Chocolate Starfish And The Hot Dog Flavored Water - Limp Bizkit Testbericht

Chocolate-starfish-and-the-hot-dog-flavored-water-limp-bizkit
ab 8,24
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 01/2005
5 Sterne
(2)
4 Sterne
(1)
3 Sterne
(0)
2 Sterne
(1)
1 Stern
(0)
0 Sterne
(0)
Summe aller Bewertungen
  • Cover-Design:  gut
  • Klangqualität:  sehr gut

Erfahrungsbericht von helden_gesucht

Von kleinen Männchen und Hot Dogs

4
  • Cover-Design:  gut
  • Klangqualität:  gut

Pro:

fetter Sound, auch nachdenkliche Stücke

Kontra:

wenige schwache Stücke, Rap ist nicht mein Ding

Empfehlung:

Ja

Vorwort
======
Als damals 2000 „Mission Impossible II“ mit Tom Cruise in die Kinos kam, musste ich einfach den Soundtrack haben. Nicht nur, weil Metallica mit „I Disappear“ einen neuen Song hatten, der auf keiner anderen Platte mit drauf war, sondern weil auch einen Band, die ich bis dato fast nicht kannte mit „Take A Look Around“ einen sehr fetten Track gemacht hatten. Es war die Band „Weicher Keks“ oder wie man sie vielleicht besser kennt – Limp Bizkit.

Band & History
===========
Als 1995 Korn durch die USA tourten, machten sie Zwischenstation in Jacksonville, Florida, Heimat der von Tattoo-Künstler Fred Durst und seinem Bass spielenden Freund Sam Rivers 1994 gegründeten Rapcore-Band Limp Bizkit. Korn-Basser Fieldy wollte sich die Haut von Durst verzieren lassen. Die beiden freundeten sich auch gleich an, nachdem Durst seinem Patienten sein Demo-Tape aufs Auge drückte und beide ihren gemeinsamen musikalischen Background entdeckt hatten.
Das Demo wurde weitergereicht an Korn-Produzent Ross Robinson - die Initialzündung für den Start der Limp-Bizkit-Rakete! Mit dem 1,5 Millionen-Seller \"Three Dollar Bills Y\'All$\" bewiesen sie erstmals ihr Können und brauchten sich angesichts des Megaerfolgs fortan nicht mehr hinter den Mäzenen von Korn zu verstecken. Jedoch blieb die Familienbande erhalten und Durst duettierte unlängst zusammen mit Jonathan Davis auf \"Follow the Leader\".
Und wie Korn fungieren auch die Bizkits als Werbeschilder für die führenden Hersteller von Skate- und Sportswear. Limp Bizkit wurde zur Hausband bei MTV für \"Fashionable Loud\" und bekam daraufhin eine persönliche Einladung von Ozzy Osbourne zu seinem \"Ozz-Fest\". Fred Durst durfte nicht nur seiner musikalischen Kreativität auf der Bühne freien Lauf lassen, sondern kreierte nebenbei auch das Stage-Set (ein ekliges Riesenklo, aus dem die Bizkits auf die Bühne kletterten). Der hyperaktive Frontmann ist unbestrittenermaßen die treibende Kraft der Band.
Auch das witzige Video zu Limp Bizkits George-Michael-Cover \"Faith\" entstand unter seiner Regie. Eine Band also, die vor kreativer Energie nur so strotzt und deshalb die Hoffnung für den aussterbenden aber immer noch beliebten Crossover aus Hip Hop und Hardcore bildet. Mit den Auskopplungen \"Nookie\", Re-Arranged\" und Break Stuff\" des zweiten Longplayers \"Significant Other\" kommt an Durst und Co. endgültig keiner mehr vorbei.
Nachdem die Band beim Unternehmen \"Erklimmen des Rock-Olymp\" nach nur drei Platten Vollzug melden konnte, wurden sämtliche Arenen der Welt in der sich anschließenden Tour derbe gerockt. Rivers kassierte 2000 eine Auszeichnung als \"Best Rock Bass Player\". Im Oktober 2001 nimmt Wes Borland einer der Haupt-Songwriter den Hut. Fred Durst beginnt sogleich, einen adäquaten Ersatz zu suchen, was bei Borlands Eigenschaften und Charisma ein schweres Unterfangen darstellt. Er findet ihn erst zwei Jahre später nach zahlreichen Fan-Castings im Profilager: Ex-Snot-Gitarrist Mike Smith.
Zuvor räumen Limp mit \"Chocolate Starfish And The Hot Dog Flavored Water\" ordentlich ab. Dank Singles wie \"Rollin\'\" oder \"Take A Look Around\", dem Titelsong zu \"Mission Impossible 2\", geht das dritte Studioalbum in den USA innerhalb einer Woche als bis dato einzige Rockplatte eine Million Mal über den Ladentisch. Weltweit verkauft sich die Platte über 13 Millionen Mal, in 33 Ländern hagelt es Platin.
Durst versucht sich nebenher als Filmregisseur, avanciert mittlerweile zum Senior Vice President bei Interscope, gründet das Sublabel Disvison Flawless und signt Puddle Of Mudd. Nach dem Remix-Album \"New Old Songs\" erscheint im September 2003 nach mehrfachem Wechsel des Albumtitels sowie des Release-Datums der vierte Studio-Longplayer \"Results May Vary\" (u.a. von Rick Rubin produziert). [Auszug laut.de]

