Hasbro Cranium Classic Testbericht

ab 14,31
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Summe aller Bewertungen
  • Präsentation:  sehr gut
  • Spaßfaktor:  gering
  • Spielanleitung:  sehr gut
  • Wird langweilig:  nie

Erfahrungsbericht von Gemeinwesen

"Trivial Pursuit" war gestern

4
  • Spielanleitung:  gut
  • Wird langweilig:  nach wenigen Monaten
  • Spielerzahl:  ab 2

Pro:

ansprechendes, sympathisches Design, hoher Spielspaß

Kontra:

Leute unter 10 Jahren werden ggf . hie und da etwas Schützenhilfe brauchen

Empfehlung:

Ja

Spiele mit allzu kompliziertem Regelwerk sind meine Sache nicht. Eher schon bin ich der "plug and play"-Typ. Einer, der gern Sätze sagt wie "Wir fangen einfach mal an und sehen dann weiter": Nichts gegen lebenslanges Lernen, was aber Spielregeln angeht, schätze ich es, wenn ich an mir Bekanntes anknüpfen kann - und Cranium ist eindeutig eines der Spiele, die es mir vergleichsweise einfach machen, an Bekanntes anzuknüpfen. Im Folgenden habe ich einmal grundlegende Merkmale des Spiels skizziert und einige meiner ersten eigenen Eindrücke zusammengefasst.



• A U F M A C H U N G •

Die Abmessungen der Schachtel, die "Cranium" beherbergt, entsprechen ziemlich genau denen des Kartons, in dem auch "Trivial Pursuit" steckt, und auch die Gestaltung des Spielbretts weckt Erinnerungen und lädt dazu ein, sich näher mit "Cranium" zu beschäftigen:

Die Aufteilung des quadratischen Spielplans in vier gleich große Quadrate in den Farben rot, blau, gelb und grün erinnert unwillkürlich an "Mensch, ärgere dich nicht"; das mittig angeordnete Cranium-Zentralfeld, das es zu erreichen gilt, lässt vermuten, dass "Trivial Pursuit" bei der Gestaltung Pate gestanden haben könnte.

Auch die quietschebunten Grinsewesen, die das Spielfeld bevölkern, wirken auf ebenso seltsame wie sympathische Weise vertraut. Da sind zum einen die vier "Stars", deren Aussehen mich ein bisschen an Zeichentrickserien wie "Ren & Stimpy", an die "Simpsons" oder auch an alte Cartoons von Tex Avery erinnert (ihr geistiger Vater, der Illustrator Gary Baseman, arbeitet in diesen Tagen offenbar an einem gemeinsamen Projekt mit den Disney Studios - ich bin gespannt!) Tatsächlich war die Gestaltung des Spiels wohl nicht ganz unschuldig daran, dass ich "Cranium" gekauft habe - insbesondere der blaue WordWorm hat es mir spontan angetan (sollte der jemals in einer Zeichentrickserie auftauchen, erwarte ich übrigens, dass das Viech von Götz Alsmann synchronisiert wird).

Zusammen bilden die vier Cranium-Figuren eine wahrlich illustre Gesellschaft - und jeder für sich wacht quasi als Schirmherr über eine nach ihm benannte Kategorie, die jeweils 200 Fragen aus verschiedenen Themenfeldern umfasst (siehe hierzu auch " • A U F G A B E N • ").

Da gibt's zum Beispiel den bereits oben erwähnten "Wordworm": Was sich nach einem Virus anhört, das vornehmlich Text-Dateien mit der Endung ".doc" befällt, ist in Wirklichkeit ein blauer Ringel mit rotem Fez, der sich m.E. gute Chancen darauf ausrechnen darf, zukünftig zum Wappentier der Wortjongleure zu werden. Mit anderen Worten: Wenn der WordWorm ins Spiel kommt, sind Lexikönner gefragt.

