Collateral (DVD) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 05/2008
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Erfahrungsbericht von SVoigt3000
Tom Cruise: Mörderisch gut!!!
Pro:
Tom Cruise und Jamie Foxx, interessante Charakterstudie, Action zur rechten Zeit, Kameraführung über L.A.
Kontra:
---
Empfehlung:
Ja
Ein neuer Film mit Tom Cruise in der Hauptrolle, der auch noch eine ungewöhnliche Handlung – spannend, schauspielerisch anspruchsvoll und tiefgreifend – hat. Das muss ich unbedingt sehen. Als „Collateral“ nun endlich in den Kinos anlief, habe ich ihn mir natürlich sofort angesehen.
-----STORY:-----
Max (Jamie Foxx) ist Taxifahrer. Er macht den Job seit 12 Jahren, bezeichnet ihn aber als Übergangslösung, bis er sich endlich selbstständig machen kann. So fährt er Nacht für Nacht durch L.A. ist freundlich zu seinen Gästen und bringt sie sogar auf dem schnellsten Weg ans Ziel, obwohl er auf unehrlichere Weise mehr Geld verdienen könnte.
Dann steigt eines Nachts ein Mann (Tom Cruise) in sein Taxi – gut gekleidet, mit Aktentasche. Er stellt sich als Vincent vor und sagt, er müsse zu 5 verschiedenen Adressen gefahren werden und bietet Max dafür 600 $ - eine unglaubliche Summe. Doch schnell merkt Max, was Vincent im Schilde führt. Bei der ersten Adresse landet ein Toter auf Max\' Taxi. Und für diesen Toten ist Vincent verantwortlich – er ist ein Auftragskiller und muss in dieser Nacht 5 Menschen umbringen. Nun, wo Max per Zufall von diesem Vorhaben erfahren hat, weiss er, wen er durch L.A. fährt und vor allem zu welchem Zweck.
Max versucht immer wieder Vincent dazu zu bringen, ihn gehen zu lassen, was dieser aber natürlich nicht zulässt. Max muss weiter fahren und gegen seine Skrupel, seine Angst und seine Nervosität ankämpfen. Also beginnt Vincent mit ihm zu sprechen, ihn zu beruhigen und sich, fast wie unter Freunden, mit ihm zu unterhalten. Daraus entspringt eine Unterhaltung, die viel über beide Charaktere verrät und die trotzdem immer unter dem Eindruck steht, dass Vincent wieder los muss um seinen Job zu erledigen...
-----KOMMENTAR:-----
Um mein Fazit quasi vorwegzunehmen: Dieser Film ist großartig. Man darf nun hier keinen packenden Actionthriller erwarten, sondern sollte sich viel mehr auf eine Charakterstudie freuen. Zwei Männer in einem Taxi, die anfangen sich zu unterhalten und über ihr Leben zu sprechen. Beide verheimlichen zuerst Teile. Max will nicht verraten, wie er sich selbstständig machen möchte und erzählt Vincent auch nicht, dass seine Mutter gar nicht weiss, dass er, Max, nur ein Taxifahrer ist. Seine Mutter glaubt, er habe sich schon selbstständig gemacht – mit einem Limousinenservice. Vincent erzählt natürlich anfangs nicht, dass er Profikiller ist. Sind diese Dinge aber erst einmal ans Licht gekommen, können sie offen sprechen. Warum trägt Max seit 12 Jahren den Traum mit sich herum, einen Limousinenservice zu gründen, tut es aber nie. Warum fährt er seit 12 Jahren Taxi und macht sich und allen anderen vor, es wäre eine Übergangslösung? Wieso ist Max so unentschlossen und weiss nicht einmal, ob er die Anwältin (Jada Pinkett-Smith) anrufen wird, die er vor Vincent im Taxi gefahren hat und die ihm ihre Nummer gegeben hat? Und was ist mit Vincent? Wie wird man Profikiller? Warum wird man Profikiller? Wie wird man fertig damit, Menschen reihenweise zu töten? Gibt es keine Skrupel?
