Dior Rouge Diorific Testbericht

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ab 30,19
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Summe aller Bewertungen
  • Farbintensität:  sehr gut
  • Verträglichkeit:  sehr gut
  • Haltbarkeit:  sehr gut

Erfahrungsbericht von diva68

Die Diva riskiert `ne Lippe...

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Hamburg, gestern Mittag in einer Douglas-Filiale, das Haar sitzt, die Lippen sind spröde und trocken. So etwas kann und darf nicht sein. Erst recht nicht hier, in der Hochburg von Schönheit, Glanz und Glamour.

Ich betrete das Kosmetikfachgeschäft und steuere zielstrebig auf das erste Make-Up-Display zu. Bunte, schillernde Farben. Zu jung. Das nächste. Kein ansprechendes Produktdesign. Weiter zum nächsten. Zu billig. Und dort...?

Da erblickt mich die klassische Kosmetikfachverkäuferin. „Kann ich Ihnen behilflich sein?“

„Ja, ich brauche einen Lippenstift mit der perfekten Farbe. Ungefähr wie der, den ich vor acht Jahren von einer Freundin geschenkt bekam. Es ist dieses dunkle Rot mit nur einem Hauch Blauanteil, der das Ganze ein wenig Lila macht. Aber nur ein wenig. Er darf nicht zu dunkel sein, denn dann sehe ich aus wie beim Fasching. Es ist dieses leicht verrucht wirkende Rot, aber auf keinen Fall billig. Wissen Sie, es ist das Rot, das genau zu mir passt. Ich glaube, er war von Chanel.“

„Moment, ich hol mal meine Kollegin.“

Die Kollegin erweist sich als Lippenstiftexpertin. Nach einem Blick in meine Augen, auf mein Haupthaar und auf meinen Mund zieht sie zielstrebig und geübt einige Chanel-Lippenstifte aus dem Display.

Nacheinander malt sie sich damit breite Striche auf den Handrücken. „Man sollte zum Testen immer breite, satte Striche ziehen, dann erst kommt die Farbe so richtig zur Geltung“, erklärt sie mir. Verschämt lasse ich meine eigene Linke, die mit den zaghaften Lippenstift-Test-Strichelchen, in der Jackentasche verschwinden.

Ich entscheide mich schnell für eine Farbe und den passenden Konturenstift. Doch dann die Gretchenfrage: „Welchen Lippenstift bevorzugen denn Sie selbst?“ Die Kosmetikfachverkäuferin lächelt milde und weist auf das Make-Up-Display, das wir die ganze Zeit mit Nichtachtung gestraft haben. DIOR steht da in goldenen Lettern.

Und schon malt sie geistesgegenwärtig noch schönere, breitere und sattere Striche auf den Rest ihres linken Handrückens, um das Dior-Pendant zu meinem eben erwählten Chanel-Lippenstift zu erhaschen. Das gelingt innerhalb von Sekunden.

„Der klare Vorteil bei Dior“, erklärt sie mir wieder „ist der hohe Feuchtigkeitsanteil. Bei Chanel hab ich immer nach kurzer Zeit schon trockene Lippen. Dior-Lippenstifte, besonders die Reihe Diorific, haften sehr lange und geben ein angenehmes Gefühl auf den Lippen.“

Den Chanel-Stift kann sie wieder weglegen. Ich will Dior. Keine Widerrede. Erst recht, als sie mir das Chanel-Teil zu allem Überfluss auch noch vor die Nase hält. „Riechen Sie mal.“ Angewidert weiche ich zurück. Starker Make-Up-Geruch. Ich erinnere mich an meinen alten Lippenstift. Den Geruch hatte ich ganz vergessen. Stinkt ja wirklich erbärmlich. Ob er gar der Grund für meine kurzlebigen Affären damals war? Ich denke das gerade mal nicht zu Ende.

Die Kaufentscheidung ist also gefallen: Christian Dior. „Diorific No. 001“. Violet Tatoo. 3,5 Gramm Luxus, Glamour, Schönheit pur. Für zweiundzwanzigfünfzig.

Die Werbung für dieses Luxus-Konsumgut verspricht „unübertreffliche Farbkraft und Haftung“. Da bekommt das Wort Produkthaftung ja eine ganz neue Bedeutung... Weiter heißt es vollmundig „für die Sinne ein besonderes Erlebnis, ein Lippenstift mit Glamour. Die Pigmente werden getrennt angerieben, damit sie ihre Farbe optimal freisetzen. Die haftende und dennoch flexible Schicht liegt auf den Lippen und macht jede Bewegung mit. Das Besondere: Pure, langhaftende Farbe, zudem angenehm zu tragen. Sonnenschutzfaktor 8.“

Da bin ich aber beruhigt. Ich gehe mit einem guten Gefühl auf den Lippen nach Hause. Und mit einem noch besseren im Kopf.

Übrigens, das Diorific-Gefühl gibt es in 18 verschieden Farben.

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