Danone Straciatella Testbericht

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ab 15,11
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Summe aller Bewertungen
  • Geschmack:  sehr gut
  • Geruch:  sehr gut
  • Grad der Süße:  hoch
  • Gesundheitsfaktor:  hoch

Erfahrungsbericht von Miss_Mauve

Da hüppen die Endorphine

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Was Lebensmittel angeht, neige ich sehr zu Serienmonogamie. In der Praxis heißt das, ich futtere 4 Wochen bedenkenlos Spaghetti Bolognese, dann ist gut und es folgen vielleicht 5 Wochen Chili Con Carne. Von daher wundert sich hier im Hause niemand, dass sich seit 8 Wochen Stracciatella-Joghurts im Kühler türmen. Der Zustand hält an, es könnte die Liebe des Lebens werden. Oder so.

Joghurts, die etwas anderes als Fruchterzeugnisse beigemengt haben, habe ich immer verachtet. Schokolade, Marzipan, Nüsse, Kaffee und Mohn gehören in Kuchen oder in Reinform in den Bauch. Der Kauf des ersten Four-Packs Danonen Stracciatella war also mit sehr viel...Experimentierfreudigkeit meinerseits verbunden. Mit 99 Cents sind sie dabei – das ist ein Wort.

Für den Euro erhält man immerhin ein Pfund, mund- und bauchgerecht in 4 Portionen à 125g aufgeteilt. Die Becher selbst sehen aus wie...Joghurtbecher. Nix besonderes, nix schlimmes. Jedoch in einem wenig dezenten Blauton, also auch für die „Hach, ich hab meine Brille vergessen“-Menschen leicht aufspürbar im Kühlregal. Auch in der Lebenserwartung ähnelt die Straccia ihren Artgenossen: der natürliche Tod tritt so ca. einen Monat nach Kaufdatum ein. Aber soweit lassen wir es ja nicht kommen.

Deckel ab und rühren. Warum rühren? Nur so, aus Gewohnheit. Erübrigt sich bei der Straccia eigentlich. Die Schokosplits (1,3 % im Anteil) hängen nicht auf dem Grund und schwimmen nicht oben. Da war in der Fabrik schon ein fleißiges Rührgerät am Werk.

Schick ist sie, die Straccia, sieht appetitlich aus. Weißer Joghurt mit dunkelbraunen Stippen. Dass sich die Schokosplits nicht im Joghurt auflösen und sich mit ihm vereinen macht jedenfalls für das Auge etwas her. Wobei sich direkt die Frage nach der Konsistenz aufdrängt. Der Joghurt ist joghurtig-cremig, eher flüssig als fest. Die Schokosplits sind wider meiner Erwatung ,oder besser: Befürchtung, fest und stramm. Und vor allem nicht zu groß. Dennoch sucht man da nix mit der Lupe. Auf jedem Löffelchen ist mindestens ein Split, meistens mehr, dabei.

Wichtiger als die prima Optik ist selbstredend der Geschmack. Auch beim Joghurt zählen die inneren Werte. Dass mein Gaumen die Straccia für lecker, lecker, lecker befindet, ist bei bereits 8-wöchigem Konsum klar. Aber das lässt sich ja objektivieren. Der Joghurt selbst ist Naturjoghurt und schmeckt auch so – nach Joghurt pur. Die Schokosplits schmecken – natürlich - nach Schokolade, wenn auch nicht nach süßer Milka, sondern wie Halbbitter-Kuvertüre. Die Kombination von beidem schmeckt...interessant. Irgendwie nach fremdem Joghurt. Oder nach fremder Süßspeise. Sehr, sehr anders, als gewohnt.

Auch wenn Zucker und Traubenzucker enthalten sind – dann jedoch recht fein dosiert. Nein, man muss nicht zur Natreenpulle oder zum Zuckerpott greifen und nachwürzen. Jedenfalls nicht zwingend. Für meinen Geschmack ist die Süße zwar erstaunlich gering, aber erstaunlich richtig dosiert. Die Straccia ähnelt sehr einem Naturjoghurt mit einem Spritzer Süßstoff. Die Schokolade, die ja halbbitter ist, tut ihr Übriges dazu. Vielleicht ist das der Grund, warum man sich nicht so schnell daran satt isst.

Gesundheitsfaktor, das ist auch ein prima Bewertungskriterium. Gut, ich persönlich kenne niemanden – nicht mal vom Hörensagen - , der von einem Joghurt tot umgefallen ist. Auch nach 8 Wochen bemerke ich keine Veränderungen an meinem Gesundheitszustand. Mir wachsen weder Schwimmhäute, noch bekomme ich längere, gesündere Haare davon. Tatsache ist jedenfalls, dass die Straccia nur aus Zutaten besteht, die mir etwas sagen (im Vergleich zu so manchem Waschmittel): 3,5%-iger Joghurt, Schokosplits, Zucker und Traubenzucker. Die Straccia bekommt von mir das Prädikat „sehr gesund“. Es kommt ja auf die Vergleichsbasis an: so ist sie klarer Sieger im Vergleich mit einem Big Mäc, im Vergleich mit einem Apfel gibt es ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

Und was ist mit Fääätt? 3,9g sind die Fakten. Das ist in Anlehnung an die 120 kcal selbst im Rahmen einer Diät vertretbar (nein, ich spreche nicht von einer Null-Diät). Und auch den Vergleich mit den Joghurterzeugnissen, die laut Hersteller nur so von mikrobiologischen Tierchen wimmeln, braucht die Straccia nicht zu scheuen. Jedem Joghurt sein Tier, stellte die Stiftung Warentest so überzeugend fest.

Genießen kann man diesen Joghurt, wann immer einem danach ist. Ich spreche aus Erfahrung. Macht sich gut als Feuerlöscher nach einer Arrabiata, als Frühstückchen morgens um halb zehn in Deutschland, als Ablenkmanöver von To-Do´s (wie Wäschewaschen, Flurputzen und Zwiebelschneiden) und als Eiskonfektersatz am Couchpotatoe-Abend. Straccia macht einfach glücklich und bringt die Endorphine im Kopf zum Schwirren.

Wenn man mehr der Schwarzwäler-Kirsch-Typ ist oder der Magen nach Abwechslung schreit oder man den Laden leer gekauft hat, wartet Danone mit einer Vielfalt auf. Neben den gängigen Sorten (Kirsch, Erdbeere, Pfirsich-Maracuja) gibt es da beispielsweise noch Vanille und Stracciatella-Kirsch + Stracciatella-Erdbeere. Auch lecker, aber der Mensch hat nun mal seine Vorlieben.

Ich bin und bleibe bei meinem Stracciatella pur. Er besticht mich durch seine Cremigkeit, durch seinen nicht zu geringen und zu großen Anteil an Schokosplits und durch seine naturjoghurtliche Süße.

Neben der gesamten Sternenreihe muss ich ein „empfehlenswert“ aussprechen, denn er „schmeckt am leckersten, wenn man ihn gemeinsam genießt“ (O-Ton Joghurtbecher). Und das will ich beileibe niemandem vorenthalten.



Ich wünsche allseits einen gemeinsam-genießerischen Abend und freue mich über Kommentare und Anmerkungen.

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