Chalkidiki Testbericht

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Erfahrungsbericht von trampastheo

Das bezaubernde Chalkidiki

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Mein Kurzurlaub in Griechenland ist gestern zu Ende gegangen und bereits heute möchte ich von meinem achttägigen Aufenthalt dort berichten. Ich kann nicht behaupten mich unbedingt in so wenigen Tagen richtig erholt zu haben, aber ich habe diesmal sehr viel sehen können. Die Wasserfälle von Edessa war wohl der Höhepunkt meiner Reise, doch auch Chalkidiki hat mir aufgrund ihrer vielen Schönheiten gefallen. Mein Bericht zu Edessa und ihren Wasserfällen kommt in einigen Tagen. Heute erst einmal zu den Einzelheiten meines eintägigen Aufenthalts in Chalkidiki. Chalkidiki befindet sich im Norden Griechenlands. Sie ist die beliebteste Touristengegend Nordgriechenlands. Chalkidiki besteht aus drei verschiedenen Halbinseln: Kassandra, Sithonia und Hagion Oros. Obwohl man beim Hagion Oros, dass ich bereits besucht habe, ganz klar sagen muss, dass es ein unabhängiger Mönchstaat ist, der nur geographisch eben in die Gegend von Chalkidiki eingeteilt wird. Meine Familie und ich haben Nea Moudania, Potidea und Hagios Mamas auf der ersten Halbinsel (Kassandra) von Chalkidiki besucht.

Touristenanziehungsort Nea Moudania
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Das erste Reiseziel unseres eintägigen Aufenthalts in Chalkidiki war die Stadt von Nea Moudania. Ungefähr 60 Kilometer von Thessaloniki, ist Nea Moudania weniger als eine Autostunde von der Großstadt entfernt. Kurz bevor man in Nea Moudania ankommt wird man links und rechts von der Strasse die beeindruckenden Olivenbäumplantagen bestaunen können. Chalkidiki ist bekannt für sein Olivenöl und seine Pistazien! Riesige Flächen mit solchen Plantagen befinden sich in ganz Chalkidiki. In ganz Chalkidiki ist die Natur fast unbeeinflusst geblieben - es gibt eine schwere Industrie und einen Wolkenkratzer habe ich an diesem Tag auch nirgends gesehen! Zurück zur Strecke Thessaloniki - Nea Moudania: kurz nach den Olivenbäumplantagen sieht man bereits von der rechten Seite das wunderbare Meer von Nea Moudania. Man verspürt sofort die Lust sich bei den besonders hohen Temperaturen (ich glaube es waren mehr als 38 Grad an dem Tag, als wir dort waren) sich ins Wasser zu stürzen um sich abzukühlen. Nea Moudania ist das Handelszentrum von ganz Chalkidiki, obwohl hier gerade mal 7.000 Menschen wohnen. In den Monaten Juni bis August jedoch, bekommt man den Eindruck, dass man sich in einer größeren Stadt aufhält. So enorm sind die Urlauberzahlen in Nea Moudania. Die Badestrände sind fast immer überfüllt und die Cafes entlang des Strandes meistens auch. Mein Tipp ist es auf jeden Fall in einer Taverne schön essen zu gehen. Wir haben mit meiner Familie eine ruhige Taverne namens „Barba Giannis“ etwas abseits von Nea Moudania gefunden. Da wir alle auf Meeresspezialitäten stehen, haben wir natürlich Muscheln und Kalamaris bestellt. Besonders geschmeckt haben mir die mit Reis gefüllten Kalamaris, aber auch die frisch zubereiteten Salate, wie der Bauernsalat, der Taramas oder Paprika -Tzsatzikisalat. Man legt besonderen Wert auf die Frische der Produkte, die hier serviert werden und auch aus preislicher Sicht, ist alles im Rahmen des Erlaubten gewesen (wir haben zu viert insgesamt für Essen und Getränke weniger als 40 Euro bezahlt). Wir haben auf jeden Fall lange nicht mehr so gut in einem Restaurant gegessen, wie es in Nea Moudania der Fall war. Das rege Nachtleben der Stadt ist ohne Zweifel beeindruckend. Dutzende von Bars, Discos und Strandcafes – viele davon mit Swimmingpools ausgestattet - werden sicher bei den meisten Gefallen finden. Wer sich etwas kultureller unterhalten möchte, kann das Theater von Nea Moudania besuchen. In weißer Farbe und im altgriechischen Stil, bietet die Stadt von Nea Moudania im Laufe des Sommers seinen Besuchern kostenlos viele Theaterstücke an, aber vor allem musikalische Highlights mit Folkloremusik aus dem ganzen Balkan, werden hier präsentiert. Insgesamt können im freien Theater 2000 Zuschauer Platz nehmen.

