Das Schwarze Album - Böhse Onkelz Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Summe aller Bewertungen
- Cover-Design:
- Klangqualität:
Erfahrungsbericht von helden_gesucht
Willkommen im schwarzen Reich der Onkelz
Pro:
Sound, Melancholie in allen Farben, der zweite Teil eines klasse Pseudo-Doppelalbums, klasse Lieder
Kontra:
nichts
Empfehlung:
Ja
Vorwort
======
Nachdem vor einiger Zeit schon mein Bericht zum „Weissen Album“ von den Böhsen Onkelz hier bei Yopi erschienen ist, möchte ich jetzt den zweiten Teil, das „Schwarze Album“ nachziehen. Beide ergeben gewissermaßen eine Einheit, da beide aus dem selben Jahr stammen, allerdings separat erschienen.
Bandgeschichte.
Die Band
=======
Um die gesamte Geschichte der Onkelz aufzuführen dazu müsste hier wohl eine eigene Rubrik eingerichtet werden. Kaum eine andere Band hat so viele Höhen und Tiefen durchlebt wie die Deutschrocker. Deshalb nur einpaar kurze Facts.
In ihren Anfangsjahren kamen die Onkelz vor allem in der rechtsextremen Szene zu Ruhm. Aus diesen Jahren stammen Lieder wie „Judenstaat“ oder „Skinhead“, welche eine eindeutige Sprache sprechen. So wurde ihr erstes Studioalbum „Der Nette Mann“ (1984) verboten und es hagelte Auftrittsverbote, wegen gewaltverherrlichenden Texten und der Idealisierung des Nationalsozialismus. Jedoch meine Meinung ist die, es ist Auslegungssache. Man kann, wenn man will, in jeden Text das reininterpretieren, was man gern lesen würde und was man durch Vorurteile bereits über eine Band zu wissen meint. Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass manche Menschen schon beim bloßen Namen „Böhse Onkelz“ an Rechtsextremismus denken und einen schon verurteilen. Dabei kann sich ein Außenstehender kaum ein Urteil über die Band machen. Die Texte klingen recht hart. Das gebe ich zu, jedoch das liegt am sozialen Umfeld aus denen sie stammen. Kevins Familie zerbrach an der Alkoholsucht und Stephan arbeitete in einer Kneipe, die an den Puff seines Vaters gekoppelt war. Außerdem hatte er mit 17 schon Schulverbot für alle Schulen in Hessen. Und schon bald hatten sie ihren schlechten Ruf weg. Als sie ´85 „Böse Menschen – Böse Lieder“ auf den Markt bringen und diese eigentlich postwendend indiziert wird, bekommen sie für dieses Kracheralbum und das nächste keinen einzigen Pfennig. Kevin driftet langsam aber sicher in die Drogensucht ab. Dieser Fakt wird von der Presse immer wieder ausgeschlachtet, jedoch stopfen die Fans der Presse den Mund mit einem fünften Platz in den Albumcharts. Ab nun sollte es bergaufwärts gehen. Einladungen zu diversen „Gegen Rechts“ – Konzerten kamen und auch der kommerzielle Erfolg mit dem Album „E.I.N.S.“...
Soviel zur Band
Kevin Russell (Leadgitarre/Vocals)
Matthias Röhr (Gitarre)
Stefan Weidner (Bass/Vocals/Keyboards)
Peter Schorowsky (Schlagzeug)
Das Album
========
Auch hier ist, wie der Name schon vermuten lässt, das gesamte Album komplett in schwarz gehalten. Schwach kann man dennoch „Böhse Onkelz“ auf dem Cover lesen.
Auf der Rückseite ist ebenso wie beim „Weissen Album“ die Tracklist in Form einer Spirale aufgeführt. Die enge Verwandtschaft mit dem „Weissen Album“ wird auch klar, wenn man bemerkt, dass die Tracks hier erst mit der Zahl 13 beginnen. Auf dem Cover befinden sich dazu noch einige merkwürdige Zeichen, welche als Blindenschrift identifiziert werden können. Sie sollen auch den \"Blinden\" unter und den Weg weisen.
