Castel Sant Angelo Testbericht


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Auf yopi.de gelistet seit 10/2003
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Erfahrungsbericht von dieanke
Rom 9: Fliehburg
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Ein weiterer Höhepunkt meiner Romreise im vergangenen Juli war ein Besuch auf der Engelsburg. Direkt am Tiber gelegen erhebt sich die gigantische Fliehburg des Papstes.
Geschichte
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°
Begonnen wurde das heutige Castel S.Angelo zunächst als Grabmonument für den Kaiser Hadrian (117-138) und seine Familie. Fertiggestellt wurde es allerdings erst einige Jahre nach seinem Tod.
Dann diente es bis zur Zeit des Septimus Severus (193-211) als Grabstätte für die römischen Herrscher.
590 soll sich dann der Legende nach über den Zinnen der Erzengel Michael gezeigt haben, sein Schwert in der Scheide, um das Ende einer Pestepidemie anzuzeigen. Daraus entwickelte sich der heutige Name. Außerdem sieht man noch heute eine Engelsfigur, die das Dach der Festung ziert. Die erste wurde vermutlich schon in Frühchristlicher Zeit dort hingebracht. Heute ist es ein Bronzeengel aus dem Jahr 1752.
1277 wurde dann von Papst Nikolaus II. der sogenannte Passetto angelegt, ein überdachter Gang, der die Engelsburg mit dem Vatikan verbindet, über den sich dann verschiedene Päpste vor Bedrohungen in Sicherheit bringen konnten. Daher wurde auch das Innere der Burg immer weiter und immer prächtiger ausgebaut.
Außerdem war die Engelsburg mit einer großen Kasemattenanlage ausgestattet und diente zusätzlich dem Vatikan als Verließ für missliebige Kardinäle und Verbrecher.
Seit 1901 ist die Engelsburg kein Gefängnis mehr, sondern ein Museum.
Ein Besuch
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°
Der Besucher betritt das Museum von der Tiberseite her. Eintritt 5€ bzw. 2,50€ ermäßigt. Dann geht er über eine Rampe im Inneren nach oben. Die Beleuchtung wird bewusst etwas abgedunkelt gehalten, damit es so wirkt, als würden Fackeln die Gänge erleuchten. Ab und zu kann man einen Blick in die Kasematten und in die Verließe werfen.
Oben angekommen wird es schon weit angenehmer. Man erreicht die Papstgemächer, die zwar dem Vergleich mit dem Vatikan bei weitem nicht standhalten können, aber doch recht wohnlich, für das Auge eines Normalbürgers der damaligen Zeit sicher sehr prunkvoll wirken.
Von vielen Terrassen bietet sich ein Blick über ganz Rom, man erkennt auch den Passetto und die direkte Verbindung in den Vatikan. Allerdings bekommt man das Ende des Passetto nicht zu sehen, man könnte ja auf dumme Gedanken kommen...
Wie von beinahe jedem Aussichtspunkt aus sieht man auch „meinen“ Petersdom, diese beeindruckende, riesige Kirche.
Auf dem Weg nach unten kann man noch zu einigermaßen erschwinglichen Preisen Essen fassen (nur Getränke sind wie überall im römischen Hochsommer sehr teuer).
Auf dem weiteren Weg nach unten geht man an der Rundmauer entlang. Überall stehen wirkungsvoll platziert einige Kanonen.
Dann steht man dann wieder am Fuße der gigantisch hohen Mauer (ich würde mindestens 30 Meter schätzen).
Bei einem Besuch kann man sich direkt vorstellen, dass sich der Papst hier drinnen im Kriegsfall sichergefühlt hat, nicht einmal 200m vom Petersdom entfernt.
Fazit
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°
Der Besuch hat sich allemal gelohnt, zumal der Andrang bei weitem nicht so hoch war, wie im Petersdom oder im Kolloseum. Dieses gigantische Bauwerk sollte man auf keinen Fall bei einem längeren Rombesuch links liegen lassen...