Dem Gang des Uhrzeigers folgend, begegnen wir ferner der baskenbemützten "CreativeCat" (gewissermaßen eine Kreuzung aus Picasso und Pikachu), dem "DataHead" (ein einäugig glubschender Raumfahrer im Buzz Lightyear-Outfit) sowie, nomen est omen, dem "StarPerformer", der eine Ahnung davon vermittelt, wie die Attraktion des Abends in einem Las Vegas für Seesterne aussehen könnte.




• S P I E L V O R B E R E I T U N G E N •

Im Unterschied zum von Butler James anlässlich des Geburtstages seiner Herrin Miss Sophie ausgerichteten Diner for One reicht es bei "Cranium" nicht aus, die Teilnahme eines imaginären Personenkreises am Geschehen pantomimisch nachzuempfinden: Man benötigt tatsächlich mindestens vier Spieler.

Die könne man, heißt es auf der Unterseite der Schachtel, aus den Riegen der "Teens" und "Twens" rekrutieren - oder auch, wie es da etwas verschämt heißt, bei den "ganz Großen" (Teen und Twen bin ich nicht mehr; da ich bei mir seit Jahren außerdem kein Längenwachstum mehr feststellen kann, gehöre ich, nehme ich an, zu den "ganz Großen"). Alles, was man sonst braucht, um "Cranium" zu spielen, ist in der Schachtel enthalten - oder kann bei Bedarf nachgekauft werden (ob es sich beim Ersatz für Stift, Papier und Knetmasse unbedingt um "Originalteile" handeln muss, mag jeder "Craniac" für sich selbst befinden: Wer Wert darauf legt, dass die Craniumfiguren sein Zeichenpapier zieren, wird beizeiten vielleicht einfach ein Angebot des Copyshops um die Ecke einholen, anstatt auf Originalzubehör zu bestehen).

"Ach", merkt der erste der von mir zum Testspiel geladenen guten und ebenfalls ganz großen Freunde angesichts der Schachtel an, "gibt's die bunte Kuchenplatte von 'Coppenrath & Wiese' jetzt auch mit Hirn?"

"Quatsch", blökt Proband Nummer Zwei, "wer Lesen kann, ist klar im Vorteil: "Da ist doch eindeutig 'Cranium' drin."

Die anschließende Debatte darüber, ob Cranium nun eines der Römerlager aus den "Asterix"-Bänden sei ("Kenne ich: Praktikum, Valium, Opium und Cranium"), ein Material aus der Weltraumforschung ("Wahrscheinlich eine Legierung, aus der die Stützräder vom Space Shuttle sind") oder "ein Zeug, das in kleine Teilchen zerfällt, die sogar in der Milch schwimmen und eine Halbwertzeit von circa 1000 Jahren haben" sei, erspare ich Dir, hoffentlich geneigter Leser, an dieser Stelle.

"'Cranium' kommt aus dem Englischen und bedeutet soviel wie 'Schädel'", erkläre ich meinen drei Testpersonen.

"Und wieso ist auf der Schachtel ein Hirn abgebildet?", erkundigt sich Freund Achim.

"Liegt das bei - oder muss man das selbst mitbringen?", möchte Freundin Henriette wissen.

"Ist das kompliziert zu spielen?", fragt Freund Rainer.

Tick, Trick und Track sind wirklich nichts gegen dieses Trio.

"Nein, es ist nicht kompliziert zu spielen", orakele ich hoffnungsfreudig, "immerhin spielt William Shatner das dem Vernehmen nach auch. Also wirst du das auch hinkriegen, Achim. Glaube ich wenigstens."

"Ach, was - etwa DER Shatner!?"

"Wieviele Shatners kennst du denn!? Ja, DER Shatner. Justin Timberlake soll das übrigens auch gern spielen, behaupten die auf ihrer Website spielcranium.com. Und bevor du jetzt nachfragst: Ja, der Timberlake ist der Ex von Britney Spears."

"Wer ist Britney Spears?", fragt Rainer jetzt.

