Das Mädchen mit dem Perlenohrring (DVD) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 02/2011
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Erfahrungsbericht von schalkman
Atmosphärisch & Stimmungsvoll
Pro:
stimmungsvoll und atmosphärisch, passende Musik, gut gewählte Schauspieler, gute Ausstattung und Kostüme, tolle Kameraführung
Kontra:
etwas zu langsam fortschreitende Stroy
Empfehlung:
Ja
1. Einleitung
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Letzten Super-Kino-Dienstag verschlug es mich und einen Kumpel doch tatsächlich in den Film „Das Mädchen mit dem Perlenohrring”. Der Film lief in den meisten Kinos schon im Jahr 2004, bei unserem kleinen Provinzkino ist er aber erst vor einer Woche angelaufe, daher kommt mein Bericht für die Kinoversion erst so spät, aber naja, vielleicht hilft er ja einigen weiter, die auch an Provinzkinos gebunden sind oder sich die DVD-Version zulegen wollen, die wohl Mitte 2005 erscheinen wird.
2. Handlung
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Die 17-jährige Griet (Scarlett Johannson) muss von Zuhause ausziehen, um fortan als Magd bei der Familie Vermeer zu arbeiten. Der Familienvater, Johannes oder Jan Vermeer (Colin Firth), ist Maler und auf die Gunst seines Gönners van Ruijven (Tom Wilkinson) angewiesen, während er für das Heranschaffen des Geldes zuständig ist, ist seine Schwiegermutter (Judy Parfitt) sozusagen seine „Managerin”, verwaltet das Geld und kümmert sich um die Auftragsbeschaffung. Vermeers Frau Catharina (Essie Davis) ist mehr oder weniger die Kindermaschine der Familie, hat bereits sechs Kinder geboren und ist während des Films auch zwei mal schwanger.
Griets Aufgaben umfassen neben Waschen und Kochen auch die Reinigung von Vermeers Atelier und der Einkauf auf dem Markt. Das Atelier von Vermeer soll möglichst so geputzt werden, dass Griet nichts verrückt und alles exakt so auf dem Platz stehen lässt, wie es der Meister gestellt hat. Doch eines Tages „erdreistet” sich Griet einen Stuhl aus einer Bildvorlage des Meisters zu ziehen, da er die auf dem Bild dargestellte Frau ihrer Meinung nach zu sehr einenge (Vermeer entfernt daraufhin den Stuhl aus dem Bild), ein anderes mal inspieriert sie den Meister zu einem neuen Kunstwerk, das er ohne Auftrag eines Mäzänen anfertigt. Die Beziehung zwischen Magd und Meister wächst mit zunehmender Dauer des Films merklich, sie hilft ihm sogar beim mischen und zubereiten der Farben, was in der damaligen Zeit eine Wissenschaft für sich war. Während der vielen gemeinsamen Stunden fühlt man ein stets zunehmendes Knistern zwischen Meister und Magd...
Die zweite Begegnung mit einem männlichen Wesen findet auf dem Marktplatz statt: Der Fleischerssohn Pieter (Cillian Murphy) hat es Griet angetan und sie ist ihm auch sehr zugeneigt. Nun kommt aber etwas Bewegung in die ganze Sache: Vermeers Gönner van Ruijven will, dass Jan Griet auf der Leinwand verewigt – die letzte Magd, die van Ruijven für sein Privatkabinett haben wollte, hat dies ins Unglück gestürzt, denn die Abmachung beinhaltet nach van Ruijvens Dafürhalten auch die Entjungerung Griets, die sich aber aufgrund glücklicher Umstände vermeiden lässt. Natürlich ist Vermeer diese Abmachung nicht wirklich recht, denn auch er empfindet etwas für Griet, doch er muss diese um des Geldes Willen akzeptieren.