Line-Up
======
Fred Durst – Vocals
Sam Rivers – Bass
Mike Smith – Guitar
Wes Borland – Guitar (auf diesem Album)
DJ Lethal – Turntables
John Otto - Drums

Das Album
========
Das Cover ist wiedermal geprägt von Freds verrückten Einfällen. Kleine, fettbäuchige Männchen die auf einem Berg aus Hot Dogs. Hier ist wohl auch der sehr lange und ungewöhnliche Name der Platte begründet: Chocolate Starfish And The Hot Dog Flavored Water“.
Erster Wehrmutstropfen: keine Songtexte im Booklet. Dafür verspricht die sehr üppige Tracklist jede Menge rasante Mucke.

Tracklist
=======
#1 Intro
#2 Hot Dog
#3 My Generation
#4 Full Nelson
#5 My Way
#6 Rollin’ (Air Raid Vehicle)
#7 Livin’ It Up
#8 The One
#9 Getcha Groove On
#10 Take A Look Around
#11 It’ll Be Ok
#12 Boiler
#13 Hold On
#14 Rollin’ (Urban Assault Vehicle)
#15 Outro

…und nun die Tracks im Einzelnen
==========================
> Intro < - Das Intro beginnt mit einer Computerstimme, welche dann auch den Introsong singt: “Whos in the house? Limp Bizkit is in the house.“ Auch wenns primitiv klingt, es überrscht durch seine Einfachheit und irgendwie gefällt es auch. Recht guter Einstand für die Platte.
(5/5) -> (1:18)

> Hot Dog < - Jetzt Fred am Mikro:”Ladies and Gentlemen introducing the…” und dann gehts zum ersten Mal richtig fett ab. Fette Gitarren und stampfende Beats vom Schlagzeug. Warum der Track „Hot Dog“ heißt, versteh ich nicht wirklich, denn das Wörtchen „Fuck“ überragt hier echt zu 90%. Irgendwann meint Fred selber im Track, dass es irgendwie das 46. „Fuck“ im Song ist. Rein musikalisch nicht schlecht, wenn auch zum Großteil nur das Refrain wirklich Partyfeeling hat.
(4/5) -> (3:50)

> My Generation < - Ein sehr geiler Track, der mir auch schon als Single gefallen hat. „If only we can fly...“ so die Anfangsworte und dann gehts zunächst sehr verhalten, doch immer schneller zur Sache. Der Rhythmus geht einfach ins Blut. Wer hier nichtmal ein Beinzucken hat, dem kann man wohl nichtmehr helfen. 1A-Partytrack. Die harten, aufstampfenden Bassdrumbeats sind einfach einmalig und ein Merkmal von Limp Bizki. Sehr geil auch der ruhige Teil in der Mitte des Tracks. Dann baut sich langsam die Spannung wieder auf und es geht abermals los.
(5/5) -> (3:40)

