Catan - Die erste Insel (PC Strategiespiel) Testbericht
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Erfahrungsbericht von kistebier
Catan- Die erste Insel
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Hoppla in welchem Kuckucksnest bin ich denn hier gelandet?? ´Ich würde ja sooo gerne mit Ihnen tauschen´ das muss ich mir nun schon zum soundsovielten Mal von Vincent anhören. Also klicke ich auf dem Quasselfilipp herum als würde ich ihm eine Garbe mit der MG verpassen. Und siehe da auf seinem Namenszug erscheint ein Stern. Offenbar ist es mir gelungen sein Mikro abzuschalten denn ich sehe ihn zwar noch mit den Armen wedeln aber der Ton bleibt gottseidank weg. Auch die schöne Suleika meine rechte Tischnachbarin bekommt daraufhin einen gezielten Klick verpasst. Dann herrscht endlich Ruhe im Karton.
Das sind schon wirklich ulkige Typen die da am oberen Bildrand ihren Platz zugewiesen bekommen. Catan stellt dem Spieler gleich acht solcher (schmierigen) Komödianten als Mitspieler zur Auswahl. Man kann sich mit ihnen quasi eine Dreier- oder Vierer-Tischrunde zusammen stellen und fortan ihre Mimik Aussprache und Gestikulation bestaunen. Wenn man diese Süßholzraspler jetzt auch noch zu einem zügigeren Spielverhalten überreden könnte dann wäre ja alles in Butter. Ihr übertriebenes Tauschgebaren kann einem schon manchmal den Nerv rauben.
Mit einem Rechtsklick auf einen meiner Spielkumpane klappe ich eine Spruchliste auf und schleudere ihm die Worte ´Nun mach schon!´ an den Kopf. Keine Reaktion. Ich fürchte so wird´s wohl kaum was mit dem Beginn einer langen Freundschaft... - Ich rufe in die Röhre hinein ´Hey Leute ihr seid nicht mehr auf Sendung!´. Es hilft alles nichts. Diese Stoffel sind derart mit ihrer Selbstinszenierung beschäftigt das sie gar nicht merken das sie nicht mehr gehört werden.
Aber das vielseitige Programm hält auch dafür ein Gegenmittel parat allerdings nicht ohne Nebenwirkungen. Auf dem eigenen Schaltpult am unteren Bildrand befindet sich nämlich auch eine recht praktische Taste mit welcher man die Schiessbudenfiguren ausblenden kann. So werden die von den Kunstwesen teilweise überlappten Spielfelder wieder in ihrer Gänze sichtbar. Überraschender Weise ergibt sich aber genau bei dieser idiotischen Einstellung eine Spielbeschleunigung. Idiotisch ist sie deshalb weil man rasch vergessen hat welche Farbe der Spieler besitzt der gerade gewürfelt hat. Das erkennt man nämlich nur an seinem Pullover. Ein kleiner Tip von mir: Man stelle Halmakegel in der übereinstimmenden Farbe auf den Monitor so kann man die Sprechpuppen außen vor lassen.
Die hellsten Köpfe sind die Spielkameraden am Bildschirm auch nicht gerade. So fragen sie etwa ständig um Getreide nach wo doch jedem Erstklässler auffallen dürfte das momentan noch gar kein Getreide am Markt ist (weil man in der ´Eiszeit´ nämlich erst auf eine andere Insel rüber muss um solches zu ernten). Im Kampagnen-Szenario ´Wüstenreiter´ in welchem räuberische Nomaden mit Ritterkarten in die Flucht geschlagen werden müssen sind die Kollegen so scharf auf Karten das sie darüber glattweg vergessen den Sieg einzufahren. Das KI-Spieler häufig von Blindheit geschlagen sind ist ja allgemein bekannt aber das einer sich so die Butter vom Brot nehmen lässt und am Ende mit 13 (Entwicklungs-)Karten im Sack mit leeren Händen dasteht das ist ja wohl ein Ding.
Die Regeln von Catan sind wie bei allen Geselligkeitsspielen nicht sonderlich schwer zu kapieren. Deshalb wäre ein Tutorial mit welchem man jene während des Spielens erlernen kann eigentlich sehr angebracht. Bei Catan ist man einen anderen Weg gegangen. Man bekommt eine recht ausführliche und gut bebilderte Spielanleitung an die Hand geliefert und hat ferner die Möglichkeit sich Einstiegsszenarien auszuwählen. Was man so wissen muss um gleich in die Vollen gehen zu können kann der interessierte Leser über den nun folgenden kurz gefassten Regel-(Vorsicht jetzt kommt ein...)Karton erfahren.
Bei den Siedlern von Catan (so heißt das Familienspiel im Original) geht es darum Dörfer neben Rohstofffeldern zu errichten und dann zu hoffen das die Zahl auf diesen Rohstofffeldern möglichst oft erwürfelt wird. Jedesmal wenn einer an die Reihe kommt schmeißt er als Erstes zwei Würfel. Damit dürfte schon klar sein das eine Rohstoffquelle die die Zahl 12 trägt nicht sehr ergiebig ist.
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Zu Beginn darf jeder zwei Dörfer plus Straßenabschnitt am Rande eines oder zweier beliebigen (Rohstoff-)Sechseckfelder platzieren wobei ein Mindestabstand von zwei Eckpunkten einzuhalten ist. Ergo muss man um ein drittes Dorf im Winkel dreier Sechsecke gründen zu können zuerst noch um einen Straßenabschnitt in die Länge bauen. Dieser kostet 1 Holz + 1 Lehm. Für ein Dorf zahlt man dito + 1 Wolle + 1 Getreide. Um möglichst schnell an die benötigten Rohstoffe heran zu kommen bietet man solche den Mitspielern zum Tausch an.
