Citroen ZX Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Summe aller Bewertungen
- Fahreigenschaften:
- Fahrkomfort:
- Platzangebot:
- Zuverlässigkeit:
Erfahrungsbericht von sugips
ihr dürft aber nicht lachen!
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Ihr dürft aber ja nicht lachen!
Irgendwann muß ja auch mein Auto drankommen. Sonst wird es mir noch traurig. Als Sohn eines Motorjournalisten aus Leidenschaft und PR-Chef eines Autoproduzenten und –importeurs wurden mir Autos fast in die Wiege gelegt. Eine glückliche Jugend- und Studentenzeit verbrachte ich beim Co-Testen diversester fahrbarer Untersätze von BMW Isetta bis zum Porsche. Selbst besessen habe ich aber nur fünf: zwei Autobianchis A112E, hoffentlich kann sich noch wer an diese niedlichen kleinen Dinger erinnern, einen Fiat 127 Sport und zwei Citroen ZX. Ihr seht, ein stetiger Abstieg. Ich habe einen sehr pragmatischen Zugang zu Autos. Es soll fahren, wenn ich will, wenig Treibstoff verbrauchen, meinen Kindern und dem Hund Platz bieten und irgendwie die 130km/h auf der Autobahn nicht wesentlich unterschreiten. Das ist es. Und das bietet der ZX, das Arbeitstier möchte ich sagen.
Der erste war ein Spardiesel mit 68 PS aber bester Ausstattung, alles elektrisch, alles drehte und bewegte sich. Die vorderen fenster, die beheizten und elktrisch verstellbaren Außenspiegel, das Schiebedach, die Zentralverriegelung mit Fernbedienung etc. Er leistete mit fünf Jahre und 120.000 Kilometer treueste Dienste. Tanken, ab und zu ein Tröpflein Öl, einmal im Jahr Service und Pickerl(TÜV), das wars. Er war so schön und so gut, daß sich ein ungarischer Verkehrsteilnehmer sofort in ihn verliebte: er konnte es nicht erwarten und bremste daher hinter mir an einer rot-beampelten Kreuzung einfach nicht ab und landete in meinem Kofferraum. Nur so konnte es geschehen, dass mit Achsbruch, verschobener Bodenplatte und ein paar Dellen im Blech mein erster Citroen seinen guten Geist aufgeben musste. Er hatte ja auch französischen Charme, Temperament und Bequemlichkeit. Sogar so arg ramponiert führte er mich noch in die Werkstatt, wo er auf dem Intensivbett sanft verstarb.
Mein jetziger ist wieder ein ZX und das kam so: Ich bekam noch etwas Restwert von der Versicherung, etwas für das Wrack, baute das Autoradio mit CD-Player aus und machte mich auf die Suche nach Ersatz. Da ich nie mehr für ein Auto ausgebe als ich besitze ging es zu den Gebrauchtwagenhändlern. Ich streifte über Plätze und durch Hallen und fand – Super-Autos, die zu teuer waren, hässliche Autos, alte Schrottdinger und in einer hintersten Ecke einen dunkelblauen ZX mit 1,4 Liter Hubraum und Normal-Bezin-Fresser. Baujahr 1994 und 22.00 Kilometer. Fast mein Traum, da ich eigentlich wieder einen Diesel wollte, da ich doch fast 30.000 Kilometer pro Jahr fahre.
Dieser Wermutstropfen brachte mich aber in eine gute Verhandlungsposition. Ich will es kurz machen, nach einer Stunde bekam ich ihn um 2.800 Euro samt neuer Reifen, einem service, einer Gratis-TÜV-Überprüfung, des Einbaus des Autoradios und einer Erneuerung des Unterbodenschutzes. Nun fahre ich ihn auch schon wieder 1,5 Jahre und wieder ohne Probleme.