> Full Nelson < - Dieser Track fällt gleich mit der Tür ins Haus. Laut und heftig starten gleich Gitarre und Schlagzeug. Wie bei so vielen Crossover-Tracks ist hier auch eher der Refrain ausschlaggebend. Der ist richtig schön fett und laut. Hat viel Power. Insgesamt konnte ich dem Track nicht immer viel abgewinnen, weil die Verse einfach etwas zu langweilig sind. Der Refrain ist einfach das Geilste an dem Track.
(3/5) -> (4:07)

> My Way < - Und nun der erste Track mit Melodie. Und vorallem: ein langsamer Track. Sanft beginnt die Gitarre zu spielen. Sehr harmonisch legen sich Bass, Schlagzeug und Gesang darüber. Vielleicht kennen einige das Video zum Track, in dem die Band als Orchester-Quintett zu sehen war. Der Refrain ist wieder das bestimmende Organ des Tracks. Laut und heftig, jedoch schlägt er nicht über die Stränge und zerstört die ganze harmonische Stimmung. Der Song ist gut durchkomponiert und hatte die Auskopplung als Single echt verdient.
(5/5) -> (4:32)

> Rollin’ (Air Raid Vehicle) < - “All right partner. Keep on rollin’ baby, you know what time it is.” Und dann schnarren schon wieder die Gitarren los. Ebenfalls wieder ein Partytrack der übelsten Sorte. Fette Bassline, stampfende Drums und dazu wildes Gerappte/Gesinge. Der Refrain eignet sich einfach nur zum Mitgrölen.
(5/5) -> (3:33)

> Livin’ It Up < - Diese Klänge kennt man doch schon. Vom bekannten “Take A Look Around”. Die Ähnlichkeiten vom musikalischen sind wirklich nicht zu überhören. Die Strophe wie immer sehr ruhig, fast schon bedrohlich dunkel gehalten und dann der Ausbruch im Refrain. Typisch Crossover, jedoch wird’s auf dem Album nicht langweilig.#
(4/5) -> (4:23)

> The One < - Smoothe Klänge, die man auf der Platte noch nicht gehört hat. Alle Instrumente scheinen eine ruhige Kugel schieben zu wollen. Kein gewohnter Ausbruch. Doch der Track wäre ja langweilig so und so kommt die aggressiv laute Ader doch gegen Ende noch heraus. Jedoch ist der Track eher zum Nachdenken, weniger zum Partymachen.
(5/5) -> (3:42)

> Getcha Groove On < - Vor diesem Track befindet sich ein „Hidden-Track“. Keine Ahnung, warum der hier eingeschoben wurde. Er ist eher depressiv gehalten. „If you“ könnte er heißen. Es geht ums Alleinsein. (4/5) -> (2:01)
Xibit kennt ja wohl jeder, spätestens seit „Pimp my Ride“. Der könnte mal meinen Fiesta pimpen. Aber hier rappt er erst mal im Duett mit Fred. Das ist dann doch schon eher nichtmehr meine Welt. Hier ist wirklich nur einer dieser monotonen Rappgrundrhythmen druntergehaun, dazu etwas Gerappe und das wars dann auch schon. Für jeden HipHop-Fan sicher eine schöne Sache, aber für mich nichts.
(1/5) -> (4:29)

> Take A Look Around < - Dafür komm ich jetzt auf meine Kosten. Der Track, wegen dem ich das Album erst gekauft habe. Es geht los mit diesem unverkennbarem Gitarrenriff und dann komm sehr dunkel der Bass dazu. Dann erste Zeichen vom Schlagzeug. Und dann ist der Track auch schon voll im Gang. Das Video fand ich schon echt geil, aber auch den Track so zu hören ist einfach nur geil. „I know why you wanna hate me...“ Und dann geht die Post voll ab. Und beruhigt sich ähnlich schnell wieder. Echt fetter Track und wohl mit das Beste, was die Jungs jemals kreiert haben.
(5/5) -> (5:20)

