Harenberg Das Quiz des 20. Jahrhunderts Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von LosGatos
Wenn Quizshows nicht mehr ausreichen...
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Was mache ich mit meinen Webmiles? Irgendwann hatte auch ich mal über 2000 davon zusammen. Ich jedenfalls hatte nicht vor, auf das Inselchen zu sparen oder den hoffentlich nicht eintretenden Konkurs von WEBMILES abzuwarten. Was ich habe, das habe ich, dachte ich mir und entschloß mich somit, einen Teil meiner Webmiles auf den Kopf zu hauen. Aber wofür? Also so ein Zeitschriftenabo jedenfalls nicht. Denn Zeitschriften verstopfen den Briefkasten oder liegen ungelesen in der Wohnung herum. Und dann vergesse ich womöglich noch, das Abo rechtzeitig zu kündigen. Also vielleicht den Brillenständer? Dann hätte ich endlich einen Anlaufplatz für meine Brille. Aber ob ich die Disziplin hätte, sie auch wirklich darein zu hängen? Nein, zur Zeit ist doch ganz Deutschland im Quizfieber. Da könnte etwas Training nicht schaden. Denn vielleicht lädt mich Jauch oder Ulla-kackt-am-Ring (?) ja vielleicht doch mal ein, wenn ich noch 100mal anrufe.
HIER GEHT’S LOS
Um es kurz zu machen..:-)..meine Wahl fiel auf „Das Quiz des 20. Jahrhunderts\" zum stolzen Preis von 1150 Webmiles (entspricht 34,50 EURO). Hatte zwar eine gewisse Lieferzeit, aber letztendlich war es dann doch schneller da als angekündigt.
Das heißt, zuerst dachte ich, die hätten mir Ziegelsteine geschickt, denn der Karton mit allem, was man zum Spielen braucht, wiegt doch an die 3,5kg. Damit sei auch gleich der Hinweis verbunden, daß man das Spiel nicht mal so eben in die Einkaufstasche stecken kann, um es zu Freunden mitzunehmen (habe ich aber trotzdem schon gemacht).
WORAUS BESTEHT DAS SPIEL?
Wie die meisten Brettspiele besteht es zunächst aus einer ausklappbaren Spielfläche (Platzbedarf ca. 1m x 0,5m). Darauf sind die Jahreszahlen des 20. Jahrhunderts sequentiell kreisförmig angeordnet. Jede Jahreszahl entspricht einem Schritt (so wie die Straßen bei Monopoly). Einige Jahreszahlen stellen Glücksfelder dar und sind gelb hervorgehoben (z.B. 1969 - das Jahr der Mondlandung oder 1949 - Gründung der Bundesrepublik), andere symbolisieren Kriegsjahre (1. und 2. Weltkrieg sowie Balkankrieg), wo erschwerte Bedingungen gelten.
Das Spielbrett ist aus optischen Gründen mit bedeutenden Personen oder Bauwerken illustriert. So machen Marilyn, die Beatles oder Pele gleich Lust auf einen baldigen Spielbeginn.
Dazu gibt es 1200 illustrierte Quizkarten, auf denen jeweils 5 Fragen mit jeweils 3 Antworten (1 richtige, 2 falsche) stehen. Pro Spiel werden aber je nach Zahl der Mitspieler kaum mehr als 100 Karten benötigt, sodass für Abwechslung gesorgt ist. Die Quizkarten sind in 6 Kategorien (Farben) eingeteilt: Sport, Politik/Geschichte, Film/Fernsehen, Wissenschaft/Technik, Kultur und Gesellschaft/Unterhaltung. Dann gibt es natürlich Spielfiguren und Würfel (der Würfel hat die Besonderheit, daß anstelle der 6 ein Q darauf ist, weil dieses Q eine gewisse Jokerfunktion hat). Und schließlich gibt es noch Jetons mit unterschiedlichem Wert.
