Daiquiri Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 08/2003
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Erfahrungsbericht von retilein
Mein Lieblingscocktail
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Im letztem April, also vor mittlerweile über einem Jahr war ich bei meinem alljährlicher Urlaubstrip auf die Karibikinsel Cuba, bekannt für Rum, Fidel und dem Tropicana.
Ernest Hemingway und Che Guevara dürften wohl die prominentesten Dauergäste gewesen sein. Noch vom vorhergehenden Karibiktrip war mir der Genuß von Cocktails angenehm in Erinnerung und deshalb suchte ich sofort nach Stellen wo es den sehr angenehmen Daiquiri zu geniessen gab..
In den Barbüchern der Welt existieren viele Versionen über dessen Enstehung. Sicherlich stimmt, daß sein Name identisch ist mit den Minen bei Santiago. Doch schon bei der Art der Minen scheiden sich die Geister. Schreibt das eine Buch von den Kupferminen, so sind es im anderen Eisen- oder gar Silberminen. Nachstehend eine schöne Geschichte dazu.
\"Erfunden\" wurde der Daiquiri angeblich von einem amerikanischen Ingenieur namens Jennings Cox. 1896 erhielt er auf Cuba Besuch von wichtigen Geschäftsfreunden aus den USA. Cox war ein Gin-Liebhaber, doch war die Not groß, trank er auch den einheimischen Rum. Als seine Freunde in der kleinen Stadt eintrafen wo Cox wohnte, war ihm gerade der Gin ausgegangen. Es war Cox im höchsten Maße peinlich, seinen Freunden das ordinäre Landesgetränk vorsetzen zu müssen. Darum holte er aus seinem Garten einige Limetten, preßte sie aus, rührte sie mit Zucker an und gab eine gehörige Portion Rum dazu.
Später gab es richtig zu Herzen gehende Schilderungen, wie z.B. nachstehende: \"Er trank noch einen gefrorenen Daiquiri ohne Zucker, und als er das schwere, frostbeschlagene Glas hob, sah er die klare Schicht unter dem geraspelten Eis, und sie erinnerte ihn an das Meer. Das geraspelte Eis sah aus wie das Kielwasser eines Schiffs, und das Klare darunter sah wie das Bugwasser aus, wenn der Steven es zerschnitt unddas Schiff im flachen Wasser war, über sandigem Grund. Es war fast genau dieselbe Farbe\" (E. Hemingway, Inseln im Strom).
Hemmingway\'s Lieblingsbar auf Cuba war die \"Floridita Bar\" in der mit Aufkommen des Elektromixers der berühmte \"Frozen Daiquiris\" von Constantino (Constante) Ribalaigua bereitfgestellt wurde. Er war ab ca. 1914 Chef-Bartender des Floriditas, später ihr Inhaber, bis 1952.
Irgendwie kann man diese Bar aufgrund der in den USA herrschenden Prohibition (Alkoholverbot) mit dem heutigen Ballermann 6 von Mallorca vergleichen. Als Fakt ist in jedem Fall zu betrachten, daß Rum als Getränk erst durch Don Facundo Bacardi gesellschaftsfähig wurde, dem es gelang einen leichteren feineren Rum zu erzeugen.
So wurden die ersten Daiquiris in jedem Falle mit Bacardi Rum gemixt. In der Tat gab es in den 30er Jahren einen Rumcocktail mit dem Namen Bacardi. Er hatte die gleiche Zusammensetzung wie der Daiquiri. Weil jedoch die Barkeeper der damaligen Zeit einen \"Bacardi Cocktail\" mit allen möglichen Rumsorten zubereiteten, erwirkte die Firma Bacardi beim höchsten Gericht der USA ein Urteil, daß man einen Bacardi Cocktail nur so nennen dürfe, wenn er auch mit Bacardi gemacht wurde.
Das heutige Nobel-Restaurant \"El Floridita\" hat aber meines Erachtens viel von seinem Flair verloren und ich fand es nur noch gewöhnungsbedürftig genau wie die touristisch angehauchten Preise.