> It’ll Be Ok < - Dieser Track beginnt sehr dunkel. Solche Melodieführungen ist man nicht gewöhnt. Aber sie passen sehr gut zum Gesang von Fred und geben Raum zum Ausbau. Noch konnte der Track vom Ausbruch ferngehalten werden. Fred hat einfach eine unverkennbare Stimme. Er macht 50% aller Tracks aus. Dieser Track ist ähnlich explosiv, wie alle anderen Crossover-Partystücke dieses Albums, jedoch lehnt er sich mehr an das Konzept von „Take A Look Around“ an.
(5/5) -> (5:06)

> Boiler < - Auch hier betreten die Jungs neues Terrain. Der Anfang mutet fast schon mythisch an. Sind das noch Gitarrenklänge. Dann erwacht aus dem Dunkel Freds Stimme, besser noch ein Klageschrei. Dann wird erst mal die schwerfällige Grundbegleitung des Tracks gelegt. Auch dieser Song war es eindeutig wert, ausgekoppelt zu werden. Was auffällt, ist die Tatsache, dass die letzten Stücke allesamt sehr dunkel und depressiv geworden sind.
(5/5) -> (5:47)

> Hold On < - Noch ein kleines Zwischenstück. Fred redet irgendetwas ins Mikro. Boiler hat eine tiefere Bedeutung, die ich jedoch noch nicht geknackt habe.
Dann beginnt der neue Track. Auch der ist wieder sehr düster und schwerfällig. So schwermütig, hat man Fred noch nie gehört. Sehr geiler Track, da er völlig anders ist als der Rest der Platte.
(5/5) -> (5:47)

> Rollin’ (Urban Assault Vehicle) < - „Play that fuckin’ track!“ fordert Fred am Anfang. Wie schon der Titel sagt, wurde “Rollin’” nur neu abgemischt. Es ist mehr eine Rappversion. Alles Sythesizer-Klänge. Finde ich persönlich schlechter als das Original.
(2/5) -> (6:22)

> Outro < - Das ist das Gegenteil zum Intro. Wieder die Computerstimme und der Track vom Anfang. Schönes Ende und es bildet einen schönen Rahmen um die Platte.
(5/5) -> (9:24)

Fazit
====
Anfangs hab ich das Album nur wegen dem einen Track gekauft, doch im nachhinein hab ich festgestellt, wie geil das gesamte Album ist. Je länger die Platte im Player liegt, desto mehr kommt Partystimmung auf. Die Vielzahl an Singleauskopplungen macht die Platte im Nachhinein noch wertvoller. Rundrum ist es eine gute Platte geworden und es lohnt sich auf alle Fälle sie zu kaufen.

58 Bewertungen, 10 Kommentare

  • Daisy_Bluemchen

    16.01.2009, 21:41 Uhr von Daisy_Bluemchen
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh und viele Grüße ...

  • wolli007

    15.01.2009, 21:44 Uhr von wolli007
    Bewertung: sehr hilfreich

    liebe Grüße, Wolli

  • ingoa09

    13.09.2008, 13:12 Uhr von ingoa09
    Bewertung: sehr hilfreich

    Klasse beschrieben! Liebe Grüße, Ingo

  • Jerry525

    16.08.2008, 15:45 Uhr von Jerry525
    Bewertung: sehr hilfreich

    Liebe Grüße sh Jerry

  • Baby1

    13.08.2008, 01:33 Uhr von Baby1
    Bewertung: sehr hilfreich

    .•:*¨ ¨*:•. Liebe Grüße Anita .•:*¨ ¨*:•.

  • Iris1979

    20.06.2008, 16:58 Uhr von Iris1979
    Bewertung: sehr hilfreich

    Super Bericht. LG Iris

  • frankensteins

    14.06.2008, 13:55 Uhr von frankensteins
    Bewertung: sehr hilfreich

    liebe Grüße Werner

  • wir_2

    27.05.2008, 13:52 Uhr von wir_2
    Bewertung: sehr hilfreich

    bis auf Avril haben wir den selben musikgeschmack :D

  • misscindy

    24.05.2008, 22:46 Uhr von misscindy
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ein sehr schöner Bericht, lg Sylvia

  • Striker1981

    07.05.2008, 20:27 Uhr von Striker1981
    Bewertung: sehr hilfreich

    SH und liebe Grüße sagt der STRIKER`