Das kommt davon, wenn man Menschen zu einem Spieleabend einlädt, die glauben, dass man in Chaträumen Partner fürs Fernschach finden kann ("Wie alt bist du? Wie heißt du?" "Bauer schlägt Dame" "Du magst es hart, was!?"), als Antwort auf die Frage nach der TV-Lieblingssendung nach einigem Überlegen Titel wie "Margret Dünsers V.I.P.-Schaukel" und "Die ZDF-Drehscheibe" nennen und auch sonst wirklich schon ganz, ganz groß sind: Der Test wird schwierig werden, aber so schnell lasse ich mich nicht ins Bockshorn jagen und spreche den großen Satz:

"Wir fangen einfach mal an."




• S T A R T •

Ich entnehme der Schachtel das Regelblatt "So spielt ihr 'Cranium'". "Laut Spielanweisung müssen wir erstmal zwei Teams bilden".

"Mit wievielen Spielern?"

Typisch. Ganz typisch. (Ob Shatner das beim ersten Testlauf wohl auch gefragt hat? Vielleicht können mir das Julia Roberts und Oprah Winfrey verraten, die, laut Info des Herstellers, ebenfalls Cranium-Fans sein sollen.)

Nachdem Henriette und Achim sowie Rainer und ich jeweils ein Team gebildet haben, klappe ich den Spielplan auf, platziere die vier Kartenboxen mit den Kartensätzen "WordWorm", "CreativeCat", "DataHead" und "StarPerformer" an den dafür vorgesehenen Stellen auf dem Spielplan. Jedes Team erhält nun noch eine Spielfigur sowie Block und Bleistift; die ebenfalls im Lieferumfang enthaltene Sanduhr wandert in die Mitte des Spielfeldes, die kleine Dose mit lilafarbener Cranium-Knete platziere ich in gebührendem Abstand zu sämtlichen Schälchen mit der Tunke ("Tacitos Hot Salsa Dip"), die ich gern zu Taco Chips und Lösch-Bier reiche.

"Ziel des Spiels ist es, das, ich zitiere, 'gigantische Superhirn in der Mitte' zu
erreichen. Jedes Team bewegt sich auf den vorgezeichneten Wegen im Uhrzeigersinn durch die vier Spielbereiche. Ja, Achim, was ist ... ?"

Nachdem wir die Frage nach dem Sinn von Uhren, die über eine Digitalanzeige, nicht aber über einen Zeiger verfügen, hinreichend erörtert haben und außerdem geklärt haben, dass auch die dem Spiel beiliegende Sanduhr nicht dem Zweck diente, die Bewegungsrichtung der Spielfiguren anzuzeigen ("Liebe Leute - ich dachte, ein paar Dinge könnte ich bei euch voraussetzen!?"), kann es weitergehen.

"Es gibt zwei Bahnen, auf denen die Teams das Ziel erreichen können: eine langsame Außenbahn und eine schnellere Innenbahn. Der Wechsel zwischen den beiden Bahnen ist nur auf bestimmten Feldern möglich. Vorgerückt wird gemäß der jeweiligen Farbe, die der zehnseitige Cranium-Würfel anzeigt."

"Das ist ja leicht. Gib' her, den Würfel."

"Moment, Henriette, Moment. Bevor ein Team seine Spielfigur weiterbewegen darf, muss das Team zunächst eine Aufgabe lösen - und zwar vor Ablauf der durch die Sanduhr vorgegebenen Zeitspanne."

"Ich wusste es - ich wusste doch, dass da ein Haken dabei ist!", ruft Freund Achim in einem Tonfall, der vermuten lassen könnte, ihm sei gerade ein Nobelpreis-verdächtiger Durchbruch in irgendeinem Forschungsgebiet gelungen.

"Und was sind das für Aufgaben?"

"War jemand von euch schon mal in Groß-Umstadt ... ?"

"Gehört das schon zum Spiel ... !?"

(...)