Nun aber zum eigentlichen den Cocktail Daiquiri dessen Vielfalt mich immer wieder faszinierte.
Daiquiri
******
2 cl Limettensaft
1 - 2 cl Zuckersirup
5 cl Rum weiß
Im Shaker auf Eis kräftig schütteln, in vorgekühlte Cocktailschale abseihen.
Um diesen tropischen Drink etwas stilechter zu mixen, nämlich als einen Daiquiri Natural, nimmt man anstatt Zuckersirup 2 Barlöffel Rohrzucker und preßt auch keine Zitronen aus, sondern Limetten.
Alle Zutaten werden wieder geschüttelt, auch der Rohrzucker. 1/2 Scheibe einer Zitrone zur Deko an den Glasrand stecken
\"klassischer\" Daiquiri
*****************
5 cl Havanna Club, weiß
2 cl Zuckersirup
4 cl Zitronensaft
All das auf viel Eis shaken und in ein Cocktailglas abseihen.
Daiquiri agricole
*************
5 cl St. James, weiß
2 cl Zuckersirup
4 cl Zitronensaft
Eine besondere Spezialität ist der weiße Rum aus Martinique, der sogenannte \"rhum agricole\". Im Gegensatz zu anderen Rums wird er aus Zuckerrohrsaft, nicht aus Melasse gewonnen.
Vanilla Daiquiri
************
5 cl Havanna Club
2 cl Zuckersirup
4 cl Zitronensaft
Hierbei frisches Vanillemark und ein Eiweiß (Mixregel niemals das Mixeis mit in den Drink geben), sondern mit dem sogenannten Strainer (Barsieb) zurückhalten und abseihen dann im Blender auf viel Eis aufschäumen und in ein Cocktailglas abseihen.
FRENCH DAIQUIRI
**************
6cl Havana Club (3Jahre)
4cl Cassis (Johannisbeerlikör)
4cl frischen Zitronensaft
Alles auf viel Eis im Shaker kräftig schütteln. In eine geeiste Cocktailschale abseien und mit Johannisbeeren und Limettenscheibe dekorieren. Der French Daiquiri ist eine Abwandlung des klassischen Daiquiris. Hierbei wird der Zuckersirup durch Crème de Cassis ersetzt. Wenige wissen, daß im Burgund neben hervorragenden Weinen auch sehr gute Liköre hergestellt werden. Bei der Auswahl des Cassis ist darauf zu achten, daß er aus echten Früchten besteht (keine künstlichen Aromen und keine Farbstoffe).
Daiquiri Colour
************
2 cl weißer Rum
2 cl brauner Rum
2 cl Curacao Blue
Limettensaft
2 cl Grenadine
Zum Mixen braucht man entweder zwei Shaker oder ein kleineres Glas, um den Inhalt des ersten Mixdurchgangs dort zwischen zu lagern. Zuerst verschüttelt man den weißen Rum, Grenadine-Sirup und 2 Barlöffel Limettensaft, in einem zweiten Shaker dann 2 cl braunen Rum, den Curacao Blue und nochmals 2 EL Limettensaft. Die rote Mixtur des ersten Shakens kommt auch zuerst in das Glas, sie sollte sich in der unteren Hälfte befinden. Mit Hilfe des Barlöffels, der den Schwung der Flüssigkeit auffängt und dadurch ein Vermischen von rot und blau verhindert, befördert man den blauen Inhalt des zweiten Shakers in die obere Glashälfte. Auf den Eisschneeberg (der so groß sein sollte, daß er gerade noch knapp über den Spirituosen wieder auftaucht) kommt zum Schluß noch eine Cocktailkirsche zur Dekoration.
Aber ich gebe gern zu die Barkeeper der Karibik zaubern einem wunderbare Cocktails und es ist immer wieder ein Genuß. So zähle ich den Daiquiri zu meinen Lieblingscocktails, insbesondere der klassische hat es mir dabei angetan.
In diesem Sinne allen einen schönen Abend und sehr zum Wohl !
Ernest Hemingway und Che Guevara dürften wohl die prominentesten Dauergäste gewesen sein. Noch vom vorhergehenden Karibiktrip war mir der Genuß von Cocktails angenehm in Erinnerung und deshalb suchte ich sofort nach Stellen wo es den sehr angenehmen Daiquiri zu geniessen gab..
In den Barbüchern der Welt existieren viele Versionen über dessen Enstehung. Sicherlich stimmt, daß sein Name identisch ist mit den Minen bei Santiago. Doch schon bei der Art der Minen scheiden sich die Geister. Schreibt das eine Buch von den Kupferminen, so sind es im anderen Eisen- oder gar Silberminen. Nachstehend eine schöne Geschichte dazu.
\"Erfunden\" wurde der Daiquiri angeblich von einem amerikanischen Ingenieur namens Jennings Cox. 1896 erhielt er auf Cuba Besuch von wichtigen Geschäftsfreunden aus den USA. Cox war ein Gin-Liebhaber, doch war die Not groß, trank er auch den einheimischen Rum. Als seine Freunde in der kleinen Stadt eintrafen wo Cox wohnte, war ihm gerade der Gin ausgegangen. Es war Cox im höchsten Maße peinlich, seinen Freunden das ordinäre Landesgetränk vorsetzen zu müssen. Darum holte er aus seinem Garten einige Limetten, preßte sie aus, rührte sie mit Zucker an und gab eine gehörige Portion Rum dazu.
Später gab es richtig zu Herzen gehende Schilderungen, wie z.B. nachstehende: \"Er trank noch einen gefrorenen Daiquiri ohne Zucker, und als er das schwere, frostbeschlagene Glas hob, sah er die klare Schicht unter dem geraspelten Eis, und sie erinnerte ihn an das Meer. Das geraspelte Eis sah aus wie das Kielwasser eines Schiffs, und das Klare darunter sah wie das Bugwasser aus, wenn der Steven es zerschnitt unddas Schiff im flachen Wasser war, über sandigem Grund. Es war fast genau dieselbe Farbe\" (E. Hemingway, Inseln im Strom).
Hemmingway\'s Lieblingsbar auf Cuba war die \"Floridita Bar\" in der mit Aufkommen des Elektromixers der berühmte \"Frozen Daiquiris\" von Constantino (Constante) Ribalaigua bereitfgestellt wurde. Er war ab ca. 1914 Chef-Bartender des Floriditas, später ihr Inhaber, bis 1952.
Irgendwie kann man diese Bar aufgrund der in den USA herrschenden Prohibition (Alkoholverbot) mit dem heutigen Ballermann 6 von Mallorca vergleichen. Als Fakt ist in jedem Fall zu betrachten, daß Rum als Getränk erst durch Don Facundo Bacardi gesellschaftsfähig wurde, dem es gelang einen leichteren feineren Rum zu erzeugen.
So wurden die ersten Daiquiris in jedem Falle mit Bacardi Rum gemixt. In der Tat gab es in den 30er Jahren einen Rumcocktail mit dem Namen Bacardi. Er hatte die gleiche Zusammensetzung wie der Daiquiri. Weil jedoch die Barkeeper der damaligen Zeit einen \"Bacardi Cocktail\" mit allen möglichen Rumsorten zubereiteten, erwirkte die Firma Bacardi beim höchsten Gericht der USA ein Urteil, daß man einen Bacardi Cocktail nur so nennen dürfe, wenn er auch mit Bacardi gemacht wurde.
Das heutige Nobel-Restaurant \"El Floridita\" hat aber meines Erachtens viel von seinem Flair verloren und ich fand es nur noch gewöhnungsbedürftig genau wie die touristisch angehauchten Preise.