Und so besteht der Film vor allem aus Taxifahrten und Gesprächen, wird aber immer wieder durch kleine Actionszenen unterbrochen, wenn Vincent wieder einen Namen auf seiner Todesliste streichen möchte... Klar, dass man für solch einen Film gute Schauspieler für die Hauptrollen braucht, denn der Film lebt von deren Leistung, von Gestik und Mimik, nicht aber von Blut und Explosionen. Über Tom Cruise braucht man eigentlich nicht mehr viel sagen. Er ist seit vielen Jahren einer der ganz Großen in Hollywood und bewies zuletzt in „Last Samurai“ eindrucksvoll, dass er auch noch anspruchsvollere Filme machen kann, als „Mission Impossible“. Hier zeigt er das wieder – dieses Mal aber als der eiskalte Böse. Dies ist vielleicht erwähnenswert, denn über seine schauspielerische Leistung braucht man nichts mehr zu sagen – die ist absolut top. Und vielleicht gelingt ihm ja in diesem Jahr der große Wurf und er erhält endlich einen Oscar?!
Über Jamie Foxx muss ich schon mehr sagen. Er war mir bisher nur äußerlich irgendwie bekannt, konnte ihn aber keinem Film zuordnen. Dabei spielte er in Filmen wie „An jedem verdammten Sonntag“ mit. Er ist auf jeden Fall ein Mann, den ich mir merken werde. Er spielt seine Rolle genauso überzeugend und mitreißend wie Tom Cruise und ist keineswegs einfach nur irgendein Schauspieler, der neben dem Superstar Cruise zu sehen sein muss, weil der Killer Vincent das Taxi nunmal nicht allein fahren und sich nicht mit sich selbst unterhalten kann. Er ist Tom Cruise auf jeden Fall ebenbürtig und es macht Spaß, ihm zuzuschauen.
Alle weiteren Akteure des Films werden dann aber zu Nebendarstellern degradiert, was aber auch nicht schlecht ist. So liegt der Fokus des Films immer auf dem Taxi mit den ungleichen Insassen und den interessanten Gesprächen. Zu nennen wäre aber noch Jada Pinkett-Smith, die die Anwältin spielt, die Max ihre Nummer gibt. Sie spielt ihre Rolle sehr gut – sympatisch, nett, warmherzig und damit ganz anders als ihre Rolle in den beiden letzten Filmen der Matrix-Trilogie.
Regisseur Micheal Mann, der zuletzt mit der Verfilmung der Biografie von Mohammed Ali, dem Film „Ali“ mit Will Smith, für Aufsehen sorgte, gelingt mit „Collateral“ ein interessanter, spannender, teilweise auch humorvoller Thriller, der, dank der ungewöhnlichen Nachtaufnahmen von Los Angeles, einen ganz besonderen Charme hat. Da kreuzen zum Beispiel Kojoten plötzlich mitten in einer Millionenmetropole den Weg des Taxis. Und dann sieht man in beeindruckenden Luftaufnahmen das kleine Taxi sich, vorbei an verschiedensten Lichtern und Farben, seinen Weg durch die Straßenschluchten bahnen. Dazu kommen dann die wirklich guten Gespräche der Beiden, die immer wieder durch unwirkliche – mal komische, mal brutale und gefährliche – Situationen und Ereignisse unterbrochen werden. Und am Ende – irgendwann muss es ja doch soweit sein – kommt dann das große Finale. Vincent muss sein letztes Opfer finden und Max versucht alles, um ihn daran zu hindern. Da wird der Film dann doch einmal richtig actiongeladen und hat alles, was man von einem Actionfilm in einer Großstadt erwartet: Verfolgungsjagden, viel zerbrochenes Glas, Schusswechsel und dann irgendwann das Ende – der Kampf Mann gegen Mann...
-----FAZIT:-----
Wie schon gesagt: Ein großartiger Film. Kein Actionfilm, obwohl das Ende doch in die Richtung geht, sondern eine Charakterstudie von zwei unterschiedlichen Männern, die aber beide doch nie wirklich Tritt gefasst haben, im Leben...
