Concord Maxus Testbericht

Concord-maxus
Leider kein Preis
verfügbar
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Summe aller Bewertungen
  • Qualität & Verarbeitung:  durchschnittlich
  • Design:  sehr gut

Erfahrungsbericht von WeserhexesDarling

Hier muss man erst den Nippel durch...

Pro:

man kann ihn mit 3-Punkt-Gurt befestigen oder aber mit Beckengurt, er ist nicht sehr teuer, und leistet schon lange gute Dienste

Kontra:

komplizierte Gebrauchsanweisung

Empfehlung:

Ja

.....die Lasche ziehn :-)

Liebe Leserschaft!


Heute habe ich ganz verzweifelt im Auto einen Schlüssel gesucht. Ich habe das komplette Auto auf den Kopf gestellt, selbst hinter der Rückbank habe ich gesucht, doch der Schlüssel war nicht auffindbar. Als ich da so die Kindersitze rausgenommen hatte, um die Rücksitzbank umzuklappen, kam mir die Idee zu diesem Bericht.


Wenn man Kinder hat, dann braucht man zwangsläufig auch Kindersitze fürs Auto. Unsere beiden Großen hatten jeder schon einen eigenen, als der Lütte geboren wurde. Anfangs konnte der Kleine ja noch in die Babyschale rein, doch mit zunehmendem Gewicht und Alter mussten wir uns Gedanken darüber machen, welchen Kindersitz er bekommen sollte. Da wir hinten im Auto in der Mitte nur einen Beckengurt haben, musste es auf jeden Fall ein Kindersitz sein, der in der Mitte zu befestigen ist, und somit über einen eigenen 5-Punkt- Gurt verfügt.

Lange Zeit sind wir durch die Geschäfte gelaufen und haben die einzelnen Sitzarten verglichen. Meine Frau hatte zwar schon insgeheim einen Favoriten, doch wollten wir wirklich einen guten Vergleich machen. Unsere Wahl fiel am Ende auf den Kindersitz Concord Maxus. Diesen Sitz kann man in Autofond in der Mitte mit dem Beckengurt befestigen, und er hat einen 5-Punkt-Gurt. Ausserdem ist er später als Sitzerhöhungskissen einzeln nutzbar und sieht gut aus.

Der Sitz ist für Kinder ab 8 Monaten geeignet. Wenn man dann später das Rückenstützteil entfernt, hat man ein Erhöhungssitzkissen, und zwar Concord Image.

Der Kindersitz ist wie oben erwähnt mit dem Beckengurt zu befestigen, man kann ihn aber auch ganz leicht mit einem 3-Punkt-Gurt befestigen. Die doppelwandige Schalenkonstruktion ist sehr stabil, und nicht anfällig. Bei kleineren Kindern kann man zusätzlich noch einen sogenannten Sitzkeil unter dem Sitz befestigen, und somit bekommt man den Sitz in die Schlafposition. Dieser Sitzkeil ist aber leider nicht im Lieferumfang enthalten. Man muss ihn zusätzlich nachkaufen. Er liegt bei ca. 15 €.

Der Bezug des Sitzes ist aus Baumwolle, und man kann ihn total leicht abmachen, um ihn mal zu waschen. Wenn man diesen Bezug waschen muss/ möchte, sollte man auf jeden Fall ein Feinwaschmittel oder Colorwaschmittel benutzen, denn sonst bleicht der Bezug aus. Das hatten wir bei unserem ersten Bezug leider nicht beachtet, und nach einem Jahr war der Bezug so unansehnlich, das wir einen neuen gekauft hatten. Womit ich wieder beim Zubehör bin. Für diesen Kindersitz kann man nämlich einen Bezug nachkaufen. Allerdings ist der Preis für einen Ersatzbezug ziemlich hoch. Je nach Ausführung muss man ca. 35-45 € für einen Ersatzbezug rechnen. Ich finde den Preis ziemlich hoch, wenn man bedenkt, dass der Sitz allein eh nur um die 65-75 € kostet.

Bevor wir damals den Sitz mit unserem Sohn darin benutzten, wurde erst mal geübt mit einer Puppe unserer Tochter :-). Wir stellten die Gurte ein, und versuchten krampfhaft die Gurte zu schließen, doch irgendwie machte es nicht Klick, und wenn man dran zog, war alles wieder auf. Aber nach einigem hin und her klappte es dann doch ziemlich schnell.