Das Fischermuseum von Nea Moudania
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Nahe des Zentrums von Nea Moudania, in einem modernen Gebäude, ist das Fischermuseum von Chalkidiki untergebracht. Gerade in solch einer Gegend, wo ein großer Teil der Bevölkerung in der Vergangenheit, aber auch heute noch, von der Fischerei lebt(e), ist so ein Fischermuseum von besonderem Interesse. Nachdem uns einige Urlauber, darunter auch viele aus Deutschland, darauf aufmerksam gemacht haben und da mein Vater und ich sowieso große Freunde der Fischerei sind, haben wir uns entschlossen das Museum zu besuchen. Mit einem Eintrittspreis von 4,50 Euro hatten wir dann Zutritt zu einer magischen Welt. Es ist unglaublich, welche Techniken der Mensch entdeckt hat, um seine Nahrung aus dem Meer zu angeln. Im Museum gibt es eine Vielzahl von Geräten, die von den Fischern benutzt wurden: Fischernetze, Angeln, alte Anker und sogar ein altes Fischerboot kann aus der Nähe betrachtet werden. Besonders beeindruckt blieb ich von den Bildern zu den Techniken, die von den Fischern angewandt wurden, um bei ihrer Arbeit erfolgreich zu sein. Erstaunlich ist auch die Sammlung an Muschelschalen, die das Museum vorzuweisen hat. Sie ist eine der größten überhaupt in Griechenland, wie mir die Museumsführerin erläuterte. Gleichzeitig wird man als Besucher in einen kleinen Saal geführt, um ein Videoband mit den Schönheiten der Tiefen des Meeres von Chalkidiki zu sehen. Die Unterwasserabteilung des Museums verbirgt eine Menge an faszinierenden Bildern von den kleinsten bis zu den größten Organismen, die im Meer von Chalkidiki leben. Der alte Taucheranzug, der hier zu betrachten ist, gibt dieser Abteilung einen besonders geheimnisvollen Flair. Wer hatte wohl vor Jahrzehnten diesen Taucheranzug an? Was haben alles seine Augen unter Wasser bestaunen können? Diese Fragen kamen mir sofort in den Kopf. Leider bleibt es unserer Fantasie überlassen, darauf zu antworten. Das Fischermuseum von Nea Moudania hat mich beeindruckt und ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall. Dazu kann das Fischermuseum als einer der wenigen kulturellen Höhepunkte der Gegend bezeichnet werden.

Ein besonderes Erlebnis: der Fischmarkt von Nea
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Moudania
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Einer der größten Fischmärkte in ganz Griechenland befindet sich in Nea Moudania. Wenn die Stadt schon ein Fischermuseum aufzuweisen hat, dann müssen hier auch viele Fischer leben. Diese Menschen versuchen natürlich auch ihre Ware, die vor allem im Sommer schnell eingeht, zu verkaufen. Ein Teil der Fische wird an die Tavernen und Restaurants der näheren Umgebung weiterverkauft, ein Teil wird von der Millionenstadt Thessaloniki in Anspruch verbraucht. Die Hauptmenge jedoch der Fische, wird im Fischmarkt von Nea Moudania verkauft. Wie das ganze dann in der Praxis aussieht? Nun ich war auch ganz überrascht, denn so ein Spektakel habe ich auch noch nie erlebt: der eine Fischstand steht neben dem anderen und das zieht sich auf einige Hundert Meter hinaus. Von der einen der teilweise unangenehme hitzebedingte Fischgeruch und vor der anderen der unglaubliche Krawall, der durch die Rufe der Fischer entstand, haben mich nicht unbedingt fasziniert. Jeder der Fischer versucht natürlich seine Fische loszuwerden und das geht durch lautes Rufen (Preisankündigung oder Qualität der Fische). Hier spürte man eindeutig die Mentalität der Südländer. Das beeindruckende jedoch bei den meisten Fischständen, war die Vielfalt der Fischarten. Ich bin zwar kein Fischexperte, aber einer der Stände hatte einen Riesenschwertfisch im Angebot, der natürlich von allen bestaunt wurde. Ohne Zweifel scheint es sich als Fischer in Chalkidiki gut leben. Das saubere Meer (keine schwere Industrie in der ganzen Gegend) sorgt für genug Fisch, der auch, wie ich selbst feststellen konnte, leicht am Fischmarkt verkauft wird. Nach all den Skandalen mit dem Rind- und Schweinefleisch in Europa, bevorzugen die Einwohner Chalkidikis den frischen Fisch!