-----STORY:-----
Max (Jamie Foxx) ist Taxifahrer. Er macht den Job seit 12 Jahren, bezeichnet ihn aber als Übergangslösung, bis er sich endlich selbstständig machen kann. So fährt er Nacht für Nacht durch L.A. ist freundlich zu seinen Gästen und bringt sie sogar auf dem schnellsten Weg ans Ziel, obwohl er auf unehrlichere Weise mehr Geld verdienen könnte.
Dann steigt eines Nachts ein Mann (Tom Cruise) in sein Taxi – gut gekleidet, mit Aktentasche. Er stellt sich als Vincent vor und sagt, er müsse zu 5 verschiedenen Adressen gefahren werden und bietet Max dafür 600 $ - eine unglaubliche Summe. Doch schnell merkt Max, was Vincent im Schilde führt. Bei der ersten Adresse landet ein Toter auf Max\' Taxi. Und für diesen Toten ist Vincent verantwortlich – er ist ein Auftragskiller und muss in dieser Nacht 5 Menschen umbringen. Nun, wo Max per Zufall von diesem Vorhaben erfahren hat, weiss er, wen er durch L.A. fährt und vor allem zu welchem Zweck.
Max versucht immer wieder Vincent dazu zu bringen, ihn gehen zu lassen, was dieser aber natürlich nicht zulässt. Max muss weiter fahren und gegen seine Skrupel, seine Angst und seine Nervosität ankämpfen. Also beginnt Vincent mit ihm zu sprechen, ihn zu beruhigen und sich, fast wie unter Freunden, mit ihm zu unterhalten. Daraus entspringt eine Unterhaltung, die viel über beide Charaktere verrät und die trotzdem immer unter dem Eindruck steht, dass Vincent wieder los muss um seinen Job zu erledigen...
-----KOMMENTAR:-----
Um mein Fazit quasi vorwegzunehmen: Dieser Film ist großartig. Man darf nun hier keinen packenden Actionthriller erwarten, sondern sollte sich viel mehr auf eine Charakterstudie freuen. Zwei Männer in einem Taxi, die anfangen sich zu unterhalten und über ihr Leben zu sprechen. Beide verheimlichen zuerst Teile. Max will nicht verraten, wie er sich selbstständig machen möchte und erzählt Vincent auch nicht, dass seine Mutter gar nicht weiss, dass er, Max, nur ein Taxifahrer ist. Seine Mutter glaubt, er habe sich schon selbstständig gemacht – mit einem Limousinenservice. Vincent erzählt natürlich anfangs nicht, dass er Profikiller ist. Sind diese Dinge aber erst einmal ans Licht gekommen, können sie offen sprechen. Warum trägt Max seit 12 Jahren den Traum mit sich herum, einen Limousinenservice zu gründen, tut es aber nie. Warum fährt er seit 12 Jahren Taxi und macht sich und allen anderen vor, es wäre eine Übergangslösung? Wieso ist Max so unentschlossen und weiss nicht einmal, ob er die Anwältin (Jada Pinkett-Smith) anrufen wird, die er vor Vincent im Taxi gefahren hat und die ihm ihre Nummer gegeben hat? Und was ist mit Vincent? Wie wird man Profikiller? Warum wird man Profikiller? Wie wird man fertig damit, Menschen reihenweise zu töten? Gibt es keine Skrupel?
Und so besteht der Film vor allem aus Taxifahrten und Gesprächen, wird aber immer wieder durch kleine Actionszenen unterbrochen, wenn Vincent wieder einen Namen auf seiner Todesliste streichen möchte... Klar, dass man für solch einen Film gute Schauspieler für die Hauptrollen braucht, denn der Film lebt von deren Leistung, von Gestik und Mimik, nicht aber von Blut und Explosionen. Über Tom Cruise braucht man eigentlich nicht mehr viel sagen. Er ist seit vielen Jahren einer der ganz Großen in Hollywood und bewies zuletzt in „Last Samurai“ eindrucksvoll, dass er auch noch anspruchsvollere Filme machen kann, als „Mission Impossible“. Hier zeigt er das wieder – dieses Mal aber als der eiskalte Böse. Dies ist vielleicht erwähnenswert, denn über seine schauspielerische Leistung braucht man nichts mehr zu sagen – die ist absolut top. Und vielleicht gelingt ihm ja in diesem Jahr der große Wurf und er erhält endlich einen Oscar?!