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Sehr vorteilhaft ist der Ausbau von Dörfern zu Städten (kostet 3 Erz + 2 Getreide) weil das außer einem Siegpunkt den doppelten Rohstoffertrag erbringt. Auch Dörfer bringen Siegpunkte allerdings sind die besten Abbauplätze rasch vergeben. Ganze zwei Siegpunkte erhält wer die längste Straße baut. Nochmal zwei SP gibt es für denjenigen der die meisten Ritterkarten ausspielt. Gewonnen hat wer zuerst auf zwölf Siegpunkte kommt.
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Wer eine Karte ziehen möchte zahlt dafür 1 Wolle + 1 Erz + 1 Getreide. Je nachdem welche Karte man zieht kann man entweder damit den Räuber versetzen (Ritterkarte) zwei Straßenabschnitte bauen zwei Rohstoffe freier Wahl von der Bank beziehen oder sämtliche Rohstoffe von einer Sorte den Mitspielern abluchsen. Daneben gibt es auch noch Siegpunktkarten im Kartenpack welche man natürlich nicht preis gibt wenn man mal eine solche gezogen hat.
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Auf dem Spielplan steht immer irgendwo der Räuber herum und blockiert eines der Rohstofffelder. Bei einem Wurf ´7´ darf man ihn umstellen sowie einem am neuen Stellplatz vertretenen Bauherrn einen Rohstoff rauben. Überdies muss sich jeder von der Hälfte seiner Rohstoffe trennen der gerade mehr als sieben davon besitzt.
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Um die Insel herum sieht man an manchen Sechseckkanten Boxen mit dem Aufdruck 3:1 oder es wird ein Rohstoff darauf abgebildet. Baut man nun sein Dorf an solch einer Küstenposition so kann man über die Bank in einem günstigeren Verhältnis als 4:1 Rohstoffe tauschen. Man wechselt also nur noch drei beliebige beziehungsweise zwei gleiche Rohstoffe ein um einen bestimmten anderen zu erhalten.
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Das Verteilen von Fahnen auf gewissen Eckfeldern bekundet lediglich die eigenen Bauabsichten hat aber keine eigentliche Spielfunktion.
Die Bedienung des Spiels erklärt sich von selbst. Nach einem ersten Probespiel kann man sogleich zur Kampagne über gehen. Diese beinhaltet zwölf Missionen wobei von Spiel zu Spiel neue Regelelemente auftauchen welche imstande sind den Spieler bei Laune zu halten. Vor Spielstart bekommt man das nötige Neuwissen in wenigen Sätzen verklickert. Die zweite Mission ergänzt das Grundspiel um die Seefahrervariante. Danach besitzt man schon das Rüstzeug um in den meisten Tischrunden mitmischen zu können. Da das Programm nicht mehr mit der beliebten Städte-und-Ritter-Variante aufwarten kann wäre also eine Fortsetzung der Spielkarriere mit echten lebenden Personen nun die bessere Alternative. Im Gegensatz zu manch anderen Spielen kann man die Kampagne bei Catan aber auch wirklich bis zur letzten Mission durch ziehen denn wer verliert braucht nur das zuletzt gespielte Szenario zu wiederholen und nicht den ganzen Schlonz nochmal von vorn zu bewältigen.
Das Spiel lässt sich auch ganz gut zu zweit vorm Monitor hockend zocken. Der dritte im Bunde kann dabei ein Dummy oder ein Computerspieler sein. Den Dummy muss man sich selbst backen. Der tut dann nichts weiter als würfeln. Schmeißt er die Sieben dann wird der Räuber in den hintersten Winkel der Welt verbannt. Ein solches Duell ohne Händel macht einfach mehr Spaß da man ansonsten ständig hin und her schalten muss sobald der ComPlayer seine Tauschvorschläge unterbreitet. Das man dabei immer auch des Gegners Rohstoffe sehen kann ist nicht weiter schlimm. Ein Zwei-Personen-Spiel hat darüber hinaus auch noch den Vorteil das man sich eigene Regeln zurecht zimmern kann. So bekommt die Sache doch gleich einen neuen Anstrich wenn man bei großen Landmassen etwa das Bauen neben rot bezifferten Rohstofffeldern (das sind die attraktivsten) nach dem ersten Würfelwurf verbietet.
Was mir an dem Produkt noch gut gefällt ist die Möglichkeit den Spielplan zu verkleinern und passend zu verschieben so das auch größere Szenarien vollständig in meinen 17-Zoll-Monitor-Rahmen hinein passen. Ein extra Bonbon stellt die Vergrößerungsansicht dar wobei man winzige Siedler bei dem Verrichten ihres Tagewerks beobachten kann. Wäre natürlich toll wenn man dabei auch noch den Vulkanausbruch gezeigt bekäme. Davon sieht man bei normaler Brettansicht nämlich rein gar nichts. Apropos Vulkan - die Regel hatte ich so verstanden das er seine Lava nur an einem von sechs Hängen ergießt - was auch absolut Sinn machen würde. Stattdessen zerstört er jedoch immer sogleich das daneben errichtete Dorf an welcher Hangseite es auch stehen mag - was ich weniger toll finde. Auch die ComPlayer hüten sich davor dort was zu bauen.
Für genügend Abwechslung wird durch eine üppige Auswahl an Spielbrettern bzw. Szenarien Rechnung getragen. Was an dem Prachtwerk noch zu bemäkeln wäre das sind die winzigen kaum lesbaren roten Zahlen welche die Anzahl der Rohstoffe bekannt geben die ein Spieler gerade besitzt. Dazu kommt das ewige Leid mit dem Selberwürfelnmüssen (...) soll heissen wenn man an die Reihe kommt muss man die Maushand erst schön brav zu einem kleinen Würfel am Schaltpult hin führen bevor die Dinger endlich los rollen. Dafür ist die Würfelanimation wiederum absolut spitze.