Ich will an dieser Stelle abkürzen: die Aufnahme des Spielbetriebs ist wirklich recht einfach - und im Wesentlichen folgt alles, was ab jetzt geschieht, einem angenehm simplen Prinzip: reihum beantworten die Spielerteams Fragen bzw. lösen Aufgaben - geschieht dies im Rahmen der durch die Sanduhr vorgegebenen Zeitspanne, darf das Team seinen Spielstein weiter in Richtung des Zielfeldes vorrücken.

Der Clou an "Cranium" sind die besagten Aufgaben - einige von ihnen seien an dieser Stelle exemplarisch geschildert.




• A U F G A B E N •

Herzstück des Spiels sind 800 Fragen aus 30 verschiedenen Themenfeldern, aus denen sich verschiedene Aufgaben bzw. Aktivitäten ableiten.

Die einzelnen Felder tragen launige Bezeichnungen wie etwa "B E D E U T I K U M" - was nicht etwa für einen Staatenbund an der Ostsee steht, sondern für eine Kategorie von im Multiple Choice-Verfahren gestellten Fragen steht - wie z.B. der danach, ob ein "G o l e m"

a) ein Abflussstöpsel aus Kautschuk
b) eine in den Apokryphen Schriften des Alten Testaments gebräuchliche Form für Goliath
c) einer der vier Evangelisten oder
d) eine durch Zauber zum Leben erweckte Tonfigur

ist.

Das "Z E L P U Z" ist, man ahnt es schon, ein Wort, das sich verstellt, indem es seine Buchstaben neu sortiert (anderswo heißt sowas Anagramm - aber "Zelpuz" klingt doch irgendwie noch netter, oder?): "S c h a r f l i e b e n" steht da - nebst dem Tipp "abgefüllte Fastenspeise" (haben wir in unserer Testrunde schnell als das gesuchte
"F l a s c h e n b i e r" enttarnt).

Zur Bewältigung eines "A L P H A B E T A" kann es gut sein zu wissen, wieviele "S" und wieviele "P" tatsächlich in einem gewissen Fluss im Süden der US stecken ("M-I-S-S-I-S-S -" gar nicht mal so einfach, das!); wer mithilfe der Umschreibung "sensibler Installateur" den vorgegebenen Lückentext "S _ _ L _ _ _ L _ _ _ N _ R" zum "Seelenklempner" ergänzt, hat eine "K O M P L E T T A T O R"-Aufgabe mit Bravour gemeistert.

Bei der Lösung eines "Mursredna" die Nase vorn haben dürften hingegen Zeitgenossen, die sich in ihrer Freizeit schon mit dem so genannten "backward masking" beschäftigt haben: Wer in den Texten von Rockbands nach geheimen, rückwärts abgespielten Botschaften sucht, dem dürfte es vergleichsweise leicht fallen, ein Wort wie "B r a u t -
s t r a u ß" auf Anhieb richtig rückwärts zu buchstabieren - und zwar auf Zeit und ohne Zuhilfenahme von Papier und Bleistift.

Diese beiden Utensilien kommen dafür beim "S K I Z Z E R A T" zum Einsatz; etwa wenn gefordert ist, den Begriff "Hundesalon" zeichnerisch darzustellen ohne zu sprechen und ohne Buchstaben oder Symbole zu verwenden - oder wenn gefragt ist, den Begriff "Wüste" zu zeichnen. Einfach? Theoretisch vielleicht - aber mit geschlossenen Augen ("S E N S I M A L" nennt sich diese Art von Aufgaben übrigens) ... ?

Showqualitäten schließlich sind gefragt bei der Bewältigung von "S U M M H E R U M" ("Da, da, da" - bitte vorpfeifen oder vorsummen, dabei aber bitte natürlich nicht den Text singen, deuten oder anderweitig gestikulieren), "P A N T O M A S" (bitte "Pausenclown" ohne Worte darstellen - die Zeit läuft!) und " M I M I T A T O R " ("Rudolph Mooshammer" imitieren - und dabei keine Namen oder Orte nennen).