Tracklist
=======
#13 Erkennen Sie Die Melodie
#14 Wenn Wir Einmal Engel Sind
#15 So Geht’s Dir (Deine Hölle)
#16 Der Himmel Kann Warten
#17 Ich Bin Wie Ich Bin
#18 Das Messer Und Die Wunde
#19 1000 Fragen
#20 Ich Bin Du
#21Worte Der Freiheit
#22 Das Rätsel Des Lebens
#23 Baja
...und die Tracks im Einzelnen
======================
> Erkennen Sie Die Melodie < - Im Opener stellen die Onkelz mal die Frage: „Erkennen sie die Melodie?“ Dunkles, E-Saiten-Intro-Riff und dann geht es ab mit treibendem Beat und Kevins rauer Kämpferstimme. „Dieses Lied vergesst es nie, denn das was wir euch hier geben, sind die Lieder eurer Leben“ Der Song bildet einen nette Überleitung von dem doch recht harmonisch und ruhig angehauchtem „Weissen Album“ zum „Schwarzen Album“.
(5/5) -> (4:07)
> Wenn Wir Einmal Engel Sind < - Dieser Song ist einer der „sanfteren“ der Onkelz, jedenfalls im musikalischen Sinne. Jedoch auch hier nur das Intro, danach geht’s wieder in voller Partymanier zu Tisch. „Ja ich bin schuldig. Ich habe es getan. Ich habe sie verdorben und das war nicht das erste Mal...“ so und noch viel weiter geht es mal wieder nur um eins: Knoppers, Knoppers und nochmals Knoppers. Um den Satz oben noch zu vervollständigen: „..., dann fick ich dich im Fliegen.“. Ein großartiger Partysong von einer Seite, die man von den Onkelz nicht ganz so oft zu hören bekommt.
(5/5) -> (4:04)
> So geht’s Dir (Deine Hölle) < - Hier herrschen nun wieder eher dunklere, härtere Riffs vor. Die Onkelz schaffen es wirklich, sich mit manchen Songs neu zu entdecken, denn der Song ist nun gar nicht so in Onkelz-Manier. Selbst die selbsternannte „Bombe im Arschloch der Schöpfung“ war noch nie so aggressiv, dunkel und bedrohlich im musikalischen Sinne unterwegs. Doch obwohl der Track nur so vor harten Sounds und unregelmäßigen Beats strotzt, passt es doch irgendwo auch wieder. Einfach wieder ein genialer Song.
(5/5) -> (3:13)
> Der Himmel Kann Warten < - Der Song müsste allerdings auch den Nicht-Onkelz-Fans ein Begriff sein. Einer der wenigen Songs mit Accousticgitarren. Eine sehr verträumte Melodie, dazu ein kleiner, aber feiner Schlagzeugbeat und die Reibeisenstimme von Kevin – fertig ist eine grandiose, leicht depressive Ballade über den Sinne des Lebens, die Vergänglichkeit und dem Festhalten am Leben, auch wenn nur noch wenig existiert, für das es sich lohnt zu leben. Dieser Song hat mir persönlich schon verdammt oft geholfen aus so manchem Depri-Loch herauszufinden. Aber das ist ein anderes Thema.
(5/5) -> (4:19)
> Ich Bin Wie Ich Bin < - Fast ebenso wie der letzte Song war, so sanft beginnt auch dieser Song. Eher ruhig und gediegen. Die Onkelz packen wiedermal ihr Lieblingsthema aus: ihr Leben und Individualität. Auch muss einfach wiedereinmal das Wort „Scheiße“ im Song sein. Das macht einfach den Onkelz-Charakter aus. Kein Blatt vor dem Mund und immer frei Schnauze. Allerdings lang nicht so wild wie man es sich vielleicht vorstellen würde. Werden die 4 alt? Nein, das sicher nicht. Die ham noch lang nicht genug.
(5/5) -> (4:51)
> Das Messer Und Die Worte < - Dieser Song ist wieder ein dunkles Zeugnis, wozu die 4 Frankfurter im Stande sind. Dunkel hier allerdings nicht im Sinne von schlecht, sondern von dunkel wie bös und ungemein treffend. Naja Täter sind schon die Schuldigen, allerdings können sich Opfer auch wehren, und wer das nicht tut, ist selber schuld.