Mein sogenannt neuer ZX prunkt mit jeder Menge Ausstattung gegenüber dem Basismodell. Er hat eine Kofferraumabdeckung und fünf Sicherheitsgurte, auch hinten zwei Kopfstützen, mein mitgebrachtes Radio/CD-Player und – man staune – eine elektrisches Hub/Schiebedach. Sonst hat er fast nichts. Natürlich einen Motor mit 68 PS, Normalbenzin, 1,4 Liter Hubraum und einen gemischten verbrauch von rund 5,8 Liter auf 100 Kilometer. Er fährt laut Zulassung maximal 172 km/h, in Wirklichkeit so rund 150 aber da kann man sich im Innenraum schon nicht mehr verständigen.
Ja und er hat fünf Türen, alle einzeln aufsperrbar, nix Fernbedienung, nix Zentralverriegelung. Das gleiche gilt für die vier Fenster und die Außenspiegel: der Mann kurbelt mal wieder. Dafür hat er auch keine Airbags, kein ABS, kein EPS etc., damit aber auch sehr wenig Elektronik, die kaputt gehen kann. Die hinteren Sitze sind dafür asymmetrisch umzulegen (ein drittel/zwei drittel), so dass ich mich zwischen Kindern und Gepäck entscheiden kann. Ja eine Uhr hat er auch, eine analoge, ihr wisst die mit den drei unterschiedlich langen Zeigern und dem Drehrad zum verstellen.
Ja ähm zum Schluß, ich empfehle ihn jeden, der ihn noch auftriebt, der ZX ist einfach, unkompliziert, rostet nicht, macht keine Sorgen, fährt und fährt und fährt. Meinem Vater dürft er das aber nicht erzählen, er hält ihn mittlerweilen für ein archaisches Monster und erzählt mit dauernd von neuen Modellen wie Xsara oder Z3, die haben angeblich sogar gekühlte Handschuhfächer. Aber wie würde ich da meinen Kindern erklären, dass es höchst sinnlos ist, Schokolade und Kaltgetränke mitzunehmen, da sie sowieso schmelzen und zu kochen beginnen?
Ja und mehr als 3.000 Euro würde ich nicht mehr für ihn ausgeben. Und Servolenkung hat er auch keine.
Irgendwann muß ja auch mein Auto drankommen. Sonst wird es mir noch traurig. Als Sohn eines Motorjournalisten aus Leidenschaft und PR-Chef eines Autoproduzenten und –importeurs wurden mir Autos fast in die Wiege gelegt. Eine glückliche Jugend- und Studentenzeit verbrachte ich beim Co-Testen diversester fahrbarer Untersätze von BMW Isetta bis zum Porsche. Selbst besessen habe ich aber nur fünf: zwei Autobianchis A112E, hoffentlich kann sich noch wer an diese niedlichen kleinen Dinger erinnern, einen Fiat 127 Sport und zwei Citroen ZX. Ihr seht, ein stetiger Abstieg. Ich habe einen sehr pragmatischen Zugang zu Autos. Es soll fahren, wenn ich will, wenig Treibstoff verbrauchen, meinen Kindern und dem Hund Platz bieten und irgendwie die 130km/h auf der Autobahn nicht wesentlich unterschreiten. Das ist es. Und das bietet der ZX, das Arbeitstier möchte ich sagen.
Der erste war ein Spardiesel mit 68 PS aber bester Ausstattung, alles elektrisch, alles drehte und bewegte sich. Die vorderen fenster, die beheizten und elktrisch verstellbaren Außenspiegel, das Schiebedach, die Zentralverriegelung mit Fernbedienung etc. Er leistete mit fünf Jahre und 120.000 Kilometer treueste Dienste. Tanken, ab und zu ein Tröpflein Öl, einmal im Jahr Service und Pickerl(TÜV), das wars. Er war so schön und so gut, daß sich ein ungarischer Verkehrsteilnehmer sofort in ihn verliebte: er konnte es nicht erwarten und bremste daher hinter mir an einer rot-beampelten Kreuzung einfach nicht ab und landete in meinem Kofferraum. Nur so konnte es geschehen, dass mit Achsbruch, verschobener Bodenplatte und ein paar Dellen im Blech mein erster Citroen seinen guten Geist aufgeben musste. Er hatte ja auch französischen Charme, Temperament und Bequemlichkeit. Sogar so arg ramponiert führte er mich noch in die Werkstatt, wo er auf dem Intensivbett sanft verstarb.