Themenfelder wie " W I S S W A H L ", " G E R Ü C H T E K Ü C H E " und " F A K T O I D " schließlich verlangen den Spielern Treffsicherheit im Urteil darüber ab, ob bestimmte Aussagen zutreffen oder nicht: dreht die auf der Karte abgebildete Tänzerin gerade tatsächlich eine Pirouette? Ist das Sandwich nach dem vierten Graf von Sandwich benannt? Handelt es sich bei dem auf der Karte abgebildeten Motorteil, das bei Keilriemenriss streikt, um Ölpumpe, Anlasser, Lichtmaschine oder Servolenkung?




• F A Z I T •

Nach ungefähr einer Stunde (so lang dauert eine Partie "Cranium" gut und gern) mit jeder Menge hilflosem Rudern mit den Armen, etlichen um Haaresbreite entschiedenen Duellen mit der gnadenlos rieselnden Sanduhr ("Jawoll! 'Mutter Beimer' - und nicht 'Angela Merkel'!") und dem üblichen Gebrüll, das mit den meisten unter Zeitdruck gespielten Spielen einhergeht ("Hund - K a t z e - M A U S ! ? W A S ! ?") steht das Siegerteam fest - und nach dieser ersten Testrunde, an der alle vier daran Beteiligten viel
Vergnügen gehabt haben, auch das einhellige Diktum:

Cranium hat in mehr als nur einem Sinne "Trivial Pursuit"-Format - und das Zeug dazu, das zu werden, was das Wissens-Quiz bereits heute ist: ein echter Klassiker, der sich einen festen Platz neben Monopoly & Co. erobert.

"Da steht hinterher ziemlich eindeutig fest, wer der Sieger ist, ohne dass man irgendwelche Punkte zählen muss oder so. Finde ich gut; ist auch mal ganz was anderes als Kegeln, Skat oder 'Doom'." (A. H. aus R.)

"Sollten wir bald mal wieder spielen. Könnte auch was für meine nächste Klassenfahrt oder für die letzte Stunde vor den Ferien sein." (H. S. aus O.)

"Ok, vielleicht nix für die ganz, ganz Kleinen. Übrigens fordere ich eine Revanche. Und zwar umgehend." (R. H. aus R.)

"Gut. Dann hat sich die Ausgabe ja gelohnt." (das Gemeinwesen)




Während beim Frage-und-Antwort-Klassiker "Trivial Pursuit" vornehmlich Wissen zählt, setzt "Cranium" auf eine Kombination von Wissen mit einer ganzen Reihe anderer Talente:

Wo "Trivial Pursuit" sich auf das vergleichsweise dröge Abfragen von Fakten beschränkt, kommen bei "Cranium" nicht nur Faktenwisser, sondern auch Faxenmacher auf ihre Kosten (wenn ausgewachsene Männer pantomimisch den Begriff "Strohwitwe" darstellen, kommt garantiert Heiterkeit auf - besonderes Vergnügen kam im Testlauf bei der Frage danach auf, wie man sich William Shatner in dem Bemühen darum vorstellen darf, "Captain Kirk" zu imitieren.)

"Cranium" kombiniert geschickt Elemente des beliebten Charade-Spiels mit den "Montagsmalern" (die ganz, ganz Großen unter Ihnen werden sich vielleicht noch erinnern), dem Klassiker ungezählter Schülergenerationen "Galgenmännchen" sowie mit Versatzstücken anderer Gesellschaftsspiele wie "Trivial Pursuit", "Tabu" & Co.

