Cimetiere Pere-Lachaise Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von ciaobella
Eine Freiluftausstellung der ganz besonderen Art
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Im Norden von Paris erstreckte sich vor Jahrhunderten ein Park für Spaziergänger, den die Jesuiten 1626 erwarben, um ein Erholungsheim für den Orden zu errichten. Pater Francois de la Chaise d’Aix, der Beichtvater des Sonnenkönig Ludwig XIV. beaufsichtigte die Arbeiten, daher der Name des berühmten Père Lachaise-Friedhofes. Ab 1803 wurde nach der Revolution ein 44 Hektar großer Friedhof angelegt. Inzwischen zählt der Friedhof über 95000 Grabstätten. Sehr malerisch zieht er sich ein einem Hügel hinauf. Das reichliche Grün läßt kein beklemmendes Gefühl aufkommen. In jedem Jahr kommen ca. 100 000 Besucher – trauernde Hinterbliebene, viele Touristen auf der Suche nach den Gräbern von Berühmtheiten, Ruhe gneießende Spaziergänger, die sich hier durchaus allein fühlen.
Père Lachaise empfinde ich als eine architekturhistorische Freiluftausstellung. Mit den neo-griechischen Säulen und Tempeln, den Oblisken des Klassizismus, den barocken Engeln, oder den metallblumenumrankenden Jugendstilgrabsteinen.Kurzum gesagt: Auf seine Art ist der Friedhof ein kulturhistorisches Museum des 19. Jahrhunderts. (Ciao-Ranitzki).Man merkt, daß der Friedhof das Glanzstück der Stadt werden sollte. Man weiß, daß die Gräber der“großen Franzosen“ von kleineren Friedhöfen hierhergebracht wurden.
Das berühmteste Liebespaar des Mittelalters „Abälard und Heloise“, die als Grabplastiken, unter einem neu-gotischen Gußeisenbaldachin hier ruhen, oder die Freunde La Fontaine und Moliere mit ihrer Doppelgrabstätte; viele weltbekannte Persönlichkeiten kamen später dazu. Die Schriftsteller Balzac, Proust, Colette; auch die Familie Hugo ruht hier. Victor Hugo selbst ist ins Pantheon, die Ruhmeshalle der Nation, eingezogen. An Komponisten sind Bizet, Rossini, Chopin vertreten. Der Dramatiker Beaumarchais,die Schauspielerinnen Rachel und Sarah Bernard fanden hier ihre Ruhe. Maler finden sich reichlich: Ingres(den ich besonders verehre) Delacroix, David, Daumier, Modigliani. Man kann sagen, alle Grabstätten sind die Pilgerstätten ihrer Verehrer geworden. Das Grab des amerkanischen Rocksängers Jim Morrison, der 1971 in Paris starb liegt immer unter Blumen. Fast jeder, der zum Grab von Edith Piaf kommt, bringt Blumen mit. Simone Signoret und Yves Montand liegen ebenfalls hier begraben. Viele Prominente sind in der Urnenhalle beigesetzt.
Die Ecke der Marschälle mit gewaltigen Monumenten, das bewegende Mahnmal der französischen Arbeiterbewegung, eindrucksvolle Mahnmale für die französischen Opfer der faschistischen Konzentrationslager Buchenwald, Mauthausen, Sachsenhausen, Ravensbrück und Auschwitz, für die französischen Spanienkämpfer, französischen Kommunisten wie Duclos, Barbusse werden weniger in Reiselitaratur angesprochen. Es verdient eine besondere Beachtung, wenn man diesen Friedhof besucht. Gegenüber befindet sich die Mauer der Föderierten, wo am 28. Mai 1871 nach tagelangen Kämpfen die letzten 147 der auf dem Père Lachaise verschanzten Kommunarden an der Friedhofsmauer zusammengetrieben, erschossen und verscharrt wurden.
Die Größe der Grabdenkmäler steht selten im angemessenen Verhältnis, was von den Sterblichen in der Erinnerung verblieb. Die Mausoleen erinnern an die Zeit, es den Aristokraten nachzutun.
Père Lachaise ist nicht der einzige Friedhof. Die Stadt hat 20 – davon 6 außerhalb der Stadtgrenzen und 14 innerhalb. Der verwinkelte Friedhof Montmartre mit seinen Treppen wie beim Künstlerviertel Montmatre entstand während der Revolution. Auf diesem Friedhof ruhen Degas, Stendhal, Offenbach, auch Heinrich Heine und die Brüder Goncourt. Ebenfalls zu „Prominenten Friedhöfen“ gehört Montparnasse, wo u.a. Maupassant, Beaudelaire und seit einigen Jahren Jean Paul Sartre ruhen. Es wird noch mehr in einem Montmartebericht zu lesen sein. Man kann sagen, daß die Gräber des Père Lachaise bezahlt sind bis in „alle Ewigkeit“.