Mein jetziger ist wieder ein ZX und das kam so: Ich bekam noch etwas Restwert von der Versicherung, etwas für das Wrack, baute das Autoradio mit CD-Player aus und machte mich auf die Suche nach Ersatz. Da ich nie mehr für ein Auto ausgebe als ich besitze ging es zu den Gebrauchtwagenhändlern. Ich streifte über Plätze und durch Hallen und fand – Super-Autos, die zu teuer waren, hässliche Autos, alte Schrottdinger und in einer hintersten Ecke einen dunkelblauen ZX mit 1,4 Liter Hubraum und Normal-Bezin-Fresser. Baujahr 1994 und 22.00 Kilometer. Fast mein Traum, da ich eigentlich wieder einen Diesel wollte, da ich doch fast 30.000 Kilometer pro Jahr fahre.
Dieser Wermutstropfen brachte mich aber in eine gute Verhandlungsposition. Ich will es kurz machen, nach einer Stunde bekam ich ihn um 2.800 Euro samt neuer Reifen, einem service, einer Gratis-TÜV-Überprüfung, des Einbaus des Autoradios und einer Erneuerung des Unterbodenschutzes. Nun fahre ich ihn auch schon wieder 1,5 Jahre und wieder ohne Probleme.
Mein sogenannt neuer ZX prunkt mit jeder Menge Ausstattung gegenüber dem Basismodell. Er hat eine Kofferraumabdeckung und fünf Sicherheitsgurte, auch hinten zwei Kopfstützen, mein mitgebrachtes Radio/CD-Player und – man staune – eine elektrisches Hub/Schiebedach. Sonst hat er fast nichts. Natürlich einen Motor mit 68 PS, Normalbenzin, 1,4 Liter Hubraum und einen gemischten verbrauch von rund 5,8 Liter auf 100 Kilometer. Er fährt laut Zulassung maximal 172 km/h, in Wirklichkeit so rund 150 aber da kann man sich im Innenraum schon nicht mehr verständigen.
Ja und er hat fünf Türen, alle einzeln aufsperrbar, nix Fernbedienung, nix Zentralverriegelung. Das gleiche gilt für die vier Fenster und die Außenspiegel: der Mann kurbelt mal wieder. Dafür hat er auch keine Airbags, kein ABS, kein EPS etc., damit aber auch sehr wenig Elektronik, die kaputt gehen kann. Die hinteren Sitze sind dafür asymmetrisch umzulegen (ein drittel/zwei drittel), so dass ich mich zwischen Kindern und Gepäck entscheiden kann. Ja eine Uhr hat er auch, eine analoge, ihr wisst die mit den drei unterschiedlich langen Zeigern und dem Drehrad zum verstellen.
Ja ähm zum Schluß, ich empfehle ihn jeden, der ihn noch auftriebt, der ZX ist einfach, unkompliziert, rostet nicht, macht keine Sorgen, fährt und fährt und fährt. Meinem Vater dürft er das aber nicht erzählen, er hält ihn mittlerweilen für ein archaisches Monster und erzählt mit dauernd von neuen Modellen wie Xsara oder Z3, die haben angeblich sogar gekühlte Handschuhfächer. Aber wie würde ich da meinen Kindern erklären, dass es höchst sinnlos ist, Schokolade und Kaltgetränke mitzunehmen, da sie sowieso schmelzen und zu kochen beginnen?
Ja und mehr als 3.000 Euro würde ich nicht mehr für ihn ausgeben. Und Servolenkung hat er auch keine.
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