Unter anderem gewährleistet das nicht nur eine Menge Abwechslung, sondern kann ganz nebenbei verborgene Talente zu Tage fördern. Dadurch, dass "Cranium" nicht reines Wissens-Quiz ist, sondern neben Faktenwissen außerdem verschiedene Arten von Quasi-Talentproben (sei es bei der pantomimischen "Pantomas"-Aufgabe oder der Mimitator"-Darstellung, sei es beim "Skizzerat"-Schnellzeichnen oder "Skulptabäus"-Kneten) umfasst, dürften hier wirklich Spieler unterschiedlichsten Alters und Naturells gleichermaßen auf ihre Kosten kommen:

Bei "Cranium" zählt eben nicht nur "Kennen", sondern auch "Können".

Cranium kombiniert ein vergleichsweise einfaches Spielprinzip ("Würfle und rücke vor"), ein ebenso einfaches Ziel ("Führe dein Team als erstes ins Zielfeld, um dort die zum Sieg führende Abschlussaufgabe zu lösen") mit genau der richtigen Portion an wünschenswerter "Unvorhersehbarkeit": Als "Activity"-Spiel, das einen schnellen Einstieg und ein hohes Maß an Abwechslung bietet, ist Cranium m.E. nicht nur eine gute Wahl für "feste" Spielerrunden, sondern eignet sich sicherlich auch gut als Kennenlernspiel für Jugendgruppen o.ä.



• E X T R A S •

Besonders reizvoll: Auf der Website spielcranium.com gibt's neben weiteren Informationen (wie z.B. der, dass das Spiel im Mutterland aller "Craniacs", den USA, längst zum Kultspiel avancviert ist - und es mittlerweile eine ganze Reihe erfolgreicher "Spin-Offs" gibt, die, wie das Original, verschiedentlich zum "Game of the Year" gewählt wurden) kostenlos Spielkarten-Vorlagen im pdf-Format, mit denen sich "Cranium" quasi individualisieren lässt. Da gibt's dann z.B. eine Karte, die nach der Traumrolle fragt, die ein bestimmter Mitspieler gern einmal spielen würde - oder ob das Gegenüber einen zweiten Vornamen hat.

Diese erweiterte Funktionalität dürfte zum einen allen Spielernaturen entgegenkommen, die in der Vergangenheit schon Spiele wie "Monopoly" (in meinem Freundeskreis gab's da z.B. eine nicht ganz regelgemäße Einrichtung, die sich
"Gewinnausschüttung!" nannte und die auch solchen Mitspielern die weitere Teilnahme am Geschehen gestattete, die eigentlich bereits komplett ruiniert waren) oder "Risiko" (schnöde Truppen reichten uns irgendwann nicht mehr - irgendwann wurde das Regelwerk um den Einsatz von Spielgeld und Seeflotten erweitert und das Spielgeschehen unter Beibehaltung einiger Grundsätze aus dem Originalspiel auf eine eigens gekaufte laminierte Weltkarte verlagert) um eigene Ideen und Spielvarianten bereichert haben.

Zum anderen dürfte die Idee, die sich auf der Website des Herstellers unter "mein Cranium" findet, auch diejenigen unter den "Zockern" ansprechen, für die die Erweiterung ihrer Spiele um eigene "Levels" längst eine Selbstverständlichkeit darstellt.



• CRANIUM auf einen Blick • :

• erforderliche Mitspieler: mindestens 4
• Spieldauer: ca. 1 Stunde
• Mindestalter: hierzu macht der Hersteller keine Angaben - Craniacs unter 10 Jahren werden bei manchen der Fragen aber ggf. die Achseln zucken (dass die Titelmelodie von einer TV-Serie wie "Bonanza" bekannt ist, darf man sicherlich nicht bei Spielern sämtlicher Altersstufen mit dem gleichen Maß an Selbstverständlichkeit voraussetzen)

• selbst erklärter Anspruch des Spiels:

"Cranium bringt den gesunden Menschenverstand auf Trab und jede Menge Action in Familien, WG's und Partys. Ein Spiel für Hirn, Herz, Kopf und Bauch."


