Harenberg Das Quiz des 20. Jahrhunderts Testbericht

No-product-image
ab 8,04
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003

5 Sterne
(0)
4 Sterne
(2)
3 Sterne
(0)
2 Sterne
(0)
1 Stern
(0)
0 Sterne
(0)

Erfahrungsbericht von Diescher

Wo fanden 1992 die Olympischen Winterspiele statt?

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

In Albertville.

Mit der Beantwortung dieser Frage hatte ich bei einer Verlosung im Radio gewonnen. Ein paar Tage später konnte ich ein Paket in Empfang nehmen. Zuerst war ich von der Größe und dem Gewicht überrascht, aber das Schleppen lohnte sich.

Es handelt sich nicht um ein typisches Quizspiel wie „Trivial Pursuit“ oder – aktuell – „Wer wird Millionär?“ Es kommen ein gehörige Portion Taktik, Risiko und Würfel-Glück hinzu.

Das Spiel ist für 2 bis 6 Personen ab 12 Jahre. Die Spieldauer ist mit 60 bis 90 Minuten angegeben. Wenn man zu zweit spielt, dauert es meist 45 Minuten. Was es genau kostet, kann ich leider nicht sagen. Ich weiß, dass man es gegen ungefähr 1150 Webmiles eintauschen kann. Erhältlich ist es überall im Spielehandel.


ZUBEHÖR

Es besteht aus einem Spielplan, auf dem das gesamte 20. Jahrhundert in Form eines „Q“ aufgedruckt ist. Jedes Segment steht für ein Jahr (1900 als Start bis 2000 als Ziel). Dabei fällt auf, dass die Felder 1914 bis 1918 (Erster Weltkrieg), 1939 bis 1945 (Zweiter Weltkrieg) und 1992 bis 1995 (Balkankrieg) grau untermalt sind.

Andere Felder wiederum: 1927 (Goldene 20er), 1949 (Gründung der Bundesrepublik), 1957 (Aufbruch in den Weltraum), 1969 (erster Mensch auf dem Mond) uns 1989 (Fall der Mauer) sind gelb unterlegt. Das sind sie so genannten Glücksfelder. Zu der Bedeutung dieser farblichen Hervorhebungen komme ich später. Umgeben ist das „Q“ von Bildern zahlreicher Ereignisse eben dieses Jahrhunderts.

Weiterhin gehören zum Spiel 1200 Quizkarten mit jeweils 5 Fragen. Auf der Forderseite ist farblich die Kategorie gekennzeichnet, eine Jahreszahl angegeben und ein passendes Bild zum Thema. Insgesamt gibt es 6 Kategorien (Politik und Geschichte; Gesellschaft und Unterhaltung; Natur, Wissenschaft und Technik; Kultur; Film und Fernsehen; Sport und Freizeit).

Die Rückseiten enthalten die Fragen. Der Schwierigkeitsgrad steigt mit der zunehmenden Zahl. Zu den 5 Fragen gibt es jeweils 3 Antwortmöglichkeiten, wobei die richtige Antwort fettgedruckt ist.

Dann gibt es noch Jetons mit 3 verschiedenen Werten (3, 5 und 10 Punkte) sowie die Spielfiguren, die sehr verständlich erklärten und übersichtlichen Spielregeln und einen Würfel bei dem die „6“ durch ein „Q“ ersetzt wurde. Daher stehen auch nur 5 Fragen auf den Karten. Wird dieses „Q“ gewürfelt gilt die Frage automatisch als beantwortet.


VOR DEM SPIEL

Jeder Mitspieler wählt eine Farbe aus und setzt seine Spielfigur auf das Feld 1900. Zusätzlich erhält er eine genaue Anzahl der Jetons, die er während des Spieles einsetzen kann. Auf die gelb untermalten Felder des Spielfeldes werden ebenfalls Jetons verteilt, deren Wert genauestens in der Spielanleitung beschrieben ist. Ich vergesse jedes Mal, wo welcher Jeton hingehört, muss also immer wieder nachsehen.

Die Fragekarten werden bunt gemischt, also von jeder Kategorie Karten in den Stapel nehmen! Je nachdem wie viele Mitspieler gefunden werden, braucht man bis zu 120 Karten (Schätz ich mal, da ich noch nie mit mehr als 4 Leuten gespielt habe). Bei der Auswahl von 1200 Karten ist somit für reichlich Abwechslung gesorgt. In den Jahren, die ich dieses Spiel habe, entdecke ich immer wieder Karten, die noch nie im Spiel waren. Das Auswendiglernen der Antworten ist somit auch nicht einfach.

Sechs der Karten werden mit den Bildern nach oben in die Mitte des „Q“ gelegt. In der Regel besteht zwischen Bild und Jahreszahl ein Zusammenhang. Man kann sich aber auch reichlich verschätzen. Ebenso kommt es vor, dass man mit einem Bild überhaupt nichts anfangen kann. Mir geht es meist so bei berühmten Persönlichkeiten / Sportlern zu Anfang des Jahrhunderts.


DAS SPIELEN

Der Spieler, der die höchste Zahl würfelt darf beginnen. Er wählt eine der in der Mitte liegenden Karten aus. Eine, wo er meint, dass er etwas zu dem Thema sagen kann. Sollten keine passenden Karten dabei sein, muss man hoffen, das ein „Q“ gewürfelt wird oder sich vielleicht doch eine leichte Frage auf der Rückseite verbirgt. Die 3 Antwortmöglichkeiten bleiben auch noch. „Aussetzen“ oder der Gleichen gibt es nicht.