WER KANN MITSPIELEN? AUSGANGSSITUATION
Mitspielen können 2 bis 6 Personen im Alter von ca. 10-90 (lt. Aufdruck ab 12). Die Fragen beziehen sich, wie der Name des Spieles andeutet, auf das ganze Jahrhundert. Somit haben ältere Mitspieler theoretisch einen Vorteil, wenn sie bestimmte Ereignisse „miterlebt\" haben. Aber was gibt das liebe Gedächtnis schon her? Für Jüngere liegt der besondere Reiz dafür im hohen Lerneffekt. [Copyright LosGatos] Um es vorwegzunehmen: die Fragen sind im Schnitt deutlich schwerer als bei Jauch. Aber keiner muß sich gravierende Sorgen machen, wenn ein wandelndes Lexikon mitspielen sollte. Wissen ist nicht alles. Wie in jedem guten Spiel gibt es auch eine angemessene Glückskomponente, wodurch auch Schwächere gute Siegchancen haben.
Jeder Mitspieler erhält eine Spielfigur und eine gewisse Anzahl von Jetons (1x10, 3x5, 5x3). Alle starten im Jahr 1900. 6 beliebige Spielkarten werden zu Beginn mit der Bildseite nach oben in die Mitte des Spielfeldes gelegt. Die restlichen Karten liegen zum Nachfüllen auf dem Stapel bereit.
Auf den 5 Glücksfeldern werden zusätzliche Jetons deponiert.
Jeder würfelt einmal, der Spieler mit der höchsten Augenzahl (Q=6) fängt an.
SINN DES SPIELES UND SPIELDAUER
Gewonnen hat derjenige, der als erster genau das Jahr 2000 erreicht. Um vorwärtsziehen zu können, müssen Fragen richtig beantwortet werden. Dabei gibt es die Möglichkeit der spontanen Antwort (d.h. der Spieler beantwortet die Frage sofort) oder er läßt sich die 3 vorgegebenen Antworten vorlesen und wählt die richtige aus. Die spontane richtige Antwort wird mit 2 Punkten belohnt, die richtige Antwort nach Auswahl mit einem Punkt. Bei einer richtigen Antwort kann der Gefragte um die entsprechende Punktzahl vorrücken und „gewinnt\" die Quizkarte. Um das Vorrücken zu beschleunigen, können die Jetons als Multiplikatoren gesetzt werden (maximal 15). D.h. setzt ein Spieler Jetons im Wert von 15 und beantwortet er spontan richtig, darf er 30 Felder (Jahre) vorrücken. Erreicht ein Spieler das Jahr 2000, hat er das Spiel nur gewonnen, wenn er mindestens eine Quizkarte aus 4 verschiedenen Kategorien „gewonnen\" hat. Dadurch wird verhindert, daß sich jemand nur auf z.B. Sport oder Film spezialisiert.
Je nach Anzahl der Mitspieler dauert ein Spiel 30-120 Minuten (bei 6 Spielern wird es wohl etwas zäh).
BESCHREIBUNG DER RUNDE EINES SPIELERS (BEISPIEL)
Ein Spieler wählt eine der 6 offenliegenden Karten aus (er sieht Bild und Jahreszahl, die Jahreszahl ist aber häufig irreführend). Ein Fußballfan hat sicher nichts gegen eine gelbe Karte, wo Gerd Müller abgebildet ist. Dann kann er optional einen oder mehrere Jetons setzen (Gesamtwert maximal 15). Wenn der Spieler meint, er ist auf dem Wissensgebiet so fit, daß er die Frage spontan beantworten kann und setzt Jetons im Wert von 10, würde ihm die richtige Antwort 20 Punkte bringen. Steht er auf 1900 (Ausgangsposition), legt er die Jetons dann auf das Jahr 1920. Wenn er meint, er müsse sich die Frage vorlesen lassen, würde er nur die einfache Punktzahl, also 10, erhalten und setzt auf 1910. Dann wird gewürfelt. Die Frage, die der gewürfelten Augenanzahl entspricht (1-5) wird von einem Mitspieler vorgelesen. Dann kann der Spieler spontan antworten oder sich vorlesen lassen. Würfelt er Q, gilt die Frage automatisch als richtig beantwortet. Damit darf der Spieler vorrücken und ?gewinnt\" die Karte. Wenn in dem Feld, das er erreicht, Jetons liegen (entweder seine eigenen oder liegengebliebene Jetons) darf er diese kassieren (viele Jetons bedeuten mehr Möglichkeiten voranzukommen). Bei einer falschen Antwort bleiben die Jetons liegen, der Spieler bleibt stehen und die Quizkarte scheidet aus. Beispielfrage: Wie viele Tore schoss Gerd Müller bei der WM 1970 (6,8 oder 10?)
