Christusdorn Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von amrum
Stachelig und genügsam
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Wer kennt ihn nicht, den Christusdorn, der auf so mancher Bürofensterbank sein Leben fristet (und manche Hausfrau zur Verzweiflung treibt, wenn er denn mal durch die Gardiene wächst).
Der Christusdorn (Euphorbia millii) gehört zu einer der artenreichsten sukkulenten Pflanzenfamilien, den Wolfsmilchgewächsen (Euphorbiaceae).
In ihrer ursprünglichen Heimat (Madagaskar) wächst die Pflanze als 2 m hoher dichter Strauch, mit biegsamen, schlangenartig gekrümmten Zweigen. In der freien Natur sind in in Wuchsperiode nur die äußeren neuen Triebe mit Blättern versehen, der Rest der Pflanze bildet ein fast undurchdringliches Dornendickicht. Jeder der Zweige ist mit bis zu 15 mm langen Dornen übersät.
Was der Normalbürger als Blüte (meist rot, in den letzten Jahren durch Züchtung auch gelb und zweifarbig) ansieht, sind nur die Hüllblätter, welche die eigentliche Blüte umgeben. Diese ist unscheinbar (unter der Lupe erkennbar jedoch sehr kompliziert aufgebaut), es sind die kleinen gelben "Pinne" in der Mitte der "Blüte". Die Scheinblüten erscheinen in mehrfach gegabelten Trugdolden. Ähnlich aufgebaut sind die "Blüten" der Weihnachtssterne, daß, was man als rote Blüte ansieht, ist nur Ummantelung der wirklichen kleinen Blüte.
Die Wildpflanzen haben "Blüten" von max. 10 mm Durchmesser, es gibt mittlerweile Zuchtformen (vor allem aus dem asiatischen Raum) die mehrere Zentimeter große "Blüten" in verschiedenen Farben aufweisen.
Allen diesen Zuchtformen ist jedoch eines geblieben, die Anspruchslosigkeit der Pflanze, die fast jeden Pflegefehler verzeiht. Im Extremfall wirft die Pflanze halt die Blätter ab und geht in den "Winterschlaf".
Die normale Blühperiode ist das Frühjahr bis zum Herbst. Bei entsprechender Pflege blüht sie jedoch durchgängig. Die Pflanze verträgt aufgrund ihrer Herkunft die trockene Luft von zentralbeheizten Räumen, große Hitze und unregelmäßige Wassergaben.
Wenn man gießt, dann stoßweise = wenn Wasser, dann ordentlich viel, aber selten. Nasse Füße mag die Pflanze nicht, deshalb das überschüssige Wasser aus dem Umtopf oder Untersetzer abgießen. Im Sommer 1 x im Monat etwas Dünger geben (normalen Blumendünger in der halben Konzentration wie vorgeschrieben, oder Kakteendünger wenn man ihn hat).
Wenn die Pflanze zu groß geworden ist, und einen neuen, größeren Topf benötigt, ist Vorsicht angesagt. Die Dornen pieksen ganz ordentlich, da man die Pflanze ja auch nicht regelmäßig abwäscht sind an diesen Dornen jede Menge Schmutzpartikel, die zu schönen Entzündungen führen können. Hilfreich ist dann zum Festhalten eine Kakteenzange, oder Spalgelzange oder dergleichen. Wenn nicht vorhanden, hilft auch zeitungspapier, daß locker in vielen Bahnen um die anzufassende Stelle gewickelt wird, auch Arbeitshandschuhe aus Leder helfen. Als Substart (Erde) nimmt man normale Blumenerde, die mit Sand, feinem Kies vermischt ist, oder Kakteenerde. In den ersten 2 Monaten nach dem Umpflanzen braucht dann auch nicht gedüngt zu werden.
Wenn die Pflanze nach vielen Jahren dann mal unansehnlich geworden ist (unten herum nur kahles, dorniges Gestrüpp, Blätter nur an den Triebspitzen) kann man diese verjüngen, indem man Ableger heranzieht. Dazu werden die Triebspitzen (ca 10 cm) mit einem scharfen Messer angeschnitten, 2 Wochen zum trocknen an die Seite gestellt und dann in ein Erd/Sandgemisch zur Bewurzelung gestellt.
Vorsicht: Der Christusdorn führt Milchsaft und ist in allen Teilen giftig (Wolfsmilch). Wenn die Pflanze verletzt wird, z.B. beim Transport oder beim schneiden der Ableger, tritt an diesen Stellen ein milchiger, klebriger weißer Saft aus. Bei "Verzehr" dieses Saftes kann es zu Bewußtseinsstörungen, Durchfall, Erbrechen, Lähmungen, Nierenreizungen kommen. In der Regel ist man selber ja vorsichtig, aber Kleinkinder und Haustiere stecken ja alles in den Mund.
Zusammenfassung :
Standort:
Am besten vollsonniges Südfenster. Die Pflanze fühlt sich wohl bei trockener Heizungsluft und normaler Zimmertemperatur. Ideal sind im Winter Temperaturen von etwa 15-18°C; die Temperatur sollte jedoch nicht unter 10°C fallen, da die Pflanze dann die Blätter abwirft.
Pflegetipp:
Die Pflanze sollte selbst in den Sommermonaten nur mäßig gegossen werden (alle 2 Wochen). Im Winter wird sie, je nach Raumtemperatur, trockener gehalten (1x im Monat gießen). Von April bis September alle 2 Wochen düngen.
Vermehrung:
Die Stecklingsvermehrung ist besonders einfach, wenn man sie im Frühjahr vornimmt.