Nach dem Setzen der Jetons (keine Pflicht) wird gewürfelt. Der Würfel entscheidet, welche der 5 Fragen auf der Rückseite zu beantworten ist. Vorgelesen wird die Frage von dem linken Nachbarn. Nun kann der Spieler entscheiden, ob der die Frage sofort beantwortet, oder sich die 3 Antwortmöglichkeiten vorgeben lässt. Bei einer spontanen richtigen Antwort bekommt der Spieler zwei Punkte, bei überlegtem Antworten, also nach dem Verlesen der 3 Möglichkeiten, wird die richtige Antwort mit einem Punkt honoriert. Außerdem wird dem Spieler die Karte ausgehändigt. Um diese Punktzahl darf der Spielstein versetzt werden.

Bei einer falschen Antwort darf der Spieler nicht weiterziehen und die Karte wird auf einen gesonderten Stapel gelegt.

Wird das „Q“ gewürfelt, gilt die Frage als spontan beantwortet und der Spieler darf zwei Felder weiterziehen.

Das leere Feld in der Mitte des „Q“ wird mit einer neuen Karte aufgefüllt und der Nächste ist an der Reihe.


- Die Jetons-

Bevor gewürfelt wird, kann der Spieler einen seiner Jetons setzten. Diese können dabei helfen, schneller ans Ziel zu kommen, da der auf dem Jeton angegebene Wert mit der Punktzahl für die Beantwortung der Frage multipliziert wird. Um die Anzahl dieser Punkte darf der Spielstein nach vorn ziehen. Die Jetons müssen nicht gesetzt werden. Zu empfehlen ist es, wenn der Spieler glaubt, sich sehr gut auszukennen.

Die gesetzten Jetons werden auf das Feld gelegt, dass der Spieler zu erreichen glaubt. Kommt er tatsächlich dahin, bekommt er den eingesetzten Jeton zurück, ansonsten bleibt er liegen und darf von demjenigen einkassiert werden, der als nächster das Feld erreicht.

Das „Q“ kann in solchen Situationen die Pläne des Spielers ganz schön durchkreuzen. Wenn er zum Beispiel eine „überlegte Antwort“ angenommen hat und einen 10-er Jeton gesetzt hat, glaubt er 10 Jahreszahlen weiterziehen zu dürfen, wenn er die Frage nach dem Vorlesen der Antwortmöglichkeiten richtig beantwortet. Kommt nun ein „Q“, darf er zwar 20 Felder ziehen, doch sein Jeton ist verloren. So selten ich bei „Mensch ärgere Dich nicht“ eine „6“ würfele – hier ist mir diese „Panne“ schon des Öfteren passiert.


- Glücksfelder -

Kommt ein Spieler auf ein gelbes Feld, darf er zunächst den dort liegenden Jeton nehmen. Danach muss er würfeln und hat 60 Sekunden lang Zeit, die erwürfelte Frage der noch auf dem Spielfeld liegenden Karten zu beantworten. Bei einem „Q“ kann er die Frage selbst aussuchen. Ziehen darf er hier um den Wert der richtig und spontan beantworteten Frage. So also bei Frage 4 um 4 Felder.

- Graue Unglücksfelder -

Krieg bedeutet Unheil, warum sollte das bei einem Spiel anderes sein. In diesem Fall heißt das, dass ein Spieler keine Jetons einsetzen darf und damit sehr viel langsamer vorankommt. Es sollte also immer versucht werden, diese Felder unter Zuhilfenahme der Jetons von vornherein zu überspringen, sonst ist man schnell abgehängt.


- Risikorunde -

Steht oder kommt ein Spieler auf ein Feld dessen Jahreszahl mit der einer offenliegenden Karte übereinstimmt, wird eine Risikorunde gespielt. Jeder Mitspieler muss dann eine Frage der in der Mitte liegenden Karten. Gemein: derjenige, der die Risikorunde eröffnet, darf die Karte zuweisen. Wird die Frage richtig beantwortet, darf gezogen werden wie gewohnt. Bei einer falschen Antwort darf „der Gemeine“ entsprechend weiterziehen.


SPIELENDE

Gewonnen hat der Spieler der zuerst das Jahr 2000 erreicht. Dabei ist zu beachten, dass die „2000“ genau getroffen werden muss, also wie bei „Mensch ärgere Dich nicht“, wenn die Männchen nach Hause gebracht werden.

Außerdem muss der Spieler Karten aus mindestens 4 Kategorien nachweisen. Kann er dies nicht, muss er zurück ins Jahr 1975 und sein Glück erneut versuchen. Das kann sehr ärgerlich sein, wenn dann auf der Zielgeraden noch jemand vorbeihuscht und stolz ins Ziel marschiert.



Wer sein Allgemeinwissen auffrischen oder erweitern möchte, dem sei das Spiel wärmstens empfohlen. Spielend lernen ist doch auch für Kinder viel schöner als die Nase in langweilige Schulbücher zu stecken.

Viel Spaß beim Ausprobieren wünscht
Diescher

14 Bewertungen, 1 Kommentar

  • anonym

    11.05.2002, 19:39 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    krassssses spiel !...einen schönen Samstag noch [cu Fredyy]