Brandherd (Taschenbuch) / Patricia Cornwell Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 06/2005
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Summe aller Bewertungen
- Niveau:
- Unterhaltungswert:
- Spannung:
- Humor:
- Stil:
Erfahrungsbericht von catmother
Nur ein Aufguß der bisherigen Romane mit mäßiger Spannung
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Nach den ersten beiden Romanen, die ich von Patricia Cornwell las (Keim des Verderbens, Trübe Wasser sind kalt) habe ich sie immer noch auf meiner Favoritenliste für gute Krimis. Also war auch der damals neueste Thriller um die Gerichtsmedizinerin keine Frage – einfach lesen.
** Die Geschichte **
Kay Scarpetta, die oberste Gerichtsmedizinerin von Richmond, Virginia, erhält einen unheimlichen Brief von einer Frau namens Carrie Grethen. Die sadistische Psychopathin und ehemalige Geliebte von Scarpettas Nichte Lucy wurde von den beiden vor fünf Jahren wegen Serienmord überführt, gejagt und festgenommen. Seit der Zeit wird sie in der Psychiatrie in Kirby gefangen gehalten.
Eigentlich wollte Scarpetta mit ihrem Lebensgefährten, dem FBI-Profiler Benton Wesley, in den Urlaub fahren, da wird sie zum Tatort eines Brandanschlages gerufen. Neben vielen verbrannten Pferden finden sie auf dem Grundstück des Medienmoguls Kenneth Sparks eine Leiche, die bis zur Unkenntlichkeit verbrannt ist. Bei der Autopsie stellt die Gerichtsmedizinerin Schnittwunden am Schädel fest, die auf einen gewaltsamen Tod hindeuten. Die Tote wird schließlich als ehemalige Freundin von Sparks identifiziert. Aber was hatte sie auf dem Gestüt zu suchen?
Und die Brandspezialisten sind nicht in der Lage, die Ursache des Brandes zu finden, der unerklärlicherweise im Badezimmer des Gebäudes ausbrach, in dem es kaum etwas Brennbares gab.
Bei dieser Untersuchung arbeitet sie zum ersten Mal wieder mit ihrer Nichte zusammen, die nach dem Fall Grethen aus dem FBI ausstieg und zu einer Spezialeinheit der Polizei wechselte.
Dann flieht Carrie Grethen aus der Psychiatrie und Scarpetta ist klar, daß sie und Lucy das Ziel von Carries Rache sein werden.
In der Brandsache hält die Polizei Sparks selbst lange für den Täter; da gibt es den nächsten Brand und eine neue Tote. Auch sie hat diese Schnittverletzungen im Gesicht und ist außerdem gräßlich zugerichtet. Nun vermutet Kay, daß diese Brände die Morde vertuschen sollen und alles zu einem großen Plan gehört.
** Buchkritik **
Dies ist für mich der bisher schwächste Roman um die Gerichtsmedizinerin Kay Scarpetta, den ich gelesen habe. Leider hatte ich wohl auch gerade den ausgelassen, der die Handlung mit Carrie Grethen zum Inhalt hatte. Deshalb konnte ich mit den Bezügen zu jenem Fall nichts anfangen.
Trotzdem erschien mir die Geschichte reichlich konstruiert. Als ob der Autorin nicht genug eingefallen wäre, um die geforderte Seitenzahl vollzubekommen und einfach noch einen Aufguß einer alten Sache dazugestrickt hätte. Eine gradlinige Story um die Brände wäre besser gewesen.
Außerdem ging mir Scarpetta und ihr Unvermögen, mit der lesbischen Neigung ihrer Nichte zurechtzukommen, ziemlich auf die Nerven. Hinter jeder Frau in der Umgebung sieht sie eine Konkurrenz für ihre Stellung als Tante und eine potentielle Geliebte von Lucy. Ständig ist sie mit sich und anderen am Hadern. Und das machte mir als Leser einfach keinen Spaß. Ich mag mehr die patenten Figuren, die zwar auch mal ein Tief haben, aber dann auch wieder zupacken und weitermachen. Dieses Gejammer war mir zu öde.
Trotz allem ist der Fall an sich ziemlich spannend dargestellt und auch einige Informationen zur Brandursachen-Ermittlung oder aus dem Bereich der Gerichtsmedizin runden das Ganze wenigstens etwas ab.