Für die letzte Auftragsarbeit van Ruijbens entdeckt Vermeer ein letztes Acessoir, das die Komposition Griets auf dem Bild perfekt macht: Der Perlenohrring seiner Frau, den er und die Schwiegermutter unter größter Geheimhaltung aus ihrem Schmuckkästchen entwenden müssen, denn diese würde ein Bildnis Griets nie akzeptieren...
3. Schauspieler
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Scarlett Johannson sieht „dem Mädchen mit dem Perlenohrring” recht ähnlich. Verhält sich anfangs glaubwürdig-schüchtern gegenüber Herrin und den anderen Mägden, doch im Lauf der Geschichte wird verkörpert sie ihren sozialen Aufstieg durch die enge Beziehung zu Jan Vermeer sehr gut. Irgendwie kommt es einem so vor, als würde sie von Szene zu Szene schöner wirken, besonders als sie in einer Szene die Haube abnimmt erscheint sie wunderschön.
Colin Firth hat mich persönlich sehr überrascht, erst spät erkannte ich ihn überhaupt, da er mir nur aus Kommödien wie „Bridget Jones” oder „Tatsächlich... Liebe” bekannt war. In „Das Mädchen mit dem Perlenohrring” zeigt er, dass er auch andere Rollen spielen kann, jedoch hätte ich mir in der Rolle des Jan Vermeer eine bessere Besetzung gewünscht, ein unbekanntes Gesicht hätte einen wohl weit weniger irritiert.
4. Fakten
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USA/GB 2004
Regie: Peter Webber
Drehbuch: Olivia Hettred
Länge: ca. 95 Minuten
Freigegeben ab 6 Jahren
http://www.girlwithapearlringmovie.com
5. Kritik
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Der Film ist nicht umsonst für die Oscars in den Kategorien „Beste Kamera”, „Beste Ausstattung” und „Bestes Kostümdesign” nominiert. Er lebt sozusagen von seiner Atmosphäre. Austattung und Kostümdesign haben mich im Kino von der ersten Minute an fasziniert – ich habe mich gefragt wie die Macher das Delft des 17ten Jahrhunderts so glaubwürdig herüberbringen konnten. Diese glaubwürdige Ruhe, die das ganze Setting ausstrahlt wird von den Schauspielern ebenfalls mitgetragen, wenn auch nicht immer 100 %ig, aber dennoch passen alle ganz gut in ihre Rollen.
Die Ruhe und Ausgewogenheit des Film spiegelt sich auch in der Story wieder, die auf große Wendungen oder Unvorhergesehenes komplett verzichtet – Auch dies kann man als Kunstgriff verstehen, denn jede gekünstelte Katastrophe hätte den Film wohl etwas unglaubwürdiger gemacht.
Besonders zu erwähnen wäre die Kameraführung, die den Film teilweise als Aufeinanderfolge von Kunstwerken erscheinen lässt. Die Lichteffekte und die Kameraeinstellungen sind bedacht so gewählt, dass man fast in den Bildern versinken könnte – Ein Lob an Regie und Kamera.
Die Musik spielt unaufdringlich im Hintergrund – Hauptsächlich Klavier, begleitet von Streichern und Flöte – immer passend, nie wirklich auffallend, aber dennoch perfekt.
6. Fazit
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Sehenswert ist der Film allemal, aber nicht für jeden. Wer seine Action haben will, der ist hier komplett an der falschen Stelle, auch große Tragödien passieren nicht – nein, dieser Film ist etwas für Freunde eines Films, in dessen Stimmung man regelrecht versinken kann und für historisch begeisterte. Die langsam fortschreitende und stimmungsvolle Story, die Glaubwürdigkeit con Charakteren und Schauplätzen und nicht zuletzt die bildhafte Kameraführung sorgen für eine Filmtiefe, die begeistert.
Vier von Fünf Sternen gibts von mir, da die Schauspieler zwar gut, aber nicht sehr gut in ihren Rollen agieren, die langsam fortschreitende Story bleibt etwas unter ihren Möglichkeiten, ist aber wie gesagt sehr stimmungsvoll, für die Stimmung und Atmosphäre hat sich „Das Mädchen mit dem Perlenohrring” auch die Empfehlung verdient.