Trotz aller Protzigkeit der Grabstätten ist dieser Friedhof ein Ort der Besinnung, der Ruhe und der Verehrung. Leider sieht man aber auch, daß Reliquien mitgenommen werden. Das ist sehr bedauerlich. Man sollte nicht vergessen, die wunderschönen Bäume zu betrachten. Sie bilden eine Einheit mit den Grabstätten. Der Gesamteindruck des Friedhofes ist überwältigend.
Danke für eure Aufmerksamkeit!
ciaobella für Yopi/Ciao-Ranitzki für Ciao.com
Père Lachaise empfinde ich als eine architekturhistorische Freiluftausstellung. Mit den neo-griechischen Säulen und Tempeln, den Oblisken des Klassizismus, den barocken Engeln, oder den metallblumenumrankenden Jugendstilgrabsteinen.Kurzum gesagt: Auf seine Art ist der Friedhof ein kulturhistorisches Museum des 19. Jahrhunderts. (Ciao-Ranitzki).Man merkt, daß der Friedhof das Glanzstück der Stadt werden sollte. Man weiß, daß die Gräber der“großen Franzosen“ von kleineren Friedhöfen hierhergebracht wurden.
Das berühmteste Liebespaar des Mittelalters „Abälard und Heloise“, die als Grabplastiken, unter einem neu-gotischen Gußeisenbaldachin hier ruhen, oder die Freunde La Fontaine und Moliere mit ihrer Doppelgrabstätte; viele weltbekannte Persönlichkeiten kamen später dazu. Die Schriftsteller Balzac, Proust, Colette; auch die Familie Hugo ruht hier. Victor Hugo selbst ist ins Pantheon, die Ruhmeshalle der Nation, eingezogen. An Komponisten sind Bizet, Rossini, Chopin vertreten. Der Dramatiker Beaumarchais,die Schauspielerinnen Rachel und Sarah Bernard fanden hier ihre Ruhe. Maler finden sich reichlich: Ingres(den ich besonders verehre) Delacroix, David, Daumier, Modigliani. Man kann sagen, alle Grabstätten sind die Pilgerstätten ihrer Verehrer geworden. Das Grab des amerkanischen Rocksängers Jim Morrison, der 1971 in Paris starb liegt immer unter Blumen. Fast jeder, der zum Grab von Edith Piaf kommt, bringt Blumen mit. Simone Signoret und Yves Montand liegen ebenfalls hier begraben. Viele Prominente sind in der Urnenhalle beigesetzt.
Die Ecke der Marschälle mit gewaltigen Monumenten, das bewegende Mahnmal der französischen Arbeiterbewegung, eindrucksvolle Mahnmale für die französischen Opfer der faschistischen Konzentrationslager Buchenwald, Mauthausen, Sachsenhausen, Ravensbrück und Auschwitz, für die französischen Spanienkämpfer, französischen Kommunisten wie Duclos, Barbusse werden weniger in Reiselitaratur angesprochen. Es verdient eine besondere Beachtung, wenn man diesen Friedhof besucht. Gegenüber befindet sich die Mauer der Föderierten, wo am 28. Mai 1871 nach tagelangen Kämpfen die letzten 147 der auf dem Père Lachaise verschanzten Kommunarden an der Friedhofsmauer zusammengetrieben, erschossen und verscharrt wurden.
Die Größe der Grabdenkmäler steht selten im angemessenen Verhältnis, was von den Sterblichen in der Erinnerung verblieb. Die Mausoleen erinnern an die Zeit, es den Aristokraten nachzutun.
Père Lachaise ist nicht der einzige Friedhof. Die Stadt hat 20 – davon 6 außerhalb der Stadtgrenzen und 14 innerhalb. Der verwinkelte Friedhof Montmartre mit seinen Treppen wie beim Künstlerviertel Montmatre entstand während der Revolution. Auf diesem Friedhof ruhen Degas, Stendhal, Offenbach, auch Heinrich Heine und die Brüder Goncourt. Ebenfalls zu „Prominenten Friedhöfen“ gehört Montparnasse, wo u.a. Maupassant, Beaudelaire und seit einigen Jahren Jean Paul Sartre ruhen. Es wird noch mehr in einem Montmartebericht zu lesen sein. Man kann sagen, daß die Gräber des Père Lachaise bezahlt sind bis in „alle Ewigkeit“.
Trotz aller Protzigkeit der Grabstätten ist dieser Friedhof ein Ort der Besinnung, der Ruhe und der Verehrung. Leider sieht man aber auch, daß Reliquien mitgenommen werden. Das ist sehr bedauerlich. Man sollte nicht vergessen, die wunderschönen Bäume zu betrachten. Sie bilden eine Einheit mit den Grabstätten. Der Gesamteindruck des Friedhofes ist überwältigend.
Danke für eure Aufmerksamkeit!
ciaobella für Yopi/Ciao-Ranitzki für Ciao.com
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