Bevor der nächste an die Reihe kommt, wird wieder auf 6 ausgelegte Karten vom Stapel aufgefüllt.
Das Würfeln eines Q kann sowohl Glück wie Unglück bedeuten. Glück insofern, weil dadurch Weiterkommen und Kartengewinn garantiert sind. Unglück, weil der Spieler sich hinsichtlich seiner Prognose verkalkulieren kann. Nämlich dann, wenn er auf Auswahlantwort und den Gewinn von Jetons aus war. Darin liegt ein Teil des Reizes dieses Spiels. Hat ein Spieler keine Jetons mehr, kommt er nur sehr langsam voran, es sei denn, er kann liegengebliebene Jetons dazugewinnen.
Ebenso kann es von Nachteil sein, wenn kurz vor dem Ziel, Q gewürfelt wird. Dann würde der Spieler über das Ziel 2000 hinausschießen und muß trotz richtiger Antwort stehen bleiben.
SONDERRUNDEN
Besondere Bedingungen liegen vor, wenn sich der Spieler im Kriegsfeld befindet. Dann darf er keine Jetons setzen (langsames Vorankommen).
Kommt ein Spieler am Ende seines Zuges auf eines der 5 Glücksfelder, erhält er den dort zu Beginn deponierten Jetons, falls noch vorhanden. Außerdem löst er eine Bonusrunde aus. Dazu würfelt er. Bei Q kann er sich eine Zahl aussuchen. Dann werden die Fragen der noch offenliegenden Karten vorgelesen und immer noch an den Spieler gerichtet, der das Glücksfeld erreicht hatte. Kann er die Fragen spontan innerhalb einer Minute beantworten, rückt er pro richtige Antwort um die gewürfelte Augenzahl vor. Somit kann eine Bonusrunde bis zu 25 zusätzliche Felder (Jahre) bringen.
Schließlich gibt es noch die Risikorunde, die aber der auslösende Spieler auch ablehnen kann. Eine Risikorunde kann dann ausgelöst werden, wenn ein Spieler am Anfang oder Ende seines Zuges auf einem Feld steht, das einer Jahreszahl entspricht, welche auf einer der offenliegenden Karten steht. Bei einer Risikorunde wählt der auslösende Spieler für jeden Mitspieler eine der ausliegenden Karten aus. Dazu würfelt jeder Mitspieler, um die Frage auszuwählen. Kann der Mitspieler die Frage spontan beantworten, darf er um seine Augenzahl vorrücken. Weiß er die Antwort nicht, rückt derjenige vor, der die Risikorunde ausgelöst hat. Q bedeutet dabei Augenzahl 6 und Frage richtig beantwortet.
WO IST DAS SPIEL ERHÄLTLICH?
Das Spiel gibt es wie bereits erwähnt bei Webmiles für 1150 von denselbigen. Es stammt aus dem Harenberg-Verlag und hat dort Artikel-Nummer 3-611-00444-8. Damit ist es sicher auch woanders erhältlich.