(5/5) -> (3:18)
> 1000 Fragen < - Hier ein eher philosophischer Track. Wer weiß, wann Kevin dieser Text eingefallen ist, vielleicht eines nachts im Schlaf oder einmal im Dillierium, auf jeden Fall schon die Frage „Woher weiß der Wind wohin er weht? Woher weiß der Schmerz, wann er kommt und wann er geht?“ zeugt vom geistigen Vermögen Kevins, der ja fast alle Texte schreibt.
(5/5) -> (5:02)
> Ich Bin Du < - Ein sehr rockiges, rhythmisches Riffchen führt in den Track ein. Und so smooth geht es durch den ganzen Song. Spontan würde ich sagen, es geht um einen Schizophrenen, der mit seiner guten bzw. bösen Seite spricht. Das ist nun wieder ein Thema, das mich brennend interessiert, da solche Menschen manchmal größeren Durchblick haben in Dingen, die wir „Normalos“ nur aus einer Perspektive sehen.
(5/5) -> (3:39)
> Worte Der Freiheit < - Bass- Schlagzeugintro, dann Staccatotöne und lang ausklingende Chords. „Guten Tag, ich bin die Freiheit...“ so die ersten Worte von Kevin. Der Song ist uns (ja ich bin einer) „Ossis“ gewidmet. Man muss schon noch sagen, dass es eine gewisse Ost/West-Teilung in Deutschland gibt und gerecht ist es garantiert nicht. Den ganzen Song aufzuarbeiten, wäre jetzt wohl ein seitenfüllendes Unterfangen, einfach mal reinhören, denn der Song ist einfach eine Wucht. Stimm- und wortgewaltig.
(5/5) -> (5:29)
> Das Rätsel Des Lebens < - Manchmal ist das Leben wirklich ein Rätsel, das man einfach nicht versteht. Der Track geht von der ersten Minute an ab wie das sprichwörtliche Zäpfchen. „Meine Schwester ist das Leben, mein Vater ist der Tod“ – wer noch einen Auszug haben möchte, im Profil von Jayn steht der „Refrain“ als Lebensmotto. Einfach ein geniales Stückchen Musik, das von Anfang bis Ende sehr durchdacht und einfach nur genial klingt.
(5/5) -> (3:36)
> Baja < - Dieses Instrumental rundet den zweiten Teil des inoffiziellen Doppelalbums stilgerecht ab. Baja scheint irgendetwas mit dem Meer, Walen und dieser ganzen Rubrik zu tun zu haben. Jedenfalls ist der Song in dem Stile gehalten. Mathias übernimmt mit seiner Gitarre die meiste Zeit die Stimme, aber hier haben die 4 Jungs auch neue Sachen ausprobiert und bisschen am Sythesiser rumgespielt. Ein fließender Übergang zwischen hart und zart folgt ebenso logisch wie die Instrumentenfolge (E-Gitarre = hart; Accousticgitarre = zart).
Im Hintergrund klatschen die Hölzer aufs Schlagzeug und noch eine Gitarre brummt sich ihren Weg durch die Nacht. Wie gesagt ich hab noch nicht in Erfahrung bringen könne, was „Baja“ bedeutet, aber es könnte etwas spanisches sein... auf jeden Fall geiler Trk zum Abschluss.
(5/5) -> (8:54)
Fazit
====
Das „Schwarze Album“ stellt eher die düstere Seite der Frankfurter in den Vordergrund. Alle Songs basieren auf diesem dunklen Morast aus Trauer, Wut und Magie. Einziger Ausreißer ist hier „Wenn Wir Einmal Engel Sind“, aber ein Partylied kann nicht eine ganze Platte beeinflussen.
Zwar steht der Silberling nicht im direkten Kontrast zur anderen Hälfte, so wie etwas schwarz zu weiß, aber dennoch lässt sich eine Kontrastlinie finden, die eben auch die Namen rechtfertigt.
Zum Kauf kann ich nur jedem Raten, denn wie man sehen kann, es sind nur klasse Tracks. Ich möchte keine missen.
Ich schreibe auch für ciao unter dem gleichen Nick.
