Cute FTP Testbericht

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Summe aller Bewertungen
  • Benutzerfreundlichkeit:  sehr gut
  • Updatemöglichkeit:  durchschnittlich

Erfahrungsbericht von Magistix

Stehst Du mehr auf süß oder clever?

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Nicht selten werde ich solchen oder ähnlichen Fragen gegenübergestellt und weiß es doch nicht. Wer ist eigentlich mein Typ, wer passt so richtig zu mir – ist es die Schlaue oder das intelligente Mauerblümchen. Lässt es sich überhaupt ausschließen, entweder oder?! Da lob ich mir doch im Grunde das Englische, in dem beide Worte im „Cute“ verbunden werden und es zu solch dämlichen Fragen gar nicht erst kommt. Solle mich also demnächst wieder jemand fragen, so wird die Antwort simpel „She has to be cute“ lauten.
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.:| Cute-FTP – zwischen Süße und Cleverness |:.


Ich gehe in meiner Freizeit einem Hobby nach – dem Webdesign. Ich erstelle Internetseiten, manchmal auch die von Freunden und pflege mittlerweile rund 6 Webpräsenzen. Jede dieser Internetseiten muss natürlich, damit sie auch angesprochen werden kann, im Internet erreichbar sein, wird auf webfähigen Computern (Servern) gespeichert. Die Sicherung erfolgt per Internet und via FTP (File Transfer Protocol), was eine Datenübertragung ermöglicht.

Für dieses Datensenden gibt es verschiedene Programme, die auf neudeutsch den wunderschönen Namen FTP-Client tragen. Ich habe mittlerweile mehrere dieser Programme getestet und bin schlussendlich an einem Programm namens „Cute FTP“ der Firma GlobalScape geraten, welches ich bis heute nutze. Zwar kann man im Grunde jegliche Art der Dateien transferieren, doch nutze ich Cute FTP ausschließlich zum Transfer der Daten der erstellten Internetseiten auf den Server. In meinem Fall ist das zwar nicht „ein Server“ sondern gleich mehrere (es sind ja auch verschiedenen Webseiten), einen Unterschied für die Technik macht dies aber im Prinzip nicht.

Unterschiedlich ist aber die Handhabung der verschiedenen Programme und deren Fehleranfälligkeit. Gerade meine ersten Programme zum Datentransfer waren in dieser Hinsicht einfach schlecht. Sie stürzten oft ab (ca. jedes 3. Mal), konnten nur geringe Datenmengen am Stück transportieren (teilweise gab es Dateigrößenbeschränkungen auf 1 MB) oder waren einfach sehr umständlich in der Bedienung (so ermöglichen manche Programme nur einen Server anzusprechen und man muss bei jedem Start die jeweiligen Adressen eingeben).

Cute FTP hingegen ist sehr übersichtlich, was zum großen Teil an der Windows-ähnlichen Oberfläche liegt, die man bereits vom alltäglichen Arbeiten mit dem PC gewohnt ist. Nachdem man die wirklich blitzschnelle und kinderleichte Installation hinter sich gebracht hat, startet das Programm ohne wenn und aber – Abstürze hat es bei mir noch nie gegeben (Win 2000 SR2). Um genauer zu sein, sieht alles so aus, wie man es aus dem Windows-Explorer gewöhnt ist. Eine baumartige Struktur der Server und Detailinformationen übersichtlich an der rechten Seite, machen schon auf den ersten Blick einen aufgeräumten Eindruck.

Selbstverständlich bietet Cute FTP sehr umfangreiche Hilfen und den aus anderen Programmen bekannten „Tipp des Tages“, beim Starten des Programms. Doch die habe ich mit geringem Vorwissen nicht benötigt. Zuerst hieß es da, die Server einzurichten und dem Programm mitzuteilen, wohin es die Daten senden soll. Das ging sehr schnell über ein Menü oben, kann aber auch per Shortcut (F4) oder einen Rechtsklick ins Menü erfolgen. Man legt auf jeden Fall eine „neue Verbindung“ an.

Das dabei eingesetzte Unterprogramm nennt sich Site-Manager und bietet alle benötigten Einstellungen für den Server vorzunehmen. In dem Verzeichnisbaum können ohne große Mühen verschiedene Server angesprochen werden und bestimmten Teilen einer Homepage eigene Verbindungen zugewiesen werden. Das geschieht, indem man die einmalig benötigten Adressen der Server zur Hand hat und eingibt, das Passwort nennt und gegebenenfalls besondere Eigenschaften der Verbindung zum Server (Alleiniges Zugriffsrecht, Anonymes Senden, etc) einstellt. Praktisch war gerade für mich, der im Vorfeld mit anderen Programmen arbeitete, die Möglichkeit bestehende Internetverbindungen zu importieren.

