Rohdiamant, an dem noch einiges zu feilen ist\" und diese Feststellung stimmt glaube ich bis in die heutige Zeit.
Zuverlässigkeit und Ehrlichkeit sind Charakterzüge, die auch Völler immer wieder preist. Immer wieder hat der Teamchef seinen Angreifer gegen alle Art von Attacken verteidigt für dem es einen einfachen Grund gab: \"In der Gruppe verhält sich Carsten absolut vorbildlich.\" Deshalb kam er trotz notorischer Torlosigkeit vor der WM dennoch sogar zum Einsatz in der WM-Vorrunde, allerdings war dort auch für ihm dann Endstation.
Als Fußballspieler hat Carsten Jancker seinen Ruf längst weg. Er gilt als impulsiv und aggressiv, als Angreifer, der weder auf sich noch auf seinen Gegenspieler viel Rücksicht nimmt. All dies brachte ihm viele Freunde, aber auch Gegner ein.
Ein kleiner Kuss wurde sein Markenzeichen. Bevor er den Platz betritt und nach jedem Torerfolg küsst er seinen Ehering als Geste seiner Frau Natascha gewidmet.
Seine sportliche Stärken liegen eindeutig im guten Spielverständnis, seiner enormen Einsatzwillen bei guter Technik (DDR-Ausbildung) sowie gesunden Zweikampfverhalten.
Letztendlich gaben dennoch seine sportliche Schwächen, Kopfballspiel (trotz seiner dafür prädistiniert erscheinenden Größe) und der damit verbundene mangelnde Torabschluss sowie eine fehhlende Grundschnelligkeit wohl dem Ausschlag ihm beim FC bAyern München in die 2. Reihe rücken zu lassen und ihm 2002 gänzlich abzuschieben.
Für Jancker stellte der Wechsel durchaus eine Chance für einen Neubeginn dar, aber zunächst erst einmal ist es ein Abstieg, denn bei Udinese Calcio liegt sein Jahresgehalt nach italienischen Medienberichten bei nur 600 000 Euro und damit deutlich weniger als noch in München, aber er war bei Hitzfeld keine erste Wahl mehr und das obwohl er als Vizeweltmeister zurückkam.
Sein angebliches Lieblingsgetränk \"Radler\" find ich zwar nicht so toll aber \"Ente mit Rotkohl\" gefällt mir als angegebenes Lieblingsessen schon besser. Na ja und Lieblingsmusiksgruppe \"Depeche Mode\" da gehen Geschmäcker sowieso auseinander.
Und in diesem Sinne wünscht man sich, das er schnellstmöglich gesund wird und auf altem Niveau zurückkehrt, dann können wir ja vielleicht sogar noch einige Treffer und vie Freude von Ihm erwarten.
Fazit
*****
Carsten Jancker ist eine Jungfrau - zumindest im Sternzeichen und auch von der Einstellung her zeigte er gewisse Ähnlichkeit mit dem astrologischen Vorbild. Für mich ein Spieler der durch seinen Einsatz aber auch spektakuläre Aktionen, wie Küssen des Eherings, viel Publicity errang, aber auch, aber eben nicht immer durch sein grundsolides Verhalten zu überzeugen gewußt hat. Ich hoffe das er seinen Wechsel ins italienische zur Stabilisierung und Verbesserung seiner Leistungen nutzen kann.
In diesem Sinne hoffe ich ihm auch bald wieder spielen zu sehen.
Allgemeines
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Carsten Jancker, der am 28.8.1974 in Grevesmühlen bei Wismar/Mecklenburg-Vorpommern geboren wurde, ist ein solider Durchläufer aller deutschen Jugendnationalmannschafte und kam so nur folgerichtig auch mit 24 Jahren zu seinen 1. Länderspiel.
Zu seinen Hobbies außerhalb vom Fußball zählt er Beach Volleyball und Billard.
Zusammen lebt er mit seiner Frau Natascha (geb. Szommer) seit der Heirat am 8. Juni 1996 und seinen zwei Töchtern (Laura-Larissa und Naomi-Noelle) sowie einen Hund und einer Katze. Seine Mutter Marlen war übrigens früher im Handball sehr aktiv und eine der besten Kreisläuferinnen sowie vielfache Nationalspielerin der ehemaligen DDR.
Karriere
********
Das Fußball-ABC erlernte er mit acht Jahren bei der TSG Wismar und mit zwölf Jahren trat er in die Jugendsportschule Rostock ein.
Dort wurde acht bis zehnmal die Woche und bis zu zwölf Stunden am Tag hart trainiert.
Seine Karriere verlief bisher über die Stationen:
1981 - 1986: TSG Wismar
1986 - 1991: Hansa Rostock
1991 - 1995: 1. FC Köln
1995 - 1996: Rapid Wien
1996 - 2002: FC Bayern München
und seit 2002 Udinese Calcio.
An diesem Beispiel sieht man wieder einmal was die gute Jugendarbeit den neuen Bundesländern so alles hervorbrachte.
So spielte er dann zunächst erfolgreich 5 Jahre bei FC Hansa Rostock, einem der Traditionsvereine des Ostens dem er momentan vielleicht ganz gut tun würde.
Seine bisherigen Erfolge:
Champions-League-Sieger 2001
Deutscher Meister 1997, 1999, 2000, 2001
DFB-Pokalsieger 1998, 2000
Österreichischer Meister 1996 (mit Rapid Wien stand er im gleichen Jahr Finale des Europapokal der Pokalsieger)
können sich durchaus sehen lassen.
Seine bullige und engagierte Spielweise, mehr aber noch seine zT extravagante Art, haben ihm oft Freunde verschafft aber halt auch das Fußballerleben erschwert.