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Nachdem vor einiger Zeit schon mein Bericht zum „Weissen Album“ von den Böhsen Onkelz hier bei Yopi erschienen ist, möchte ich jetzt den zweiten Teil, das „Schwarze Album“ nachziehen. Beide ergeben gewissermaßen eine Einheit, da beide aus dem selben Jahr stammen, allerdings separat erschienen.
Bandgeschichte.
Die Band
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Um die gesamte Geschichte der Onkelz aufzuführen dazu müsste hier wohl eine eigene Rubrik eingerichtet werden. Kaum eine andere Band hat so viele Höhen und Tiefen durchlebt wie die Deutschrocker. Deshalb nur einpaar kurze Facts.
In ihren Anfangsjahren kamen die Onkelz vor allem in der rechtsextremen Szene zu Ruhm. Aus diesen Jahren stammen Lieder wie „Judenstaat“ oder „Skinhead“, welche eine eindeutige Sprache sprechen. So wurde ihr erstes Studioalbum „Der Nette Mann“ (1984) verboten und es hagelte Auftrittsverbote, wegen gewaltverherrlichenden Texten und der Idealisierung des Nationalsozialismus. Jedoch meine Meinung ist die, es ist Auslegungssache. Man kann, wenn man will, in jeden Text das reininterpretieren, was man gern lesen würde und was man durch Vorurteile bereits über eine Band zu wissen meint. Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass manche Menschen schon beim bloßen Namen „Böhse Onkelz“ an Rechtsextremismus denken und einen schon verurteilen. Dabei kann sich ein Außenstehender kaum ein Urteil über die Band machen. Die Texte klingen recht hart. Das gebe ich zu, jedoch das liegt am sozialen Umfeld aus denen sie stammen. Kevins Familie zerbrach an der Alkoholsucht und Stephan arbeitete in einer Kneipe, die an den Puff seines Vaters gekoppelt war. Außerdem hatte er mit 17 schon Schulverbot für alle Schulen in Hessen. Und schon bald hatten sie ihren schlechten Ruf weg. Als sie ´85 „Böse Menschen – Böse Lieder“ auf den Markt bringen und diese eigentlich postwendend indiziert wird, bekommen sie für dieses Kracheralbum und das nächste keinen einzigen Pfennig. Kevin driftet langsam aber sicher in die Drogensucht ab. Dieser Fakt wird von der Presse immer wieder ausgeschlachtet, jedoch stopfen die Fans der Presse den Mund mit einem fünften Platz in den Albumcharts. Ab nun sollte es bergaufwärts gehen. Einladungen zu diversen „Gegen Rechts“ – Konzerten kamen und auch der kommerzielle Erfolg mit dem Album „E.I.N.S.“...
Soviel zur Band
Kevin Russell (Leadgitarre/Vocals)
Matthias Röhr (Gitarre)
Stefan Weidner (Bass/Vocals/Keyboards)
Peter Schorowsky (Schlagzeug)
Das Album
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Auch hier ist, wie der Name schon vermuten lässt, das gesamte Album komplett in schwarz gehalten. Schwach kann man dennoch „Böhse Onkelz“ auf dem Cover lesen.
Auf der Rückseite ist ebenso wie beim „Weissen Album“ die Tracklist in Form einer Spirale aufgeführt. Die enge Verwandtschaft mit dem „Weissen Album“ wird auch klar, wenn man bemerkt, dass die Tracks hier erst mit der Zahl 13 beginnen. Auf dem Cover befinden sich dazu noch einige merkwürdige Zeichen, welche als Blindenschrift identifiziert werden können. Sie sollen auch den \"Blinden\" unter und den Weg weisen.