Danach ging es ums befestigen im Autofond in der Mitte. Also Sitz reingewuppt, Mittelgurt (Beckengurt) ganz lang gestellt, und dann nach Zeichnung auf dem Sitz festgemacht. Da mussten wir den Gurt hinten an der Rückenlehne des Sitzes durch so Gurtführungen schieben, und dann nur im Gurthalter einrasten lassen. Dann musste der Beckengurt nur wieder straff gezogen werden. Wow, war doch kinderleicht. Dann kam meine holde Frau auf die glorreiche Idee, den auch mal an der Seite mit dem 3-Punkt-Gurt zu befestigen. Das hätte sie man nicht verlangen sollen, denn das brachte uns dann doch ins schwitzen, weil die Zeichnung auf dem Sitzschild sehr kompliziert war. Da musste man den 3-Punkt-Gurt mal weiter oben, dann wieder schräg darunter durch bestimmte Gurtführungen schieben, aber irgendwie klappte das alles nicht so *grummel*, *schwitz*, *fluch*. Nach einigem hin und her schafften wir es dann doch mit Armverkoten und total mit den Nerven am Ende dieses blöde Ding richtig zu befestigen, die Gurtführung richtig zu verankern, und den Sitz fest zu haben. Gott, hatte ich insgeheim meine Frau innerlich verflucht, aber das half nun nichts mehr, denn gekauft war gekauft, nun hieß es eben sich mit dem Ding zu arrangieren.

Am Ende kam der Sitz dann wieder hinten in die Mitte, und die erste Probefahrt stand an. Lütten geschnappt, reingesetzt und versucht anzuschnallen (wie war das gleich noch?). Zum anschnallen muss man rechts und links die Seitenführungsgurte am Becken des Kindes zusammenführen, dann kommt so ein kleiner Gurt zwischen den Beinen, und die Hosenträgergurte von oben, von den Schultern her. Die beiden Schultergurte legt man aneinander (aber bitte richtig, denn die sind an der einen Seite der Schnalle glatt und an der anderen so ausgebeult, weil dort die Seitenführungsgurte durchkommen. Dann den Teil des Seitenführungsgurtes mit der vorstehenden Lasche durch die Schnallen der Schultergurte führen, danach die Lasche des Gurtteiles zwischen den Beinen dadurch und dann den Verschlussteil des anderen Beckengurtes draufhaken bis es Klick macht. Nun nach über 4 Jahren klappt es schon im Schlaf den Jungen festzuschnallen.

Als wir das erste Mal den Bezug abnehmen wollten zum waschen, hatten wir uns leider nicht gemerkt, wie es alles befestigt war, und nach dem Waschen (nicht schleudern, nicht in den Trockner geben!) gab es dann erst wieder ein Theater, weil der Bezug nicht mehr richtig zu passen schien. Wieder war fummeln und fluchen angesagt, doch nach einer halben Stunden war es dann geschafft. Da Kinder ja viel rumsauen, muss man natürlich desöfteren mal den Bezug waschen. Und wie gesagt durch falsches Waschmittel brauchten wir nach etwas über einem Jahr einen neuen Bezug, weil der andere unansehnlich war, und auch an einigen Stellen durchgeschubbelt war. Doch da wir den zweiten Bezug pfleglicher behandelt haben, lebt der immer noch. Ist zwar ein blöde grinsender Clown drauf, aber egal, unser Sohn ist ja auch manchmal ein blöde grinsender Clown *lol*.

Alles in allem kann ich diesen Kindersitz nach 4 Jahren ausgiebigen Test der Stiftung Hexertest weiterempfehlen. Gut finde ich auch, dass die Kinder die Schnalle des Gurtes schwer alleine öffnen können, weil die etwas schwerfällig zu Öffnen ist, man muss schon etwas Kraft aufwenden. Fazitologisch gesehen würde ich allerdings die Gebrauchsanweisung wegschmeißen und es selber versuchen, denn die Gebrauchsanweisung ist der reinste Schrott und sehr verwirrend.

Und nu warte ich mal auf geistreiche Kommentare meiner lieben Leser/innen. Wer wissen will, wo mein Schlüssel war, der kann ja mal nachfragen :-)

Einen schönen Dienstagabend wünscht allen Lesenden der

Darling

Porta Westfalica, den 26.08.03

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