Der Kanal von Nea Potidea
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Um auf die Halbinsel von Kassandra zu gelangen (der erste Fuß von Chalkidiki) muss man mit dem Auto über die Brücke des Potideakanals fahren. Es ist ein beeindruckendes Erlebnis von oben das glasklare Wasser der Ägäis bestaunen zu können. Viele Fischkutter, aber auch luxuriöse Jachten sind von hier aus zu betrachten. Wann genau der Kanal gebaut wurde, können Historiker nicht exakt angeben. Schätzungsweise war es einige Jahre vor Christus, als der Kanal gegraben wurde, um den Handel und die Schiffsfahrt zu vereinfachen. Potidea selbst ist eine der beliebtesten Touristengegenden von Chalkidiki und das nicht nur wegen des schönen Kanals, sondern auch wegen der wunderschönen Strände. Im Dorf selbst leben weniger als 2000 Menschen - im Sommer jedoch wird das Dorf zur Kleinstadt durch die Tausenden von Touristen, die hier baden wollen. Luxuriöse Hotels und feine Restaurants sind in Potidea eindeutig für die ausländischen Urlauber erbaut worden. Leider hat dieser Touristenansturm auch seine Nachteile, denn man findet sehr schwer einen freien Strandplatz. Bei solch einem Menschengetümmel, verzichte ich persönlich auf den Schwimmspaß. Ich bevorzuge da lieber die ruhigeren Strände. Einer dieser ruhigen und idyllischen Straende befindet sich in Hagios Mamas.

Badevergnügen in Hagios Mamas
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Hagios Mamas (mit der Betonung des Wortes am ersten a) liegt etwas 30 Minuten von Nea Moudania entfernt. Es handelt sich um ein grafisches Dörfchen mit weniger als 1500 Einwohnern, das jährlich auch viele Urlauber anzieht. Für meine Familie und mich war es ein Tipp eines bekannten aus Serres, der uns den Strand von Hagios Mamas empfohlen hat. Hier hatte ich die Gelegenheit zum ersten Mal in meinem diesjährigen Urlaub im Meer zu schwimmen. Es war einfach traumhaft! Der saubere und nicht all zu volle Strand und das glasklare Wasser haben uns entzückt. Anfangs läuft man im Wasser auf Kieselsand, doch schon mit dem Knie im Wasser drin, beginnt man den feinen Sand unter den Füße zu spüren. Dazu wurde das Wasser erst nach mehr als 15 Metern so richtig tief. Da beginnt dann mein Territorium, denn ich schwimme mit meiner Schwester sehr gerne im tiefen Wasser. Ich hatte meine Tauchermaske dabei und konnte einige kleinere, weiße Fische beobachten. Wir hatten auf jeden Fall alle viel Spaß und werden wohl auch in unseren nächsten gemeinsamen Ferien dort schwimmen gehen. Hagios Mamas ist bekannt für seine sauberen Strände und sein glasklares Wasser, aber auch für die Handelsmesse, die jeden September dort stattfindet. Hier versammeln sich dann Hunderte von Aussteller/Händler, die ihre Waren den Verbrauchern vorstellen möchten. Schade, dass ich nicht zu dieser Zeit dort sein kann! Wäre sicherlich interessant gewesen.

Zwar war unser Aufenthalt in Chalkidiki nur eintägig, aber auch innerhalb von 16 Stunden kann man in so einem beliebten Urlaubsort viel erleben. Chalkidiki ist nicht umsonst das beliebteste Urlaubsziel in Nordgriechenland. Wenn man so richtig viel Zeit hat, kann man auch die zweite Halbinsel von Sithonia besuchen und alle Schönheiten der Gegend entdecken. Mir hat Chalkidiki wieder einmal besonders gefallen und ich kann mir gut vorstellen, dass ich mich auch kommendes Jahr dort aufhalten werde - hoffentlich dann für einige Tage mehr - um auch richtig erholt von der Reise zurückzukehren.

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