Während er sich in Köln unter Morten Olsen nicht durchsetzen konnte, schaffte er bei Rapid Wien, den Verein war ihm vom Vereinskollegen Toni Polster empfohlen worden, den Durchbruch. Am Ende seiner äußerst erfolgreichen Zeit Zeit in Wien ist aus ihm ein laufstarker und einsatzfreudiger Stürmer geworden. Auch seine Frau lernte er ja dort kennen und lieben.
Der 1,93 Meter große und 93 Kilogramm schwere Spieler ist eigentlich ein prädistinierter Mittelstürmer und Brecher. Seine Figur weiß er körperlich gut zu positionieren und schafft er es dadurch auch immer wieder, wichtige Bälle abzuschirmen und vorzulegen. Damit war er auch für den deutschen Rekordmeister eine interessante deutsche Alternative geworden und über Jahre hinweg eine feste Größe geblieben.
Er brachte es in seiner zeitweise kontinuierlich zu nennenden Karriere auf zahlreiche Länderspile in fast jeder Alterskategorie:
4 x U 15-Länderspiele (ehemalige DDR)
15 x U 16-Länderspiele 6 Tore (u.a Vizeeuropameister)
10 x U 17-Länderspiele 7 Tore
14 x U 18-Länderspiele 8 Tore
6 x U 19- / 20-Länderspiele 4 Tore und
2 x U 21-Länderspiel ohne Torerfolg.
Sein Länderspieldebüt gab er am 14.10.1998 in Kischinew gegen Moldawien (3:1). Mittlerweile sind es 33 und er hat dabei bisher 10 Tore erzielt.
In seinen mittlerweile 136 Einsätzen in der Bundesliga erzielte er 49 Tore und das kann sich sehen lassen (diese Daten ändern sich dynamisch mit jedem Einsatz und sind deshalb aktualisiert unter www.fussballdaten.de/Spieler bzw.
http://www.kickbase.de/ zu verfolgen.
Meinung
*******
Das er sich nach seinem Wechsel zu Bayern München auch dort durchsetzte, das haben nicht viele erwartet. Für sie setzte er sich bis zum Saisonende 2001/2002 in insgesamt 191 Spielen ein. Jancker kam dabei auf eine Torbilanz von 73 Treffern.
Rainer Bonhof der damalige Trainer der U 19, war es, der Carsten 1993 mit zur U-20-WM nach Australien nahm und schon damals sagte: \"Ein Rohdiamant, an dem noch einiges zu feilen ist\" und diese Feststellung stimmt glaube ich bis in die heutige Zeit.
Zuverlässigkeit und Ehrlichkeit sind Charakterzüge, die auch Völler immer wieder preist. Immer wieder hat der Teamchef seinen Angreifer gegen alle Art von Attacken verteidigt für dem es einen einfachen Grund gab: \"In der Gruppe verhält sich Carsten absolut vorbildlich.\" Deshalb kam er trotz notorischer Torlosigkeit vor der WM dennoch sogar zum Einsatz in der WM-Vorrunde, allerdings war dort auch für ihm dann Endstation.
Als Fußballspieler hat Carsten Jancker seinen Ruf längst weg. Er gilt als impulsiv und aggressiv, als Angreifer, der weder auf sich noch auf seinen Gegenspieler viel Rücksicht nimmt. All dies brachte ihm viele Freunde, aber auch Gegner ein.
Ein kleiner Kuss wurde sein Markenzeichen. Bevor er den Platz betritt und nach jedem Torerfolg küsst er seinen Ehering als Geste seiner Frau Natascha gewidmet.
Seine sportliche Stärken liegen eindeutig im guten Spielverständnis, seiner enormen Einsatzwillen bei guter Technik (DDR-Ausbildung) sowie gesunden Zweikampfverhalten.
Letztendlich gaben dennoch seine sportliche Schwächen, Kopfballspiel (trotz seiner dafür prädistiniert erscheinenden Größe) und der damit verbundene mangelnde Torabschluss sowie eine fehhlende Grundschnelligkeit wohl dem Ausschlag ihm beim FC bAyern München in die 2. Reihe rücken zu lassen und ihm 2002 gänzlich abzuschieben.
Für Jancker stellte der Wechsel durchaus eine Chance für einen Neubeginn dar, aber zunächst erst einmal ist es ein Abstieg, denn bei Udinese Calcio liegt sein Jahresgehalt nach italienischen Medienberichten bei nur 600 000 Euro und damit deutlich weniger als noch in München, aber er war bei Hitzfeld keine erste Wahl mehr und das obwohl er als Vizeweltmeister zurückkam.
Sein angebliches Lieblingsgetränk \"Radler\" find ich zwar nicht so toll aber \"Ente mit Rotkohl\" gefällt mir als angegebenes Lieblingsessen schon besser. Na ja und Lieblingsmusiksgruppe \"Depeche Mode\" da gehen Geschmäcker sowieso auseinander.
Und in diesem Sinne wünscht man sich, das er schnellstmöglich gesund wird und auf altem Niveau zurückkehrt, dann können wir ja vielleicht sogar noch einige Treffer und vie Freude von Ihm erwarten.
Fazit
*****
Carsten Jancker ist eine Jungfrau - zumindest im Sternzeichen und auch von der Einstellung her zeigte er gewisse Ähnlichkeit mit dem astrologischen Vorbild. Für mich ein Spieler der durch seinen Einsatz aber auch spektakuläre Aktionen, wie Küssen des Eherings, viel Publicity errang, aber auch, aber eben nicht immer durch sein grundsolides Verhalten zu überzeugen gewußt hat. Ich hoffe das er seinen Wechsel ins italienische zur Stabilisierung und Verbesserung seiner Leistungen nutzen kann.
In diesem Sinne hoffe ich ihm auch bald wieder spielen zu sehen.
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