FAZIT
Das schöne an dem Spiel ist, daß man es auch zu zweit spielen kann. Dann dauert es auch nicht so lange. Die Fragen sind nicht gerade leicht. Am wenigsten liegen mir selbst Kultur und Wissenschaft/Technik (und daß, obwohl ich zu letzterer Berufsgruppe gehöre). Durch die große Anzahl an Quizkarten bleibt das Spiel lange interessant. Und man kann sehr viel dabei lernen. Vielleicht reicht’s ja doch mal für den Ernstfall bei Jauch :-)
Copyright LosGatos
Erstveröffentlichung 17.4. 2001
Veröffentlicht bei Dooyoo, Ciao, eComments, YOPI, Talk-On
HIER GEHT’S LOS
Um es kurz zu machen..:-)..meine Wahl fiel auf „Das Quiz des 20. Jahrhunderts\" zum stolzen Preis von 1150 Webmiles (entspricht 34,50 EURO). Hatte zwar eine gewisse Lieferzeit, aber letztendlich war es dann doch schneller da als angekündigt.
Das heißt, zuerst dachte ich, die hätten mir Ziegelsteine geschickt, denn der Karton mit allem, was man zum Spielen braucht, wiegt doch an die 3,5kg. Damit sei auch gleich der Hinweis verbunden, daß man das Spiel nicht mal so eben in die Einkaufstasche stecken kann, um es zu Freunden mitzunehmen (habe ich aber trotzdem schon gemacht).
WORAUS BESTEHT DAS SPIEL?
Wie die meisten Brettspiele besteht es zunächst aus einer ausklappbaren Spielfläche (Platzbedarf ca. 1m x 0,5m). Darauf sind die Jahreszahlen des 20. Jahrhunderts sequentiell kreisförmig angeordnet. Jede Jahreszahl entspricht einem Schritt (so wie die Straßen bei Monopoly). Einige Jahreszahlen stellen Glücksfelder dar und sind gelb hervorgehoben (z.B. 1969 - das Jahr der Mondlandung oder 1949 - Gründung der Bundesrepublik), andere symbolisieren Kriegsjahre (1. und 2. Weltkrieg sowie Balkankrieg), wo erschwerte Bedingungen gelten.
Das Spielbrett ist aus optischen Gründen mit bedeutenden Personen oder Bauwerken illustriert. So machen Marilyn, die Beatles oder Pele gleich Lust auf einen baldigen Spielbeginn.
Dazu gibt es 1200 illustrierte Quizkarten, auf denen jeweils 5 Fragen mit jeweils 3 Antworten (1 richtige, 2 falsche) stehen. Pro Spiel werden aber je nach Zahl der Mitspieler kaum mehr als 100 Karten benötigt, sodass für Abwechslung gesorgt ist. Die Quizkarten sind in 6 Kategorien (Farben) eingeteilt: Sport, Politik/Geschichte, Film/Fernsehen, Wissenschaft/Technik, Kultur und Gesellschaft/Unterhaltung. Dann gibt es natürlich Spielfiguren und Würfel (der Würfel hat die Besonderheit, daß anstelle der 6 ein Q darauf ist, weil dieses Q eine gewisse Jokerfunktion hat). Und schließlich gibt es noch Jetons mit unterschiedlichem Wert.
WER KANN MITSPIELEN? AUSGANGSSITUATION
Mitspielen können 2 bis 6 Personen im Alter von ca. 10-90 (lt. Aufdruck ab 12). Die Fragen beziehen sich, wie der Name des Spieles andeutet, auf das ganze Jahrhundert. Somit haben ältere Mitspieler theoretisch einen Vorteil, wenn sie bestimmte Ereignisse „miterlebt\" haben. Aber was gibt das liebe Gedächtnis schon her? Für Jüngere liegt der besondere Reiz dafür im hohen Lerneffekt. [Copyright LosGatos] Um es vorwegzunehmen: die Fragen sind im Schnitt deutlich schwerer als bei Jauch. Aber keiner muß sich gravierende Sorgen machen, wenn ein wandelndes Lexikon mitspielen sollte. Wissen ist nicht alles. Wie in jedem guten Spiel gibt es auch eine angemessene Glückskomponente, wodurch auch Schwächere gute Siegchancen haben.