Familienspiele am Computer kann man derzeit leider noch nicht uneingeschränkt weiter empfehlen. Der Grund dafür ist ganz einfach der weil sie eben am Bildschirm gezockt genauso lange andauern wie bei Tische jedoch die Geselligkeit dabei vermissen lassen. So ein Würfelspielchen vorm Monitor wäre wirklich eine prima Entspannung wenn es statt einer vollen Stunde Spieldauer mal nur eine halbe bräuchte.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-03-24 10:30:59 mit dem Titel Catan- Die erste Insel
Hoppla in welchem Kuckucksnest bin ich denn hier gelandet?? ´Ich würde ja sooo gerne mit Ihnen tauschen´ das muss ich mir nun schon zum soundsovielten Mal von Vincent anhören. Also klicke ich auf dem Quasselfilipp herum als würde ich ihm eine Garbe mit der MG verpassen. Und siehe da auf seinem Namenszug erscheint ein Stern. Offenbar ist es mir gelungen sein Mikro abzuschalten denn ich sehe ihn zwar noch mit den Armen wedeln aber der Ton bleibt gottseidank weg. Auch die schöne Suleika meine rechte Tischnachbarin bekommt daraufhin einen gezielten Klick verpasst. Dann herrscht endlich Ruhe im Karton.
Das sind schon wirklich ulkige Typen die da am oberen Bildrand ihren Platz zugewiesen bekommen. Catan stellt dem Spieler gleich acht solcher (schmierigen) Komödianten als Mitspieler zur Auswahl. Man kann sich mit ihnen quasi eine Dreier- oder Vierer-Tischrunde zusammen stellen und fortan ihre Mimik Aussprache und Gestikulation bestaunen. Wenn man diese Süßholzraspler jetzt auch noch zu einem zügigeren Spielverhalten überreden könnte dann wäre ja alles in Butter. Ihr übertriebenes Tauschgebaren kann einem schon manchmal den Nerv rauben.
Mit einem Rechtsklick auf einen meiner Spielkumpane klappe ich eine Spruchliste auf und schleudere ihm die Worte ´Nun mach schon!´ an den Kopf. Keine Reaktion. Ich fürchte so wird´s wohl kaum was mit dem Beginn einer langen Freundschaft... - Ich rufe in die Röhre hinein ´Hey Leute ihr seid nicht mehr auf Sendung!´. Es hilft alles nichts. Diese Stoffel sind derart mit ihrer Selbstinszenierung beschäftigt das sie gar nicht merken das sie nicht mehr gehört werden.
Aber das vielseitige Programm hält auch dafür ein Gegenmittel parat allerdings nicht ohne Nebenwirkungen. Auf dem eigenen Schaltpult am unteren Bildrand befindet sich nämlich auch eine recht praktische Taste mit welcher man die Schiessbudenfiguren ausblenden kann. So werden die von den Kunstwesen teilweise überlappten Spielfelder wieder in ihrer Gänze sichtbar. Überraschender Weise ergibt sich aber genau bei dieser idiotischen Einstellung eine Spielbeschleunigung. Idiotisch ist sie deshalb weil man rasch vergessen hat welche Farbe der Spieler besitzt der gerade gewürfelt hat. Das erkennt man nämlich nur an seinem Pullover. Ein kleiner Tip von mir: Man stelle Halmakegel in der übereinstimmenden Farbe auf den Monitor so kann man die Sprechpuppen außen vor lassen.
Die hellsten Köpfe sind die Spielkameraden am Bildschirm auch nicht gerade. So fragen sie etwa ständig um Getreide nach wo doch jedem Erstklässler auffallen dürfte das momentan noch gar kein Getreide am Markt ist (weil man in der ´Eiszeit´ nämlich erst auf eine andere Insel rüber muss um solches zu ernten). Im Kampagnen-Szenario ´Wüstenreiter´ in welchem räuberische Nomaden mit Ritterkarten in die Flucht geschlagen werden müssen sind die Kollegen so scharf auf Karten das sie darüber glattweg vergessen den Sieg einzufahren. Das KI-Spieler häufig von Blindheit geschlagen sind ist ja allgemein bekannt aber das einer sich so die Butter vom Brot nehmen lässt und am Ende mit 13 (Entwicklungs-)Karten im Sack mit leeren Händen dasteht das ist ja wohl ein Ding.
Die Regeln von Catan sind wie bei allen Geselligkeitsspielen nicht sonderlich schwer zu kapieren. Deshalb wäre ein Tutorial mit welchem man jene während des Spielens erlernen kann eigentlich sehr angebracht. Bei Catan ist man einen anderen Weg gegangen. Man bekommt eine recht ausführliche und gut bebilderte Spielanleitung an die Hand geliefert und hat ferner die Möglichkeit sich Einstiegsszenarien auszuwählen. Was man so wissen muss um gleich in die Vollen gehen zu können kann der interessierte Leser über den nun folgenden kurz gefassten Regel-(Vorsicht jetzt kommt ein...)Karton erfahren.
Bei den Siedlern von Catan (so heißt das Familienspiel im Original) geht es darum Dörfer neben Rohstofffeldern zu errichten und dann zu hoffen das die Zahl auf diesen Rohstofffeldern möglichst oft erwürfelt wird. Jedesmal wenn einer an die Reihe kommt schmeißt er als Erstes zwei Würfel. Damit dürfte schon klar sein das eine Rohstoffquelle die die Zahl 12 trägt nicht sehr ergiebig ist.
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Zu Beginn darf jeder zwei Dörfer plus Straßenabschnitt am Rande eines oder zweier beliebigen (Rohstoff-)Sechseckfelder platzieren wobei ein Mindestabstand von zwei Eckpunkten einzuhalten ist. Ergo muss man um ein drittes Dorf im Winkel dreier Sechsecke gründen zu können zuerst noch um einen Straßenabschnitt in die Länge bauen. Dieser kostet 1 Holz + 1 Lehm. Für ein Dorf zahlt man dito + 1 Wolle + 1 Getreide. Um möglichst schnell an die benötigten Rohstoffe heran zu kommen bietet man solche den Mitspielern zum Tausch an.