Tracklist
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#13 Erkennen Sie Die Melodie
#14 Wenn Wir Einmal Engel Sind
#15 So Geht’s Dir (Deine Hölle)
#16 Der Himmel Kann Warten
#17 Ich Bin Wie Ich Bin
#18 Das Messer Und Die Wunde
#19 1000 Fragen
#20 Ich Bin Du
#21Worte Der Freiheit
#22 Das Rätsel Des Lebens
#23 Baja
...und die Tracks im Einzelnen
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> Erkennen Sie Die Melodie < - Im Opener stellen die Onkelz mal die Frage: „Erkennen sie die Melodie?“ Dunkles, E-Saiten-Intro-Riff und dann geht es ab mit treibendem Beat und Kevins rauer Kämpferstimme. „Dieses Lied vergesst es nie, denn das was wir euch hier geben, sind die Lieder eurer Leben“ Der Song bildet einen nette Überleitung von dem doch recht harmonisch und ruhig angehauchtem „Weissen Album“ zum „Schwarzen Album“.
(5/5) -> (4:07)
> Wenn Wir Einmal Engel Sind < - Dieser Song ist einer der „sanfteren“ der Onkelz, jedenfalls im musikalischen Sinne. Jedoch auch hier nur das Intro, danach geht’s wieder in voller Partymanier zu Tisch. „Ja ich bin schuldig. Ich habe es getan. Ich habe sie verdorben und das war nicht das erste Mal...“ so und noch viel weiter geht es mal wieder nur um eins: Knoppers, Knoppers und nochmals Knoppers. Um den Satz oben noch zu vervollständigen: „..., dann fick ich dich im Fliegen.“. Ein großartiger Partysong von einer Seite, die man von den Onkelz nicht ganz so oft zu hören bekommt.
(5/5) -> (4:04)
> So geht’s Dir (Deine Hölle) < - Hier herrschen nun wieder eher dunklere, härtere Riffs vor. Die Onkelz schaffen es wirklich, sich mit manchen Songs neu zu entdecken, denn der Song ist nun gar nicht so in Onkelz-Manier. Selbst die selbsternannte „Bombe im Arschloch der Schöpfung“ war noch nie so aggressiv, dunkel und bedrohlich im musikalischen Sinne unterwegs. Doch obwohl der Track nur so vor harten Sounds und unregelmäßigen Beats strotzt, passt es doch irgendwo auch wieder. Einfach wieder ein genialer Song.
(5/5) -> (3:13)
> Der Himmel Kann Warten < - Der Song müsste allerdings auch den Nicht-Onkelz-Fans ein Begriff sein. Einer der wenigen Songs mit Accousticgitarren. Eine sehr verträumte Melodie, dazu ein kleiner, aber feiner Schlagzeugbeat und die Reibeisenstimme von Kevin – fertig ist eine grandiose, leicht depressive Ballade über den Sinne des Lebens, die Vergänglichkeit und dem Festhalten am Leben, auch wenn nur noch wenig existiert, für das es sich lohnt zu leben. Dieser Song hat mir persönlich schon verdammt oft geholfen aus so manchem Depri-Loch herauszufinden. Aber das ist ein anderes Thema.
(5/5) -> (4:19)
> Ich Bin Wie Ich Bin < - Fast ebenso wie der letzte Song war, so sanft beginnt auch dieser Song. Eher ruhig und gediegen. Die Onkelz packen wiedermal ihr Lieblingsthema aus: ihr Leben und Individualität. Auch muss einfach wiedereinmal das Wort „Scheiße“ im Song sein. Das macht einfach den Onkelz-Charakter aus. Kein Blatt vor dem Mund und immer frei Schnauze. Allerdings lang nicht so wild wie man es sich vielleicht vorstellen würde. Werden die 4 alt? Nein, das sicher nicht. Die ham noch lang nicht genug.
(5/5) -> (4:51)
> Das Messer Und Die Worte < - Dieser Song ist wieder ein dunkles Zeugnis, wozu die 4 Frankfurter im Stande sind. Dunkel hier allerdings nicht im Sinne von schlecht, sondern von dunkel wie bös und ungemein treffend. Naja Täter sind schon die Schuldigen, allerdings können sich Opfer auch wehren, und wer das nicht tut, ist selber schuld.
(5/5) -> (3:18)
> 1000 Fragen < - Hier ein eher philosophischer Track. Wer weiß, wann Kevin dieser Text eingefallen ist, vielleicht eines nachts im Schlaf oder einmal im Dillierium, auf jeden Fall schon die Frage „Woher weiß der Wind wohin er weht? Woher weiß der Schmerz, wann er kommt und wann er geht?“ zeugt vom geistigen Vermögen Kevins, der ja fast alle Texte schreibt.