Jeder Mitspieler erhält eine Spielfigur und eine gewisse Anzahl von Jetons (1x10, 3x5, 5x3). Alle starten im Jahr 1900. 6 beliebige Spielkarten werden zu Beginn mit der Bildseite nach oben in die Mitte des Spielfeldes gelegt. Die restlichen Karten liegen zum Nachfüllen auf dem Stapel bereit.
Auf den 5 Glücksfeldern werden zusätzliche Jetons deponiert.
Jeder würfelt einmal, der Spieler mit der höchsten Augenzahl (Q=6) fängt an.
SINN DES SPIELES UND SPIELDAUER
Gewonnen hat derjenige, der als erster genau das Jahr 2000 erreicht. Um vorwärtsziehen zu können, müssen Fragen richtig beantwortet werden. Dabei gibt es die Möglichkeit der spontanen Antwort (d.h. der Spieler beantwortet die Frage sofort) oder er läßt sich die 3 vorgegebenen Antworten vorlesen und wählt die richtige aus. Die spontane richtige Antwort wird mit 2 Punkten belohnt, die richtige Antwort nach Auswahl mit einem Punkt. Bei einer richtigen Antwort kann der Gefragte um die entsprechende Punktzahl vorrücken und „gewinnt\" die Quizkarte. Um das Vorrücken zu beschleunigen, können die Jetons als Multiplikatoren gesetzt werden (maximal 15). D.h. setzt ein Spieler Jetons im Wert von 15 und beantwortet er spontan richtig, darf er 30 Felder (Jahre) vorrücken. Erreicht ein Spieler das Jahr 2000, hat er das Spiel nur gewonnen, wenn er mindestens eine Quizkarte aus 4 verschiedenen Kategorien „gewonnen\" hat. Dadurch wird verhindert, daß sich jemand nur auf z.B. Sport oder Film spezialisiert.
Je nach Anzahl der Mitspieler dauert ein Spiel 30-120 Minuten (bei 6 Spielern wird es wohl etwas zäh).
BESCHREIBUNG DER RUNDE EINES SPIELERS (BEISPIEL)
Ein Spieler wählt eine der 6 offenliegenden Karten aus (er sieht Bild und Jahreszahl, die Jahreszahl ist aber häufig irreführend). Ein Fußballfan hat sicher nichts gegen eine gelbe Karte, wo Gerd Müller abgebildet ist. Dann kann er optional einen oder mehrere Jetons setzen (Gesamtwert maximal 15). Wenn der Spieler meint, er ist auf dem Wissensgebiet so fit, daß er die Frage spontan beantworten kann und setzt Jetons im Wert von 10, würde ihm die richtige Antwort 20 Punkte bringen. Steht er auf 1900 (Ausgangsposition), legt er die Jetons dann auf das Jahr 1920. Wenn er meint, er müsse sich die Frage vorlesen lassen, würde er nur die einfache Punktzahl, also 10, erhalten und setzt auf 1910. Dann wird gewürfelt. Die Frage, die der gewürfelten Augenanzahl entspricht (1-5) wird von einem Mitspieler vorgelesen. Dann kann der Spieler spontan antworten oder sich vorlesen lassen. Würfelt er Q, gilt die Frage automatisch als richtig beantwortet. Damit darf der Spieler vorrücken und ?gewinnt\" die Karte. Wenn in dem Feld, das er erreicht, Jetons liegen (entweder seine eigenen oder liegengebliebene Jetons) darf er diese kassieren (viele Jetons bedeuten mehr Möglichkeiten voranzukommen). Bei einer falschen Antwort bleiben die Jetons liegen, der Spieler bleibt stehen und die Quizkarte scheidet aus. Beispielfrage: Wie viele Tore schoss Gerd Müller bei der WM 1970 (6,8 oder 10?)