Der Christusdorn (Euphorbia millii) gehört zu einer der artenreichsten sukkulenten Pflanzenfamilien, den Wolfsmilchgewächsen (Euphorbiaceae).
In ihrer ursprünglichen Heimat (Madagaskar) wächst die Pflanze als 2 m hoher dichter Strauch, mit biegsamen, schlangenartig gekrümmten Zweigen. In der freien Natur sind in in Wuchsperiode nur die äußeren neuen Triebe mit Blättern versehen, der Rest der Pflanze bildet ein fast undurchdringliches Dornendickicht. Jeder der Zweige ist mit bis zu 15 mm langen Dornen übersät.
Was der Normalbürger als Blüte (meist rot, in den letzten Jahren durch Züchtung auch gelb und zweifarbig) ansieht, sind nur die Hüllblätter, welche die eigentliche Blüte umgeben. Diese ist unscheinbar (unter der Lupe erkennbar jedoch sehr kompliziert aufgebaut), es sind die kleinen gelben "Pinne" in der Mitte der "Blüte". Die Scheinblüten erscheinen in mehrfach gegabelten Trugdolden. Ähnlich aufgebaut sind die "Blüten" der Weihnachtssterne, daß, was man als rote Blüte ansieht, ist nur Ummantelung der wirklichen kleinen Blüte.
Die Wildpflanzen haben "Blüten" von max. 10 mm Durchmesser, es gibt mittlerweile Zuchtformen (vor allem aus dem asiatischen Raum) die mehrere Zentimeter große "Blüten" in verschiedenen Farben aufweisen.
Allen diesen Zuchtformen ist jedoch eines geblieben, die Anspruchslosigkeit der Pflanze, die fast jeden Pflegefehler verzeiht. Im Extremfall wirft die Pflanze halt die Blätter ab und geht in den "Winterschlaf".
Die normale Blühperiode ist das Frühjahr bis zum Herbst. Bei entsprechender Pflege blüht sie jedoch durchgängig. Die Pflanze verträgt aufgrund ihrer Herkunft die trockene Luft von zentralbeheizten Räumen, große Hitze und unregelmäßige Wassergaben.
Wenn man gießt, dann stoßweise = wenn Wasser, dann ordentlich viel, aber selten. Nasse Füße mag die Pflanze nicht, deshalb das überschüssige Wasser aus dem Umtopf oder Untersetzer abgießen. Im Sommer 1 x im Monat etwas Dünger geben (normalen Blumendünger in der halben Konzentration wie vorgeschrieben, oder Kakteendünger wenn man ihn hat).
Wenn die Pflanze zu groß geworden ist, und einen neuen, größeren Topf benötigt, ist Vorsicht angesagt. Die Dornen pieksen ganz ordentlich, da man die Pflanze ja auch nicht regelmäßig abwäscht sind an diesen Dornen jede Menge Schmutzpartikel, die zu schönen Entzündungen führen können. Hilfreich ist dann zum Festhalten eine Kakteenzange, oder Spalgelzange oder dergleichen. Wenn nicht vorhanden, hilft auch zeitungspapier, daß locker in vielen Bahnen um die anzufassende Stelle gewickelt wird, auch Arbeitshandschuhe aus Leder helfen. Als Substart (Erde) nimmt man normale Blumenerde, die mit Sand, feinem Kies vermischt ist, oder Kakteenerde. In den ersten 2 Monaten nach dem Umpflanzen braucht dann auch nicht gedüngt zu werden.
Wenn die Pflanze nach vielen Jahren dann mal unansehnlich geworden ist (unten herum nur kahles, dorniges Gestrüpp, Blätter nur an den Triebspitzen) kann man diese verjüngen, indem man Ableger heranzieht. Dazu werden die Triebspitzen (ca 10 cm) mit einem scharfen Messer angeschnitten, 2 Wochen zum trocknen an die Seite gestellt und dann in ein Erd/Sandgemisch zur Bewurzelung gestellt.
Vorsicht: Der Christusdorn führt Milchsaft und ist in allen Teilen giftig (Wolfsmilch). Wenn die Pflanze verletzt wird, z.B. beim Transport oder beim schneiden der Ableger, tritt an diesen Stellen ein milchiger, klebriger weißer Saft aus. Bei "Verzehr" dieses Saftes kann es zu Bewußtseinsstörungen, Durchfall, Erbrechen, Lähmungen, Nierenreizungen kommen. In der Regel ist man selber ja vorsichtig, aber Kleinkinder und Haustiere stecken ja alles in den Mund.
Zusammenfassung :
Standort:
Am besten vollsonniges Südfenster. Die Pflanze fühlt sich wohl bei trockener Heizungsluft und normaler Zimmertemperatur. Ideal sind im Winter Temperaturen von etwa 15-18°C; die Temperatur sollte jedoch nicht unter 10°C fallen, da die Pflanze dann die Blätter abwirft.
Pflegetipp:
Die Pflanze sollte selbst in den Sommermonaten nur mäßig gegossen werden (alle 2 Wochen). Im Winter wird sie, je nach Raumtemperatur, trockener gehalten (1x im Monat gießen). Von April bis September alle 2 Wochen düngen.
Vermehrung:
Die Stecklingsvermehrung ist besonders einfach, wenn man sie im Frühjahr vornimmt.
23 Bewertungen, 2 Kommentare
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04.04.2002, 11:33 Uhr von 12351
Bewertung: sehr hilfreichjetzt isses aber gut *schmunzel* Gruss Manni
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02.04.2002, 19:15 Uhr von ZubZero024
Bewertung: sehr hilfreichAuch wenn Du dafür nicht mehr Geld bekommst, gebe ich Dir ein "AUSGEZEICHNET". Gruß ZubZero024
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