Hat man diese Prozedur einmalig hinter sich gebracht, entfaltet Cute FTP seine eigentliche Stärke. Man wählt die Internetseite bzw. dessen Server aus und wird automatisch verbunden. Kurz erscheinen einige Meldungen und dann ein Fenster, dass bekannt gibt, dass man nun mit dem Internetserver verbunden sei. Kaum eine Sekunde vergeht währenddessen und man muss auch in der Folge wenig warten – Cute FTP funktioniert einwandfrei. Ist man eingewählt, so werden im Programm unten rechts alle Daten auf dem Server angezeigt, im linken Ausschnitt sieht man die eigene Festplatte. Im grauen Zwischenraum findet man Pfeile, mit denen man entweder Daten von links nach rechts (also von der eigenen Festplatte auf den Server) oder umgekehrt schicken kann.

Führt man diese Aktion aus so legt Cute FTP los und sendet alle markierten Daten auf einmal los. Gibt es bereits Dateien auf dem anderen Medium gleichen Namens, so kommt die schon aus Windows bekannte Abfrage, ob die Daten ersetzt werden sollen. überhaupt fällt auf, dass vieles wie bei Windows ist – das Anlegen von neuen Ordnern, das Umbenennen von Dateien – all das hat man irgendwo schon einmal gesehen und funktioniert daher umso leichter.

Ist man kein Fan von den Pfeil-Knöpfen ist es auch möglich, Dateien per „Drag & Drop“ hin- und herzuziehen. Praktisch auch, dass der jeweilige Fortschritt ganz unten in der Statusleiste gezeigt wird . Man sieht also in Prozent angegeben, wie weit der Transfer ist und wie lange es voraussichtlich noch dauert. Die Anzeige ist erstaunlich genau und gibt nicht wie oft bei Installationsprogrammen viel zu lange Dauern aus. Darüber gibt es noch ein Protokollfenster, was auflistet, wenn eine Datei angekommen ist und wann die Nächste begonnen wird.

Besonders hervorzuheben ist aber beim Cute FTP neben der fehlerfreien und kinderleichten Bedienung der Funktionsumfang. Bisher haben wirklich alle Programme, die ich testete einen Makel, mal fehlte dies, mal war das umständlich geregelt. Das ist beim Cute FTp nicht der Fall, denn via Symbole oben können die Menüs auch ohne Klicken in den Auswahllisten erreich werden. Funktionen wie die Schnellverbindung (gleichzeitiges Verbinden mit mehreren (oder allen) Servern) oder die fast schon legendäre „Warteschlange“ (ermöglicht das Absenden von Datenpaketen auch auf unterschiedliche Server ohne den ersten Sendeauftrag zu unter- oder abzubrechen) machen Cute FTP zum glücklichmachenden Helfer in Sachen Internettransfer.

Ach so, für die lieben Datensammler, wie ich die Freaks gerne nenne gibt es noch die Möglichkeit MP3’s oder DivX-Filme zu suchen und zu transferieren. Ein Schnelltest brachte eine schnelle Suche zum Vorschein, die alle Titel der Top 100 fand. Der Transfer einer Testdatei ging schnell und einwandfrei – auch hier ein Pluspunkt.
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.:| Fazit: Mehr clever denn süß! |:.


Tatsächlich überzeugt Cute FTP nicht durch sein schickes Layout faszinierende Animationen oder pfiffige Grafiken. Mir gefällt das Programm, weil es intuitiv an Windows erinnert und sich dementsprechend leicht bedienen lässt. Die Speicherung meiner Server geschieht automatisch und die anderen Funktionen runden die Sache aus meiner Sicht ab. Fehler oder Abstürze gab es bisher nicht, das automatische Abmelden bei zu langen Wartezeiten schafft zudem eine sicher Alternative zur bisherigen manuellen Überwachung des Datentransfers.

Dank Cute FTP kann ich nun auf einmal mehrere Seiten pflegen, Daten in Schlange senden und nacheinander abarbeiten lassen. Das war mir auch den Originalpreis von knapp 50€ wert. Cute FTP gibt es derzeit in der Version 4 und kann in vielen PC-Fachgeschäften oder im Internethandel erworben werden. Der Hersteller GlobalScape vermarktet es auf seinen Seiten für 39.95$, bietet aber auch eine 30 Tage lang kostenlose Version zum Download (1.4 MB) an.

Ich empfehle Cute FTP allen, die mit Internetseiten zu Tun haben sich erst einmal die Testversion unter http://www.globalscape.com herunterzuladen (\"Download\" -> \"Cute FTP\" -> „Deutsch“). Das Programm ist übrigens auf allen Win-Systemen voll lauffähig, was ich nur bestätigen kann.

16 Bewertungen, 2 Kommentare

  • D.Newton

    27.07.2003, 17:20 Uhr von D.Newton
    Bewertung: sehr hilfreich

    kein Kommentar

  • 12351

    05.07.2002, 18:53 Uhr von 12351
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sehr guer Beitrag. Gruss Manni