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Sehr vorteilhaft ist der Ausbau von Dörfern zu Städten (kostet 3 Erz + 2 Getreide) weil das außer einem Siegpunkt den doppelten Rohstoffertrag erbringt. Auch Dörfer bringen Siegpunkte allerdings sind die besten Abbauplätze rasch vergeben. Ganze zwei Siegpunkte erhält wer die längste Straße baut. Nochmal zwei SP gibt es für denjenigen der die meisten Ritterkarten ausspielt. Gewonnen hat wer zuerst auf zwölf Siegpunkte kommt.
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Wer eine Karte ziehen möchte zahlt dafür 1 Wolle + 1 Erz + 1 Getreide. Je nachdem welche Karte man zieht kann man entweder damit den Räuber versetzen (Ritterkarte) zwei Straßenabschnitte bauen zwei Rohstoffe freier Wahl von der Bank beziehen oder sämtliche Rohstoffe von einer Sorte den Mitspielern abluchsen. Daneben gibt es auch noch Siegpunktkarten im Kartenpack welche man natürlich nicht preis gibt wenn man mal eine solche gezogen hat.
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Auf dem Spielplan steht immer irgendwo der Räuber herum und blockiert eines der Rohstofffelder. Bei einem Wurf ´7´ darf man ihn umstellen sowie einem am neuen Stellplatz vertretenen Bauherrn einen Rohstoff rauben. Überdies muss sich jeder von der Hälfte seiner Rohstoffe trennen der gerade mehr als sieben davon besitzt.
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Um die Insel herum sieht man an manchen Sechseckkanten Boxen mit dem Aufdruck 3:1 oder es wird ein Rohstoff darauf abgebildet. Baut man nun sein Dorf an solch einer Küstenposition so kann man über die Bank in einem günstigeren Verhältnis als 4:1 Rohstoffe tauschen. Man wechselt also nur noch drei beliebige beziehungsweise zwei gleiche Rohstoffe ein um einen bestimmten anderen zu erhalten.
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Das Verteilen von Fahnen auf gewissen Eckfeldern bekundet lediglich die eigenen Bauabsichten hat aber keine eigentliche Spielfunktion.
Die Bedienung des Spiels erklärt sich von selbst. Nach einem ersten Probespiel kann man sogleich zur Kampagne über gehen. Diese beinhaltet zwölf Missionen wobei von Spiel zu Spiel neue Regelelemente auftauchen welche imstande sind den Spieler bei Laune zu halten. Vor Spielstart bekommt man das nötige Neuwissen in wenigen Sätzen verklickert. Die zweite Mission ergänzt das Grundspiel um die Seefahrervariante. Danach besitzt man schon das Rüstzeug um in den meisten Tischrunden mitmischen zu können. Da das Programm nicht mehr mit der beliebten Städte-und-Ritter-Variante aufwarten kann wäre also eine Fortsetzung der Spielkarriere mit echten lebenden Personen nun die bessere Alternative. Im Gegensatz zu manch anderen Spielen kann man die Kampagne bei Catan aber auch wirklich bis zur letzten Mission durch ziehen denn wer verliert braucht nur das zuletzt gespielte Szenario zu wiederholen und nicht den ganzen Schlonz nochmal von vorn zu bewältigen.
Das Spiel lässt sich auch ganz gut zu zweit vorm Monitor hockend zocken. Der dritte im Bunde kann dabei ein Dummy oder ein Computerspieler sein. Den Dummy muss man sich selbst backen. Der tut dann nichts weiter als würfeln. Schmeißt er die Sieben dann wird der Räuber in den hintersten Winkel der Welt verbannt. Ein solches Duell ohne Händel macht einfach mehr Spaß da man ansonsten ständig hin und her schalten muss sobald der ComPlayer seine Tauschvorschläge unterbreitet. Das man dabei immer auch des Gegners Rohstoffe sehen kann ist nicht weiter schlimm. Ein Zwei-Personen-Spiel hat darüber hinaus auch noch den Vorteil das man sich eigene Regeln zurecht zimmern kann. So bekommt die Sache doch gleich einen neuen Anstrich wenn man bei großen Landmassen etwa das Bauen neben rot bezifferten Rohstofffeldern (das sind die attraktivsten) nach dem ersten Würfelwurf verbietet.
Was mir an dem Produkt noch gut gefällt ist die Möglichkeit den Spielplan zu verkleinern und passend zu verschieben so das auch größere Szenarien vollständig in meinen 17-Zoll-Monitor-Rahmen hinein passen. Ein extra Bonbon stellt die Vergrößerungsansicht dar wobei man winzige Siedler bei dem Verrichten ihres Tagewerks beobachten kann. Wäre natürlich toll wenn man dabei auch noch den Vulkanausbruch gezeigt bekäme. Davon sieht man bei normaler Brettansicht nämlich rein gar nichts. Apropos Vulkan - die Regel hatte ich so verstanden das er seine Lava nur an einem von sechs Hängen ergießt - was auch absolut Sinn machen würde. Stattdessen zerstört er jedoch immer sogleich das daneben errichtete Dorf an welcher Hangseite es auch stehen mag - was ich weniger toll finde. Auch die ComPlayer hüten sich davor dort was zu bauen.
Für genügend Abwechslung wird durch eine üppige Auswahl an Spielbrettern bzw. Szenarien Rechnung getragen. Was an dem Prachtwerk noch zu bemäkeln wäre das sind die winzigen kaum lesbaren roten Zahlen welche die Anzahl der Rohstoffe bekannt geben die ein Spieler gerade besitzt. Dazu kommt das ewige Leid mit dem Selberwürfelnmüssen (...) soll heissen wenn man an die Reihe kommt muss man die Maushand erst schön brav zu einem kleinen Würfel am Schaltpult hin führen bevor die Dinger endlich los rollen. Dafür ist die Würfelanimation wiederum absolut spitze.
Familienspiele am Computer kann man derzeit leider noch nicht uneingeschränkt weiter empfehlen. Der Grund dafür ist ganz einfach der weil sie eben am Bildschirm gezockt genauso lange andauern wie bei Tische jedoch die Geselligkeit dabei vermissen lassen. So ein Würfelspielchen vorm Monitor wäre wirklich eine prima Entspannung wenn es statt einer vollen Stunde Spieldauer mal nur eine halbe bräuchte.
Das sind schon wirklich ulkige Typen die da am oberen Bildrand ihren Platz zugewiesen bekommen. Catan stellt dem Spieler gleich acht solcher (schmierigen) Komödianten als Mitspieler zur Auswahl. Man kann sich mit ihnen quasi eine Dreier- oder Vierer-Tischrunde zusammen stellen und fortan ihre Mimik Aussprache und Gestikulation bestaunen. Wenn man diese Süßholzraspler jetzt auch noch zu einem zügigeren Spielverhalten überreden könnte dann wäre ja alles in Butter. Ihr übertriebenes Tauschgebaren kann einem schon manchmal den Nerv rauben.
Mit einem Rechtsklick auf einen meiner Spielkumpane klappe ich eine Spruchliste auf und schleudere ihm die Worte ´Nun mach schon!´ an den Kopf. Keine Reaktion. Ich fürchte so wird´s wohl kaum was mit dem Beginn einer langen Freundschaft... - Ich rufe in die Röhre hinein ´Hey Leute ihr seid nicht mehr auf Sendung!´. Es hilft alles nichts. Diese Stoffel sind derart mit ihrer Selbstinszenierung beschäftigt das sie gar nicht merken das sie nicht mehr gehört werden.
Aber das vielseitige Programm hält auch dafür ein Gegenmittel parat allerdings nicht ohne Nebenwirkungen. Auf dem eigenen Schaltpult am unteren Bildrand befindet sich nämlich auch eine recht praktische Taste mit welcher man die Schiessbudenfiguren ausblenden kann. So werden die von den Kunstwesen teilweise überlappten Spielfelder wieder in ihrer Gänze sichtbar. Überraschender Weise ergibt sich aber genau bei dieser idiotischen Einstellung eine Spielbeschleunigung. Idiotisch ist sie deshalb weil man rasch vergessen hat welche Farbe der Spieler besitzt der gerade gewürfelt hat. Das erkennt man nämlich nur an seinem Pullover. Ein kleiner Tip von mir: Man stelle Halmakegel in der übereinstimmenden Farbe auf den Monitor so kann man die Sprechpuppen außen vor lassen.
Die hellsten Köpfe sind die Spielkameraden am Bildschirm auch nicht gerade. So fragen sie etwa ständig um Getreide nach wo doch jedem Erstklässler auffallen dürfte das momentan noch gar kein Getreide am Markt ist (weil man in der ´Eiszeit´ nämlich erst auf eine andere Insel rüber muss um solches zu ernten). Im Kampagnen-Szenario ´Wüstenreiter´ in welchem räuberische Nomaden mit Ritterkarten in die Flucht geschlagen werden müssen sind die Kollegen so scharf auf Karten das sie darüber glattweg vergessen den Sieg einzufahren. Das KI-Spieler häufig von Blindheit geschlagen sind ist ja allgemein bekannt aber das einer sich so die Butter vom Brot nehmen lässt und am Ende mit 13 (Entwicklungs-)Karten im Sack mit leeren Händen dasteht das ist ja wohl ein Ding.
Die Regeln von Catan sind wie bei allen Geselligkeitsspielen nicht sonderlich schwer zu kapieren. Deshalb wäre ein Tutorial mit welchem man jene während des Spielens erlernen kann eigentlich sehr angebracht. Bei Catan ist man einen anderen Weg gegangen. Man bekommt eine recht ausführliche und gut bebilderte Spielanleitung an die Hand geliefert und hat ferner die Möglichkeit sich Einstiegsszenarien auszuwählen. Was man so wissen muss um gleich in die Vollen gehen zu können kann der interessierte Leser über den nun folgenden kurz gefassten Regel-(Vorsicht jetzt kommt ein...)Karton erfahren.
Bei den Siedlern von Catan (so heißt das Familienspiel im Original) geht es darum Dörfer neben Rohstofffeldern zu errichten und dann zu hoffen das die Zahl auf diesen Rohstofffeldern möglichst oft erwürfelt wird. Jedesmal wenn einer an die Reihe kommt schmeißt er als Erstes zwei Würfel. Damit dürfte schon klar sein das eine Rohstoffquelle die die Zahl 12 trägt nicht sehr ergiebig ist.
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Zu Beginn darf jeder zwei Dörfer plus Straßenabschnitt am Rande eines oder zweier beliebigen (Rohstoff-)Sechseckfelder platzieren wobei ein Mindestabstand von zwei Eckpunkten einzuhalten ist. Ergo muss man um ein drittes Dorf im Winkel dreier Sechsecke gründen zu können zuerst noch um einen Straßenabschnitt in die Länge bauen. Dieser kostet 1 Holz + 1 Lehm. Für ein Dorf zahlt man dito + 1 Wolle + 1 Getreide. Um möglichst schnell an die benötigten Rohstoffe heran zu kommen bietet man solche den Mitspielern zum Tausch an.
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Sehr vorteilhaft ist der Ausbau von Dörfern zu Städten (kostet 3 Erz + 2 Getreide) weil das außer einem Siegpunkt den doppelten Rohstoffertrag erbringt. Auch Dörfer bringen Siegpunkte allerdings sind die besten Abbauplätze rasch vergeben. Ganze zwei Siegpunkte erhält wer die längste Straße baut. Nochmal zwei SP gibt es für denjenigen der die meisten Ritterkarten ausspielt. Gewonnen hat wer zuerst auf zwölf Siegpunkte kommt.
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Wer eine Karte ziehen möchte zahlt dafür 1 Wolle + 1 Erz + 1 Getreide. Je nachdem welche Karte man zieht kann man entweder damit den Räuber versetzen (Ritterkarte) zwei Straßenabschnitte bauen zwei Rohstoffe freier Wahl von der Bank beziehen oder sämtliche Rohstoffe von einer Sorte den Mitspielern abluchsen. Daneben gibt es auch noch Siegpunktkarten im Kartenpack welche man natürlich nicht preis gibt wenn man mal eine solche gezogen hat.