Bevor der nächste an die Reihe kommt, wird wieder auf 6 ausgelegte Karten vom Stapel aufgefüllt.
Das Würfeln eines Q kann sowohl Glück wie Unglück bedeuten. Glück insofern, weil dadurch Weiterkommen und Kartengewinn garantiert sind. Unglück, weil der Spieler sich hinsichtlich seiner Prognose verkalkulieren kann. Nämlich dann, wenn er auf Auswahlantwort und den Gewinn von Jetons aus war. Darin liegt ein Teil des Reizes dieses Spiels. Hat ein Spieler keine Jetons mehr, kommt er nur sehr langsam voran, es sei denn, er kann liegengebliebene Jetons dazugewinnen.
Ebenso kann es von Nachteil sein, wenn kurz vor dem Ziel, Q gewürfelt wird. Dann würde der Spieler über das Ziel 2000 hinausschießen und muß trotz richtiger Antwort stehen bleiben.
SONDERRUNDEN
Besondere Bedingungen liegen vor, wenn sich der Spieler im Kriegsfeld befindet. Dann darf er keine Jetons setzen (langsames Vorankommen).
Kommt ein Spieler am Ende seines Zuges auf eines der 5 Glücksfelder, erhält er den dort zu Beginn deponierten Jetons, falls noch vorhanden. Außerdem löst er eine Bonusrunde aus. Dazu würfelt er. Bei Q kann er sich eine Zahl aussuchen. Dann werden die Fragen der noch offenliegenden Karten vorgelesen und immer noch an den Spieler gerichtet, der das Glücksfeld erreicht hatte. Kann er die Fragen spontan innerhalb einer Minute beantworten, rückt er pro richtige Antwort um die gewürfelte Augenzahl vor. Somit kann eine Bonusrunde bis zu 25 zusätzliche Felder (Jahre) bringen.
Schließlich gibt es noch die Risikorunde, die aber der auslösende Spieler auch ablehnen kann. Eine Risikorunde kann dann ausgelöst werden, wenn ein Spieler am Anfang oder Ende seines Zuges auf einem Feld steht, das einer Jahreszahl entspricht, welche auf einer der offenliegenden Karten steht. Bei einer Risikorunde wählt der auslösende Spieler für jeden Mitspieler eine der ausliegenden Karten aus. Dazu würfelt jeder Mitspieler, um die Frage auszuwählen. Kann der Mitspieler die Frage spontan beantworten, darf er um seine Augenzahl vorrücken. Weiß er die Antwort nicht, rückt derjenige vor, der die Risikorunde ausgelöst hat. Q bedeutet dabei Augenzahl 6 und Frage richtig beantwortet.
WO IST DAS SPIEL ERHÄLTLICH?
Das Spiel gibt es wie bereits erwähnt bei Webmiles für 1150 von denselbigen. Es stammt aus dem Harenberg-Verlag und hat dort Artikel-Nummer 3-611-00444-8. Damit ist es sicher auch woanders erhältlich.
FAZIT
Das schöne an dem Spiel ist, daß man es auch zu zweit spielen kann. Dann dauert es auch nicht so lange. Die Fragen sind nicht gerade leicht. Am wenigsten liegen mir selbst Kultur und Wissenschaft/Technik (und daß, obwohl ich zu letzterer Berufsgruppe gehöre). Durch die große Anzahl an Quizkarten bleibt das Spiel lange interessant. Und man kann sehr viel dabei lernen. Vielleicht reicht’s ja doch mal für den Ernstfall bei Jauch :-)
Copyright LosGatos
Erstveröffentlichung 17.4. 2001
Veröffentlicht bei Dooyoo, Ciao, eComments, YOPI, Talk-On
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