Über Jamie Foxx muss ich schon mehr sagen. Er war mir bisher nur äußerlich irgendwie bekannt, konnte ihn aber keinem Film zuordnen. Dabei spielte er in Filmen wie „An jedem verdammten Sonntag“ mit. Er ist auf jeden Fall ein Mann, den ich mir merken werde. Er spielt seine Rolle genauso überzeugend und mitreißend wie Tom Cruise und ist keineswegs einfach nur irgendein Schauspieler, der neben dem Superstar Cruise zu sehen sein muss, weil der Killer Vincent das Taxi nunmal nicht allein fahren und sich nicht mit sich selbst unterhalten kann. Er ist Tom Cruise auf jeden Fall ebenbürtig und es macht Spaß, ihm zuzuschauen.
Alle weiteren Akteure des Films werden dann aber zu Nebendarstellern degradiert, was aber auch nicht schlecht ist. So liegt der Fokus des Films immer auf dem Taxi mit den ungleichen Insassen und den interessanten Gesprächen. Zu nennen wäre aber noch Jada Pinkett-Smith, die die Anwältin spielt, die Max ihre Nummer gibt. Sie spielt ihre Rolle sehr gut – sympatisch, nett, warmherzig und damit ganz anders als ihre Rolle in den beiden letzten Filmen der Matrix-Trilogie.
Regisseur Micheal Mann, der zuletzt mit der Verfilmung der Biografie von Mohammed Ali, dem Film „Ali“ mit Will Smith, für Aufsehen sorgte, gelingt mit „Collateral“ ein interessanter, spannender, teilweise auch humorvoller Thriller, der, dank der ungewöhnlichen Nachtaufnahmen von Los Angeles, einen ganz besonderen Charme hat. Da kreuzen zum Beispiel Kojoten plötzlich mitten in einer Millionenmetropole den Weg des Taxis. Und dann sieht man in beeindruckenden Luftaufnahmen das kleine Taxi sich, vorbei an verschiedensten Lichtern und Farben, seinen Weg durch die Straßenschluchten bahnen. Dazu kommen dann die wirklich guten Gespräche der Beiden, die immer wieder durch unwirkliche – mal komische, mal brutale und gefährliche – Situationen und Ereignisse unterbrochen werden. Und am Ende – irgendwann muss es ja doch soweit sein – kommt dann das große Finale. Vincent muss sein letztes Opfer finden und Max versucht alles, um ihn daran zu hindern. Da wird der Film dann doch einmal richtig actiongeladen und hat alles, was man von einem Actionfilm in einer Großstadt erwartet: Verfolgungsjagden, viel zerbrochenes Glas, Schusswechsel und dann irgendwann das Ende – der Kampf Mann gegen Mann...
-----FAZIT:-----
Wie schon gesagt: Ein großartiger Film. Kein Actionfilm, obwohl das Ende doch in die Richtung geht, sondern eine Charakterstudie von zwei unterschiedlichen Männern, die aber beide doch nie wirklich Tritt gefasst haben, im Leben...
31 Bewertungen, 2 Kommentare
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30.10.2004, 20:55 Uhr von Tuvok
Bewertung: sehr hilfreichgeschrieben und gespielt
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25.10.2004, 23:08 Uhr von soera
Bewertung: sehr hilfreichTja eigentlich ist Tom Cruise nicht unbedingt mein Lieblingsschauspieler, habe schon häufiger gehört das der Film gut sein soll und er läuft ja noch im Cinemaxx. Schöne Grüße aus Hannover ( und ehemals aus dem Nachbarlandkrei
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