** Meine Meinung **
Kay Scarpetta wird langsam alt, finde ich, und man sollte sie pensionieren.
Nur für Fans zu empfehlen
Verlag Hoffmann & Campe
gebunden 398 S., heute für 20,90 Euro
** Die Geschichte **
Kay Scarpetta, die oberste Gerichtsmedizinerin von Richmond, Virginia, erhält einen unheimlichen Brief von einer Frau namens Carrie Grethen. Die sadistische Psychopathin und ehemalige Geliebte von Scarpettas Nichte Lucy wurde von den beiden vor fünf Jahren wegen Serienmord überführt, gejagt und festgenommen. Seit der Zeit wird sie in der Psychiatrie in Kirby gefangen gehalten.
Eigentlich wollte Scarpetta mit ihrem Lebensgefährten, dem FBI-Profiler Benton Wesley, in den Urlaub fahren, da wird sie zum Tatort eines Brandanschlages gerufen. Neben vielen verbrannten Pferden finden sie auf dem Grundstück des Medienmoguls Kenneth Sparks eine Leiche, die bis zur Unkenntlichkeit verbrannt ist. Bei der Autopsie stellt die Gerichtsmedizinerin Schnittwunden am Schädel fest, die auf einen gewaltsamen Tod hindeuten. Die Tote wird schließlich als ehemalige Freundin von Sparks identifiziert. Aber was hatte sie auf dem Gestüt zu suchen?
Und die Brandspezialisten sind nicht in der Lage, die Ursache des Brandes zu finden, der unerklärlicherweise im Badezimmer des Gebäudes ausbrach, in dem es kaum etwas Brennbares gab.
Bei dieser Untersuchung arbeitet sie zum ersten Mal wieder mit ihrer Nichte zusammen, die nach dem Fall Grethen aus dem FBI ausstieg und zu einer Spezialeinheit der Polizei wechselte.
Dann flieht Carrie Grethen aus der Psychiatrie und Scarpetta ist klar, daß sie und Lucy das Ziel von Carries Rache sein werden.
In der Brandsache hält die Polizei Sparks selbst lange für den Täter; da gibt es den nächsten Brand und eine neue Tote. Auch sie hat diese Schnittverletzungen im Gesicht und ist außerdem gräßlich zugerichtet. Nun vermutet Kay, daß diese Brände die Morde vertuschen sollen und alles zu einem großen Plan gehört.
** Buchkritik **
Dies ist für mich der bisher schwächste Roman um die Gerichtsmedizinerin Kay Scarpetta, den ich gelesen habe. Leider hatte ich wohl auch gerade den ausgelassen, der die Handlung mit Carrie Grethen zum Inhalt hatte. Deshalb konnte ich mit den Bezügen zu jenem Fall nichts anfangen.
Trotzdem erschien mir die Geschichte reichlich konstruiert. Als ob der Autorin nicht genug eingefallen wäre, um die geforderte Seitenzahl vollzubekommen und einfach noch einen Aufguß einer alten Sache dazugestrickt hätte. Eine gradlinige Story um die Brände wäre besser gewesen.
Außerdem ging mir Scarpetta und ihr Unvermögen, mit der lesbischen Neigung ihrer Nichte zurechtzukommen, ziemlich auf die Nerven. Hinter jeder Frau in der Umgebung sieht sie eine Konkurrenz für ihre Stellung als Tante und eine potentielle Geliebte von Lucy. Ständig ist sie mit sich und anderen am Hadern. Und das machte mir als Leser einfach keinen Spaß. Ich mag mehr die patenten Figuren, die zwar auch mal ein Tief haben, aber dann auch wieder zupacken und weitermachen. Dieses Gejammer war mir zu öde.
Trotz allem ist der Fall an sich ziemlich spannend dargestellt und auch einige Informationen zur Brandursachen-Ermittlung oder aus dem Bereich der Gerichtsmedizin runden das Ganze wenigstens etwas ab.
** Meine Meinung **
Kay Scarpetta wird langsam alt, finde ich, und man sollte sie pensionieren.
Nur für Fans zu empfehlen
Verlag Hoffmann & Campe
gebunden 398 S., heute für 20,90 Euro
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