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Letzten Super-Kino-Dienstag verschlug es mich und einen Kumpel doch tatsächlich in den Film „Das Mädchen mit dem Perlenohrring”. Der Film lief in den meisten Kinos schon im Jahr 2004, bei unserem kleinen Provinzkino ist er aber erst vor einer Woche angelaufe, daher kommt mein Bericht für die Kinoversion erst so spät, aber naja, vielleicht hilft er ja einigen weiter, die auch an Provinzkinos gebunden sind oder sich die DVD-Version zulegen wollen, die wohl Mitte 2005 erscheinen wird.
2. Handlung
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Die 17-jährige Griet (Scarlett Johannson) muss von Zuhause ausziehen, um fortan als Magd bei der Familie Vermeer zu arbeiten. Der Familienvater, Johannes oder Jan Vermeer (Colin Firth), ist Maler und auf die Gunst seines Gönners van Ruijven (Tom Wilkinson) angewiesen, während er für das Heranschaffen des Geldes zuständig ist, ist seine Schwiegermutter (Judy Parfitt) sozusagen seine „Managerin”, verwaltet das Geld und kümmert sich um die Auftragsbeschaffung. Vermeers Frau Catharina (Essie Davis) ist mehr oder weniger die Kindermaschine der Familie, hat bereits sechs Kinder geboren und ist während des Films auch zwei mal schwanger.
Griets Aufgaben umfassen neben Waschen und Kochen auch die Reinigung von Vermeers Atelier und der Einkauf auf dem Markt. Das Atelier von Vermeer soll möglichst so geputzt werden, dass Griet nichts verrückt und alles exakt so auf dem Platz stehen lässt, wie es der Meister gestellt hat. Doch eines Tages „erdreistet” sich Griet einen Stuhl aus einer Bildvorlage des Meisters zu ziehen, da er die auf dem Bild dargestellte Frau ihrer Meinung nach zu sehr einenge (Vermeer entfernt daraufhin den Stuhl aus dem Bild), ein anderes mal inspieriert sie den Meister zu einem neuen Kunstwerk, das er ohne Auftrag eines Mäzänen anfertigt. Die Beziehung zwischen Magd und Meister wächst mit zunehmender Dauer des Films merklich, sie hilft ihm sogar beim mischen und zubereiten der Farben, was in der damaligen Zeit eine Wissenschaft für sich war. Während der vielen gemeinsamen Stunden fühlt man ein stets zunehmendes Knistern zwischen Meister und Magd...
Die zweite Begegnung mit einem männlichen Wesen findet auf dem Marktplatz statt: Der Fleischerssohn Pieter (Cillian Murphy) hat es Griet angetan und sie ist ihm auch sehr zugeneigt. Nun kommt aber etwas Bewegung in die ganze Sache: Vermeers Gönner van Ruijven will, dass Jan Griet auf der Leinwand verewigt – die letzte Magd, die van Ruijven für sein Privatkabinett haben wollte, hat dies ins Unglück gestürzt, denn die Abmachung beinhaltet nach van Ruijvens Dafürhalten auch die Entjungerung Griets, die sich aber aufgrund glücklicher Umstände vermeiden lässt. Natürlich ist Vermeer diese Abmachung nicht wirklich recht, denn auch er empfindet etwas für Griet, doch er muss diese um des Geldes Willen akzeptieren.
Für die letzte Auftragsarbeit van Ruijbens entdeckt Vermeer ein letztes Acessoir, das die Komposition Griets auf dem Bild perfekt macht: Der Perlenohrring seiner Frau, den er und die Schwiegermutter unter größter Geheimhaltung aus ihrem Schmuckkästchen entwenden müssen, denn diese würde ein Bildnis Griets nie akzeptieren...