(5/5) -> (5:02)
> Ich Bin Du < - Ein sehr rockiges, rhythmisches Riffchen führt in den Track ein. Und so smooth geht es durch den ganzen Song. Spontan würde ich sagen, es geht um einen Schizophrenen, der mit seiner guten bzw. bösen Seite spricht. Das ist nun wieder ein Thema, das mich brennend interessiert, da solche Menschen manchmal größeren Durchblick haben in Dingen, die wir „Normalos“ nur aus einer Perspektive sehen.
(5/5) -> (3:39)
> Worte Der Freiheit < - Bass- Schlagzeugintro, dann Staccatotöne und lang ausklingende Chords. „Guten Tag, ich bin die Freiheit...“ so die ersten Worte von Kevin. Der Song ist uns (ja ich bin einer) „Ossis“ gewidmet. Man muss schon noch sagen, dass es eine gewisse Ost/West-Teilung in Deutschland gibt und gerecht ist es garantiert nicht. Den ganzen Song aufzuarbeiten, wäre jetzt wohl ein seitenfüllendes Unterfangen, einfach mal reinhören, denn der Song ist einfach eine Wucht. Stimm- und wortgewaltig.
(5/5) -> (5:29)
> Das Rätsel Des Lebens < - Manchmal ist das Leben wirklich ein Rätsel, das man einfach nicht versteht. Der Track geht von der ersten Minute an ab wie das sprichwörtliche Zäpfchen. „Meine Schwester ist das Leben, mein Vater ist der Tod“ – wer noch einen Auszug haben möchte, im Profil von Jayn steht der „Refrain“ als Lebensmotto. Einfach ein geniales Stückchen Musik, das von Anfang bis Ende sehr durchdacht und einfach nur genial klingt.
(5/5) -> (3:36)
> Baja < - Dieses Instrumental rundet den zweiten Teil des inoffiziellen Doppelalbums stilgerecht ab. Baja scheint irgendetwas mit dem Meer, Walen und dieser ganzen Rubrik zu tun zu haben. Jedenfalls ist der Song in dem Stile gehalten. Mathias übernimmt mit seiner Gitarre die meiste Zeit die Stimme, aber hier haben die 4 Jungs auch neue Sachen ausprobiert und bisschen am Sythesiser rumgespielt. Ein fließender Übergang zwischen hart und zart folgt ebenso logisch wie die Instrumentenfolge (E-Gitarre = hart; Accousticgitarre = zart).
Im Hintergrund klatschen die Hölzer aufs Schlagzeug und noch eine Gitarre brummt sich ihren Weg durch die Nacht. Wie gesagt ich hab noch nicht in Erfahrung bringen könne, was „Baja“ bedeutet, aber es könnte etwas spanisches sein... auf jeden Fall geiler Trk zum Abschluss.
(5/5) -> (8:54)
Fazit
====
Das „Schwarze Album“ stellt eher die düstere Seite der Frankfurter in den Vordergrund. Alle Songs basieren auf diesem dunklen Morast aus Trauer, Wut und Magie. Einziger Ausreißer ist hier „Wenn Wir Einmal Engel Sind“, aber ein Partylied kann nicht eine ganze Platte beeinflussen.
Zwar steht der Silberling nicht im direkten Kontrast zur anderen Hälfte, so wie etwas schwarz zu weiß, aber dennoch lässt sich eine Kontrastlinie finden, die eben auch die Namen rechtfertigt.
Zum Kauf kann ich nur jedem Raten, denn wie man sehen kann, es sind nur klasse Tracks. Ich möchte keine missen.
Ich schreibe auch für ciao unter dem gleichen Nick.
24 Bewertungen, 3 Kommentare
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04.01.2009, 02:47 Uhr von misscindy
Bewertung: sehr hilfreichKlasse geschrieben, lg Sylvia
-
13.09.2008, 23:29 Uhr von frankensteins
Bewertung: sehr hilfreichliebe Grüße Werner
-
01.07.2008, 19:29 Uhr von hjid55
Bewertung: sehr hilfreichSehr hilfreich und liebe Grüße Sarah
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