Nun aber zum eigentlichen den Cocktail Daiquiri dessen Vielfalt mich immer wieder faszinierte.
Daiquiri
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2 cl Limettensaft
1 - 2 cl Zuckersirup
5 cl Rum weiß
Im Shaker auf Eis kräftig schütteln, in vorgekühlte Cocktailschale abseihen.
Um diesen tropischen Drink etwas stilechter zu mixen, nämlich als einen Daiquiri Natural, nimmt man anstatt Zuckersirup 2 Barlöffel Rohrzucker und preßt auch keine Zitronen aus, sondern Limetten.
Alle Zutaten werden wieder geschüttelt, auch der Rohrzucker. 1/2 Scheibe einer Zitrone zur Deko an den Glasrand stecken
\"klassischer\" Daiquiri
*****************
5 cl Havanna Club, weiß
2 cl Zuckersirup
4 cl Zitronensaft
All das auf viel Eis shaken und in ein Cocktailglas abseihen.
Daiquiri agricole
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5 cl St. James, weiß
2 cl Zuckersirup
4 cl Zitronensaft
Eine besondere Spezialität ist der weiße Rum aus Martinique, der sogenannte \"rhum agricole\". Im Gegensatz zu anderen Rums wird er aus Zuckerrohrsaft, nicht aus Melasse gewonnen.
Vanilla Daiquiri
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5 cl Havanna Club
2 cl Zuckersirup
4 cl Zitronensaft
Hierbei frisches Vanillemark und ein Eiweiß (Mixregel niemals das Mixeis mit in den Drink geben), sondern mit dem sogenannten Strainer (Barsieb) zurückhalten und abseihen dann im Blender auf viel Eis aufschäumen und in ein Cocktailglas abseihen.
FRENCH DAIQUIRI
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6cl Havana Club (3Jahre)
4cl Cassis (Johannisbeerlikör)
4cl frischen Zitronensaft
Alles auf viel Eis im Shaker kräftig schütteln. In eine geeiste Cocktailschale abseien und mit Johannisbeeren und Limettenscheibe dekorieren. Der French Daiquiri ist eine Abwandlung des klassischen Daiquiris. Hierbei wird der Zuckersirup durch Crème de Cassis ersetzt. Wenige wissen, daß im Burgund neben hervorragenden Weinen auch sehr gute Liköre hergestellt werden. Bei der Auswahl des Cassis ist darauf zu achten, daß er aus echten Früchten besteht (keine künstlichen Aromen und keine Farbstoffe).
Daiquiri Colour
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2 cl weißer Rum
2 cl brauner Rum
2 cl Curacao Blue
Limettensaft
2 cl Grenadine
Zum Mixen braucht man entweder zwei Shaker oder ein kleineres Glas, um den Inhalt des ersten Mixdurchgangs dort zwischen zu lagern. Zuerst verschüttelt man den weißen Rum, Grenadine-Sirup und 2 Barlöffel Limettensaft, in einem zweiten Shaker dann 2 cl braunen Rum, den Curacao Blue und nochmals 2 EL Limettensaft. Die rote Mixtur des ersten Shakens kommt auch zuerst in das Glas, sie sollte sich in der unteren Hälfte befinden. Mit Hilfe des Barlöffels, der den Schwung der Flüssigkeit auffängt und dadurch ein Vermischen von rot und blau verhindert, befördert man den blauen Inhalt des zweiten Shakers in die obere Glashälfte. Auf den Eisschneeberg (der so groß sein sollte, daß er gerade noch knapp über den Spirituosen wieder auftaucht) kommt zum Schluß noch eine Cocktailkirsche zur Dekoration.
Aber ich gebe gern zu die Barkeeper der Karibik zaubern einem wunderbare Cocktails und es ist immer wieder ein Genuß. So zähle ich den Daiquiri zu meinen Lieblingscocktails, insbesondere der klassische hat es mir dabei angetan.
In diesem Sinne allen einen schönen Abend und sehr zum Wohl !
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