Website mit weiteren Infos:
spielcranium.com

... und dann gibt's da auf der Schachtel noch etwas Kleingedrucktes zu lesen:


"Wir von Cranium finden, jeder hat ein Recht darauf, groß rauszukommen. Deshalb unterstützt jedes verkaufte Cranium- Spiel gleichzeitig soziale Einrichtungen für Kinder und Jugendliche in Deutschland. Für uns die schönste Art, etwas von der entfachten Spielfreude weiterzugeben."


Löblich! Wenn dem so ist, dann habe ich sicherlich noch weniger Grund dazu, den von mir zunächst als etwas hoch empfundenen Anschaffungspreis zu monieren. Spiele, so mein Eindruck, sind ja oft keine ganz billige Anschaffung - wenn ich allerdings den Anschaffungspreis von Cranium (ich habe knapp 45 Euro bezahlt, was ein guter Durchschnitt zu sein scheint) im Verhältnis zu dem betrachte, was z.B. PC-Spiele kosten, die oft schon nach vergleichsweise kurzer Dauer ziemlich langweilig
werden können, kann ich nur feststellen:

Mir fällt auf Anhieb eine ganze Reihe von Möglichkeiten ein, wie sich die gleiche Summe für Vergnügungen weit kurzlebigerer Natur ausgeben lässt (Raucher dürfen z.B. gern in Stangen der von ihnen bevorzugten Marke umrechnen - und das ist nur eine Möglichkeit, eine Vergleichsgröße heranzuziehen).

Ich vermute jedenfalls: An "Cranium" werde ich noch ziemlich lange Freude haben - einen Ehrenplatz in Gesellschaft von "Monopoly", "Trivial Pursuit" und einigen anderen Klassikern hat es bei mir schon jetzt.

36 Bewertungen, 16 Kommentare

  • Lucia007

    05.11.2007, 08:13 Uhr von Lucia007
    Bewertung: sehr hilfreich

    kapier ich nicht...

  • hjid55

    31.12.2006, 15:24 Uhr von hjid55
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh & wünsch dir eine schöne Silvester Feier. lg Sarah

  • Diva24

    23.01.2006, 10:43 Uhr von Diva24
    Bewertung: sehr hilfreich

    Na , das klingt doch interessant.

  • WreckRin

    22.01.2006, 14:20 Uhr von WreckRin
    Bewertung: sehr hilfreich

    super Bericht <br/>sh, LG Sandra

  • Damk1x

    22.01.2006, 00:28 Uhr von Damk1x
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh, würde mich über eine Gegenbewertung freuen

  • sindimindi

    21.01.2006, 22:58 Uhr von sindimindi
    Bewertung: sehr hilfreich

    Deine Beschreibung des Spiels ist fast schon wieder zu kompliziert...;-) - und wer ist eigentlich Brittney Spears?*fg* <br/>RS

  • AngelikaBS

    21.01.2006, 22:45 Uhr von AngelikaBS
    Bewertung: sehr hilfreich

    LG von Angelika :-)

  • skorbut

    21.01.2006, 16:13 Uhr von skorbut
    Bewertung: sehr hilfreich

    super ausführlich! ganz großes Lob!!!!!

  • kG1UNIT

    21.01.2006, 15:44 Uhr von kG1UNIT
    Bewertung: sehr hilfreich

    Toller Bericht!++++++++++++++++kG

  • anonym

    21.01.2006, 15:30 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    schöner bericht

  • anonym

    21.01.2006, 15:27 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich

  • WINNIE24

    21.01.2006, 15:10 Uhr von WINNIE24
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sh! GLG WINNIE :-)

  • morla

    21.01.2006, 15:00 Uhr von morla
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich

  • bluesearose

    21.01.2006, 14:43 Uhr von bluesearose
    Bewertung: sehr hilfreich

    ein sehr guter Bericht

  • anonym

    21.01.2006, 14:42 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ein sehr, sehr hilfreich...;)Patricia

  • Lidlefood

    21.01.2006, 14:41 Uhr von Lidlefood
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich