Collateral (DVD) Testbericht

D
Collateral-dvd-thriller
ab 8,32
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 05/2008

5 Sterne
(14)
4 Sterne
(9)
3 Sterne
(5)
2 Sterne
(0)
1 Stern
(0)
0 Sterne
(0)

Erfahrungsbericht von catymaus

Ein einer ganz normalen Nacht...

Pro:

Darsteller, Story

Kontra:

---

Empfehlung:

Ja

***Vorwort***
Eigentlich schreibe ich ja keine Rezensionen über Filme. Ich finde es gehört einfach ein guter Schreiber dazu um seine Meinung über einen Film perfekt wiederzugeben ohne alles durcheinander zu bringen, zu viel zu verraten oder den Film falsch darzustellen. Zwar hat jeder einen eigenen Eindruck über einen Film, doch braucht jeder Bericht einen gleichen roten Faden, an dem der Film aufgehängt ist.
Gestern Abend aber hat mich ein Film bewegt und ich will den Menschen nun einfach wiedergeben, wie ich diesen Film erlebt habe. Ich hoffe ihr könnt wenigstens etwas mit diesem Bericht anfangen.



***Der Anfang***
Flughafen Los Angeles. Eine Menschenmenge. Darin zwei Männer, beide tragen Koffer bei sich, scheinen sich nicht zu kennen aber zu wissen, dass sie den anderen suchen. Sie rempeln sich an, lassen die Taschen fallen. Es werden ein paar Worte getauscht um die Täuschung perfekt zu machen und damit haben die Taschen seine Besitzer gewechselt.

Danach schwenk auf eine Autowerkstatt in einer Taxizentrale. Es ist laut und es wird schwer gearbeitet. Menschen reden, Autos kommen rein und verlassen die Werkstatt. Ein schwarzer Mann setzt sich in ein gerade rein gekommenes Taxi. Er putzt das Lenkrad, stellt seine Tasche auf den Beifahrersitz, wechselt den Fahrerausweis und klemmt ein Bild hinter die Sonnenschutzblende.

Nun fährt der Taxifahrer durch die spätnachmittagliche Stadt, wechselt hin und wieder seine Fahrgäste, tankt, bis dann eine Frau bei ihm einsteigt. Sie scheint im Stress zu sein und schickt ihn zielsicher in die Stadt. Sie unterhalten sich, Max, der Fahrer, erzählt ihr von seinen Plänen. Er hat vor einen Limosinenservice zu eröffnen. Dafür benötigt er Geld, das er sich mit dem Taxifahren verdient. Sie ist Staatsanwältin in einem sehr heißen Fall und hat morgen eine Verhandlung. Als er sie an einem Geschäftsgebäude absetzt gibt sie ihm ihre Karte und er schenkt ihr sein Bild (es zeigt eine Südseeinsel), das ihm immer eine kleine Auszeit gönnt.
Er kann es nicht glauben, dass sie ihm ihre Karte gegeben hat, bis er durch einen neuen Fahrgast aus seinem Traum gerissen wird.
Damit beginnt alles....


***Die Story***
Vincent, ein sehr gut gekleideter grauhaariger Mann. Er kommt nicht aus LA ist aber anscheinend öfter zu Besuch. Max fährt ihn zu einer Adresse, dort angekommen macht ihm Vincent ein Angebot. Er müsst in der Nacht zu 5 „Freunden“ in geschäftlicher Sache und bräuchte einen Fahrer. Max geht erst mal nicht darauf ein, weil man ein Taxi nicht mieten könnte. Vincent fragt ihn, wie viel er normal in einer Schichte verdienen könnte und bietet ihm 700 Dollar für die Nacht an. Er muss zu fünf Adressen und sollte um 6 Uhr morgens wieder am Flughafen sein. Max zögert nimmt aber dann doch an. Vincent schickt ihn in eine Seitenstraße in der er warten soll.
Plötzlich landet ein Mensch auf dem Taxi. Überall ist blut und Glassplitter. Max ist geschockt und springt aus dem Auto. Er kann es nicht glauben, dass der Mann tot ist. Dann kommt Vincent aus dem Haus, scheint aber nicht geschockt zu sein und Max erkennt, wer den Mann getötet hat. Die Leiche landet erstmal im Kofferraum.
Vincent zwingt Max ihm trotzdem Herumzufahren und zu begleiten. Nachdem Vincent einen Mann in einem Penthouse tötet und einen Barbesitzer ist Max vollkommen geschockt. Er kann es nicht verstehen und versucht Vincent davon abzuhalten. Aber die Polizei ist ihnen schon auf den Fersen. Der erste Tote war ein Informant der Polizei, der zweite war auch polizeilich Bekannt.
Alle Spuren führen zu einem Felix, der Mafiaboss, der die Morde beauftragt hat. Max will das nicht weiter mitmachen, flüchtet mit der Tasche von Vincent, in der die Unterlagen über die Auftragsmorde sind. Vincent aber hat noch zwei Aufträge zu erledigen und kennt die Adressen nicht. Max schleudert auf einer Brücke die Tasche davon und die Unterlagen werden zerstört. Vincent zwingt Max zu Felix zu gehen und sich als er auszugeben und die Unterlagen wieder zu beschaffen.

Doch Felix wird beschattet, so dass das FBI und die Polizei auf Max aufmerksam werden und die Verfolgung aufnehmen. Der vierte Mord soll in einer gut besuchten Diskothek stattfinden, in der aber nicht nur die Polizei und das FBI vor Ort sind sondern genügend Aufpasser, Bodygards und Felix-Spitzel, der seinem Auftragskiller nicht vertraut. Es kommt zu einer wilden Schießerei, die Vincent und Max aber überleben. Wieder im Taxi rastet Max aus, er will sich und Vincent töten und verursacht einen Verkehrsunfall. Die Polizei ist aber nicht weit weg und Vincent flüchtet. Dann sieht Max in den Trümmern seines Wagens das Bild des Letzten Opfers… Er kennt sie.
Es kommt zu einer Verfolgungsjagd in der jede Sekunde zählt.
Doch es kommt wieder zu einem Schusswechsel, der tödlich ausgeht....



Es kommt vor, dass in LA in der U-Bahn ein Mensch stirbt und es erst nach 8 Stunden bemerkt wird, dass eine Leiche durch die Stadt fährt. Hunderte von Menschen steigen ein und wieder aus, setzen sich neben ihn ohne irgendetwas zu bemerken....




***Max***
Seit 12 Jahren fährt er nun Taxi um sich seinen Traum von der Selbstständigkeit zu erfüllen.
Er ist ein junger Mann der von seinem Leben wegläuft und sich in seinem Taxi versteckt. Eigentlich hat er nur Angst sein Leben zu beginnen und erzählt z.B. seiner Mutter nicht die Wahrheit über sein Leben, die denkt dass er bereits ein Limosinenservice hat und viele Prominente umherfährt.
Für eine Beziehung hat er auch keinen mut. Die Bekanntschaft mit der schönen Staatsanwältin Annie verunsichert ihn und so überlegt er, ob er sie überhaupt anrufen soll. Doch diese Nacht aber veränderte sein Leben.


***Vincent***
Der Film geht aber auch auf den Auftragskiller Vincent ein, der seit 6 Jahren seinem Beruf nachgeht. Er scheint ihn zu mögen und ist perfekt darin. Er muss in dieser Nacht 5 Menschen töten, die er vorher nicht kannte und hat auch keine Skrupel noch mehr Menschen zu töten. Ein junger Mann wollte die Tasche von Vincent klauen und greift ihn mit einer Waffe an, ohne zu wissen an wenn er geraten ist, was er auch sehr schnell mit seinem Leben bezahlen muss.
Aber Vincent hat auch eine andere Seite. Sein Leben verlief sehr schwierig. Seine Mutter starb früh, sein Vater war starker Alkoholiker bis erstarb. Er wurde verprügelt von seinem Vater und landete immer wieder in Erziehungsheimen und Waisenhäusern.


***Die Darsteller***
Tom Cruise (Vincent)
Jamie Foxx (Max)
Jada Pinkett Smith (Annie, die Staatsanwältin)
Mark Ruffalo (Fanning, der ehrgeizige Polizist)
Peter Berg (Richard Weidner)
Bruce McGill (Pedrosa)
Irma P. Hall (Ida, Max Mutter)
Barry Shabaka Henley (Daniel)
Javier Bardem (Felix, der Bösewicht, der die Morde beauftragt hat. )



***Der Regisseur***
Michael Mann…
Er wurde 1943 in Chicago, Illinois geboren. Er lernte unter anderem an der London Film School und began seine Karriere beim Fernsehen. Mit „Starsky & Hutch“ und „Police Story“ konnte er so große Erfolge verzeichnen, dass er es zum Film schaffte. 1980 schaffte er es als Autor Regisseur und Produzent mit „der Einzelgänger“ in die Kinos. Seine größten Erfolge waren „Der letzte Mohikaner“ 1992 und 2001 „Ali“ mit Will Smith in der Hauptrolle.

Drehbuch: Stuart Beattie

Musik: James Newton Howard, Zachary Koretz, Antonio Pinto, Tom Rothrock, Thomas Schobel, Paul Oakenfold

Director of Photography: Dion Beebe, Paul Cameron

Schnitt: Jim Miller, Paul Rubell

Produktionsdesign: David Wasco

Spielzeit: 120 min



***Wie ich den Film erlebte***
Der Film ist zu 90 % in der Nacht gedreht worden. Es wurden keine Studioaufnahmen verwendet so dass der Film sehr frei gedreht wurde und daher manchmal verwackelt und unscharf ist, was aber sinn der Sache ist. Es werden die wichtigen Details beleuchtet und in den Vordergrund gestellt.
Ich fand dass der Film trotzdem nicht düster ist, auch wenn die Stimmung manchmal dafür einlädt.
Es gibt in dem Film sehr viele Szenen in denen nur geredet wird. Es werden Geschichten aus dem Leben erzählt, regelrechte Weißheiten. Ich kam immer wieder zum Nachdenken. Die Geschichte mit dem Mann in der U-Bahn ist sehr bewegend, wenn wahrscheinlich hier erfunden. Doch es lässt einen über die Anonymität in der Stadt nachdenken. Ich wohne seit 2 Monaten in einer neuen Wohnung und kenne noch nicht einmal alle Nachbarn in meinem Haus. Es ist traurig, dass Menschen so wenig Bezug zueinander haben und in einer abgeschotteten Welt leben.
Mich hat der Film zum nachdenken angeregt.


***Fazit***
Ich kann den Film sehr empfehlen. Mir hat er sehr gut gefallen, auch wenn er eigentlich keine aufwendige Geschichte erzählt. Sie könnte in der heutigen Zeit sogar real sein. Ich finde den Film sehr ergreifend und sehr spannend. Ich werde ihn mir sicherlich noch einmal anschauen, denn beim zweiten mal erkenne ich sicherlich noch viel mehr. Die 4,50 Euro, die ich gestern gezahlt habe waren hierbei sehr gut investiert. Von mir gibt’s hier 4 Punkte von 5, weil es sicherlich noch wesentlich bessere Filme gibt.

© Catymaus, 2004

33 Bewertungen, 1 Kommentar

  • nickvonzoehner

    06.12.2004, 03:28 Uhr von nickvonzoehner
    Bewertung: sehr hilfreich

    Dein Bericht ist echt der Hammer. Alles ist drin was reingehört. Eine ausführliche Meinung, sehr schön gegliedert, Infos zu den Hauptdarstellern uvm.