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Auf dem Spielplan steht immer irgendwo der Räuber herum und blockiert eines der Rohstofffelder. Bei einem Wurf ´7´ darf man ihn umstellen sowie einem am neuen Stellplatz vertretenen Bauherrn einen Rohstoff rauben. Überdies muss sich jeder von der Hälfte seiner Rohstoffe trennen der gerade mehr als sieben davon besitzt.
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Um die Insel herum sieht man an manchen Sechseckkanten Boxen mit dem Aufdruck 3:1 oder es wird ein Rohstoff darauf abgebildet. Baut man nun sein Dorf an solch einer Küstenposition so kann man über die Bank in einem günstigeren Verhältnis als 4:1 Rohstoffe tauschen. Man wechselt also nur noch drei beliebige beziehungsweise zwei gleiche Rohstoffe ein um einen bestimmten anderen zu erhalten.
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Das Verteilen von Fahnen auf gewissen Eckfeldern bekundet lediglich die eigenen Bauabsichten hat aber keine eigentliche Spielfunktion.
Die Bedienung des Spiels erklärt sich von selbst. Nach einem ersten Probespiel kann man sogleich zur Kampagne über gehen. Diese beinhaltet zwölf Missionen wobei von Spiel zu Spiel neue Regelelemente auftauchen welche imstande sind den Spieler bei Laune zu halten. Vor Spielstart bekommt man das nötige Neuwissen in wenigen Sätzen verklickert. Die zweite Mission ergänzt das Grundspiel um die Seefahrervariante. Danach besitzt man schon das Rüstzeug um in den meisten Tischrunden mitmischen zu können. Da das Programm nicht mehr mit der beliebten Städte-und-Ritter-Variante aufwarten kann wäre also eine Fortsetzung der Spielkarriere mit echten lebenden Personen nun die bessere Alternative. Im Gegensatz zu manch anderen Spielen kann man die Kampagne bei Catan aber auch wirklich bis zur letzten Mission durch ziehen denn wer verliert braucht nur das zuletzt gespielte Szenario zu wiederholen und nicht den ganzen Schlonz nochmal von vorn zu bewältigen.
Das Spiel lässt sich auch ganz gut zu zweit vorm Monitor hockend zocken. Der dritte im Bunde kann dabei ein Dummy oder ein Computerspieler sein. Den Dummy muss man sich selbst backen. Der tut dann nichts weiter als würfeln. Schmeißt er die Sieben dann wird der Räuber in den hintersten Winkel der Welt verbannt. Ein solches Duell ohne Händel macht einfach mehr Spaß da man ansonsten ständig hin und her schalten muss sobald der ComPlayer seine Tauschvorschläge unterbreitet. Das man dabei immer auch des Gegners Rohstoffe sehen kann ist nicht weiter schlimm. Ein Zwei-Personen-Spiel hat darüber hinaus auch noch den Vorteil das man sich eigene Regeln zurecht zimmern kann. So bekommt die Sache doch gleich einen neuen Anstrich wenn man bei großen Landmassen etwa das Bauen neben rot bezifferten Rohstofffeldern (das sind die attraktivsten) nach dem ersten Würfelwurf verbietet.
Was mir an dem Produkt noch gut gefällt ist die Möglichkeit den Spielplan zu verkleinern und passend zu verschieben so das auch größere Szenarien vollständig in meinen 17-Zoll-Monitor-Rahmen hinein passen. Ein extra Bonbon stellt die Vergrößerungsansicht dar wobei man winzige Siedler bei dem Verrichten ihres Tagewerks beobachten kann. Wäre natürlich toll wenn man dabei auch noch den Vulkanausbruch gezeigt bekäme. Davon sieht man bei normaler Brettansicht nämlich rein gar nichts. Apropos Vulkan - die Regel hatte ich so verstanden das er seine Lava nur an einem von sechs Hängen ergießt - was auch absolut Sinn machen würde. Stattdessen zerstört er jedoch immer sogleich das daneben errichtete Dorf an welcher Hangseite es auch stehen mag - was ich weniger toll finde. Auch die ComPlayer hüten sich davor dort was zu bauen.
Für genügend Abwechslung wird durch eine üppige Auswahl an Spielbrettern bzw. Szenarien Rechnung getragen. Was an dem Prachtwerk noch zu bemäkeln wäre das sind die winzigen kaum lesbaren roten Zahlen welche die Anzahl der Rohstoffe bekannt geben die ein Spieler gerade besitzt. Dazu kommt das ewige Leid mit dem Selberwürfelnmüssen (...) soll heissen wenn man an die Reihe kommt muss man die Maushand erst schön brav zu einem kleinen Würfel am Schaltpult hin führen bevor die Dinger endlich los rollen. Dafür ist die Würfelanimation wiederum absolut spitze.
Familienspiele am Computer kann man derzeit leider noch nicht uneingeschränkt weiter empfehlen. Der Grund dafür ist ganz einfach der weil sie eben am Bildschirm gezockt genauso lange andauern wie bei Tische jedoch die Geselligkeit dabei vermissen lassen. So ein Würfelspielchen vorm Monitor wäre wirklich eine prima Entspannung wenn es statt einer vollen Stunde Spieldauer mal nur eine halbe bräuchte.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-03-24 10:30:59 mit dem Titel Catan- Die erste Insel
Hoppla in welchem Kuckucksnest bin ich denn hier gelandet?? ´Ich würde ja sooo gerne mit Ihnen tauschen´ das muss ich mir nun schon zum soundsovielten Mal von Vincent anhören. Also klicke ich auf dem Quasselfilipp herum als würde ich ihm eine Garbe mit der MG verpassen. Und siehe da auf seinem Namenszug erscheint ein Stern. Offenbar ist es mir gelungen sein Mikro abzuschalten denn ich sehe ihn zwar noch mit den Armen wedeln aber der Ton bleibt gottseidank weg. Auch die schöne Suleika meine rechte Tischnachbarin bekommt daraufhin einen gezielten Klick verpasst. Dann herrscht endlich Ruhe im Karton.