In diesem Sinne
Eure Anke
Geschichte
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Begonnen wurde das heutige Castel S.Angelo zunächst als Grabmonument für den Kaiser Hadrian (117-138) und seine Familie. Fertiggestellt wurde es allerdings erst einige Jahre nach seinem Tod.
Dann diente es bis zur Zeit des Septimus Severus (193-211) als Grabstätte für die römischen Herrscher.
590 soll sich dann der Legende nach über den Zinnen der Erzengel Michael gezeigt haben, sein Schwert in der Scheide, um das Ende einer Pestepidemie anzuzeigen. Daraus entwickelte sich der heutige Name. Außerdem sieht man noch heute eine Engelsfigur, die das Dach der Festung ziert. Die erste wurde vermutlich schon in Frühchristlicher Zeit dort hingebracht. Heute ist es ein Bronzeengel aus dem Jahr 1752.
1277 wurde dann von Papst Nikolaus II. der sogenannte Passetto angelegt, ein überdachter Gang, der die Engelsburg mit dem Vatikan verbindet, über den sich dann verschiedene Päpste vor Bedrohungen in Sicherheit bringen konnten. Daher wurde auch das Innere der Burg immer weiter und immer prächtiger ausgebaut.
Außerdem war die Engelsburg mit einer großen Kasemattenanlage ausgestattet und diente zusätzlich dem Vatikan als Verließ für missliebige Kardinäle und Verbrecher.
Seit 1901 ist die Engelsburg kein Gefängnis mehr, sondern ein Museum.
Ein Besuch
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Der Besucher betritt das Museum von der Tiberseite her. Eintritt 5€ bzw. 2,50€ ermäßigt. Dann geht er über eine Rampe im Inneren nach oben. Die Beleuchtung wird bewusst etwas abgedunkelt gehalten, damit es so wirkt, als würden Fackeln die Gänge erleuchten. Ab und zu kann man einen Blick in die Kasematten und in die Verließe werfen.
Oben angekommen wird es schon weit angenehmer. Man erreicht die Papstgemächer, die zwar dem Vergleich mit dem Vatikan bei weitem nicht standhalten können, aber doch recht wohnlich, für das Auge eines Normalbürgers der damaligen Zeit sicher sehr prunkvoll wirken.
Von vielen Terrassen bietet sich ein Blick über ganz Rom, man erkennt auch den Passetto und die direkte Verbindung in den Vatikan. Allerdings bekommt man das Ende des Passetto nicht zu sehen, man könnte ja auf dumme Gedanken kommen...
Wie von beinahe jedem Aussichtspunkt aus sieht man auch „meinen“ Petersdom, diese beeindruckende, riesige Kirche.
Auf dem Weg nach unten kann man noch zu einigermaßen erschwinglichen Preisen Essen fassen (nur Getränke sind wie überall im römischen Hochsommer sehr teuer).
Auf dem weiteren Weg nach unten geht man an der Rundmauer entlang. Überall stehen wirkungsvoll platziert einige Kanonen.
Dann steht man dann wieder am Fuße der gigantisch hohen Mauer (ich würde mindestens 30 Meter schätzen).
Bei einem Besuch kann man sich direkt vorstellen, dass sich der Papst hier drinnen im Kriegsfall sichergefühlt hat, nicht einmal 200m vom Petersdom entfernt.
Fazit
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Der Besuch hat sich allemal gelohnt, zumal der Andrang bei weitem nicht so hoch war, wie im Petersdom oder im Kolloseum. Dieses gigantische Bauwerk sollte man auf keinen Fall bei einem längeren Rombesuch links liegen lassen...
In diesem Sinne
Eure Anke
29 Bewertungen, 1 Kommentar
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07.09.2008, 00:35 Uhr von Baby1
Bewertung: sehr hilfreich.•:*¨ ¨*:•. Liebe Grüße Anita .•:*¨ ¨*:•.
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