3. Schauspieler
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Scarlett Johannson sieht „dem Mädchen mit dem Perlenohrring” recht ähnlich. Verhält sich anfangs glaubwürdig-schüchtern gegenüber Herrin und den anderen Mägden, doch im Lauf der Geschichte wird verkörpert sie ihren sozialen Aufstieg durch die enge Beziehung zu Jan Vermeer sehr gut. Irgendwie kommt es einem so vor, als würde sie von Szene zu Szene schöner wirken, besonders als sie in einer Szene die Haube abnimmt erscheint sie wunderschön.
Colin Firth hat mich persönlich sehr überrascht, erst spät erkannte ich ihn überhaupt, da er mir nur aus Kommödien wie „Bridget Jones” oder „Tatsächlich... Liebe” bekannt war. In „Das Mädchen mit dem Perlenohrring” zeigt er, dass er auch andere Rollen spielen kann, jedoch hätte ich mir in der Rolle des Jan Vermeer eine bessere Besetzung gewünscht, ein unbekanntes Gesicht hätte einen wohl weit weniger irritiert.
4. Fakten
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USA/GB 2004
Regie: Peter Webber
Drehbuch: Olivia Hettred
Länge: ca. 95 Minuten
Freigegeben ab 6 Jahren
http://www.girlwithapearlringmovie.com
5. Kritik
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Der Film ist nicht umsonst für die Oscars in den Kategorien „Beste Kamera”, „Beste Ausstattung” und „Bestes Kostümdesign” nominiert. Er lebt sozusagen von seiner Atmosphäre. Austattung und Kostümdesign haben mich im Kino von der ersten Minute an fasziniert – ich habe mich gefragt wie die Macher das Delft des 17ten Jahrhunderts so glaubwürdig herüberbringen konnten. Diese glaubwürdige Ruhe, die das ganze Setting ausstrahlt wird von den Schauspielern ebenfalls mitgetragen, wenn auch nicht immer 100 %ig, aber dennoch passen alle ganz gut in ihre Rollen.
Die Ruhe und Ausgewogenheit des Film spiegelt sich auch in der Story wieder, die auf große Wendungen oder Unvorhergesehenes komplett verzichtet – Auch dies kann man als Kunstgriff verstehen, denn jede gekünstelte Katastrophe hätte den Film wohl etwas unglaubwürdiger gemacht.
Besonders zu erwähnen wäre die Kameraführung, die den Film teilweise als Aufeinanderfolge von Kunstwerken erscheinen lässt. Die Lichteffekte und die Kameraeinstellungen sind bedacht so gewählt, dass man fast in den Bildern versinken könnte – Ein Lob an Regie und Kamera.
Die Musik spielt unaufdringlich im Hintergrund – Hauptsächlich Klavier, begleitet von Streichern und Flöte – immer passend, nie wirklich auffallend, aber dennoch perfekt.
6. Fazit
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Sehenswert ist der Film allemal, aber nicht für jeden. Wer seine Action haben will, der ist hier komplett an der falschen Stelle, auch große Tragödien passieren nicht – nein, dieser Film ist etwas für Freunde eines Films, in dessen Stimmung man regelrecht versinken kann und für historisch begeisterte. Die langsam fortschreitende und stimmungsvolle Story, die Glaubwürdigkeit con Charakteren und Schauplätzen und nicht zuletzt die bildhafte Kameraführung sorgen für eine Filmtiefe, die begeistert.
Vier von Fünf Sternen gibts von mir, da die Schauspieler zwar gut, aber nicht sehr gut in ihren Rollen agieren, die langsam fortschreitende Story bleibt etwas unter ihren Möglichkeiten, ist aber wie gesagt sehr stimmungsvoll, für die Stimmung und Atmosphäre hat sich „Das Mädchen mit dem Perlenohrring” auch die Empfehlung verdient.
20 Bewertungen, 1 Kommentar
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18.02.2005, 13:06 Uhr von Tris.
Bewertung: sehr hilfreichVon dem hab e ich nur ein Mal im Kino eine Vorschau gesehen, darunter konnte man sich allerdings so gar nichts vorstellen.
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