Das sind schon wirklich ulkige Typen die da am oberen Bildrand ihren Platz zugewiesen bekommen. Catan stellt dem Spieler gleich acht solcher (schmierigen) Komödianten als Mitspieler zur Auswahl. Man kann sich mit ihnen quasi eine Dreier- oder Vierer-Tischrunde zusammen stellen und fortan ihre Mimik Aussprache und Gestikulation bestaunen. Wenn man diese Süßholzraspler jetzt auch noch zu einem zügigeren Spielverhalten überreden könnte dann wäre ja alles in Butter. Ihr übertriebenes Tauschgebaren kann einem schon manchmal den Nerv rauben.
Mit einem Rechtsklick auf einen meiner Spielkumpane klappe ich eine Spruchliste auf und schleudere ihm die Worte ´Nun mach schon!´ an den Kopf. Keine Reaktion. Ich fürchte so wird´s wohl kaum was mit dem Beginn einer langen Freundschaft... - Ich rufe in die Röhre hinein ´Hey Leute ihr seid nicht mehr auf Sendung!´. Es hilft alles nichts. Diese Stoffel sind derart mit ihrer Selbstinszenierung beschäftigt das sie gar nicht merken das sie nicht mehr gehört werden.
Aber das vielseitige Programm hält auch dafür ein Gegenmittel parat allerdings nicht ohne Nebenwirkungen. Auf dem eigenen Schaltpult am unteren Bildrand befindet sich nämlich auch eine recht praktische Taste mit welcher man die Schiessbudenfiguren ausblenden kann. So werden die von den Kunstwesen teilweise überlappten Spielfelder wieder in ihrer Gänze sichtbar. Überraschender Weise ergibt sich aber genau bei dieser idiotischen Einstellung eine Spielbeschleunigung. Idiotisch ist sie deshalb weil man rasch vergessen hat welche Farbe der Spieler besitzt der gerade gewürfelt hat. Das erkennt man nämlich nur an seinem Pullover. Ein kleiner Tip von mir: Man stelle Halmakegel in der übereinstimmenden Farbe auf den Monitor so kann man die Sprechpuppen außen vor lassen.
Die hellsten Köpfe sind die Spielkameraden am Bildschirm auch nicht gerade. So fragen sie etwa ständig um Getreide nach wo doch jedem Erstklässler auffallen dürfte das momentan noch gar kein Getreide am Markt ist (weil man in der ´Eiszeit´ nämlich erst auf eine andere Insel rüber muss um solches zu ernten). Im Kampagnen-Szenario ´Wüstenreiter´ in welchem räuberische Nomaden mit Ritterkarten in die Flucht geschlagen werden müssen sind die Kollegen so scharf auf Karten das sie darüber glattweg vergessen den Sieg einzufahren. Das KI-Spieler häufig von Blindheit geschlagen sind ist ja allgemein bekannt aber das einer sich so die Butter vom Brot nehmen lässt und am Ende mit 13 (Entwicklungs-)Karten im Sack mit leeren Händen dasteht das ist ja wohl ein Ding.
Die Regeln von Catan sind wie bei allen Geselligkeitsspielen nicht sonderlich schwer zu kapieren. Deshalb wäre ein Tutorial mit welchem man jene während des Spielens erlernen kann eigentlich sehr angebracht. Bei Catan ist man einen anderen Weg gegangen. Man bekommt eine recht ausführliche und gut bebilderte Spielanleitung an die Hand geliefert und hat ferner die Möglichkeit sich Einstiegsszenarien auszuwählen. Was man so wissen muss um gleich in die Vollen gehen zu können kann der interessierte Leser über den nun folgenden kurz gefassten Regel-(Vorsicht jetzt kommt ein...)Karton erfahren.
Bei den Siedlern von Catan (so heißt das Familienspiel im Original) geht es darum Dörfer neben Rohstofffeldern zu errichten und dann zu hoffen das die Zahl auf diesen Rohstofffeldern möglichst oft erwürfelt wird. Jedesmal wenn einer an die Reihe kommt schmeißt er als Erstes zwei Würfel. Damit dürfte schon klar sein das eine Rohstoffquelle die die Zahl 12 trägt nicht sehr ergiebig ist.
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Zu Beginn darf jeder zwei Dörfer plus Straßenabschnitt am Rande eines oder zweier beliebigen (Rohstoff-)Sechseckfelder platzieren wobei ein Mindestabstand von zwei Eckpunkten einzuhalten ist. Ergo muss man um ein drittes Dorf im Winkel dreier Sechsecke gründen zu können zuerst noch um einen Straßenabschnitt in die Länge bauen. Dieser kostet 1 Holz + 1 Lehm. Für ein Dorf zahlt man dito + 1 Wolle + 1 Getreide. Um möglichst schnell an die benötigten Rohstoffe heran zu kommen bietet man solche den Mitspielern zum Tausch an.
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Sehr vorteilhaft ist der Ausbau von Dörfern zu Städten (kostet 3 Erz + 2 Getreide) weil das außer einem Siegpunkt den doppelten Rohstoffertrag erbringt. Auch Dörfer bringen Siegpunkte allerdings sind die besten Abbauplätze rasch vergeben. Ganze zwei Siegpunkte erhält wer die längste Straße baut. Nochmal zwei SP gibt es für denjenigen der die meisten Ritterkarten ausspielt. Gewonnen hat wer zuerst auf zwölf Siegpunkte kommt.
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Wer eine Karte ziehen möchte zahlt dafür 1 Wolle + 1 Erz + 1 Getreide. Je nachdem welche Karte man zieht kann man entweder damit den Räuber versetzen (Ritterkarte) zwei Straßenabschnitte bauen zwei Rohstoffe freier Wahl von der Bank beziehen oder sämtliche Rohstoffe von einer Sorte den Mitspielern abluchsen. Daneben gibt es auch noch Siegpunktkarten im Kartenpack welche man natürlich nicht preis gibt wenn man mal eine solche gezogen hat.
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Auf dem Spielplan steht immer irgendwo der Räuber herum und blockiert eines der Rohstofffelder. Bei einem Wurf ´7´ darf man ihn umstellen sowie einem am neuen Stellplatz vertretenen Bauherrn einen Rohstoff rauben. Überdies muss sich jeder von der Hälfte seiner Rohstoffe trennen der gerade mehr als sieben davon besitzt.
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Um die Insel herum sieht man an manchen Sechseckkanten Boxen mit dem Aufdruck 3:1 oder es wird ein Rohstoff darauf abgebildet. Baut man nun sein Dorf an solch einer Küstenposition so kann man über die Bank in einem günstigeren Verhältnis als 4:1 Rohstoffe tauschen. Man wechselt also nur noch drei beliebige beziehungsweise zwei gleiche Rohstoffe ein um einen bestimmten anderen zu erhalten.
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Das Verteilen von Fahnen auf gewissen Eckfeldern bekundet lediglich die eigenen Bauabsichten hat aber keine eigentliche Spielfunktion.
Die Bedienung des Spiels erklärt sich von selbst. Nach einem ersten Probespiel kann man sogleich zur Kampagne über gehen. Diese beinhaltet zwölf Missionen wobei von Spiel zu Spiel neue Regelelemente auftauchen welche imstande sind den Spieler bei Laune zu halten. Vor Spielstart bekommt man das nötige Neuwissen in wenigen Sätzen verklickert. Die zweite Mission ergänzt das Grundspiel um die Seefahrervariante. Danach besitzt man schon das Rüstzeug um in den meisten Tischrunden mitmischen zu können. Da das Programm nicht mehr mit der beliebten Städte-und-Ritter-Variante aufwarten kann wäre also eine Fortsetzung der Spielkarriere mit echten lebenden Personen nun die bessere Alternative. Im Gegensatz zu manch anderen Spielen kann man die Kampagne bei Catan aber auch wirklich bis zur letzten Mission durch ziehen denn wer verliert braucht nur das zuletzt gespielte Szenario zu wiederholen und nicht den ganzen Schlonz nochmal von vorn zu bewältigen.
Das Spiel lässt sich auch ganz gut zu zweit vorm Monitor hockend zocken. Der dritte im Bunde kann dabei ein Dummy oder ein Computerspieler sein. Den Dummy muss man sich selbst backen. Der tut dann nichts weiter als würfeln. Schmeißt er die Sieben dann wird der Räuber in den hintersten Winkel der Welt verbannt. Ein solches Duell ohne Händel macht einfach mehr Spaß da man ansonsten ständig hin und her schalten muss sobald der ComPlayer seine Tauschvorschläge unterbreitet. Das man dabei immer auch des Gegners Rohstoffe sehen kann ist nicht weiter schlimm. Ein Zwei-Personen-Spiel hat darüber hinaus auch noch den Vorteil das man sich eigene Regeln zurecht zimmern kann. So bekommt die Sache doch gleich einen neuen Anstrich wenn man bei großen Landmassen etwa das Bauen neben rot bezifferten Rohstofffeldern (das sind die attraktivsten) nach dem ersten Würfelwurf verbietet.
Was mir an dem Produkt noch gut gefällt ist die Möglichkeit den Spielplan zu verkleinern und passend zu verschieben so das auch größere Szenarien vollständig in meinen 17-Zoll-Monitor-Rahmen hinein passen. Ein extra Bonbon stellt die Vergrößerungsansicht dar wobei man winzige Siedler bei dem Verrichten ihres Tagewerks beobachten kann. Wäre natürlich toll wenn man dabei auch noch den Vulkanausbruch gezeigt bekäme. Davon sieht man bei normaler Brettansicht nämlich rein gar nichts. Apropos Vulkan - die Regel hatte ich so verstanden das er seine Lava nur an einem von sechs Hängen ergießt - was auch absolut Sinn machen würde. Stattdessen zerstört er jedoch immer sogleich das daneben errichtete Dorf an welcher Hangseite es auch stehen mag - was ich weniger toll finde. Auch die ComPlayer hüten sich davor dort was zu bauen.
Für genügend Abwechslung wird durch eine üppige Auswahl an Spielbrettern bzw. Szenarien Rechnung getragen. Was an dem Prachtwerk noch zu bemäkeln wäre das sind die winzigen kaum lesbaren roten Zahlen welche die Anzahl der Rohstoffe bekannt geben die ein Spieler gerade besitzt. Dazu kommt das ewige Leid mit dem Selberwürfelnmüssen (...) soll heissen wenn man an die Reihe kommt muss man die Maushand erst schön brav zu einem kleinen Würfel am Schaltpult hin führen bevor die Dinger endlich los rollen. Dafür ist die Würfelanimation wiederum absolut spitze.
Familienspiele am Computer kann man derzeit leider noch nicht uneingeschränkt weiter empfehlen. Der Grund dafür ist ganz einfach der weil sie eben am Bildschirm gezockt genauso lange andauern wie bei Tische jedoch die Geselligkeit dabei vermissen lassen. So ein Würfelspielchen vorm Monitor wäre wirklich eine prima Entspannung wenn es statt einer vollen Stunde Spieldauer mal nur eine halbe bräuchte.
8 Bewertungen, 2 Kommentare
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26.03.2002, 15:05 Uhr von owesen
Bewertung: nicht hilfreichDoppelt ! - Habe den anderen zu recht mit sehr nützlich bewertet, aber dieser ist somit nutzlos !!! Gruß, Sönke ( owi13 )
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24.03.2002, 14:43 Uhr von Schlegel
Bewertung: nicht hilfreichTut mir echt Leid, aber Tomcat4U hat Recht... Es ist nicht erlaubt, Berichte bei yopi zweimal zu posten!!
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